Das ist ein sehr schönes Fischgericht aus dem aktuellen Kochbuch "Kochen für Leib und Seele" von Hans Jörg Bachmeier. Gerade für die anstehende Sommerzeit ist es perfekt und vorbereiten lässt es sich auch noch.
Eigentlich habe ich es gemacht, weil mich der Kohlrabi mit dem Senf sehr gereizt hat. Er wird mit süßem bayerischen Senf und Senfkaviar aus gelben Senfkörnern zubereitet. Das ist eine geniale Kombination, die auch zu kaltem Schweinebraten und abgebräuntem Leberkäse passt. Somit trifft das auch genau den Nerv, den Hans Jörg treffen will. Heimatliche, bayerische Küche mit internationalen Einflüssen.
Wer gerne Gäste einlädt ist mit diesem Gericht auch sehr gut bedient. Alle Komponenten kann man einen Tag vorher vorbereiten. Dann nur noch die Fischfilets mit dem aromatisierten Öl bestreichen und in den Ofen geben. Wichtig ist, dass 5 Minuten, bevor der Fisch aus dem Ofen kommt, alle Komponenten auf dem Teller sind. Der Fisch wird bei 80 Grad einfach nicht heiß und kühlt schnell aus. Dafür schmeckt er mit dieser Methode phantastisch und bleibt saftig.
Meine Rezension des Kochbuchs ist hier zu finden.
Für 2 Personen als Hauptgang oder 4 Personen als Vorspeise
Forelle:
2 Forellenfilets mit Haut, je ca. 100 gr. - bei mir war es eine Lachsforelle
1/2 Limette
3 EL Olivenöl
Salz
Der Fisch sollte erst zubereitet werden, wenn alle anderen Komponenten fertig sind.
Den Backofen auf 80 Grad Umluft vorheizen.
Die Filets auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. Danach die Haut wegschneiden und die Filets halbieren.
Die Schale der Limette fein abreiben und mit Salz und Olivenöl verrühren. Etwas von der Mischung auf einen Teller geben und verstreichen. Die Filets von beiden Seiten damit einpinseln und auf den Teller legen.
Den Teller mit Frischhaltefolie abdecken und für 20 Minuten in den Ofen geben. Der Fisch ist dann gegart, aber nur lauwarm. Deshalb muss er schnell serviert werden.
Senfkohlrabi:
1 Kohlrabi
1/2 Bund Schnittlauch
1 EL gelbe Senfkörner
50 ml trockenen Weißwein
50 ml Wasser
Salz
Cayennepfeffer
2 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1 EL süßer Senf
Den Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben hobeln. Dann die Scheiben aufeinander stapeln und in feine Streifen schneiden. Ein paar Streifen zum Anrichten zur Seite legen. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.
Weißwein und Wasser aufkochen lassen, die Senfkörner mit einer Prise Salz in den Topf geben und bei mittlerer Hitze weich kochen.
Aus Weißweinessig, Olivenöl, Salz, Cayennepfeffer und Senf eine cremige Vinaigrette rühren und den Kohlrabi damit marinieren. Kurz vor dem Servieren die Schnittlauchröllchen und die Senfkörner darunter mischen.
Gurkenvinaigrette:
1 Gurke
2 EL Olivenöl
Salz
Zucker
1 El Weißweinessig
2 EL Crème fraîche
Die Gurke schälen, längs vierteln und die Kerngehäuse herausschneiden. Einige feine Streifen schneiden und zur Seite legen. Den Rest grob schneiden und in ein hohes Becherglas geben. Mit Salz und einer Prise Zucker marinieren. Olivenöl dazugeben und mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Essig abschmecken und die Crème fraîche untermischen.
Anrichten:
Kohlrabistreifen
Gurkenstücke
2 EL Crème fraîche
2 EL Forellenkaviar
Crème fraîche und Forellenkaviar verrühren. Etwas Forellenkaviar zurückbehalten.
Die Gurkenvinaigrette auf den Tellern verteilen und den Kohlrabisalat darauf anrichten. Die Teller sollten soweit fertig sein, bevor der Fisch aus dem Ofen kommt.
Die Fischfilets auf den Kohlrabisalat legen und mit Kohlrabistreifen und Gurkenstücken garnieren. Die Forellenkaviarmischung auf die Teller geben und mit etwas Forellenkaviar toppen. Sofort servieren.
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