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Sonntag, 25. Oktober 2026

Rezension: Alina - Gourmetküche neu gedacht von Alina Meissner-Bebrout

Als ich die junge Spitzenköchin Alina Meissner-Bebrout das erste Mal in der sehr sehenswerten Sendung "Am Pass" (ARD-Mediathek) entdeckt habe, war ich gleich begeistert von ihr. Seit dieser Zeit möchte ich unbedingt bei ihr in Ulm essen gehen. Habe es aber leider bis jetzt noch nicht geschafft. Ich habe mich richtig gefreut, dass nun ihr erstes Kochbuch "alina: Edda - Bibraud - Maison Meissner - Gourmetküche neu gedacht - Vegetarisch, modern, persönlich" erschienen ist. (Der Einfachheit halber werde ich es nur "Alina - Gourmetküche neu gedacht" nennen.)


Alina wurde in München geboren und wuchs im Allgäu auf. Als Teenager absolvierte sie ein Praktikum im damaligen Restaurant von Sternekoch Christian Henze. Das hat sie überzeugt Köchin zu werden und sie machte dort die Ausbildung. Die "Lehr- und Wanderjahre" brachten sie u. a. auch zu Sven Elferfeld nach Wolfsburg in das Aqua, das damals mit drei Sternen ausgezeichnet war. Zu ihren Kollegen dort zählte auch Jan Hartwig. Bereits mit 24 Jahren entschied sie sich in Ulm ihr Restaurant bi:braud zu eröffnen. Seit drei Jahren hält sie einen Michelinstern und mittlerweile gibt es zusätzlich die Brasserie Edda und das Hotel Maison Meissner. Auch im Fernsehen ist sie aktiv, als Jurorin bei "The Taste" und der "Küchenschlacht".

Vielleicht ist deshalb der Titel des Kochbuchs etwas lang geraten, um ihres Werdegangs und ihrer Kompetenz gerecht zu werden. Für mich hätte "Alina - Gourmetküche neu gedacht" gereicht, das ihr auch sehr gerecht wird. Es ist mehr als ein Kochbuch. Es zeichnet auch ihren Lebensweg nach und vermittelt ihre Gedanken und Haltung zum Thema Kochen und Führung eines Restaurants.

Die Rezeptkapitel sind den drei unterschiedlichen Häusern gewidmet. Zuätzlich gibt es noch Grundrezepte. Der überwiegende Teil der Rezepte stammt aus dem Sternerestaurant und zeigt ihre moderne, produktfokussierte Küche. Die Rezepte aus der Brasserie erinnern an französische Bistroküche und bei Maison Meissner gibt es bürgerliche, deutsche Küche. Alle Häuser werden ausführlich beschrieben und die Mitarbeiter vorgestellt. Dazu gibt es sehr viele stimmungsvolle Fotos. Man hat fast das Gefühl, dass man an der Hand genommen und durch die Räume geführt wird. Auf jeden Fall gewinnt man einen sehr intensiven Einblick in den Alltag der Restaurants und die Entstehungsgeschichte des Hotels. Auch einige Produzenten werden in Wort und Bild vorgestell. Abschließend sind zu jedem Kapitel die Rezepttitel alphabetisch aufgelistet. Ein alphabetisches Rezept- und Zutatenregister hätte mir da besser gefallen.

Mir war es wichtig Rezepte aus den unterschiedlichen Kapiteln auszuprobieren. So entschied ich mich für das Fischgericht aus dem Sternerestaurant, sowie für Pulpo und Radicchio aus der Brasserie und die Pommes aus den Grundrezepten. Die Rezepte sind knapp formuliert, aber sehr verständlich. Man sollte schon etwas Kocherfahrung mitbringen. Mir ist es nicht gelungen, herauszufinden, für welche Personenanzahl die Rezepte gedacht sind. Das habe ich dann abgeschätzt und das hat sehr gut funktioniert.

Das Ausprobieren ist mir sehr leicht gefallen und es hat alles sehr gut funktioniert. Geschmacklich waren alle vier Gerichte herausragend. Das würde ich alles immer wieder gerne auf den Tisch bringen. An der ein oder anderen Stelle habe ich etwas abgeändert und auch das war sehr gut möglich. Ein paar Gerichte reizen mich noch, sie auszuprobieren und da werde ich auch Zutaten ersetzen.


Forelle | Apfel | Fenchel

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Radicchio mit Birnen und Preiselbeerdressing

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Pommes

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Fazit:
"Alina - Gourmetküche neu gedacht" ist ein besonderes Kochbuch, das einen intensiven und umfassenden Einblick in das Leben einer Köchin und ihrer Mitarbeiter gibt. Die Rezeptauswahl ist sehr ansprechend und lässt sich auch gut am heimischen Herd nachkochen. Dazu braucht es, gerade bei den Gerichten aus der Sternegastronomie, Kocherfahrung. Auch bei den Zutaten sollte man die Möglichkeit haben in sehr gut sortierten Geschäften einkaufen zu können. Wer von Kochbüchern mehr erwartet, als nur Rezepte, der wird an diesem Buch viel Freude haben.












Link zum Buch



1 Kommentar:

  1. Hallo liebe Dorothee,
    danke für die Rezension. Ich denke, das Buch kommt auf meinen Wunschzettel ;-)
    Ihr solltet unbedingt ins be:braud zum Essen gehen.
    Bei unserem Besuch dort hatten wir auch die Forelle mit Apfel. Das Gericht hat uns gut gefallen, allerdings fanden wir die vegetarische Alternative mit Sellerie noch viel besser.
    Liebe Grüße von uns an Euch

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5. Wenn Du das nicht willst, nimm' einfach die Finger von der Tastatur.
6. Ich verkaufe keine Daten, ich mache keine Auswertungen damit und ich lösche nichts. Ich lebe ein ganz normales Leben und habe Freude am Kochen und am Teilen meiner Erfahrungen. Für alles andere habe ich keine Zeit, keine Nerven und keine Erfahrung.