Montag, 11. August 2014

Sellerieherzen mit Gewürz-Walnüssen
und Zitrus-Mayonnaise

Es geht in die zweite Runde von Zorras Spezial-Blog-Event in Zusammenarbeit mit den kalifornischen Walnüssen. Die erste Runde habe ich gut überstanden und freue mich sehr darüber, dass ich einer von 15 ausgewählten Bloggern bin, die ihr Gericht jetzt kochen und vorstellen.

Selbstverständlich sollen Walnüsse verarbeitet werden und es sollte auch noch möglichst viel kalifornisches Lebensgefühl vermittelt werden. Herr bushcook und ich waren vor ewig langer Zeit in Kalifornien. Wir drehten von San Francisco aus zwei Schleifen. Einmal über den Highway No. 1 in den Norden, immer der Küste entlang bis nach Mendocino und den Redwood National Park. Zurück ging es durch  das Landesinnere über das Weinanbau-Gebiet Napa Valley.

Nach ein paar Tagen in San Francisco machten wir uns auf zur "Südschleife", die uns bis nach Santa Barbara brachte. Auf dem Rückweg standen natürlich die weltberühmten Nationalparks Sequoia, Death Valley, Yosemite und der Lake Tahoe auf dem Programm.

Gegessen haben wir überall gut. Entgegen meiner Befürchtung, dass es nur Burger und Pizza geben würde, fanden wir viele kleine Restaurants mit feinem Essen. Ich mochte besonders das volle Aroma von reifem Obst und Gemüse und den frischen Fisch.

Mit diesen Gedanken im Kopf überlegte ich, was ich Zorra vorschlagen konnte. Bei meinen Recherchen stieß ich auf einen Salat mit Sellerieherzen, Tomaten und Ei von Victor Hirtzler, der von 1904 bis 1926 Chefoch des renommierten St. Francis Hotel in San Francisco war. Die Idee mit den Sellerieherzen gefiel mir sehr gut und von meinem Lieblingsgeflügelsalat mit Huhn und Staudensellerie wusste ich, dass Walnüsse gut dazu passen. Das Ei sollte eine Mayonnaise werden und so entstand ein völlig neu interpretiertes Gericht.



Rezept für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptgericht

Sellerieherzen:
2 Staudensellerie
Meersalz
schwarzer Pfeffer
1 Lorbeerblatt
Kresse für die Garnitur

Den Staudensellerie waschen und vorsichtig ein schmales Stück von der Wurzel abschneiden. Es dürfen sich maximal die groben äußeren Stangen lösen. Den Staudensellerie an der anderen Seite auf eine Gesamtlänge von ca. 15 cm abschneiden und dann halbieren.

Die äußeren Stangen mit einem Sparschäler dünn abschälen, damit die groben Fäden entfernt sind. Bei den anderen Stangen die Blätter entfernen und halbieren.

Blätter, Fäden und Abschnitte mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt in kaltes Wasser geben und aufkochen. Bei kleiner Hitze ungefähr eine Stunde leicht köcheln lassen und dann abpassieren.

Die Sellerieherzen und vorbereiteten Stangen über dem Selleriesud ca. 15 Minuten dämpfen. Sellerie herausnehmen und abkühlen lassen. Die gedämpften Stangen können genauso für dieses Gericht verwendet werden. Die Herzen sehen einfach hübscher aus. Ansonsten können die Stangen auch in Olivenöl geschwenkt oder kleingeschnitten als Salat verwendet werden.





Gewürz-Walnüsse:
60 gr. Walnüsse
60 gr. Zucker
1 Knoblauchzehe
1 Ingwerstück, ca 1/2 Daumen groß
5 Kaffirlimettenblätter
2 getrocknete Chili

Die Knoblauchzehe anschlagen, den Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden, die Kaffirlimettenblätter mit der Hand zerknüllen.

Alle Zutaten mit 120 ml Wasser in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze sanft vor sich hin köcheln lassen. Gegen Ende der Garzeit, wenn das Wasser fast verdampft ist, darauf achten, dass die Walnüsse rundum von der würzigen Karamellmasse überzogen sind. Dazu bewegt man sie am besten immer wieder mit einer Gummilippe. Es dauert ca. 25 bis 30 Minuten, bis die Nüsse fertig sind.

Einen großen Teller mit Backpapier auslegen und die heißen Nüsse darauf verteilen. Den Knoblauch und die Kaffirlimettenblätter entfernen. Die Nüsse auskühlen lassen. Nüsse, die zusammenkleben, kann man im kalten Zustand auch auseinander brechen.




Zitrus-Mayonnaise:
1 Ei
1/2 TL mittelscharfer Senf
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Bio-Zitrone
50 ml Rapsöl
50 ml Olivenöl

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Das Ei in ein hohes Becherglas geben, Senf, Salz, Pfeffer und beide Ölsorten zugeben. Den Zauberstab in das Glas geben und ganz unten auf dem Boden aufsetzen. Mit dem Pürieren beginnen. Die Masse muss sich jetzt bereits verbinden, dann den Zauberstab langsam hochziehen. Die Mayonnaise mit Zitronenschale und Zitronensaft abschmecken.

Restliche Zitronenschale und -saft kann man einfrieren oder für einen Salat aus dem restlichen Staudensellerie verwenden.


Ab jetzt heißt es Daumendrücken, ob die Sellerieherzen bei der Jury so gut ankommen, damit ich zur Walnussernte nach Kalifornien darf.


Spezial-Blog-Event - Gewinne eine Pressereise zur Walnussernte nach Kalifornien

Kommentare:

  1. Früher hab ich Sellerie gehasst, inzwischen liebe ich ihn und dieses Jahr hat es auch das erste Mal geklappt mit dem Anziehen. Rezept ist gespeichert und wir die Jury werden es nicht leicht haben... #seufz

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    1. Das kann ich mir gut vorstellen, aber Ihr habt es ja so gewollt :-).
      Mich freut es, dass das Rezept gut ankommt.

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  2. Liest sich sehr gut und schaut auch so aus! Ich schließe mich Zorra an, früher war ich ebenfalls kein Selleriefan, mag ihn mittlerweile aber sehr, wobei ich zur Zeit den Knollensellerie lieber auf dem Teller habe :)

    Und ja, die Jurry hats nicht leicht!

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    1. Ja, ja, die arme Jury :-). Da müsst Ihr jetzt durch.
      Ich mag' ja beide Selleriearten und habe ihn immer gerne gegessen. Im Winter lieber den Knollensellerie und im Sommer lieber den Staudensellerie.

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  3. Sehr schönes Walnuss-Rezept - ich drücke die Daumen!

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    1. Vielen Dank für's Daumendrücken, liebe Sabine.

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  4. Schönes Rezept, wirklich! Ich bastel gerade noch an meinem ;)
    LG

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    1. Danke liebe Bella, ich bin froh, dass ich es zeitlich gut geschafft habe und drücke Dir die Daumen, dass es bei Dir auch noch gut klappt.

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  5. mit Deinem Rezept könnte ich mich ja doch vielleicht nochmals überwinden und den eher ungeliebten Sellerie probieren.
    Schöner Beitrag :-)

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    1. Danke Dir, ich kann es immer nicht verstehen, dass der Sellerie so oft abgelehnt wird. Wichtig ist es die Fäden zu entfernen, dann schmeckt er gleich feiner.

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  6. Ein wunderbar frisches Rezept für meinen geliebten Sellerie. Dieser wird in den Südstaaten ja schon seit ewigen Zeiten verwendet, aber leider oft zu Tode gekocht. So interpretiert mag ihn auch Kalifornien.
    Herzliche Grüße,
    Simone

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    1. Wie schön, noch eine Sellerie-Liebhaberin :-). Mich hat es besonders gereizt, ihn einmal in anderer Form zu präsentieren. Danke Dir.

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