Donnerstag, 17. April 2014

Begegnungen, Entdeckungen und viel Spaß auf der Internorga

Der Samstag startete sehr früh mit einem Blogger-Rundgang auf der Internorga. Zuhause hatte ich mit dem Internet-Auftritt und der App bereits versucht mir einen Überblick zu verschaffen. Bei der Vielfalt des Angebots von 1.200 Ausstellern war das schier unmöglich. So habe ich wenigstens eine Liste mit Ausstellern angelegt, die mich besonders interessierten oder wo Freunde und Bekannte arbeiteten.

Jetzt freute ich mich schon darauf die bloggenden Kollegen aus dem hohen Norden kennen zu lernen. Im Pressezentrum gab es erstmal ein fröhliches Hallo. Besonders bedanken möchte ich mich bei Bianca von der Hamburg Messe und Dorothea von lottmannpr für die tolle Betreuung. So ein Grüppchen Blogger ist ja schwerer zu hüten, als ein Sack Flöhe.

Mit Kaffee gut gestärkt traten wir zum Rundgang durch die unzähligen Hallen an. Glücklicherweise war der Rundgang gut vorbereitet und eine Vorauswahl für uns getroffen worden. Gleich zum Start entdeckten wir die kleinen Pitas der israelischen Nina Bakery und konnten den ersten Hunger stillen. Ein paar Stände weiter kamen bei mir heimatliche Gefühle auf, da Dallmayr den Kaffee nur ein paar Strassen entfernt von unserem Haus röstet und mahlt. Der gewaltige Leuchter aus Tassen und Kannen war genauso beeindruckend, wie das vielfältige Sortiment von Kaffee und Tee.



Die Internorga bietet nicht nur ein sehr breites Spektrum rund um die Gastronomie, sondern auch ein großes Rahmenprogramm. Dazu gehörte auch die Ausrichtung der Pizza-EM, die am Montag stattfinden sollte. So konnten wir bei pizza e pasta noch die Herstellung der perfekten Pizza kennenlernen. Ganz Mutige von uns schlüpften dazu auch in die passenden T-Shirts und Schürzchen. Besonders mutig war "der Wurstsack" Hendrik Haase, der am nächsten Tag in der Jury sitzen würde und natürlich nun alle Feinheiten der Pizza kennen sollte.


So langsam ließ sich mein Handy nicht mehr bändigen, da blitzten immer mehr SMS und Mails auf und fragten: "Wo bist Du? Wo bleibst Du? Wir sind in Halle ..., komm' doch endlich!" Ich beschloss den armen Hendrik seinem Schicksal zu überlassen (das sollte noch Folgen haben) und signalisierte meinen Blogger-Freundinnen, dass ich jetzt ein paar Freunde treffen möchte. Frau Küchenlatein, Karin von Lisbeths und Kerstin von My cooking love affair wollten sich gerne anschließen. Ich bin ja ein Orientierungs-Chaot, aber die Beschilderung war sogar für mich verständlich und wir kamen gut in Halle A4 an. Und diese Halle wurde meine absolute Lieblings-Messe-Halle.


Der erste Weg ging direkt zum Stand von Bohner, einem süddeutschen Familienunternehmen, die Geräte für Gastronomieküchen herstellen. Einen besonderen Ruf haben sie sich für ihre Teppanyaki-Grills und Front-Cooking-Stationen erworben. Auf der Internorga stellten sie ihre Produkt-Neuheit, eine Front-Cooking-Einheit mit einer integrierten Absaugung vor. Und wie präsentiert man solche Geräte auf einer Messe? Ganz einfach, man stellt Spitzen-Köche hinter die Geräte und die zeigen, wie man damit arbeiten kann. Ein toller "Neben-Effekt" ist natürlich, dass die großartigen Gerichte auch jemand essen muss. In diesem Fall waren das wir :-). Und so wurden wir von Michael Wurm, seiner bezaubernden Frau Julia und Xiao Wang richtig verwöhnt.



So sehen richtig glückliche Food-Blogger aus. Sogar Stefan Marquard hat sich Zeit genommen, um ein Foto mit den Mädels zu machen. Sagte ich schon, dass die Halle A 4 meine Lieblings-Halle und der Bohner-Stand mein Lieblings-Stand war? Direkt am Bohner-Stand schließen sich die Stände von Dick-Messer, Bos-Food, microplane, Keltenhof und Komet an. Muss ich erklären, was für eine schrecklich gefährliche Umgebung das für mich ist? Meine Dick-Messer begleiten mich schon viele Jahre sehr treu, ohne meine microplane-Reibe würde ich keinen Parmesan anfassen und Ralf Bos ist eine sichere Anlaufstelle für alle Lebensmittel und Produkte, die man sich nur vorstellen kann.


Zwei bewährte Duos und ich freue mich immer, wenn wir uns treffen. Florian Knecht, der die tollen Blattsalate, Kräuter und Blüten des Keltenhofs präsentiert. Und Hubertus Tzschirner, der zeigt, wie unkompliziert mit den Wasserbädern von Komet sous-vide-gegart werden kann. Meine Emily und mein Kammer-Vakuumierer stammen auch aus der Komet-Familie.

Auch wenn es uns sehr schwer fiel, wir mussten uns vom ganzen Bohner-Team verabschieden und suchten wieder Anschluss an unseren Blogger-Rundgang. Einen kleinen Abstecher zum iSi-Stand haben wir uns noch gegönnt und dann liefen wir an der Skywalk-Tafel vorbei. Das ist der längste gedeckte Tisch, den man sich überhaupt vorstellen kann und er verbindet die A-Hallen mit den B-Hallen. Unser Ziel war die Back-Show der Wildbakers in Halle B 6.


Johannes Hirth und Jörg Schmidt halten das Fähnchen des Bäckerhandwerks hoch. Sie gehören zu den leider immer weniger werdenden Bäckern, die in ihrer Backstube noch alles selbst machen und hochwertige Backwaren produzieren. 2012 gewannen sie den Titel "deutsche Meister der Bäckermeister" und engagieren sich vielfältig für das Bäckerhandwerk. Beide arbeiten noch in der eigenen Bäckerei, geben innovative Backkurse und stehen mit einer witzigen Back-Show auf der Bühne. Da zeigen sie den Chili-Cheese-Twister oder auch das Brot-Sushi. Die Rezepte und Blog-Berichte über ihren Auftritt sind auf ihrer Homepage nachzulesen.

So langsam qualmten allen Bloggern und unseren netten Begleiterinnen die Füsse und wir freuten uns auf einen entspannten Messe-Abschluss in der LiquID-Bar, die sich in der Newcomers Arena befand. Dort durften wir Gin Tonic probieren und die unterschiedlichen Gins von Haymans kennenlernen. Das Tonic dazu stammte von Goldberg. Seit der letzten Finest Spirits schaue ich bei Gin und Tonic genauer hin und bin immer noch begeistert von den vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten. Der neueste Hit sind  Cockteas, also Cocktails, die mit Tee gemixt werden. Wir bekamen eine kleine Auswahl präsentiert, die mir aber durch die Bank zu süß waren. So langsam klang ein toller Tag aus und ich war so froh, dass mein Hotel gleich um die Ecke lag. So konnte ich Zeit sparen und mich schnell für das Abendprogramm fertig machen.


Am Sonntag besuchten wir die Gastro-Vision, die zum Rahmenprogramm der Internorga gehört. Davon und vielen weiteren Erlebnissen berichte ich Euch in den nächsten Tagen. Der Montag startete wieder auf der Internorga.

Für die Übernachtungen habe ich wieder mein Lieblingshotel in Hamburg, das Fritz-Hotel in der Schanze gebucht. Dort fühle ich mich sehr wohl und auch die Lage ist einfach toll. Man ist mitten in der Schanze und die öffentlichen Verkehrsmittel liegen direkt vor der Haustüre. Auch zur Messe sind es nur ein paar Schritte. Das beste daran ist, dass der Fussweg zur Messe direkt beim Eingang der Lieblingshalle endet.


Heute wurde ich von Herrn bushcook begleitet und wir trafen uns mit einem Freund, der in Hamburg ein großes Catering-Unternehmen leitet. Als erstes müssen wir quer durch die Halle, um uns wieder beim Bohner-Stand zu treffen. Gleich am Eingang steht TV-Koch-Prominenz. Mario Kotaska referiert über Milchreis im Konvektomaten und hat viele interessierte Zuhörer. Natürlich, es ist Montag und damit sind hauptsächlich Gastronomen unter den Besuchern. Bei Bohner wird schon wieder an den Teppanyaki-Grills gebrutzelt und das Frühstück ist heute eben ein perfekt gebratenes Fleisch und das berühmte Kartoffel-Kürbis-Gemüse von Michael Wurm. Jetzt wird es Zeit endlich die Liste abzuarbeiten. Um schneller voran zu kommen gehen wir die meisten Strecken durch das Außengelände und entdecken auch so witzige Dinge, wie bewohnbare Weinfässer.


Unglücklicherweise müssen wir auch durch eine Halle, in der Porzellan und Gläser ausgestellt werden. Bei ASA habe ich mich unsterblich in dieses türkise Service mit Craquelée verliebt. Das musste natürlich einziehen. Genauso, wie ein Paket BASIC textur, ein Bindemittel, das aus Zitronenschale hergestellt wird. Auf mein Handy mag' ich schon gar nicht mehr schauen, der arme Hendrik postet im Minuten-Takt die Pizzas, die er für die Pizza-EM verkostet und beurteilt. Da sind tolle Kreationen dabei, aber über 30 Pizzas sind schon eine gewaltige Herausforderung. Kurz danach laufen wir wieder über den Verbindungsgang mit der langen gedeckten Tafel und genau in seine Arme. Er sieht etwas mitgenommen aus, aber es liegen noch ein paar Pizzas vor ihm.......



Auf dem Rückweg zum Ausgang bleiben wir noch in der Wein-Welt hängen. Dort präsentiert der Weinhändler unseres Freunds, Rindchens Weinkontor verschiedene Winzer. Er macht mich neugierig, mit der Aussage, dass er einen tollen Luganer hat. Als Münchnerin bin ich da sehr skeptisch. Ganz München trinkt Luganer, das ist total hip und total schrecklicher Wein. Aber er sollte recht behalten, das war wirklich der erste Luganer, der mir gut geschmeckt hat. Glücklicherweise gibt es auch eine Filiale in München, da muss ich noch vorbei schauen.

Zwei Tage haben wir auf der Internorga verbracht und ich habe das Gefühl, dass wir nur einen ganz kleinen Ausschnitt gesehen haben. Aber es hat unglaublich viel Spaß gemacht und war sehr interessant. Auch wenn der Weg für mich nach Hamburg weit ist, es hat sich sehr gelohnt und ich glaube nächstes Jahr bin ich wieder dabei.

Kommentare:

  1. *heul* - und ich war nicht dabei.....nächstes mal aber!!! Hoffe wir ziehen nicht wieder um zu der Zeit!

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    1. Ich muss Dir leider sagen, dass Du da wirklich was versäumt hast aber nächstes Jahr klappt es doch bestimmt.

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