Freitag, 25. November 2011

Resteverwertung: Reh-Rillette

Der Tiefkühlschrank schreit schon länger nach mehr Luft und ich befreite ihn von einem Teil meines TK-Bambis. Da ich diesmal auch einen Hals hatte, beschloß ich ihn am Knochen zu schmoren. Also so ganz klassisch anbraten, Fleisch wieder raus, Wurzelgemüse, Zwiebel, Knoblauch und Gewürze anbraten, salzen, mit Zucker etwas karamellisieren lassen, Tomatenmark dazu anrösten, mit Rotwein ablöschen, mit Brühe aufgiessen, Fleisch wieder rein, Deckel zu, Geduld.

Soweit es ging schnitt ich dann das Fleisch vom Knochen, es war aber noch so viel Fleisch dazwischen. Das konnte ich nur noch mit einem Löffel ausschaben. Ergebnis: leckere Reh-Fleischfasern. Was mache ich jetzt damit? Es erinnerte mich optisch an Fleisch in einem Rillette. Nach kurzer Diskussion beim Käpt'n ergab sich dieses Rezept:

130 gr. geschmortes Rehfleisch
2 EL Arganöl ungeröstet
2 EL Butterschmalz
Meersalz
Thymian
abgeriebene Orangenschale

Das Fleisch mit Öl und Schmalz bei kleiner Hitze garen, bis die Fasern völlig zerfallen sind. Mit Salz, Thymian und Orangenschale abschmecken und in ein Glas füllen.



Das Rillette schmeckte bereits leicht pfeffrig und süßlich vom gewürzten Fleisch. Deshalb habe ich auf die weitere Zugabe dieser Gewürze verzichtet.

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