Donnerstag, 3. Dezember 2015

Entrecote mit Rauchpaprika und Höri-Bülle-Chutney

Von der Höri Bülle habe ich schon einmal geschwärmt. Das ist diese zart rote Zwiebel, die nur am Bodensee und dort hauptsächlich auf der Halbinsel Höri wächst. Bei meinem letzten Besuch konnte ich ein paar davon von Freunden bekommen und ich wollte daheim unbedingt noch ein zweites Rezept aus "Zwiebeln & Knoblauch" von Achim Schwekendiek ausprobieren.

Nicht einmal auf dem welt-berühmten Münchner Viktualienmarkt sind sie zu bekommen, aber ich habe eine Gärtnerei entdeckt, die sie anbauen und auch versenden. Der Kontakt mit Düventester-Maier ist bodenständig und zuverlässig. Der online-Shop funktioniert und dann bekommt man eine Rechnung, die man vorab bezahlen muss. Erst dann wird die Ware versendet. Beides dauert ein bisserl, die Rechnung und der Versand, aber ich mag das, weil das zeigt mir, dass man dort andere Prioritäten hat, wie z. B. die Ernte. Über meinen kleinen Karton mit Höri Bülle war ich sehr glücklich.


Jetzt konnte ich endlich das Höri-Bülle-Chutney ausprobieren. Aus dem Bio-Markt hatte ich noch ein Entrecote und aus dem Bürogarten einige Paprikaschoten. Das sollte zusammen ein Abendessen ergeben.

Das Entrecote habe ich bei 60 Grad im Ofen vorgaren lassen, dann mit Salz gewürzt und in Butterschmalz gebraten. Als Finish kam frisch gemahlener Pfeffer darüber und es wurde in Streifen geschnitten.

Für den Rauchpaprika habe ich die Paprikaschoten in Segmente geschnitten, entkernt und in Streifen geschnitten. Diese habe ich mit Salz und Zucker mariniert und dann in Olivenöl geschmort. Abgeschmeckt wurde das Gemüse mit Pfeffer und geräuchertem Paprikapulver.



300 gr. Höri Bülle
8 EL Olivenöl
Meersalz
300 ml trockenen Rotwein
180 ml roter Portwein
1 Lorbeerblatt
40 gr. Zucker
30 ml alter Aceto Balsamico
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Höri Büllen schälen und in feine Würfel schneiden. Das Olivenöl erhitzen und die Zwiebelwürfelchen darin anschwitzen und sofort leicht salzen. Zuerst mit dem Portwein und dann mit dem Rotwein ablöschen. Lorbeerblatt und Zucker dazugeben. Die Flüssigkeit bei geringer Hitze vollständig einkochen lassen und regelmäßig umrühren, damit die Masse nicht anbrennt. Sobald keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist, den Balsamico zugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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