Freitag, 2. Dezember 2011

Ole Plogstedt und die vielzitierte Kochehre

In den letzten Tagen gab es einen Sturm der Entrüstung über das konträre Verhalten eines Münchner Sternekochs. Ich habe lange überlegt, wie ich die massive Reaktion in den Blogs finden soll. Mir ist aufgefallen, daß so ein Fehlverhalten viel Raum, Aufmerksamkeit und Diskussion bekommt. Ich neige eher dazu so etwas mit Schweigen und Mißachtung zu beantworten.
Gestern habe ich zufällig ein Statement von Ole Plogstedt auf facebook entdeckt. Darüber sollten wir sprechen und ihm die verdiente Beachtung geben.

Ole wollte darauf aufmerksam machen, daß eine Essigfirma unerlaubt mit seinem Foto geworben hat und er dies nun anwaltlich untersagen läßt. Dann hat er erklärt, weshalb er als RTL2-Kochprofi keine Fertigprodukte unterstützen will.

Hier möchte ich ihn gerne wörtlich zitieren. Ole Plogstedt auf facebook am 01.12.2011:

"Gerade bei der Lebensmittelindustrie bin ich sehr zurückhaltend und unterstütze in keinem Fall Unternehmen, die Nahrungsmittel-Fertigprodukte herstellen. Insbesondere in meiner Funktion als „RTL2-Kochprofi“ würde ich schnell meine Glaubwürdigkeit verlieren, wenn ich durch Werbekampagnen Produkte bewerben würde, die die Kochprofis in den Sendungen stets anprangern. Dies ist auch einer der Gründe für meine Mitgliedschaft bei der Organisation „Foodwatch“, die durch ständige Aufklärung dabei hilft, sich mit der Lebensmittelindustrie kritisch auseinander zu setzen."

Bravo!

Dem kann ich nichts mehr hinzufügen und möchte Danke sagen mit einem kleinen Blumengruß aus meinem Garten.

Kommentare:

  1. So gehts auch. Jeder versteht, dass Köche auch Geld verdienen wollen. Das kann man auch mit Stil und aufrechtem Gang machen, wie man sieht.

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  2. Recht hat er. Leider ist er da die Ausnahme.

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  3. Muss ich Peter zustimmen!

    Aktuell bin ich angefressen, dass Schuhbeck Werbung für den Burgerbrater macht. Okay, er benutzt den Kram nicht, aber ich habe ihn schon oft genug gegen die Pappbrötchen wettern hören...

    LG

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  4. Hoffentlich hält er das auch durch, wenn mal eine große Firma mit wirklich dicken Scheinen winkt.

    Es grüßt, der noch an die Guten glauben wollende

    Martin

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  5. Dem gibts es eigentlich nicht mehr viel hinzuzufügen, außer, dass noch viel mehr prominente Köche seinem Beispiel folgen sollten! Danke Bushi fürs posten!

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