Mittwoch, 1. Juli 2015

Zusammenfassung der Weinrallye #87 Winzerinnen

Als ich mir überlegt hatte, eine Einladung für die Weinrallye #87 mit dem Thema "Winzerinnen" auszusprechen, ahnte ich nicht, was auf mich zukommt.



Obwohl wir das Jahr 2015 schreiben, erlebe ich in der Berufswelt, dass Frauen noch immer nicht in allen Belangen mit den Männern gleichwertig behandelt werden. Eigentlich stört es mich, dass man als Frau das Fähnchen hochhalten muss, um Selbstverständliches einzufordern. Vor zwanzig Jahren habe ich gesagt, dass eine Frauenquote Blödsinn ist und heute denke ich, so blöd sie ist, aber wir brauchen sie, um ein Gleichgewicht herzustellen.

In diesem Sinne, war es mir ein Anliegen, den "gestandenen" Frauen in der Weinwelt Aufmerksamkeit zu schenken und ich habe zur Einstimmung ein paar Fragen gestellt. Zu meiner großen Freude wurden die auch ein paar Mal sehr gut aufgegriffen.

Eine der ersten Reaktionen war der Hinweis von Iris Rutz-Riedel, dass bei der Weinrallye #23 - Winzerinnenweine dieses Thema bereits im Fokus stand. Sie hat vor über fünf Jahren die Zusammenfassung auf ihrem Blog veröffentlicht.

Die Vielfalt und hohe Qualität der Beiträge bei der aktuellen Rallye zeigt mir, dass das Thema nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht und präsentiere sehr gerne die interessanten Beiträge in dieser Zusammenfassung.

Kai von Moderne Topfologie stellt die Sauvignon-Queen von der Nahe vor. Anette Closheim aus Langenloisheim hat beim regionalen Vorentscheid der Sauvignon blanc Trophy in der Region Nahe zum vierten Mal in Folge den Sieg errungen.










Cantate ist von den Spätburgundern von Nora Schirpf begeistert. Das Weingut Donnermühle ist Demeter-zertifiziert und liegt in Rheinhessen.







In seinem Rallyebeitrag erläutert Peter von Sammlerfreak, weshalb man bei einer guten Winzerin sogar von einer Winzerheiligen sprechen kann. Zwei Schweizer Winzerinnen, auf die das zutrifft stellt er vor: Marie-Thérèse Chappaz aus dem Wallis und Irène Grünenfelder aus Graubünden.








Bei Claudia von Dinner um Acht geht es nicht ohne Essen und so zaubert sie zur Huxelrebe "Fräulein Hu" von Katharina Wechsler einen opulenten Sommersalat.












Stefan, der Weinanwalt, beschreibt auf BACcantus sehr anschaulich, dass zum Winzerinnen-Dasein Make-up und Nageldreck gehören. Dann spannt er den Bogen von der legendären "Witwe"  Barbe-Nicole Clicquot zu renommierten Winzerinnen aus Deutschland und Frankreich, die mit viel Wissen und Können wunderbare Weine machen.







Marius stellt auf edelste-weine.de fest, dass die Frauen im Weingeschäft noch immer in der Unterzahl sind. Trotzdem gibt es schon lange herausragende Winzerinnen in Frankreich und vielen anderen europäischen Ländern, wie im Netzwerk Vinissima festzustellen ist.





Mein Beitrag ist Désirée Eser vom Weingut August Eser gewidmet. Sie ist die erste Frau an der Spitze des bekannten VDP-Weinguts im Rheingau. Ihre große Liebe gehört den Rieslingen, die sie sogar nach den unterschiedlichen Lagen ausbaut.








Torsten, der Priorat-Hammer, freut sich besonders über dieses Thema. Das glückliche Priorat kennt schon lange Frauen in führender Rolle auf den Weingütern und hat für sie sogar den schönen Begriff "Prioratinas" geprägt. Da kann er aus dem Vollen schöpfen und gleich eine ganze Reihe Winzerinnen vorstellen.







Anja erzählt bei Weine in Deutschland davon, wie sechs Winzerinnen und drei Weinfachfrauen aus dem Anbaugebiet Württemberg aus der Not eine Tugend gemacht haben. Sie starteten das Projekt "Trollinger aus Evas Hand" und erreichten, dass diese Rebsorte von ihrem altbackenen Image weg kommt.







Karoline und Dorothee Gaul schätzt der Praktikant von hundertachtziggrad bereit seit 2009. Als vorbildlicher Berichtsheftführer hat er sogar noch seine damaligen Verkostungsnotizen und kann sich heute über die richtige Einschätzung des weiteren Wegs der Winzerinnen freuen.




Perfektes Timing bewies Christin von Hauptsache Wein und besuchte kurz vor der Rallye die Champagne. Dort gab es schon immer Weingüter, die von Frauen geführt wurden. Über den Besuch bei Sophie vom Weingut Michel Gonet und bei Solveig Tange vom Weingut Tange-Gérard erzählt sie in ihrem Beitrag.





Das war eine sehr schöne Rallye und ich bin ganz begeistert von der hohen Qualität und Vielfalt der Beiträge. Es würde mich sehr freuen, wenn wir damit das Interesse an Weinen, die von Frauen gemacht wurden, verstärken konnten.

Die nächste Weinrallye steht schon wieder in den Startlöchern. Am 31. Juli geht es um das Thema "Wein und Prosa". Der Gastgeber wird der Blog WeinReich sein.

Die Weinrallye ist ein Blogevent, das jeden Monat einmal stattfindet (in der Regel am letzten Freitag im Monat). Einer der teilnehmenden Blogs übernimmt die Führung, bestimmt das Thema, lädt ein, verlinkt die Beiträge und erstellt eine Zusammenfassung. Sinn und Zweck einer Weinrallye ist einzig und alleine der Spass und die Motivation, schöne Themen aufzuarbeiten. Bei der Weinrallye darf jeder mitmachen, egal ob Weinblogger oder nicht. Auch Nichtbloggern bieten die Gastgeber immer die Möglichkeit ihre Beiträge auf ihrem Blog zu veröffentlichen. Allgemeine Informationen und Logos findet man auf den entsprechenden Seiten von Thomas Lippert (dem Gründer des Events) auf Winzerblog:http://winzerblog.de/weinrallye/ Wer gerne einmal selbst als Autor/Themengeber mitmachen möchte, findet alle Infos und die kommenden Themen auf der Weinrallye auf Facebooks, Gruppe https://www.facebook.com/groups/118980228114953/?fref=ts

Also, meldet Euch, wenn Ihr Interesse daran habt Euch an der Weinrallye zu beteiligen.

Kommentare:

  1. Très bien: Sind ja auch einige Winzerinnen dabei, die von meinem Heimatweinbaugebiet gar nicht so weit entfernt sind (Rheingau, Rheinhessen, nördliche Pfalz) - da hab' ich's ja nicht so weit, um mal "fremdtrinken" zu gehen. :-)
    Viele Grüße!
    Kai

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    1. Dann wünsche ich Dir noch ganz viele tolle Winzerinnen-Entdeckungen :-)

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  2. Eine wunderbare Rallye mit einem scheinbar "alten" Thema, das noch immer so aktuell ist. Es hat mir richtig Spass gemacht. Ganz herzlichen Dank und hoffentlich weiter so
    Peter

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    1. Lieber Peter,

      Sorry, für meine späte Antwort - bei mir war ordentlich was los...

      Ich teile Deine Meinung und hatte viel Freude an den Beiträgen zu diesem Thema. Vermutlich kann man das in fünf Jahren erneut machen, um zu sehen, wie sich das Bewusstsein gegenüber Winzerinnen verändert. Ich gebe die Hoffnung nicht auf :-)

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