Dienstag, 28. August 2012

Tastingexperience mit Maker's Mark in München

Maker's Mark lädt aktuell zu Veranstaltungen in Deutschland ein. Die Plätze sind heiß begehrt und ich habe mich sehr gefreut, daß ich im monac'o Schwabing dabei sein durfte.

Distillery Diplomatin, Tanja  Bempreiksz, war unsere charmante Gastgeberin  und führte uns umfassend und kompetent in die Welt des Bourbon ein. Ihr Vortrag war sehr anschaulich mit Bildern unterlegt. Diese und so manches inhaltliche Detail waren sogar speziell auf München zugeschnitten. 



Wir lernten die speziellen Eigenschaften des Bourbon (Hauptzutat Mais - neben Roggen und gemälzte Gerste, mind. 2 Jahre in neuen Eichenfässern gelagert, hergestellt in den USA, ohne künstliche Zusatzstoffe) kennen. Auch der Rye, also ein Whiskey, der statt Mais, Roggen enthält wurde uns vorgestellt. Im Fokus stand natürlich Maker's Mark, dessen Besonderheit der Weizenanteil anstelle des Roggen ist. Dies verleiht ihm einen angenehmen süßeren Geschmack.

Nach diesen Grundlagen spannte Tanja den Bogen von der Geschichte des Whiskeys zur Firmengeschichte der Häuser Maker's Mark und Jim Beam. Ihr Vortrag war keineswegs trocken. Das lag nicht nur an den Tasting-Einheiten, sondern ganz besonders an ihrer lebendigen Erzählweise.



Nach den ersten beiden Proben von Maker's Mark, wie er im Handel nicht erhältlich ist, stellte Tanja uns detailliert den Brennprozess, die Lagerung und das Füllen in Flaschen vor. Bei Maker's wird hier immer noch auf großen Wert auf Handarbeit und Sorgfalt gelegt. Auch der markante Wachsüberzug am Flaschenhals wird heute noch von Mitarbeitern per Hand angebracht.

Im Tasting waren auch einige Whiskeys aus der Small Batch Collection von Jim Beam. Small Batch sind Raritäten, die nur in einer kleinen Anzahl von Fässern hergestellt werden.


Probiert wurden:
- Maker's Mark white dog, ungelagerter Whiskey, wie er direkt aus der Destille kommt, auf 45 % Alkohol heruntergesetzt (nur bei der Destillerie erhältlich)
- Maker's Mark, ein Jahr im Faß gelagert (nicht im Verkauf)
- Maker's Mark, sechs Jahre im Faß gelagert
- Basil Hayden, High Rye Bourbon, 8 Jahre gelagert
- Knob Creek, traditionelle Mais-Rezeptur, 9 Jahre gelagert
- Bookers, 7 Jahre gelagert, 63,7 % Alkohol!, ist als Konzentrat zu verstehen und soll mit Wasser gemischt werden
- Devil's Cut von Jim Beam
- Maker's Mark 46, dies ist ein Maker's Mark Whiskey, der nach der Fertigstellung mit Limousineichen-Stäben erneut ins Faß kommt (derzeit leider in Deutschland nicht erhältlich)

Meine Favoriten waren der Knob Creek, der Maker's Mark und der Maker's Mark 46.


Im Anschluß an Vortrag und Tasting durften wir noch, unter fachkundiger Anleitung, unseren eigenen Cocktail mixen. Das war ein sehr intensiver Nachmittag mit viel Wissen, Spaß und Genuß. Zum Abschied bekamen wir noch unser Zertifikat. Ich darf jetzt den Titel Bourbon Master führen und habe wirklich vieles rund um den Whiskey gelernt. Herzlichen Dank an Maker's Mark und ganz besonders an Tanja.


Wer jetzt neugierig geworden ist, dem empfehle ich sich über die facebook-Seite von Maker's Mark zu informieren, ob eine Veranstaltung in Eurer Nähe ist. 

Kommentare:

  1. Der normale Maker's Mark schmeckt ganz gut, klassisch passt er in den Mint Julep... leider fehlen mir Silberbecher *G*

    Ich kann dir auch Austin Nichols Wild Turkey Bourbon empfehlen.
    Schmeckt mir noch einen Tick besser.

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    1. Hallo Martin,

      An Silberbechern soll´s nicht scheitern! Kontaktiere mich einfach unter tanja.bempreiksz@beamglobal.com.

      Cheers!

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    2. @ Martin,
      ich bin nicht der große Whiskey-Experte und freue mich schon, wenn mir überhaupt einer gefällt.

      @ Tanja,
      da bin ich gleich neugierig. Was bewirkt der Silberbecher? Ist das für den Geschmack förderlich?

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    3. Hallo Bushcook,

      Mit dem Geschmack hat der Silberbecher wenig zu tun, wohl aber mit der Isolierung (der Drink bleibt länger kalt). Vor allem aber stellt der Silberbecher die klassische Präsentation des Juleps dar. Der Cocktail wurde urspünglich in Metallgefäßen serviert, zumal er aus Zeiten stammt, in denen es noch keine Gläser gab.

      Cheers!

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