Montag, 9. Juni 2014

Le petit picnic en blanc: Fenchel-Mango-Salat mit Mozzarella und Räuchersaibling-Paté

Mir flatterte ein kleines grünes Kuvert ins Haus, von dem ich schon viel gehört hatte und auf das ich sehr gespannt war. Darin war eine Karte mit der Einladung zum "Le petit picnic en blanc" - Kreiere Dein Sommerrezept zu weissem Bordeaux. Die Aufmachung und das Thema haben mich sofort angesprochen. An dem Tag hat auch der Sommer Einzug gehalten und die Sonne strahlte mit den Pflanzen im Garten um die Wette.

Ausrichter dieses vorerst virtuellen Picnics ist der Fachverband der Bordeaux-Weine CIVB. Als Repräsentant der drei Bereiche der bordelaiser Weinwirtschaft: Winzer, Weinhändler und Broker kümmert er sich um den Austausch und die Vernetzung.

Jedes Jahr werden bei einer Blindverkosten die drei besten Weine ausgesucht und einem breiten Publikum vorgestellt. Heuer konnten sich die Foodblogger mit einem Wettbewerb daran beteiligen und zu zwei dieser Weine ein typisches Picnic-Gericht kochen. Zu gewinnen gab es eine Reise zum Bordeaux Fete Le Vin und drei Reisen zum Vinocamp. Sehr attraktive Preise, wie ich finde. Aus terminlichen Gründen könnte ich keine Reise antreten, aber mir gefällt die Aktion und das Thema. Deshalb beteilige ich mich mit meinen Rezepten sozusagen "außer Konkurrenz".

Gleich die erste Kombination von einem Fenchel-Mango-Salat mit Mozzarella und dem Graves Blanc vom Chateau Villa Bel-Air war ein Volltreffer. Ich habe mich richtig in den Wein mit seiner feinen Säure und dem leicht vanilligen Aroma verliebt. Und ich war so glücklich, das richtige Gericht dazu gefunden zu haben. Später habe ich noch einen kleinen Rest von diesem Wein mit einem Schinkenbrot gegessen und zu spüren bekommen, dass die beiden sich nicht mögen. In meiner Begeisterung habe ich mir diesen Wein gleich bestellt und werde ihn nur noch mit dem passenden Gericht trinken, versprochen.



Fenchel-Mango-Salat mit Mozzarella

für 2 Personen oder für 4 Personen als kleine Vorspeise

4 kleine, zarte Fenchelknollen
1 Flug-Mango - sie sollte perfekt gereift sein
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Bio-Zitrone
Olivenöl
je nach Größe 1 - 2 Büffel-Mozzarella
1 kleiner Bund Rucola

Den Fenchel waschen, die grünen Teile abschneiden und ihn halbieren. Die Fäden der Außenseite ziehen, den Strunk herausschneiden. Die Fenchelhälften erneut halbieren und in feine Scheiben schneiden. Das Fenchelgrün abzupfen und aufheben. Die Fenchelspalten mit Salz und Zucker marinieren, damit sie Wasser ziehen.

In der Zwischenzeit die Mango schälen und das Fruchtfleisch parallel zum Kern abschneiden. Die Mangostücke längs halbieren und dann in feine Scheiben schneiden. Die Mangospalten sollten in der Größe zum Fenchel passen.

Den Rucola waschen, trocken schleudern, ein paar Stiele für die Deko aufheben und dann in breite Streifen schneiden.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Den marinierten Fenchel mit einem guten Schuß Olivenöl bei kleiner Hitze bißfest dünsten. Aus Salz, Zucker, schwarzem Pfeffer, Zitronensaft, Zitronenschale und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Darauf achten, dass die Spitze der Zitronensäure mit Zucker ausgeglichen wird. 

Den gedünsteten Fenchel, die Mangostücke und den Rucola in die Vinaigrette geben und alles gut vermengen. Man sollte die Vinaigrette nicht in den heißen Topf gießen, dann verliert die Zitrone an Geschmack.

Den Büffel-Mozzarella in 4 gleichgroße Stücke reißen. Den Salat in ein weites Glas geben, den Mozzarella darauf setzen und mit Vinaigrette und ein paar weiteren Salat-Stücken begießen. Mit den aufgehobenen Rucolazweigen dekorieren. 

Wer so zum Picnic gehen möchte und ebenfalls diese tollen kleinen Weck-Gläser besitzt, muss diese nur noch verschließen. Dafür ist es empfehlenswert sich die Plastikdeckel von Weck zu besorgen.




Weil ich gerade so schön in Schwung war, gab es zum zweiten Wein aus dem Hause Château Bel Air eine Räuchersaibling-Paté. Die lässt sich gut auch schon einen Tag vorher zubereiten und auch hier ist es sehr praktisch, wenn man sie gleich in ein Weckglas mit Plastikdeckel füllt. Zum Dippen der Creme gibt es Staudensellerie. Sie schmeckt aber auch einfach nur mit etwas Baguette sehr fein. Wer keinen geräucherten Saibling bekommt, kann es mit einer Räucherforelle gut abwandeln.

Die schöne Säure und die feinen Zitrusnoten des Bordeaux Blanc haben sich sehr gut mit der würzigen Paté ergänzt, die ja auch mit Zitrone abgeschmeckt wurde. Auch das ist ein Wein, genau nach meinem Geschmack. Von dem habe ich mir keinen bestellt, da wir ähnliche Weine bereits im Keller hatten.



Räuchersaibling-Paté

für 2 Personen oder für 4 Personen als kleine Vorspeise

200 gr. geräuchertes Saiblingsfilet
1 Knoblauchzehe
etwas Olivenöl
1 Bio-Zitrone
100 gr. Schmand
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 große oder 4 kleine Blätter Kapuzinerkresse
1 Staudensellerie

Die Knoblauchzehe fein würfeln und in etwas Olivenöl andünsten. Den Knoblauch leicht salzen. Das Saiblingsfilet auf Gräten kontrollieren und mit dem Messer fein hacken. Die Kapuzinerkresseblätter einrollen, in feine Streifen schneiden und dann fein hacken. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Knoblauch, Kapuzinerkresse, Zitronenschale und Schmand zum Saiblingsfilet geben und vermengen. Die Paté mit Salz, Zucker, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Vom Zitronensaft braucht es maximal die Hälfte. Den Rest anderweitig verwenden. Die Paté abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Den Staudensellerie zerteilen, die groben Fäden ziehen und in Stifte schneiden.

Nach Belieben mit Kapuzinerkresseblüten dekorieren.






Kommentare:

  1. Das sind zwei tolle Rezepte. Schade, das du damit nicht teilnimmst! Die hätten sicher große Chancen zu gewinnen...

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    1. Danke für das nette Kompliment. Manchmal passen die Termine halt nicht zusammen und besser so, als wenn der Preis verfallen würde.

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