Freitag, 13. Juli 2012

Castell - Franken, Weinberg, Essen, entspannt genießen....

Wir reisen sehr gerne. Wir fahren nicht in den Urlaub - wir reisen. Fahren ist von A nach B auf der Autobahn, verlorene Tage, kein Spaß. Bei der Planung von unseren Reisen haben wir immer ein Ziel, zu dem wir reisen. Zwischen zuhause und dem Endziel liegen tausende von Möglichkeiten. Die versuche ich zu finden und ziemlich oft bin ich auch erfolgreich. Diesmal stand die jährliche Moselreise an, die wunderbar umrahmt wurde von einer Einladung bei lieben Freunden im Rheingau. Zwischen München und Rheingau bietet sich doch gleich eine passende  Mittagspause in Castell an. Denkt mal an mich, wenn ihr auf der Autobahn seid und mit Hunger eine Raststätte betretet. Alleine der Geruch vertreibt mich.

Ein kleiner Umweg von sagen wir mal einer halben Stunde und Ihr könntet auch im Weinstall Castell sitzen.


Vor Euch liegt ein Tischset auf dem Ihr die Weinberge und die nähere Umgebung studieren könnt. Mitnehmen darf man es auch und ich habe mir viel Mühe gegeben, es nicht zu bekleckern, weil es mir so gut gefallen hat.


Dann könnt Ihr aus diesen wunderbaren Speisekarten wählen. Ich bin ja der totale Bastel-Chaot, aber diese halben Weinkorken auf der Speisekarten haben es mir sehr angetan. Super Idee, das könnte sogar ich. Vermutlich muß das aber bald gebastelt werden, solange es noch Korken in der Flasche gibt.


Nach Eurer Wahl könnten diese Teller auf den hübschen Tischsets Platz nehmen.

Tomatenpesto, Weinschmand, Brot mit gerösteten Traubenkernen

Maispoulardenbrust im Weinblatt gebraten mit Verjussoße, Kartoffelragout mit Frühlingsgemüse und Bärlauch

Roastbeef vom Weiderind mit Domina-Rotweinsoße, Frühlingsgemüse und Schwenkkartoffeln

Eisparfait von weißer Schokolade und Minze dazu Erdbeer-Rhabarberragout, Joghurtschaum und Streusel

So gut gestärkt könntet Ihr noch einen winzig kleinen weiteren Umweg fahren und den Astheimer Quittenlehrpfad besuchen.


Aktueller Stand der Quitten ist: winzige Früchtchen an den Ästen. Und weil man sich immer Ziele setzen sollte, plane ich immer noch, den ganzen Lehrpfad im Frühling zur Blüte und im Herbst, zur vollen Frucht, zu gehen. Ich freue mich sehr darauf.


Kommentare:

  1. Im Sommer 1989 habe ich den August in Castell verbracht, oben irgendwo im Wald oberhalt der Weinberge. Es war eine Lehrveranstaltung und wir mussten in der alten Meierei auf Feldbetten und auf den Bänken schlafen. Hach, heute würde ich mich wohl weigern. Das Restaurant gab es damals, glaube ich, noch nicht, der studentische Geldbeutel hätte solch eine wunderbare Gasterei auch nicht erlaubt. Dafür gab es am Ende des plagenreichen Monats eine Führung durch die Weinkeller mitsamt Probe und Kaffeetrinken bei Graf und Gräfin Castell-Castell: Zwetschgenkuchen mit Sahne!
    Und eines sehe ich: in Franken sind die Portionen immer noch gut bemessen auf dem Teller ;-)

    Ob ich jemals wieder dort vorbei kommen werde??

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Das ist eine schöne Geschichte und ich kann es richtig vor meinem geistigen Auge sehen. Danke, daß Du sie hier erzählt hast.

      Löschen