Freitag, 7. November 2014

H. Schwarzenbach - Das Zürcher Kochbuch
Schweinefilet mit Dörräpfeln und Rosmarin

Dieses Rezept habe ich für eine Rezension gekocht und mir ganz lange zur Veröffentlichung aufgehoben, da es ein ganz besonders schönes Gericht ist und ich auch besonders präsentieren wollte. Diese Gelegenheit ist jetzt gekommen.

Vor einiger Zeit war ich bei Tim von Kochblog-Radio und habe mit ihm eine Radio-Sendung aufgenommen. In der stelle ich dieses Rezept vor und Ihr könnt heute um 18.00 Uhr dabei sein. Klickt einfach auf das Icon auf der Startseite von www.kochblogradio.de und schon geht es los. Wer diesen Beitrag zu spät entdeckt hat, der kann bei der Wiederholung am Samstag, 8.11. und Dienstag, 11.11. reinhören.

Kochblog-Radio stellt nicht nur Profi- und Hobbyköche vor, dort erfahrt Ihr auch, welche kulinarischen Themen im Moment aktuell sind. Die Vielfalt ist groß, es geht um Rezepte, Restaurants, aber auch Foodblogs und Blog-Events. Aktuell veranstalten Zorra und Cristina ein Blog-Event mit dem schönen Thema "Quintessenz des Herbst" und Kochblog-Radio greift dies auf. Ich möchte dieses Event gerne mit diesem Rezept unterstützen.

Und nun geht es los mit einem Rezept, das ich sehr zum Nachkochen empfehle:

Beim Durchblättern des Buchs H. Schwarzenbach - Das Zürcher Kochbuch fiel mir sofort dieses Rezept mit Wildschweinfilet, getrockneten Äpfeln und Rosmarin auf. Ich erinnerte mich, dass es in der Schweiz die Möglichkeit gibt, sein vorbereitetes Obst zum Trocknen wegzubringen. Und bei einer Apfel-Flut habe ich zum Schluss auch immer die Ringe aufgefädelt und im Speicher aufgehängt. Meist blieben die dann im Vorrat hängen und wenn es gar nicht mehr anders ging, bekam sie Herr bushcook in sein glutenfreies Müsli geschnippelt.

Zum Schweinefleisch kombiniere ich gerne Obst, auch Apfel und Rosmarin sind ein harmonisches Pärchen. Leider konnte ich kein Wildschweinfilet bekommen und habe es einfach mit Schweinfilet gemacht. Das hat uns sehr gut gefallen. Die Empfehlung, dazu eine weiße Polenta zu machen, habe ich gerne aufgegriffen. Darüber hat sich der Vorratsschrank schon wieder gefreut, weil dort noch eine Packung aus Zürich stand.

Die weiße Polenta koche ich in einer Mischung aus Hühnerbrühe und Milch. Da bleibt sie schön weiß und bekommt ein würziges Aroma. Manchmal gebe ich noch einen Stich Butter dazu.

Dieses feine Rezept ist sehr alltagstauglich, da es sich schnell zubereiten lässt. In der Zeit, in der die Polenta kocht, kann man sich um das Fleisch kümmern und so kommt beides rasch auf den Tisch.

Das Rezept stammt von Carlo Bernasconi, der in Zürich das schöne Restaurant Cucina e Libri betreibt. Ein Restaurant mit Kochbüchern, da schließt sich der Kreis meiner Vorlieben wieder.





2 Personen

75 gr. getrocknete Apfelringe
1/2 Schweinefilet - ca. 300 gr.
Meersalz
Tasmanischer Pfeffer gemörsert
1 EL Butterschmalz
200 ml trockenen Weisswein
2 Zweige Rosmarin

Beilage: weiße Polenta

Die Apfelringe vierteln und die Rosmarinnadeln von den Zweigen streifen. Das Schweinefilet parieren und anschließend in dicke Scheiben schneiden. Teller vorwärmen.

Das Butterschmalz in einer Pfanne erhitzen und das Schweinefilet mit Salz würzen. Im heißen Fett rasch von beiden Seiten gut anbraten. Die Fleischstücke herausnehmen und auf einen warmen Teller legen. Die Apfelringe in die Pfanne geben und kurz rösten. Mit dem Weißwein ablöschen und den Rosmarin zugeben, alles leicht salzen. Den Wein verkochen lassen, in der Zwischenzeit das Fleisch mit dem Tasmanischen Pfeffer würzen und bei Bedarf nachsalzen. Rosmarin-Äpfel und Fleisch mit der Polenta servieren. Dabei alles mit dem ausgetretenen Fleischsaft begießen.


Das Oestricher Lenchen von Désirée Eser habe ich sehr bewusst als Begleiter für dieses Gericht ausgesucht. Der trockene Riesling, aus einer der besten Lagen des Rheingau, mit seinen feinen Fruchtaromen und seiner Mineralität ergänzte die Dörräpfel und den Rosmarin im Gericht optimal.

Bei Désirée kaufen wir sehr gerne unsere Weine, da sie mit viel Engagement, Charme und Qualitätsbewusstsein das Familien-Weingut August Eser in Oestrich-Winkel führt. Über Besuch freuen sich sie und ihre Eltern - am besten klappt es mit einer vorherigen telefonischen Anmeldung.




Eine Inspiration aus H. Schwarzenbach - Das Zürcher Kochbuch.
Die Rezension könnt Ihr hier nachlesen.


Mein Beitrag zum Blog-Event "Quintessenz des Herbsts"

Blog-Event CIII - Quintessenz des Herbsts (Einsendeschluss 25. November 2014)

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