Samstag, 27. April 2013

Die Suche hat ein Ende: Frank Rosin und die Aubergine

Wenn Frank Rosin in der Sendung Topfgeldjäger das Wort Aubergine ausspricht und begeistert von seiner Lieblings-Zubereitung spricht, leistet mein armer Blog Schwerstarbeit. Mit den Stichworten "Frank" "Rosin" und "Aubergine" wird verzweifelt nach dem Rezept gegoogelt. Ziemlich schnell landet man dann auf meinem Blog. Das ist mir jetzt schon ein paar Mal passiert und ich habe mich immer gewundert.

Letzten Monat hat mir die Statistik der Suchbegriffe wieder gezeigt, wie viele Suchende da in kurzer Zeit unterwegs waren. Dann habe ich es einmal selbst ausprobiert und tatsächlich, mit diesen Suchbegriffen bin ich der Liebling von google. Mir ist dann klar geworden, woran das liegt. Heike und ich hatten in einer TGJ-Aufzeichnung Aubergine im Warenkorb. Deshalb habe ich die drei wichtigen Schlüsselwörter in einem Beitrag.

In der Sendung vom 13. März 2013 hat Frank Rosin das Rezept kurz skizziert. Damit die sinnlose Suche ein Ende hat, habe ich es mit-geschrieben und nachgekocht.

Achtung! Hier ist das Frank "Rose" Rosin Rezept für Aubergine:


1 Aubergine
Meersalz
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
trockener Weißwein
100 - 150 ml Geflügelbrühe
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Parmesan


Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Meersalz bestreuen.



Die Aubergine der Länge nach halbieren und mit der Schnittfläche auf das Meersalz legen. Bei 180 Grad für 30 bis 40 Minuten garen (sagt Frank Rosin, bei mir dauert das mind. 45 Minuten), bis das Auberginenfleisch weich ist. Herausnehmen, etwas auskühlen lassen und mit einem Löffel auskratzen.



Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Olivenöl erhitzen und die Würfelchen darin anschwitzen, sofort leicht salzen und zuckern. Das Auberginenfleisch zugeben und ebenfalls anschwitzen.

Mit Weißwein ablöschen und diesen völlständig verdampfen lassen. Brühe zugeben und alles zu einem dicken Brei verkochen. Die Masse in einen Mixer geben und kurz pürieren. Mit geriebenem Parmesan und schwarzem Pfeffer abschmecken.


Mein Fazit:
Kann man machen, muss man aber nicht! Die Auberginen im Ofen zu backen und das weiche Fleisch weiter zu verarbeiten ist eine sehr traditionelle Methode aus der arabischen Küche. Diese Rosin-Aubergine kannte ich bisher auch nur theoretisch aus dem Fernsehen. Ich bin froh, dass ich sie nachgekocht habe und erinnerte mich daran, dass Frank in seiner Restaurant-Rettungs-Sendung versucht hat ein afrikanisches Restaurant in Berlin zu retten. Er hat dort öfters Ablöschen mit Wein und Auffüllen mit Brühe angewandt. Die Restaurantbesitzer haben sich geweigert es zu essen, da sie Moslems sind. Ich liebe die orientalische Küche sehr und meine auch ein wenig davon zu verstehen. Da kommen diese Kochtechniken einfach nicht vor und ich bin nun noch mehr überzeugt, dass es bei diesen Gerichten keinen Sinn macht. Meine Aubergine ist nicht so prominent wie "Roses Aubergine", aber sie schmeckt deutlich besser und sie sieht auch hübscher aus.

Bitte hier klicken für das Rezept von "meiner Aubergine"

Und noch ein kleiner Blick hinter die Kulissen. Das war kurz nach der Sendung vom 13.03.2013 bei mir los:


Kommentare:

  1. Ich musste es testen....die Überschrift ist aber auch zu schön: "Drei von vier intelligenten Methoden Aubergine zuzubereiten" - wen wundert's, wenn die Leute bei Dir landen ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Als ich das damals geschrieben habe, konnte ich noch nicht ahnen, wie es ausgehen wird. Bin schon auf Dein Urteil gespannt.

      Löschen
    2. Ich habe jetzt extra 2 Kilo Auberginen zum Vergleichskochen gekauft und muss sie ganz alleine essen, weil ich hier die einzige Auberginenliebhaberin bin ;-)
      Spaß beiseite, ich mache Baba Ganoush wie du. Auch bei mir braucht sie im Ofen verdammt lange.
      Warum man die arme Aubergine noch mit Weißwein und Brühe aufkochen sollte erschließt sich mir nicht. Ich habe die leise Vermutung, dass man möglicherweise im Orient beser mit Auberginen besser umgehen kann als hier....

      Löschen
    3. Das klingt ja nach einem Auberginen-Festival :-)

      Löschen
  2. Vom Rezept her gefällt mir Deine arabische schon um Längen besser. Baba Ghanoush mit Tahini kann nur der pure Genuss sein. Nur zermatsche ich selten meine Auberginen, denn ich grille sie lieber. Ich schneid sie in Scheiben, salze sie ganz leicht ein und verpacke sie in Backpapier. Dann 220 bis 250 °C und 10 bis 20 Minuten. Danach werden sie mariniert und kommen in die Grillpfanne.

    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
    Anna

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke liebe Anna. Ich mache es eben genau umgekehrt und grille sie trocken und dann kommen sie mit Öl in die Pfanne. Es gibt eben viele Wege...

      Löschen
  3. Dein Rezept gefällt mir auch besser. Was soll denn der Weisswein bewirken? Für Säure, da ist doch Zitrone besser, oder?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Dir, liebe Zorra. Ich denke auch, daß der Wein die Säure bringen soll aber ich bevorzuge auch die Zitrone.

      Löschen
  4. Guter Vorschlag,

    ich mag Aubergine gerne als Füllstoff, der sanft bittere und gering säuerliche Geschmack, wenn überhaupt die Beschreibung zutrifft, eher würde ich fast neutral nehmen, geht beim Kochen fast verloren. Dafür nimmt die Aubergine fast jeden zugefügten Geschmack, sei es Würze aus Kräutern oder weiteren Gemüse, oder auch nur die Üblichen. Deswegen die Bezeichnung Füllstoff, besser wäre Aromaträger. Im Gegensatz zu Reis oder Getreidederivate, sprich Pasta oder Nudeln, ist die Aubergine relativ arm an Kohlenhydraten. Das paßt zu meinem Job, der auch fett- oder ölhaltige Speißen erlaubt, Ohne Gewichtszunahme. Kohlenhydrate aus sonstigem Stärkefrüchten bringen zwar anfangs Power, doch ein Durchhängen ist programmiert.

    Ganz anders, meine Methode zur Zubereitung. Ich nehme die MW. Das ist energieeffizient. Marinierte Aubergine mit paar Eßlöffeln Wasser in eine Schüssel geben, einen Teller als Deckel nehemn - wichtig, den der Dampf garantiert das Garen - und bei 1/3 Stufe 10 bis 15 Minuten, je nach Füllgrad, ziehen lassen. Das Resulat ist für die Weiterverarbtung als Beigabe bestens geeignet.

    Aktuell bin ich am Basteln einer Bärlauchpaste mit Aubergine als Streichmittelgrundlage, ähnlich dem Paprikamus aus dem Balkan. Bin mal gespannt wie es wird.....

    Sonnige Grüße

    WN

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dann wünsche ich Dir schon mal viel Erfolg mit Deiner neuesten Kreation.

      Löschen
  5. *lach* oja, die TGJ bestimmen meine Statistik auch immer noch. Aber gut so, ist es doch immer wieder ein Grund, die schönen Erinnerungen wieder hervorzukramen :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So geht es mir auch - eigentlich unglaublich :-).
      In ZDF Neo wiederholen sie gerade die alten Folgen. Vor kurzem habe ich die 10.000-Gewinnerinnen gesehen, wegen denen wir beim ersten Mal nicht dran gekommen sind. Vielleicht strahlen sie unsere alten Folgen auch noch mal aus.

      Löschen