Sonntag, 3. November 2013

Zitronengras-Chili-Panna-Cotta und Jakobsmuschel auf buntem Tomatensalat

Manchmal passt ja alles. Ich hatte so viele schwelende Themen und Ideen und dann erreichte mich eine Einladung von Neles Küchendelikte, die bei Zorra den aktuellen Blogevent mit dem Thema "Spanien" veranstaltet. So richtig in Spanien war ich noch nie, nur auf fast allen der Kanarischen Inseln. Tagsüber haben wir da immer von den Tapas gelebt. So kleine Häppchen, kreuz und quer durch alle möglichen Zutaten. Da habe ich gleich die Gelegenheit beim Schopf gepackt und alles, was bei mir so quer lag, zu meiner Interpretation von Tapas gestaltet.

Beim Kochen lasse ich mich gerne inspirieren, von Zutaten, kulinarischen Erinnerungen und auch Kochbüchern. Manche Ideen schleppe ich jahrelang mit mir herum, so wie beispielsweise diese Panna Cotta. Das Original wurde einmal in der Fernsehsendung "Unter Volldampf" von Marc zubereitet, den ich vor ein paar Jahren auch persönlich kennen lernen konnte. Marc aromatisiert sie mit Ananas-Barsirup, der in München scheinbar ausverkauft war.

Diese Balken für die Fingerfood-Spieße gab es immer beim JRCG-Sommerfest und bei Lucky Maurers Kulinarik-Festival. Die Idee ist bestechend einfach und ich wollte gerne meine Gläschen auch noch unterbringen. Herr bushcook war so lieb, mir ein Brett nach meinen Wünschen zu basteln. Und ich bin vom Ergebnis total begeistert und möchte es künftig öfters einsetzen.

Diese Gedanken schwirrten schon lange in meinem Kopf, und wurden konkreter, als ich von storykitchen einen sehr schönen Katalog mit Produkten kleiner Manufakturen bekommen habe. Die Auswahl ist mir leicht gefallen, weil dort Zutaten vorgestellt wurden, für die ich mich bereits länger interessiere.

So kam eins zum anderen und heraus kam eine Tapas-Auswahl, die ich Euch heute vorstellen möchte. Im nächsten Beitrag zeige ich Euch dann, was alles auf den Fingerfood-Spießen steckt.



Zitronengras-Chili-Panna-Cotta:
Für 6 kleine Gläser:

400 ml Sahne
1 EL Kokosblütenzucker
3 große rote Chilischoten
2 Stängel Zitronengras
2 Gelatineblätter
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 220 Grad vorheizen. Die Chili längs halbieren, die Kerne mit einem Löffel auskratzen und mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen, das mit Backpapier ausgelegt ist. In den Backofen schieben, bis sich die Haut dunkel verfärbt. Dann herausnehmen und sofort ein nasses Küchentuch darüber legen. Auskühlen lassen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch herausschaben. Das Zitronengras mit einem Messergriff anschlagen und in Stücke schneiden, die in den Topf passen.

Die Sahne leicht salzen und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und das Chilifruchtfleisch und die Zitronengrasstücke zugeben. Bei mittlerer Hitze für 10 Minuten köcheln lassen. In der Zwischenzeit die Gelatine für 10 Minuten in kaltem Wasser einweichen.

Die Zitronengrasstücke herausnehmen. Die Gelatine in der heißen Sahne auflösen und die Chili mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Etwas abkühlen lassen und dann in kleine Gläser füllen. Diese vollständig auskühlen und über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.



Jakobsmuschel auf buntem Tomatensalat:
6 Portionen

6 Jakobsmuscheln
Butterschmalz
Falksalt Fingersalz Naturell

3 Tomaten in verschiedenen Farben
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Kokosblüten-Vinaigrette

Die Tomaten sehr fein würfeln, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und mit der Vinaigrette marinieren.

Das Butterschmalz erhitzen und die leicht gesalzenen Jakobsmuscheln bei starker Hitze auf beiden Seiten so lange braten, bis die Oberfläche schön kross, aber das Innere noch glasig ist.

Den Tomatensalat auf Löffel anrichten und die Jakobsmuscheln aufsetzen, mit dem Fingersalz garnieren.



Liebe Nele, das ist meine moderne Interpretation von spanischen Tapas. Und sie erfüllen den gleichen Zweck, wie die traditionellen Gerichte und machen Lust auf mehr und können zu einem guten Glas Wein genossen werden.

Blog-Event XCIII - Spanien kulinarisch (Einsendeschluss 15. November 2013)

Kommentare:

  1. Zu deinen bestechenden Rezepten müsstest du eigentlich fairerweise auch noch den Herrn bushcook mitliefern. ;-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Christel,

      ich habe ihm Deinen Kommentar vorgelesen und er meinte, er wäre nur ein Dünnbrettbohrer :-)

      Löschen
  2. Liebe Bushcook,

    vielen lieben Dank für diesen tollen Beitrag zu meinem kleinen Blogevent. :-)

    Liebe Grüße,
    Nele

    AntwortenLöschen