Mittwoch, 15. Januar 2014

Nele von Pralinenwahnsinn erzählt von Sylt und bringt was Süßes mit

Auf den heutigen Beitrag habe ich mich selbst gefreut. Heute ist Nele vom Pralinenwahnsinn zu Gast. Sie zaubert wunderbare süße Köstlichkeiten und ich kann das mit gutem Gewissen schreiben, weil ich sie schon probieren durfte. Sie hat sich sehr engagiert die handwerklichen Fähigkeiten angeeignet und beherrscht auch schwierige Techniken perfekt. Scheinbar ist ihr das noch nicht genug und wir können ihre pikanten Rezepte im zweiten Blog Küchendelikte lesen.

Liebe Nele, schön dass Du da bist und diese besondere Geschichte und so ein sündiges Dessert mitgebracht hast.
 
 
Warme Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern und Joghurteis

Ein kleiner kulinarischer Ausflug zum Biikebrennen nach Sylt...

Moin Moin und vielen lieben Dank für das kleine Plätzchen in Deinem tollen Blog, liebe Dorothée. :-)

Bei mir gibt es heute ausnahmsweise keine Pralinen. Schokoladig wird es trotzdem. Zunächst geht es aber zusammen in den Norden.

Kennt Ihr Biikebrennen? Nein? Biike ist friesisch und bedeutet Feuerzeichen. Biikebrennen ist ein traditionelles Volksfest in Nordfriesland, welches am Abend vor dem Petritag gefeiert wird.

„Der Ursprung des Festes ist unklar; wahrscheinlich sollte das Feuer im Mittelalter böse Geister vertreiben und die neue Saat schützen. Auf den Inseln diente das Biikefeuer später zur Verabschiedung der Walfänger. Die Frauen zündeten die Feuer entlang des Strandes an, um den fahrenden Männern noch lange sicheres Geleit zu geben. Einer Sylter Legende nach galt dieses Signal gleichfalls den dänischen Männern auf dem Festland und sollte ihnen vermitteln, dass die Inselfrauen nun wieder allein auf dem Hof waren und Hilfe bei der Arbeit und „anderen Dingen“ benötigten. Der Beginn der jährlichen Walfangsaison am Petritag hing mit einem Beschluss der Hansestädte aus dem Jahr 1403 zusammen, nach dem zwischen Martini (11. November) und Petri Stuhlfeier die Schifffahrt ruhen sollte. Der Petritag am 22. Februar war also ein wichtiges Datum für die mittelalterliche Schifffahrt (Ende der Winterpause, Frühlingsbeginn).“

Quelle: Wikipedia, Biikebrennen (http://de.wikipedia.org/wiki/Biikebrennen)

 

Jedes Jahr am 21. Februar gibt es fast überall an der Nordfriesischen Küste Biiken. Man versammelt sich an einem Treffpunkt und geht gemeinsam mit Fackeln bestückt in einem großem Umzug zu den am Strand aufgebauten Biiken. Das Feuer wird angezündet und es gibt eine Ansprache auf Plattdeutsch, um Petri gnädig zu stimmen. An Touristenorten wird die Ansprache meist nochmal für die Touristen auf Hochdeutsch gehalten. Danach geht es dann zum traditionellen Grünkohlessen. Und zum Abschluss gibt es dann noch ein, zwei, viele kleine Absacker. So jung kommt man ja schließlich nicht mehr zusammen. ;-)  

Wir waren vor zwei Jahren zum Biikebrennen auf Sylt. Ich wollte diese viel besprochene und viel bereiste Insel einmal persönlich kennenlernen. Da mich der Sylter Touristentrubel über die  Sommermonate sehr abschreckt, sind wir dem Tipp einer sehr lieben Freundin gefolgt und wir reisten zum Biikebrennen nach Westerland. Mit einem kleinen gemütlichen Hotel mitten in der Westerländer Fußgängerzone mit 5 Gehminuten zum Strand hatten wir einen guten Ausgangspunkt zum Erkunden der Insel.

Ja, auf Sylt ist es sehr kalt im Februar. Aber es ist wunderbar ruhig. Man kann, dick eingemummelt, lange Strecken am Strand entlang schlendern und den Gedanken nachhängen.
 

 

Danach belohnt man sich am besten mit einem sehr guten Holunder-Glühwein an der Promenade und erkundet die kleinen Geschäfte in der Fußgängerzone. So lecker und wärmend. Wunderbar. :-)

Die TeeManufaktur Sylt (http://www.teemanufaktur.de/) in der Fußgängerzone ist sehr zu empfehlen. Der Laden ist klein und voller Tee. Der Besitzer kennt jeder seiner vielen, vielen Teesorten und die Teeempfehlungen sind super. Seitdem wir die TeeManufaktur Sylt kennen, bestellen wir hier mehrfach im Jahr unseren Tee.

Den besten Fisch bekommt man übrigens nicht bei Gosch, sondern bei Blum's Fisch-Delikatessen (http://www.blum-sylt.de/blumsfisch.php). Ein ordentliches Schwarzbrot mit Rührei und geräuchertem Fisch ist doch (fast) jedem erlesenen Mehrgänge-Menü vorzuziehen, oder? ;-) 

A propos Mehrgänge-Menü... auch wenn unser erster Besuch auf Sylt fast zwei Jahre her ist, so denke ich immer noch sehr gerne an unser Essen in „Das kleine Restaurant“ in der Bötticherstr. 2, Westerland (http://www.ganser-sylt.de/). Das kleine Restaurant liegt neben der Fußgängerzone und ein Besuch lohnt sich. Wenn Ihr mal auf Sylt seid, dann heißt es hingehen. *marschmarsch* Franz Ganser, Küchenchef und Patron, begrüßt Euch herzlich und serviert tolle saisonale und regionale Speisen zu fairen Preisen. Der Service ist erstklassig und das Essen einfach nur wunderbar. Eins von Franz Gansers Desserts ist übrigens ein warmes Schokoladenküchlein mit flüssigem Kern, Joghurteis, Mangobutter und Sesamhippen. Mmmmhhhhhh...  

Ich habe für Euch diese kleinen leckeren Schokoküchlein mal nachgebacken. Es ist sehr schnell und einfach zuzubereiten und schindet wirklich Eindruck bei den Gästen. ;-) Und sie schmecken himmlisch... :-)

 

Warme Schokoladenküchlein mit Joghurteis

nach einem Rezept von Franz Ganser

 

 
 

Zutaten

(für 4 Personen)

 

Joghurteis

350 g Joghurt

125 g feinster Zucker

Saft einer halben Zitrone

Mark einer halben Vanilleschote

 

Schokoküchlein

100 g Zartbitter-Kuvertüre, fein gehackt

50 g Butter

10 g Mehl

2 Eier

2 Eigelb

50 g feinster Zucker

 

Zubereitung

Joghurteis

Die Zutaten für das Joghurteis ordentlich miteinander verrühren, bis die Masse glatt ist und sich der Zucker aufgelöst hat. Die Eismasse in der Eismaschine nach Geräteanleitung gefrieren und bis zum Verzehr in der Tiefkühltruhe aufbewahren.

 

Schokoladenküchlein

Den Ofen auf 220°C vorheizen. Vier ofenfeste Soufflee-Förmchen buttern und mit Zucker ausstreuen. Kuvertüre zusammen mit der Butter über dem Wasserbad schmelzen. Eier und Eigelb zusammen mit dem Zucker schaumig schlagen. Das Mehl und die geschmolzene Kuvertüre-Butter-Mischung unter das schaumige Ei rühren und in die vorbereiteten Förmchen verteilen. Die Schokoüchlein ca. 11 Minuten backen. Dann ist der Kern des Küchleins noch flüssig. :-)

 

Anrichten

Die Schokoküchlein auf Teller stürzen. Eine Kugel Joghurteis anlegen. Evtl. frisches Obst, wie Mango, anlegen und sofort servieren. Fertig. :-)

 

Liebe Dorothée, ich hoffe Dir hat mein kleiner Ausflug nach Sylt zum Biikebrennen nach Sylt gefallen.

 

Schokoladige Grüße, Nele

 

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