Den Hype um Streetfood und Burgerläden kann ich immer noch nicht so richtig nachvollziehen und gebe ehrlich zu, dass ich nicht gerne Burger esse. Während andere Blogs regelmäßig irgendwelche Burger-Creationen bejubeln, kann ich mich nur an einen Burger erinneren, den ich veröffentlicht habe. Und das sollte eigentlich so bleiben.
Dann kam die Präsentation von "Better Burger", dem ersten Kochbuchs von Ruben Wester-Ebbinghaus, in seinem Münchner Restaurant "Holy Burger". Die Burger haben mir erstaunlich gut geschmeckt und es gefällt mir, dass das verwendete Fleisch von Herrmannsdorf stammt. Auch da Buch machte beim Durchblättern einen guten Eindruck auf mich. Also gibt es nun doch wieder einen Burger, den mindestens einen sollte ich schon ausprobieren, um eine Rezension schreiben zu können.
Ein wenig wollte ich mich drücken und hatte noch den hohen Arbeitsaufwand beim letzten Burger in Erinnerung. Und auf keinen Fall wollte ich backen!!! Da lachte mich dieser Ziegenkäse-Burger an und das Bun sah einer Körnersemmel sehr ähnlich und ich hatte einen sehr guten Alternativplan. Auch die Idee mit der Ziegenkäserolle als Patty gefiel mehr. Der Burger gestaltete sich immer mehr zu einem echten Fastfood für mich. Und so war es dann auch, die Zubereitung geht fix und diese Kombination aus Käse und Zwiebeln hat uns sehr gut geschmeckt. Der Bacon ging geschmacklich ziemlich unter. Deshalb würde ich empfehlen, ihn wegzulassen, was ich bei meiner Rezept-Variation auch gemacht habe. So hat man auch noch den positiven Nebeneffekt, dass der Burger vegetarisch wird.
Für die Süßkartoffel-Chips habe ich die dünnen Streifen mit dem Sparschäler gemacht. Das macht zwar etwas mehr Arbeit, als dickere Stücke mit dem Messer zu schneiden, aber ich habe sie lieber feiner. Mit dem Backen im Ofen werden sie auch schön knusprig. Das geht sogar besser, als sie zu frittieren.
Für die Vegane Mayo habe ich mich entschieden, weil ich mir das nicht vorstellen konnte und neugierig war. Das Rezept funktioniert perfekt und sie hat auch eine tolle Konsistenz bekommen. Die Menge ist ziemlich reichlich und geschmacklich war sie leider auch nichts für uns. Da würde ich eine Mayo mit Eigelb vorziehen. Diesen Sojadrink habe ich auch nur als Liter bekommen und konnte mich nicht dafür begeistern, den Rest zu trinken.
Rezepte für 2 Personen
Ziegenkäse-Burger
1 Zwiebel
Stück Butter
1/2 EL Honig
Schuß Balsamico
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Körnersemmeln
etwas Butter
2 dicke Scheiben Ziegenkäserolle
ein paar Salatblätter
Die Zwiebel schälen, in Streifen schneiden und in etwas Butter dünsten. Den Honig zugeben und die Zwiebeln damit glasieren. Mit einem Schuss Balsamico ablöschen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Zwiebeln auf Zimmertemperatur abkühlen lassen.
Die Salatblätter waschen und trocken schleudern.
In einer beschichteten Pfanne etwas Butter erhitzen. Die Semmeln halbieren und mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne geben.
Die Ziegenkäserolle bei 100 Grad im Backofen kurz erwärmen.
Die Salatblätter auf die unteren Semmelhälften verteilen. Den Käse daraufsetzen und mit den Zwiebelstreifen belegen. Zum Abschluß die obere Semmelhälfte aufsetzen.
Süßkartoffel-Chips
1 kleine Süßkartoffel
1 TL Pflanzenöl
1 Prise Meersalz
1/2 TL Paprikapulver, edelsüß
1 Prise Chilipulver
Den Backofen auf ca. 100 Grad vorheizen.
Die Süßkartoffel schälen und mit dem Sparschäler in dünne Streifen schneiden.
Das Öl mit Salz, Paprika und Chili mischen und die Süßkartoffelstreifen darin vermischen. Anschließend einzeln auf eine Silpatmatte legen.
Im vorgeheizten Backofen bei 100 Grad für ca. 35 Minuten backen.
Vegane Mayonnaise
50 ml ungesüßter Soja-Drink
1/2 Zitrone
100 - 150 ml Rapsöl
Zucker
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Den Saft der halben Zitrone auspressen und mit dem Soja-Drink in einen hohen Rührbecher geben. Die Flüssigkeit mit dem Pürierstab mixen und ca. 25 ml Öl tröpfchenweise zugeben, damit die Mischung beginnt zu binden.
Das restliche Öl in einem dünnen Strahl zugeben und immer weiter mixen, bis die Mischung cremig wird. Mit Zucker, Salz und Pfeffer abschmecken.
Zu so einem Essen darf es natürlich ein Bier sein. Mein aktuelles Lieblingsbier ist das Lemondrop Triple vom Giesinger Bräu. Ein Craft Beer, das von dem Lemondrop Hopfen ein schönes zitroniges Aroma bekommt.
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Donnerstag, 18. Juni 2015
Mittwoch, 17. Juni 2015
Rezension: Better Burger von Ruben Wester-Ebbinghaus
Burger sind sprichwörtlich in aller Munde und beim Durchblättern bei instagram oder anderen Foodblogs habe ich manchmal den Eindruck, es gibt nichts anderes mehr zu essen. Um so größer der Hype wird, um so weniger verstehe ich ihn. Trotzdem versuche ich mir eine neutrale Meinung zu bilden und bin auch gerne zur Kochbuch-Präsentation von "Better Burger" gegangen. Die Burger haben mir richtig gut geschmeckt und besonders gut gefallen hat mir, dass das Fleisch für die Pattys von Herrmannsdorf stammt und die Buns ein guter Bäcker macht.
Ruben Wester-Ebbinghaus, der Autor von "Better Burger" war schon immer leidenschaftlicher Hobbykoch. Nach einem Studium der Kommunikationswissenschaft war er über 17 Jahre in der PR-, Event- und Werbebranche tätig. Irgendwann hat seine Leidenschaft für Burger gesiegt und er hat lange getüftelt, um den perfekten Burger zu entwickeln. 2013 eröffneten er und sein Partner Felix Parson im Münchner Stadtteil Haidhausen das Burger-Restaurant "Holy Burger". Mittlerweile gibt es bereits das zweite in München.
Das Buch wurde vom südwest Verlag mit einem Soft-Cover ausgestattet und ich finde das passt für das Thema sehr gut. Bereits das Titelbild signalisiert jung, unkompliziert und lecker. In diesem Stil ist das ganze Buch gehalten. Die Grafik ist modern mit unterschiedlichen Farben und Schriften. Dabei ist es gelungen, dass es gut strukturiert und lesbar geblieben ist.
Bei der Präsentation des Buchs am 18. Mai wurden Tomaten-Mozzarella-Spieße und Rucola-Salat mit Parmesan zur Vorspeise serviert. Danach probierten wir verschiedene Burger in Mini-Portionen. Darunter waren BBQ-Burger, Chicken-Burger, Italian-Burger und der Veggie-Burger mit Black-Bean-Patty. Besonders der Italien-Burger mit frischem Pesto und der vegetarische Burger haben mir sehr gut geschmeckt. Zum Dessert gab es Panna Cotta und Schokomousse.
Hier sind noch ein paar Impressionen von der Veranstaltung:
Ruben Wester-Ebbinghaus, der Autor von "Better Burger" war schon immer leidenschaftlicher Hobbykoch. Nach einem Studium der Kommunikationswissenschaft war er über 17 Jahre in der PR-, Event- und Werbebranche tätig. Irgendwann hat seine Leidenschaft für Burger gesiegt und er hat lange getüftelt, um den perfekten Burger zu entwickeln. 2013 eröffneten er und sein Partner Felix Parson im Münchner Stadtteil Haidhausen das Burger-Restaurant "Holy Burger". Mittlerweile gibt es bereits das zweite in München.
Das Buch wurde vom südwest Verlag mit einem Soft-Cover ausgestattet und ich finde das passt für das Thema sehr gut. Bereits das Titelbild signalisiert jung, unkompliziert und lecker. In diesem Stil ist das ganze Buch gehalten. Die Grafik ist modern mit unterschiedlichen Farben und Schriften. Dabei ist es gelungen, dass es gut strukturiert und lesbar geblieben ist.
Auch die Kapitel-Überschriften sind kurz, knackig und witzig formuliert. Zum Einstieg in das Thema vermittelt das Kapitel "So geht Burger!" gleich die notwendigen Grundlagen-Kenntnisse. Bei "Back mich!" sind die Rezepte zu finden, um die Buns selbst zu backen. Bei jedem Rezept sind die Stückzahl, die Zubereitungs-, die Geh- und die Backzeit angegeben. Das ist vorbildlich, so kann man genau einschätzen, wie lange es dauern wird.
Die verschiedenen Burger-Rezepte gibt es dann bei "Beef Style!", "Burger Delight!" und "Veggie is Edgy!". Welche Burger sich dahinter verbergen ist selbsterklärend. Mir gefällt es gut, dass die Rezepte bereits bei den Zutaten eine sehr klare Struktur haben. Da ist genau aufgelistet, was man für Pattys, Topping 1, Topping 2 und Buns braucht. Dies hilft, wenn man Zutaten, wie z. B. fertig gekaufte Buns, ersetzen möchte. Auch hier hat jedes Rezept eine Mengenangabe und die genaue Zubereitungs- bzw. Garzeit. Fast alle Rezepte sind bebildert, aber nicht jedes. Ich halte das auch nicht für notwendig, da man sich einen Burger vorstellen kann und der "Aufbau" des Burgers genau beschrieben ist.
Im Kapitel "Coole Beilagen!" finden sich Salate und verschiedene Chips bzw. Pommes. "Der kleine Kick!" kommt von entsprechenden Saucen, Pestos und Chutneys. Bei "Einfach süß!" sind noch ein paar Dessertrezepte aufgeführt. Abgerundet wird das Ganze mit einem alphabetischen Rezeptregister am Schluß des Buches.
Die verschiedenen Burger-Rezepte gibt es dann bei "Beef Style!", "Burger Delight!" und "Veggie is Edgy!". Welche Burger sich dahinter verbergen ist selbsterklärend. Mir gefällt es gut, dass die Rezepte bereits bei den Zutaten eine sehr klare Struktur haben. Da ist genau aufgelistet, was man für Pattys, Topping 1, Topping 2 und Buns braucht. Dies hilft, wenn man Zutaten, wie z. B. fertig gekaufte Buns, ersetzen möchte. Auch hier hat jedes Rezept eine Mengenangabe und die genaue Zubereitungs- bzw. Garzeit. Fast alle Rezepte sind bebildert, aber nicht jedes. Ich halte das auch nicht für notwendig, da man sich einen Burger vorstellen kann und der "Aufbau" des Burgers genau beschrieben ist.
Im Kapitel "Coole Beilagen!" finden sich Salate und verschiedene Chips bzw. Pommes. "Der kleine Kick!" kommt von entsprechenden Saucen, Pestos und Chutneys. Bei "Einfach süß!" sind noch ein paar Dessertrezepte aufgeführt. Abgerundet wird das Ganze mit einem alphabetischen Rezeptregister am Schluß des Buches.
Burger selbst zu machen ist kein "Fastfood", das ist aufwändig! Ein Grund, weshalb der Burger-Hype für mich nur schwer nachvollziehbar ist. Deshalb gefällt mir an dem Buch so gut, dass die Rezepte sehr klar strukturiert sind und man bereits an der Aufzählung der Zutaten erkennen kann, welche Arbeit dahinter steckt und, ob es Alternativen gibt. Ich habe sehr bewusst nach einem Burger gesucht, den ich schnell auf den Tisch bringen kann und bin sofort bei dem Ziegenkäseburger hängen geblieben. Attraktiv fand ich ihn auch und wollte ihn gerne probieren. Die Buns habe ich mit Körnersemmeln von meinem Bio-Bäcker ersetzt und mit dem Kauf der Ziegenkäserolle war das Thema Patty auch gleich erledigt. Der Burger stammt aus dem Kapitel "Veggie is Edgy!". Doch da gehört er nicht hin, weil Bacon verwendet wird. Dieser Bacon geht im Geschmack des wirklich sehr guten Burgers völlig unter. Ich würde ihn beim nächsten Mal weg lassen und damit wäre der Burger wirklich vegetarisch.
Bei den Beilagen entschied ich mich für Süßkartoffel-Chips und Vegane Mayonnaise. Die Mayonnaise hat bestens funktioniert und hatte eine sehr gute Konsistenz, sie ist nur leider nicht mein Geschmack. Ich ziehe eine klassische Mayo mit Ei vor. Die Süßkartoffel-Chips wollte ich sehr dünn haben und sie sind sehr gut gelungen.
Fazit:
"Better Burger" ist ein sehr gut gemachtes Kochbuch für Burger und "Konsorten". Wer daheim gerne Burger auf den Tisch bringt, für den ist das ein empfehlenswertes Kochbuch. Die optische Gestaltung ist modern und attraktiv, die Rezepte und vor allem auch die Vielfalt und Kreativität der Rezepte sind sehr gelungen.
"Better Burger" ist ein sehr gut gemachtes Kochbuch für Burger und "Konsorten". Wer daheim gerne Burger auf den Tisch bringt, für den ist das ein empfehlenswertes Kochbuch. Die optische Gestaltung ist modern und attraktiv, die Rezepte und vor allem auch die Vielfalt und Kreativität der Rezepte sind sehr gelungen.
Bei der Präsentation des Buchs am 18. Mai wurden Tomaten-Mozzarella-Spieße und Rucola-Salat mit Parmesan zur Vorspeise serviert. Danach probierten wir verschiedene Burger in Mini-Portionen. Darunter waren BBQ-Burger, Chicken-Burger, Italian-Burger und der Veggie-Burger mit Black-Bean-Patty. Besonders der Italien-Burger mit frischem Pesto und der vegetarische Burger haben mir sehr gut geschmeckt. Zum Dessert gab es Panna Cotta und Schokomousse.
Hier sind noch ein paar Impressionen von der Veranstaltung:
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