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Montag, 10. August 2026

Rezension: Pilze, Pilze, Pilze von Moritz Schmid

Ein Kochbuch mit vegetarischen Pilz-Gerichten? Das habe ich erst auf den zweiten Blick entdeckt, weil ich mich so gefreut habe, dass es endlich wieder ein Kochbuch gibt, das die Pilze in den Fokus stellt.  Meine Kochbuch-Sammlung ist sehr groß, aber nur sieben drehen sich um Pilze. Mein Interesse an "Pilze, Pilze, Pilze" von Moritz Schmid war also sehr groß. Und ich bin mit dem Anspruch angetreten, dass ich nicht in den Wald zum Pilzesammeln gehen werde, sondern die Pilze kaufen möchte.


Zufällig bin ich bereits auf den Autor gestossen, da er vor einiger Zeit bei einer Sonderreihe zum 20-jährigen Jubiläum der Sendung "Das perfekte Dinner" mitgemacht hat. In alter Erinnerung an viele schöne Sendungen, habe ich mir diese Woche angesehen und jede Sendung hat mir sehr gut gefallen.

Moritz Schmid war bereits als kleiner Junge mit seiner Familie im Wald unterwegs, um Pilze zu sammeln. Beruflich ging er einen anderen Weg und wurde ein erfolgreicher Werbefotograf, der weltweit gearbeitet hat. Die Liebe zu den Pilzen ist immer geblieben und irgendwann kam der Tag, wo er beschloss sein Leben den Pilzen zu widmen. Er bildete sich weiter und arbeitet nun als Pilzsachverständiger und Pilzcoach der deutschen Gesellschaft für Mykologie. Mit seinem instagram-Account @intothewoods_mushrooms wurde er ein einflussreicher Pilz-Influencer.

Zusätzlich ist er ein begeisterter Hobbykoch, der "Das perfekte Dinner" bereits zweimal gewonnen hat. Somit bringt er alles mit für dieses Kochbuch. Bereits beim ersten Durchblättern merkt man, dass alles "aus einem Guss" ist. Es gibt tolle Fotos, kreative Rezepte und wertvolle Hintergrund-Informationen. Zusätzlich zu den Rezeptfotos sind sehr ansprechende, grafisch gestaltete Fotos der verschiedenen Pilze zu entdecken. Es macht wirklich Spaß, das Buch zur Hand zu nehmen und anzuschauen. Rezepte, die ich ausprobieren möchte, habe ich auch schnell entdeckt.

Ich entschied mich für vier Rezepte, wobei für eines getrocknete Steinpilze verwendet werden. Die habe ich immer im Vorrat. Nun mussten die drei anderen, mit wenig Aufwand, besorgt werden. Als Münchnerin ist das nicht schwierig. Ich entschied mich für einen Besuch auf dem Viktualienmarkt, wo es zwei sehr gut sortierte Pilzstände gibt, die alles da hatten.



Zum Einstieg in das Thema gibt es jede Menge Grundlagen, die gut verständlich und knapp gehalten sind. So kann man sich schnell über die Vorteile des Pilzsammelns, die Welt der Pilze und über selbstgemachte Vorräte aus dem Wald informieren. Dort habe ich bereits das erste Rezept, die Pilzmarmelade, für diese Rezension entdeckt.

Und schon geht es los mit den über 80 Rezepten, die nach den Jahreszeiten strukturiert sind. In den vier Rezeptkapiteln werden auch noch verschiedene Pilzsorten in Wort und Bild vorgestellt. Jedes Rezept hat ein eigenes Rezeptbild und wird detailliert mit einleitenden Hintergrundinformationen, Zutatenliste und Zubereitungsanleitung beschrieben. Gut gemacht sind die Querverweise. Bei jedem Rezept ist die Seitenzahl zur Warenkunde des Pilzes angegeben und bei jeder Pilzbeschreibung die Seitenzahl zu den passenden Rezepten.

Abgerundet wird alles mit einigen Basisrezepten und einem umfassenden Register mit Zutaten und Rezepttiteln.

Durchweg sind die vorgestellten Gerichte sehr kreativ und sehr international. Fisch oder Fleisch vermisst man da überhaupt nicht. Der Hauptdarsteller soll der Pilz sein und das wird sehr modern umgesetzt. Mich hat sehr vieles angesprochen, das ich ausprobieren wollte. Meine Auswahl fiel dann auf Gerichte mit Pilzen, die ich kaufen konnte und nicht sammeln musste. 

Das Nachkochen ging mir leicht von der Hand, die Rezepte sind gut beschrieben. Es gab ein paar Unschärfen, die ich dann nach meinem Gutdünken umgesetzt habe. Alle Gerichte haben uns ausgezeichnet geschmeckt und, besonders erfreulich, wir hatten neue Erfahrungen auf dem Tisch. 


Pilzmarmelade

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Pfifferling und Aprikose


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Crème brûlée mit Steinpilz

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Fazit:

"Pilze, Pilze, Pilze" von Moritz Schmid ist ein sehr schönes und interessantes Kochbuch zum Thema Pilze. Die Gerichte sind sehr ansprechend und deshalb auch für Nicht-Vegetarier empfehlenswert. Wer, wie ich, nicht in den Wald gehen will, hat die Möglichkeit im gut sortierten Handel zu kaufen, selbst Pilze zu ziehen oder einfach die Pilze im Rezept zu tauschen. Man sollte schon etwas Kocherfahrung haben, für den Anfänger wird es nicht einfach sein, nachzukochen. Es wurde wirklich Zeit, dass ein Kochbuch mit modernen Gerichte, die sehr international sind, auf den Markt kommt.


Link zum Buch



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