Posts mit dem Label Grillen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Grillen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 16. September 2025

In Sherry gegarte Paprika mit Oliven und Kirschtomaten - das perfekte Mitbringsel für einen Grillabend

Ich bin immer auf der Suche nach einer tollen Beilage zum Mitbringen, wenn man zum Grillen eingeladen wird. Irgendwie kommt es mir vor, dass da auf dem Buffet immer die gleichen Dinge stehen. Manche, wie Nudelsalat, verstehe ich bis heute nicht.

In einer Rezeptsammlung der Süddeutschen Zeitung ist mir dieses tolle Gemüse aus dem Ofen ins Auge gestochen. Besonders interessant war für mich, dass dazu Sherry notwendig ist und hier noch eine halbe Flasche herumsteht, die ich gerne reduzieren würde.

Das Gemüse ist sehr schnell vorbereitet und während es im Ofen war, konnte ich andere Dinge erledigen. Dazu gab es schnell gebratenen Lammrücken mit frittiertem Rosmarin. Es war ein Festessen. Dieses Gemüse schmeckt einfach toll und ich kann es mir auch sehr gut zu gegrilltem Halloumi vorstellen. Es passt zu jedem Fleisch, als Beilage zu Fisch, sollte dieser aus dem Salzwasser stammen und einen kräftigen Eigengeschmack haben. Künftig würde ich nur eine Kleinigkeit ändern, und die Oliven halbieren.

Das Rezept passt für mich auch sehr gut, wenn unsere Tomaten im Garten wieder gleichzeitig reif werden. Wir bauen hauptsächlich kleine Sorten an. Weitere passende Rezepte sind in der Rezeptsammlung #tomatenliebe zu finden.


als Beilage für 8 Personen, als Hauptessen für 2 Personen einfach die Hälfte zubereiten

2 rote Paprikaschoten
2 gelbe Paprikaschoten
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
50 gr. grüne Oliven (entsteint)
50 gr. schwarze Oliven (entsteint)
20 Kirschtomaten
2 EL brauner Zucker
5 EL trockener Sherry
6 große Rosmarinzweige
4 EL Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Paprikaschoten in Segmente teilen, entkernen und dann in Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und längs in Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und grob würfeln. Die Oliven längs halbieren. Alles, zusammen mit den Oliven und der Hälfte der Rosmarinzweige, in einer Auflaufform vermengen. Mit Salz und Pfeffer würzen und den Sherry und das Olivenöl darübergießen. Alles mit dem Zucker bestreuen und die Form mit Alufolie verschließen. Alles für 30 Minuten in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Kirschtomaten rundum mit einer Nadel einstechen, damit sie später nicht platzen. Die Folie entfernen, die Kirschtomaten und die restlichen Rosmarinzweige untermischen. Die Form, ohne Abdeckung, für weitere 20 Minuten in den Backofen geben. Die Rosmarinzweige entfernen und servieren.

Das Gemüse schmeckt heiß, warm und kalt.








Donnerstag, 30. März 2023

Salat mit Chicorée, Dill und Frühlingszwiebeln

Bei unserem Umzug tauchten plötzlich zwei alte Flaschen mit griechischem Wein auf. Das hat mich neugierig gemacht und ich habe mich intensiver mit griechischen Weinen und griechischer Küche beschäftigt. Wer die ganze Geschichte lesen möchte, klickt bitte auf diesen Link.

Natürlich wollte ich dann auch moderne griechische Gerichte kochen und habe mich von dem Kochbuch "Die neue griechische Küche" inspirieren lassen. Mehr zu diesem Buch gibt es bei diesem Link.

Wir essen sehr gerne Blattsalate und haben vor einiger Zeit schon die kompakten Salatherzen für uns entdeckt. Sie müssen keine Beilage sein, wir schätzen sie als eigenständiges Gericht. Deshalb haben wir uns auf diesen Salat sehr gefreut und sind nicht enttäuscht worden. Er schmeckt als eigenständiges leichtes Gericht mittags, aber auch als kreative Ergänzung zu gegrilltem Fisch oder Fleisch.



für 2 Personen als Mittagessen oder Beilage für gegrillten Fisch oder Fleisch

Salat:
1 großes oder zwei kleine Romana-Herzen
1 Chicorée
zwei Frühlingszwiebeln
2 Zweige Dill
Meersalz

Den Romanasalat in große Blätter zerteilen. Wenn er vom Waschen noch feucht ist, mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Blätter auf zwei Tellern auslegen.

Den Chicorée längs halbieren und dann in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, mit dem Chicorée mischen und alles leicht salzen. Mit dem Dressing vermengen und über den Salatblättern verteilen.

Die Dillspitzen von den Stängeln zupfen und den Salat damit garnieren. Sofort servieren.


Dressing:
1 EL Honig
3 EL Weißweinessig
6 EL Olivenöl
Meersalz

Wenn man keinen flüssigen Honig hat, dann den Honig in einem kleinen Topf erwärmen. Essig, Olivenöl und Salz dazugeben und gut verrühren.



Dazu gab es bei uns einen leichten Retsina Omikron vom Weingut Zachariás. Wir haben den Retsina mit verschiedenen Gläsern probiert. Am besten geschmeckt hat er uns in einem Rieslingglas.

Samstag, 12. Dezember 2020

Marinierter Schweinebauch und Ananas mit Pfeffer-Honig-Glasur vom Grill

Trotz oder auch wegen Corona waren die letzten Wochen von viel Arbeit und wenig Zeit geprägt. Meist gab es sehr schnelle Gerichte aus dem Vorrat oder einfach eine Brotzeit mit Wurst und Käse. Das Kochen habe ich sehr vermisst und beschlossen es einfach zu ändern.

Immer wenn mich ein Rezept angelacht hat, habe ich schnell ein Foto gemacht und es gespeichert. Der Berg an Rezeptideen wuchs genauso, wie der Frust über die Situation, also habe ich mir ein paar Rezepte herausgepickt, eine Einkaufsliste geschrieben und habe gemerkt, dass es mir gut tut, wieder mehr zu kochen. Die Gerichte stelle ich in der nächsten Zeit hier vor.



für 4 Personen

Schweinebauch
1 Stück Ingwer daumendick
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
50 ml Sake
100 ml Sojasauce
1 TL Sesamöl geröstet
3 EL Sonnenblumenöl
3 EL brauner Zucker
1 EL Apfelessig
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 kg Schweinebauch ohne Knochen

Den Knoblauch schälen und mit dem ungeschälten Ingwer in feine Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.

Sake, Sojasauce, Sesamöl, Sonnenblumenöl, Zucker, Apfelessig und Pfeffer in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Die Marinade abkühlen lassen. Das geschnittene Gemüse zur Flüssigkeit geben.

Den Schweinebauch in 8 schmale Streifen schneiden und in einen Gefrierbeutel geben. Die Marinade in den Beutel gießen und diesen fest verschließen. Alles mit den Händen gut durchmischen und über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen.

Am nächsten Tag das Fleisch aus dem Beutel nehmen, abtupfen und auf dem heißen Grill ca. 15 Minuten garen, dabei mehrmals wenden.



Ananas mit Pfeffer-Honig-Glasur
2 Baby-Ananas
2 TL eingelegte grüne Pfefferkörner
2 EL Honig
2 TL Senf

Die Ananas längs vierteln und den Stunk wegschneiden. Das Fruchtfleisch aus der Schale schneiden, wieder zurücklegen und mit einem Zahnstocher fixieren. Den oberen, dünnen Teil der Blätter abschneiden.

Die Pfefferkörner abtropfen lassen und dann fein hacken. Den Honig in einem kleinen Topf erwärmen und mit dem Pfeffer und dem Senf verrühren.

Die Ananasstücke mit der Glasur bestreichen und mit der Schale nach unten auf den heißen Grill legen. Zwischendurch mit Glasur bestreichen. Sie brauchen ca. 15 Minuten. Vor dem Servieren den Zahnstocher entfernen.




Mittwoch, 1. April 2020

Thai-Kohlrabi-Salat mit Sesam-Hähnchenspieß aus Pollo d'Oro von Bernie Rieder

Die Aromatik thailändischer Gerichte essen wir sehr gerne. Dieser frische Gemüsesalat, der ein interessantes Dressing mit pürierten Cashewnüssen bekommt, hat mich sofort angesprochen. Dazu machen ein paar Spieße aus Hühnerfleisch viel Spaß. Das ist ein Gericht, das schnell gemacht ist und jedem schmeckt. Ich kann mir das auch im Sommer ganz toll vorstellen, wenn die Spieße auf den Grill kommen und der Salat lässt sich gut vorbereiten. Es ist auch eine schöne Abwechslung zur Erdnuss-Sauce, die oft zu solchen Spießen serviert wird. Entdeckt habe ich das Rezept im aktuellen Kochbuch Pollo d'Oro von Bernie Rieder.

Meine Rezension findet Ihr hinter diesem Link.



für 4 Personen

Sesam-Hähnchenspieß:
4 kleine Hähnchenbrüste ohne Haut
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, etwa daumengroß
1 Limette
3 EL Hoisin-Soße
3 EL Sesamöl
weißer Sesam zum Bestreuen
Holzspieße
Bei den Hähnchenbrüsten die Innenfilets auslösen und die Brüste dann längs in etwa gleichgroße Streifen schneiden.

Die Knoblauchzehen und den Ingwer schälen und fein würfeln. Den Saft der Limette auspressen. Alles mit der Hoisin-Soße und dem Sesamöl zu einer Marinade verrühren.

Die Hähnchenstreifen darin marinieren und dabei die Marinade gut einmassieren. Alles abgedeckt im Kühlschrank für mindestens 4 Stunden marinieren lassen. Die Holzspieße in kaltes Wasser legen.

Den Backofen auf 170 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Die Hähnchenstreifen auf die Holzspieße geben und auf ein Backblech legen. Für ca. 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben. Danach die Grillfunktion zuschalten und kurz grillen. Dabei einmal wenden. Wer keine Grillfunktion hat, kann die Spieße auch in der Pfanne nachbraten.

Mit dem Sesam bestreuen und sofort servieren.


Thai-Kohlrabi-Salat:
4 kleine Kohlrabi
3 Karotten
2 Lauchzwiebeln
4 EL Cashewnüsse
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Minze

Die Kohlrabi und die Karotten schälen und in dünne Streifen schneiden. Die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Die Cashewnüsse in einer trockenen Pfanne rösten und grob hacken. Die Blätter der Kräuter abzupfen (beim Koriander auch die dünnen Stiele verwenden) und in feine Streifen schneiden. Alles in einer großen Schüssel mischen und kurz vor dem Servieren mit dem Dressing anmachen.

Dressing:
2 EL Cashewnüsse
60 ml geröstetes Sesamöl
60 ml helle Sojasoße
1 Limette
3 EL Fischsoße
2 EL Apfelessig
3 EL Olivenöl
1 kleine Thai-Chili

Die Cashewnüsse mindestens eine Stunde in kaltem Wasser einweichen. Dann durch ein Sieb abgießen und in ein hohes Bechergefäß geben. Den Saft der Limette auspressen. Die Chili entkernen und in Streifen schneiden. Alle Zutaten zu den Cashewnüssen geben und mit dem Pürierstab fein pürieren.





Dienstag, 14. Januar 2020

In Buttermilch eingelegtes Hähnchen mit gegrilltem Gemüse aus Ethiopia: Rezepte aus einem einzigartigen Land von Yohanis Gebreyesus

Dieses Rezept hat mich beim Durchblättern des Kochbuchs "Ethiopia: Rezepte aus einem einzigartigen Land" von Yohanis Gebreyesus sofort angesprochen. Ich habe bereits gute Erfahrungen damit gemacht Geflügelfleisch in Buttermilch zu marinieren und die Zubereitung des Grillgemüses in einer Pfanne hat mich neugierig gemacht. Man muss sich ein bisserl organisieren, damit das Huhn, die Aubergine und Tomaten und Zucchini zur gleichen Zeit fertig und warm sind. Besonders das Grillgemüse ist sehr gelungen und hat einen tollen Eigengeschmack und eine angenehme Konsistenz. Würze bringt das Huhn. Uns hat das sehr gut geschmeckt und ich werde das im Sommer wieder kochen. Dann probiere ich es mal aus, ob das Huhn gemeinsam mit der Aubergine im Ofen garen kann.

Meine Rezension zu diesem Kochbuch ist hier nachzulesen.



für 6 Personen

400 ml Buttermilch
1 TL gemahlener Kardamom
1/2 EL Berbere-Gewürzmischung
6 Hähnchenkeulen (je ca. 300 Gr.)
3 kleine Auberginen
5 EL Rapsöl
1 mittelgroße Zucchini
3 mittelgroße Tomaten
350 ml Hühnerbrühe
1 TL gemahlenes Kurkuma
1/2 EL Butterschmalz
Meersalz

Die Hähnchenkeulen in Ober- und Unterschenkel zerteilen. 375 ml Buttermilch in einer großen Schüssel mit Kardamom und Berbere verrühren. Die Hähnchenstücke einlegen und abgedeckt eine Stunde im Kühlschrank marinieren lassen. Wer mehr Zeit hat, kann sie auch gerne länger in der Marinade lassen.


Die Hähnchenschenkel aus der Marinade nehmen und mit Küchenkrepp trocken tupfen. Öl in einer großen Pfanne auf mittlere Temperatur erhitzen und die Hähnchenschenkel darin etwa 30 Minuten braten, bis sie durchgegart sind. Die Brühe, das Kurkuma und das Butterschmalz dazugeben. Das Fleisch salzen und noch einige Minuten weitergaren und regelmäßig mit der Sauce übergießen. Die Hähnchenschenkel auf eine Platte geben und warmstellen. Die restlichen 25 ml Buttermilch unter die Sauce rühren und diese leicht einkochen lassen.

In der Zwischenzeit den Backofen aus 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Eine Grillpfanne bei hoher Temperatur erhitzen. Die Auberginen längs halbieren, mit etwas Öl rundum einreiben und auf jeder Seite etwa 5 Minuten grillen, bis sie gut gebräunt sind. Dann in Alufolie wickeln und für rund 35 Minuten in den Ofen geben, bis sie gar sind. Vor dem Servieren salzen.

Die Zucchini in dicke Scheiben scheiden, die Tomaten halbieren. Beides mit Öl einstreichen und auf jeder Seite 3 - 5 cm grillen, dabei leicht salzen.

Die Sauce über das Fleisch geben und mit dem gegrillten Gemüse anrichten, sofort servieren.









Donnerstag, 31. Oktober 2019

Georgisches Zwetschgen-Chutney mit Knoblauch

Letztes Jahr trugen die Zwetschgenbäume unglaublich viele Früchte. Wo man hinsah, war alles blau-violett. In meinem Umfeld gibt es einige Gärten mit Zwetschgenbäumen und ich bin reichlich beschenkt worden. Das habe ich zum Anlass genommen, zusätzlich zu meinen bewährten Rezepten, neue Einmach-Ideen für Zwetschgen auszuprobieren.




Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte mit Zwetschgen sind, die ich bisher veröffentlicht habe und werden es mit diesem und dem Zwetschgen-Ketchup zwei mehr:

Essig-Zwetschgen

Zwetschgen-Chutney mit Orangen

Ingwer-Zwetschgen

Franzis flotte Zwetschgenmarmelade




9 Gläser je 200 ml

2 kg Zwetschgen
100 gr. Zucker
3 TL Meersalz
6 Knoblauchzehen
2 TL geräuchertes Paprikapulver
10 Stängel Dill

Die Zwetschgen halbieren, entsteinen und grob würfeln. (Eine Zwetschgenhälfte sollte ungefähr 6 Würfel ergeben.) Die Zwetschgen in einen großen Topf geben und mit Zucker und einem TL Salz marinieren. Abgedeckt stehen lassen, bis sie Wasser gezogen haben.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehen schälen, mit der breiten Messerschneide zerdrücken und mit zwei TL Salz bestreuen. Nun die Knoblauchzehen mit Hilfe des Messers zu einem Brei zermahlen. Den Dill fein hacken.

Die Zwetschgen zugedeckt, bei schwacher Hitze, dünsten, bis die Früchte etwas weich geworden sind. Knoblauch und Paprikapulver zugeben und ohne Deckel für ca. 10 Minuten weiter dünsten. Die Konsistenz sollte sämig sein, evtl. die Früchte mit einem Kartoffelstampfer etwas zerdrücken.

Ganz zum Schluss den Dill unterrühren und das heiße Chutney in Gläser füllen. Die Deckel sofort schließen.

Es hält im Kühlschrank eine Woche und, wenn man es zusätzlich einkocht, ein Jahr im kühlen Keller. Es passt sehr gut zu gegrilltem Fleisch und schmeckt besonders gut zur Roten Bete.







Sonntag, 27. Oktober 2019

Zwetschgen-Ketchup

Letztes Jahr trugen die Zwetschgenbäume unglaublich viele Früchte. Wo man hinsah, war alles blau-violett. In meinem Umfeld gibt es einige Gärten mit Zwetschgenbäumen und ich bin reichlich beschenkt worden. Das habe ich zum Anlass genommen, zusätzlich zu meinen bewährten Rezepten, neue Einmach-Ideen für Zwetschgen auszuprobieren.




Dabei habe ich festgestellt, dass es gar nicht so viele Rezepte mit Zwetschgen sind, die ich bisher veröffentlicht habe und werden es mit diesem und dem georgischen Zwetschgen-Chutney mit Knoblauch zwei mehr:

Essig-Zwetschgen

Zwetschgen-Chutney mit Orangen

Ingwer-Zwetschgen

Franzis flotte Zwetschgenmarmelade



8 Gläser 200 ml

1 kg Zwetschgen
500 gr. Tomaten
2 Zwiebeln
300 gr. Zucker
2 TL Salz
200 ml Weißweinessig
2 EL Berbere
1 Sternanis
1 TL Korianderkörner od. gemahlen
1 TL Kardamomkörner (ohne Schale) od. gemahlen

Die Zwetschgen halbieren und entsteinen. Die Tomaten vierteln, die grünen Stellen entfernen und grob würfeln. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in Ringe schneiden. Alles in einem großen Topf mit  Zucker und Salz mischen und abgedeckt stehen lassen, bis es Flüssigkeit gezogen hat.

Den Essig und die Gewürze dazugeben und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und ca. 30 Minuten köcheln lassen. Gut durchrühren und erneut 30 Minuten köcheln lassen, damit sich die Flüssigkeit reduziert.

Die Masse portionsweise in einen Standmixer geben und sehr fein pürieren. Sollte es noch zu dünnflüssig sein, kann es auch weiter durch sanftes köcheln reduziert werden.

Den heißen Ketchup in Gläser füllen und diese sofort verschließen. An einem kühlen Ort hält er sich 6 Wochen. Wer ihn länger aufbewahren möchte, sollte ihn nochmals einkochen. Zwetschgen-Ketchup passt zu allem, wie auch der bekannte Ketchup.



Mittwoch, 23. Oktober 2019

Joojeh-Kebab, persische Safranhühnchen aus Zart und Saftig von Petra Hammerstein

Irgendwo in meinen, seit Jahren, gesammelten Rezepten gibt eins für gegrilltes Lammfleisch in einer Joghurtmarinade. Auch wenn es seltsam klingt, aber das Fleisch bekommt dadurch eine schöne mürbe Textur und einen feinen Geschmack. An das musste ich sofort denken, als ich dieses Rezept von Petra Hammerstein, aus ihrem Kochbuch "Zart und Saftig: Geniale Fleischstücke jenseits vom Filet" entdeckt habe. Besonders gut gefallen hat mir, dass hierfür keine Brust, sondern die Keulen verwendet werden. Für die übrig gebliebenen Knochen und Häute gibt es sogar noch ein Rezept, um aus ihnen eine Brühe zu kochen.

Eine tolle Idee sind auch die gegrillten Cocktail-Tomaten-Spieße. Somit hat man gleich die passende Beilage dafür und kann alles gut vorbereiten und gleichzeitig grillen.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.



für 4 Personen

8 Oberkeulen vom Huhn
(eine Oberkeule hat etwa 100 Gramm Fleisch und daraus lassen sich zwei kleine oder ein großer Spieß machen)
Olivenöl

Marinade:
1 TL Safranfäden
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Limette
6 EL Joghurt
4 EL Olivenöl
1 TL Keuzkümmel
1 TL Cayennepfeffer
2 TL Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Safranfäden in einem kleinen Mörser zermahlen und mit 2 EL warmen Wasser einweichen.

Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Beides mit dem Safranwasser und den restlichen Zutaten der Marinade in einem Mixer glatt pürieren. Die Marinade in einen großen Gefrierbeutel geben.

Die Hühnchen-Oberkeulen auslösen und die Haut abziehen. Aus Haut und Knochen kann eine Brühe (siehe unten) gemacht werden. Falls man das später machen möchte, beides einfrieren. Das Fleisch der Länge nach in vier Streifen schneiden und zur Marinade in den Gefrierbeutel geben. Alles gut durchmischen und für mindestens 2 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Das Fleisch aus der Marinade nehmen, etwas trocken tupfen, auf Spieße stecken und grillen.


Beilage:
500 gr. Kirschtomaten
Olivenöl
1 Knoblauchzehe
etwas Zitronensaft
Prise Chilipulver
1 Schuss Gin
Meersalz

Die Kirschtomaten mit einer Nadel rundum einstechen. Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln und gemeinsam mit den anderen Zutaten zu einer Marinade verrühren. Die Tomaten darin einige Stunden einlegen, dann auf Spieße stecken und zusammen mit dem Fleisch grillen.





Sonntag, 13. Oktober 2019

Gegrillte Zucchini mit Melonen-Chutney

Heuer war das mit den Zucchini eine sehr komische Sache. Insgesamt hatte ich sieben Pflanzen, die ich adoptieren musste, da mein Gärtner nicht mehr wusste, ob sie gelb oder grün sind. Also hat er sie verschenkt und jetzt weiß ich, dass sie gelb und grün waren. Eigentlich eine schöne Mischung. Aber sie wollten nicht so richtig und es gab wenig Ausbeute. Meist haben wir sie gleich frisch verkocht und ein paar habe ich eingemacht.

Dann fiel mir dieses Rezept aus einem Heft von slow food in die Hände und mich hat das Melonen-Chutney mehr interessiert, als die gegrillten Zucchini. Nicht alles an dem Rezept hat mich überzeugt und ich habe es so verändert, wie es mir besser gefällt.


für 2 Personen

4 kleine Zucchini
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Koriandersamen
3 Pimentkörner
1/2 TL Meersalz
7 schwarze schwarzer Pfefferkörner
3 EL Olivenöl

1/2 Zuckermelone
2 EL Zucker
Saft einer halben Limette
1 EL Currypulver
2 Zweige Verveine Citronelle
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zucchini längs in Scheiben schneiden. Sie dürfen nicht zu dünn sein, da sie sonst auf dem Grill verbrennen. Die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden. Knoblauch, Gewürze und Salz in einer Moulinette fein verkleinern. Mit dem Öl mischen und mit einem Pinsel beidseitig auf die Zucchinischeiben auftragen. Die Zucchini für mind. eine Stunde abgedeckt marinieren lassen.

Schale und Kerne der Melone entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Den Zucker mit dem Limettensaft in einem Topf karamellisieren lassen. Die Melonenwürfel und das Curry dazugeben, alles gut verrühren und für fünf Minuten zart köcheln lassen. Wenn es länger kocht, zerfällt die Melone zu Mus. Mit Salz, Pfeffer und evtl. Limettensaft abschmecken. Das Chutney abkühlen lassen. Die Verveineblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Kurz vor dem Servieren, die Kräuter unter das Chutney mischen.

Die Zucchinischeiben einige Minuten von beiden Seiten grillen und mit dem Chutney servieren.



Montag, 20. Mai 2019

Rhabarber-Ketchup-Mania

Letztes Jahr ist überall, wo ich im Internet hingesehen habe, der Rhabarber-Ketchup aufgetaucht (Feinschmeckerle sei Dank :-) ). Ich kenne das Rezept noch aus den Chefkoch-Zeiten und habe es leider nie ausprobiert. Die liebe Ina war so begeistert davon, dass sie mich angesteckt hat und ich es endlich auch ausprobiert habe. Fair, wie sie ist, verweist sie auf Christina von Feines Gemüse als Inspirationsquelle. Bei mir hat der Link leider versagt, weil ich sehr gerne gelesen hätte, wie sie den Ketchup gemacht hat.

Es bleibt ja bei jedem Rezept ein Interpretations-Spielraum und den habe ich genutzt, um den Ketchup so zu kochen, wie es meinen Erfahrungen und meinem Geschmack entspricht. Wir haben in unserem Garten auch einen richtigen Gemüserhabarber, der ganz dicke grüne Stengel hat und sehr säuerlich schmeckt. Das sieht man beim fertigen Ketchup an der Farbe und er braucht auch mehr Zucker, als seine roten Artverwandten. Dafür hat er eine ganz tolle Säure, die diesem Ketchup sehr gut steht.



für 4 Flaschen mit je 250 ml

1 kg Rhabarber
250 gr. rote Zwiebeln (das sind ca, drei mittelgroße)
250 gr. passierte Tomaten
200 ml Rotweinessig
250 - 300 gr. Zucker (mein Rhabarber braucht die Maximalmenge)
2 TL Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 Lorbeerblätter
1 TL gelbe Senfkörner
3 Nelken
Chilipulver
1 Bio-Zitrone

Den Rhabarber schälen und dabei die Fäden ziehen. Dann in schmale Stücke schneiden und diese mit Zucker und Salz im Topf marinieren. In der Zwischenzeit die Zwiebeln in sehr feine Würfel schneiden und zugeben. Tomaten, Essig, Senfkörner und Lorbeerblätter dazugeben. Die Nelken in einen Papier-Teebeutel füllen und in den Topf hängen.  Alles einmal aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze köcheln lassen, bis der Rhabarber vollständig zerfällt und die Masse andickt.

Den Teebeutel entfernen und die Lorbeerblätter herausnehmen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und zusammen mit dem Chilipulver zum Ketchup geben. Alles mit dem Pürierstab sehr fein pürieren und nach Geschmack mit Salz, Zucker und Chili abschmecken.

Die heiße Masse in kleine Flaschen füllen und sofort verschließen. Der Ketchup darf gerne eine Woche stehen bleiben, damit er durchzieht. Er hält an einem kühlen und dunklen Ort ein Jahr.




Sonntag, 15. Juli 2018

Auberginen mit Miso aus Meine japanische Küche von Stevan Paul

Auberginen haben leider den Ruf ein langweiliges und schlecht schmeckendes Gemüse zu sein. Dabei stimmt das gar nicht. Meine Vermutung ist, dass die meisten Auberginen, die bei uns angeboten werden unreif auf den Markt kommen. Wir haben das große Glück, dass wir Auberginen im Garten haben. Die wachsen übrigens im Topf ganz ausgezeichnet und wir können sie ernten, wenn sie wirklich reif sind. Unsere Auberginen werden nicht besonders groß, dafür schmecken sie sehr gut.

Ich mache sehr oft Baba Ghanoush, dieses Püree aus der arabischen Küche daraus. Doch diesmal wollte ich unbedingt ein Rezept mit Miso von Stevan Paul aus seinem beliebten Kochbuch "Meine japanische Küche" ausprobieren. Die Kombination mit dem Miso ergibt eine sehr ausgewogene Süße, die gut zum Auberginenfleisch passt. Ich habe mich bewusst für das Braten in der Grillpfanne entschieden und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Bei mir waren die Garzeiten etwas kürzer, da meine Auberginen kleiner waren.

Meine Rezension zu "Meine japanische Küche: Rezepte für jeden Tag" ist hier nachzulesen.



für 4 Personen als Beilage

4 Auberginen
Rapsöl
Meersalz
1 EL Sake
1 EL Shiro-Miso
1 EL Mirin
1 EL Zucker
2 EL heller Sesam
1-2 Frühlingszwiebeln

Den Sesam in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Frühlingszwiebeln putzen und schräg in feine Ringe schneiden.

Die Auberginen längs halbieren und das Fruchtfleisch mit dem Messer bis zur unteren Hautschicht kreuzförmig einschneiden. Die Schnittflächen mit dem Öl bestreichen und leicht salzen. Die Auberginen dann, mit der Schnittfläche nach unten, in einer beschichteten Grillpfanne, bei mittlerer Hitze 3 - 6 Minuten braten (das kommt auf die Größe der Auberginen an).

Danach die Auberginen wenden, die Pfanne mit einem Deckel abdecken und das Gemüse nochmals drei Minuten garen.
Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Sake, Miso-Paste, Mirin und Zucker zu einer Paste verrühren und die Auberginen damit bestreichen und auf ein Blech legen. Im heißen Ofen bei 200 Grad für 5 Minuten garen.

Die Auberginen vor dem Servieren mit Sesam und Frühlingszwiebeln bestreuen.


Sonntag, 3. Juni 2018

Gegrilltes Lammfilet mit orientalischem Quinoasalat

In meinen Haushalt ist ein COOK 4 ME von Krups eingezogen. Und weil ich den auf Herz und Nieren geprüft habe, habe ich auch seine Zutaten-Funktion ausprobiert. Dort ist bei Reis und Cerealien auch Quinoa zu finden und man kocht sozusagen auf Anweisung vom Gerät. Das Garen von Quinoa empfand ich als Härtetest für das Gerät, da ich diesen leider öfters zubereit und nicht leiden kann, weil er meist matschig und schleimig ist. Seine große Stärke ist, dass er glutenfrei ist. Seine Schwäche ist, dass er mittlerweile bei uns so prominent ist, dass wir den Inkas sozusagen ihre traditionelle Nahrung wegessen.

Wer meinen Blog schon länger verfolgt, der weiß, dass Herr bushcook eine Gluten-Intoleranz hat und, ich sage das immer gerne: mein Mann ist nicht so hip, der hat das wirklich! Wir kommen im Alltag sehr gut damit zurecht, in dem wir einfach Dinge essen, die kein Gluten haben. Das geht gut, weil es unzählig viele Lebensmittel gibt, auf die das zutrifft. Drei Dinge gibt es, die mir schwer fallen, da ich immer alles mitesse. Ich liebe knusprige Dinge, wie Wiener Schnitzel, Backhendl, Croutons oder Calamariringe - gut, ich verzichte oder mache nur für mich eine winzige Portion. Ich verzichte leider auch auf selbstgemachte Nudeln und ich habe alle möglichen und unmöglichen Alternativen für Taboule (diesen orientalischen Salat mit Bulgur und viel Kräutern) ausprobiert. Alle waren sehr schrecklich. Gut: wir verzichten!

Dann kam der COOK 4 ME und ich habe nach seinen Anweisungen 200 gr. Quinoa in den Topf gegeben, mit Brühe (er wollte Wasser, aber das wollte ich nicht) aufgefüllt, den Deckel geschlossen und ihn mal machen lassen. Herausgekommen ist der mit Abstand beste Quinoa, den ich je gegessen habe. Sofort war mir klar, dass ich aus diesem wertvollen Schatz ein glutenfreies Taboule zaubere, das diesen Namen auch verdient. Und weil das so gut war, gab es gleich noch gegrilltes Lammfilet vom Eifeler Ur-Lamm aus meinem Frischeparadies dazu.

Hier geht es zu meinem Bericht über dieses Küchengerät.


200 gr. Quinoa
300 ml Brühe
5 bunte Tomaten (ich hatte 2 Ananastomaten und 3 San-Marzano-Tomaten)
1 kleiner Fenchel
eine Handvoll Blumenkohlröschen
1 Bund Petersilie
1 Bund Minze
1 EL Butter
2 Bio-Zitronen
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
8 Lammfilets
orientalisches Rosen-Zimt-Salz
1 kleiner Becher Joghurt

Den Quinoa in der Brühe bissfest garen, abtropfen und auskühlen lassen. Die Blumenkohlröschen in der Butter in einer Pfanne goldgelb braten und dabei leicht salzen. Die Tomaten in kleine Würfel schneiden. Den Fenchel vierteln und in sehr feine Scheiben schneiden. Falls der Fenchel noch Fenchelgrün hat, dieses in feine Streifen schneiden. Die Zitronenschale fein abreiben und mit allen bisher aufgeführten Zutaten mischen.

Den Saft der Zitronen auspressen und mit Salz, Zucker, schwarzem Pfeffer und Olivenöl zu einer cremigen Vinaigrette rühren. Den Salat damit anmachen und etwas durchziehen lassen. (Wenn man den Salat später servieren, oder zu einem Grillfest mitnehmen möchte, lässt man ihn so und bringt die Kräuter in einem extra Gefäß mit.)

Minze und Petersilie von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Den Salat mit den Kräutern mischen. Das Lamm parieren, mit wenig Olivenöl mit einem Küchenpinsel bestreichen und mit dem Rosen-Zimt-Salz bestreuen. Die vorbereiteten Lammfilets bei 350 Grad auf dem Grill insgesamt 5 Minuten auf beiden Seiten grillen.

Anrichten:
etwas Joghurt kreisförmig auf den Teller geben und mit den zerkleinerten Kräutern bestreuen. Den Salat mit den vorbereiteten Kräutern mischen und abschmecken. Salat auf den Teller geben und die gegrillten Lammfilets dazulegen.




Mittwoch, 21. Juni 2017

Garnelenspieße mit Aprikosen-Chili-Dip aus Toms Grillwerkstatt von Tom Heinzle

Bei Einladungen zum Grillen, finde ich den Auftakt immer schwierig. Es dauert einfach seine Zeit, bis die Grillkohle richtig glüht und dann dauert es, bis das Grillgut fertig ist. Damit man keine hungrigen Gäste hat, gibt es vorweg ein paar Kleinigkeiten. Wenn man nicht aufpasst, dann ist man davon schon zu satt und kann das Essen vom Grill gar nicht mehr genießen. Deshalb schätze ich bei den Grill-Events von Tom Heinzle so sehr, dass er auch Häppchen oder Fingerfood gleich auf dem Grill macht. Eines dieser Rezepte habe ich in seinem aktuellen Buch "Toms Grillwerkstatt" für meine Rezension ausprobiert.

Die Kombination von der Süße der Aprikose und der Schärfe der Chili zu gegrillten Garnelen ist sehr köstlich. Als Start in einen Grillabend einfach perfekt, da das Gericht leicht ist und den Appetit auf die noch kommenden Speisen weckt. Die Sauce geht blitzschnell und wer sie nicht in einem Wok auf dem Grill machen möchte, kann das natürlich auch auf dem Herd machen. Wenn man die Garnelenspieße bereits tagsüber vorbereitet hat, dann können sie blitzschnell eingeölt und gegrillt werden. Auch die Sauce kann natürlich vorbereitet werden, aber der "Show-Effekt" ist nicht zu unterschätzen, wenn man sie vor den Augen der Gäste macht.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.



für 4 Personen

1 EL brauner Zucker
2 EL Balsamico bianco
5 reife Aprikosen
1 rote Thai-Chili
1 Bio-Zitrone
Meersalz
2 EL Rapsöl
16 Garnelen
4 - 8 Holzspieße (je nach Größe)


Die Holzspieße in eine Schale mit kaltem Wasser legen. Die Garnelen schälen und den Darm entfernen.

Die Aprikosen halbieren, entsteinen und in kleine Würfel schneiden. Die Chili längs halbieren, die Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden. Zucker und Essig in einem Wok auf dem Grill oder einer Pfanne auf dem Herd erhitzen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Aprikosenwürfel zugeben und unter rühren erhitzen. Einige gegarte Würfel für die Garnitur entnehmen, den Rest fein pürieren und dann die Chilistreifen unterrühren. Mit Salz und etwas abgeriebener Zitronenschale abschmecken.

Das Öl in einer kleinen Schüssel mit etwas Salz mischen und die Garnelen mit einem Pinsel mit der Ölmischung bestreichen. Die Garnelen auf die gewässerten Holzspieße stecken und auf dem Rost bei direkter Hitze (250 bis 300 Grad) auf jeder Seite 2 Minuten grillen. Mit den aufbewahrten Aprikosenwürfeln auf einen Teller geben und mit dem Dip servieren.





Montag, 19. Juni 2017

Rezension: Toms Grillwerkstatt von Tom Heinzle

Mein Anspruch beim Grillen beschränkt sich nicht darauf, Fleisch, Fisch oder Gemüse zu grillen und dann mit einer Auswahl vom Salat-Buffet zu servieren. Ich ziehe durchdachte Grillgerichte vor. Bei Tom Heinzle kann ich mich darauf verlassen, dass er auch so denkt und ich war neugierig auf sein neuestes Buch "Toms Grillwerkstatt".


Tom Heinzle ist Autodidakt. Seine Liebe zu gutem Essen, guten Produkten und seine Erfahrungen als ambitionierter Hobbykoch entzündeten irgendwann seine Leidenschaft für das professionelle Grillen. Er hat an großen Wettbewerben teilgenommen und Titel als Grill-Weltmeister errungen. Seit Jahren gibt er sehr interessante Grillkurse in seiner Vorarlberger Heimat. Sein Know-How gibt er auch in seinen Büchern weiter. Bis jetzt sind vier Grillbücher, vorwiegend zu Spezialthemen erschienen: "Wintergrillen", "Wild grillen", "Vegetarisch grillen" und "Die neue Smoker-Küche". Sein fünftes Buch "Toms Grillwerkstatt" zeigt die Grillmenüs, wie er sie in seinen Kursen und bei Event-Menüs präsentiert.

Zum Auftakt vermittelt Tom die Grill-Basics, wie direkte und indirekte Hitze, Kerntemperatur und stellt Hilfsmittel wie Räucherbrettchen oder Plancha vor. Im Anschluss daran geht es gleich mit den Rezept-Basics, Würzmischungen, Butter & Saucen, los. Bei seinen Grillkursen können die Teilnehmer nicht nur viel lernen, sie genießen auch ein richtiges Menü, bei dem jeder Gang gegrillt wurde. Das Schöne daran ist, dass man auf den ersten Gang nicht lange warten muss, da schnell gegrilltes Fingerfood gereicht wird. "Fingerfood und Vorspeisen" sind in einem Kapitel zusammengefasst. Beim Hauptgang gibt es mehrere Varianten und die Hauptzutat steht im Fokus. So finden wir Grillrezepte für "Veggies", "Aus Fluss, Meer & See", "Geflügel", "Schwein", "Ring & Kalb" und "Lamm & Wild". Auch der süße Abschluss kommt bei Tom vom Grill und den "Desserts" ist ein eigenes Kapitel gewidmet.  

Die Rezepte sind gut strukturiert und auf den ersten Blick kann man erkennen, für wie viel Personen die Menge angegeben ist, welche Hilfsmittel benötigt werden und welche Temperatur der Grill haben sollte. Neben Zutatenliste und Zubereitungsanleitung ist auch die benötigte Zeit angegeben. Der Rezepttext ist verständlich und kann gut nachvollzogen werden. Alle Rezepte, außer den Basics, haben ein Rezeptbild.

Abgerundet werden die Rezept-Kapitel mit Empfehlungen, welche Beilage zu welchem Rezept passt und Vorschlägen, welche Gerichte zu einem Themen-Menü kombiniert werden können. Für die Rezeptsuche steht ein ausführliches alphabetisches Register zur Verfügung, in dem Zutaten und Rezept-Titel aufgeführt sind.

Für mein nachgekochtes Rezept wusste ich gleich, dass ich eines aus der Kategorie Fingerfood wählen werde. Ich finde die deshalb so gut, weil man schnell ein gegrilltes Häppchen auf dem Teller hat und wer schon einmal ewig neben dem Grill gestanden ist, bis das Fleisch fertig ist, der kann das sehr schätzen. Sofort angelacht haben mich die Garnelen mit dem Aprikosen-Chili-Dip, da ich Aprikosen sehr schätze und gerade Saison ist. Tom gibt aber auch Empfehlungen, welches Obst man alternativ verwenden kann. Der Dip war schnell gemacht und die Garnelen genauso zügig für den Grill vorbereitet. Wir haben ein "Big Green Egg" im Garten stehen und brauchen für das Aufheizen nur kurze Zeit. Die Garnelen sind sowieso blitzschnell fertig und können serviert werden. Uns haben sie sehr gut geschmeckt und besonders gut gefallen hat mir, dass sie noch saftig waren.


Garnelenspieße mit Aprikosen-Chili-Dip


















Fazit:
"Toms Grillwerkstatt" ist das ideale Grillbuch für Hobbygriller und -köche, die gerne alles auf dem Grill zubereiten und Gäste mit stimmigen Gerichten bewirten wollen.

Samstag, 27. Mai 2017

Hähnchen vom Grill mit Zitronen-Karotten

So langsam geht die Grill-Saison wieder los und wir freuen uns sehr darauf, unser Big Green Egg wieder "anzuschmeißen". Am meisten Kummer macht mir die Koordination von Wetter und Fleischkauf. Entweder ist es schön und ich schaffe es nicht Grillfleisch zu kaufen, oder ich kaufe Grillfleisch und es regnet. Klar, man kann es auch in der Pfanne oder im Backofen machen. Aber, es bleibt ein Rest-Gefühl, wie es hätte eigentlich schmecken können. Ich bin dazu übergegangen Fleisch zu kaufen, dass man sowohl als auch gut zubereiten kann. Meine Lieblings-Notlösung ist Hähnchen. Das perfekte Grill-Rezept dafür habe ich letztes Jahr in Stevan Pauls schönem Kochbuch "Open Air - Das Festival- & Camping-Kochbuch" entdeckt. Dazu mache ich gerne Zitronen-Karotten. Die gehen schnell und sind fertig, wenn das Huhn auch fertig ist.


Hähnchen vom Grill

für 2 Personen

1 Hähnchen
4 EL Olivenöl
½ Bio-Zitrone
1 Knoblauchzehe
½ TL Fenchel
1 Zweig Thymian
1 Zweig Rosmarin
½ TL getrockneter Oregano
Meeresalgen

Das Hähnchen in der Mitte zerteilen und auf der Fleischseite 3- bis 4 -mal einschneiden.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Olivenöl verrühren. Den Knoblauch schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Die Rosmarinnadeln und die Thymianblätter abzupfen und zusammen mit dem Fenchel fein hacken. Die Mischung mit dem getrockneten Oregano unter das Öl rühren.

Die Hähnchenhälften mit dem Öl einreiben und zugedeckt im Kühlschrank mind. 30 Minuten ziehen lassen. Rechtzeitig herausnehmen, damit es nicht zu kalt auf den Grill kommt. Kurz vor dem Grillen rundum salzen.

Auf dem Grill auf der Fleischseite bei milder Hitze und mit Deckel 10 Minuten grillen. Wenden und weitere 10 Minuten zugedeckt grillen. Zum Schluss nochmals auf der Fleischseite zugedeckt 10 Minuten grillen.


Zitronen-Karotten

für 2 Personen

4 Karotten
Meersalz
Zucker
Olivenöl
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
Zitronenthymian

Die Karotten schälen, in ungleichmäßige Stücke, nach dem energetischen Schnitt, schneiden und mit Salz und Zucker in einem Topf marinieren, bis sie Wasser ziehen. Die Knoblauchzehen anschlagen und zu den Karotten geben. Olivenöl dazugeben und das Gemüse, mit geschlossenem Deckel, bei sanfter Hitze, bissfest garen.

Die Schale der Zitrone in breiten Streifen schälen. Drei Streifen in sehr feine Julienne schneiden. Die Thymianblätter abzupfen und beides am Ende der Garzeit zugeben und verrühren. Mit Salz abschmecken.




Sonntag, 21. Mai 2017

Lavendel-Polenta-Garnelen und Gurkensalat mit Zitronenmelisse aus Sommer - Die Jahrezeiten Kochschule von Richard Rauch und Katharina Seiser

Auf das neueste Buch "Sommer" von Richard Rauch und Katharina Seiser aus ihrer Serie der Jahreszeiten Kochschule habe ich mich schon richtig gefreut. Von dem ersten Band "Winter" war ich sehr begeistert und genauso hoch waren meine Erwartungen. Die waren sofort erfüllt, als ich die Lavendel-Polenta-Garnelen entdeckte. Wer sich mit Gluten-Intoleranz beschäftigt, der weiß, dass glutenfreie Panierungen nicht die kulinarische Erfüllung sind. Die Idee, ganz unkompliziert, mit Instant-Polenta zu panieren, wollte ich sofort ausprobieren. Diese Polenta wird auch noch mit Gewürzen, Lavendelblüten und Zitronenabrieb aromatisiert. Die getrockneten Lavendelblüten habe ich immer im Vorrat, aber mein Lavendel im Garten hat den letzten Winter leider nicht überlebt. So konnte ich unmöglich warten und habe statt der Lavendelspieße nur einfache Holzspieße genommen. Optisch stelle ich mir das ganz wunderbar vor und werde es im Sommer wiederholen.

Für die restliche Lavendel-Gewürzmischung wird empfohlen, sie auch für Geflügel zu verwenden. Bei einer Maishähnchenbrust habe ich das bereits ausprobiert. Die Hautseite habe ich ganz normal gebraten und die Fleischseite in die Mischung getaucht. Der Effekt ist sehr schön mit zwei knusprigen Seiten.

Der Gurkensalat ist so köstlich, wie er auch schlicht ist. Dafür braucht es fast kein Rezept, man sollte sich nur daran erinnern, mehr Zitronenmelisse zu verwenden. Hier konnte ich mich auf den Garten verlassen und die ersten Blätter waren schon erntebereit.

Die Süße der Garnelen und der Lavendel vertragen auch einen opulenten Wein. Wir haben dazu eine Flasche Steinmauer trocken 2015 vom Nahe-Weingut Korrell aufgemacht. Das Familienweingut existiert seit 1832 und unterhalb einer weit sichtbaren Steinmauer, die den Schriftzug des Weinguts ziert, wachsen Weissburgunder, Grauburgunder und Chardonnay. Daraus wird die Cuvée Steinmauer gemacht. Der Wein hat uns gut zu dem Gericht gefallen.

Meine Rezension könnt ihr hier nachlesen.



Lavendel-Polenta-Garnelen:
für 4 Personen

8 Garnelen
2 EL Lavendel-Gewürzmischung
Rosmarinzweig
Olivenöl
3 - 4 EL Zitronenöl (Olivenöl mit Zitrone gepresst, alternativ: Olivenöl mit Zitronenabrieb und -saft)

Kopf und Panzer der Garnelen entfernen und entdarmen. Etwas von der Gewürzmischung auf einen flachen Teller geben. Die Garnelen längs auf einen Holzspieß stecken und rundum in die Gewürzmischung drücken.

Den Rosmarinzweig in Olivenöl tauchen und damit den Grillrost einölen. Die Garnelen auf den Rost geben und, bei geschlossenem Deckel, auf jeder Seite ca. 3 Minuten grillen. Vor dem Servieren mit Zitronenöl beträufeln.


Lavendel-Gewürzmischung:
1 Bio-Zitrone
1/2 EL Fenchelsamen
1/2 TL Lavendelblüten
1 TL grobes Meersalz
1/2 Espressolöffel schwarze Pfefferkörner
4 - 5 EL feiner Polentagries (Instant-Polenta)

Die Schale der Zitrone fein abreiben und mit den Gewüzen in eine Gewürzmühle geben. Alles fein reiben und dann mit der Polenta vermischen. In einem Schraubglas aufbewahren. Die Gewürzmischung kann man auch gut für gegrillte Maiskolben und Geflügel verwenden.




Gurkensalat mit Zitronenmelisse

für 4 Personen

2 Salatgurken
Meersalz
4 Zweige Zitronenmelisse
1 Bio-Zitrone
60 ml Olivenöl
Chilipulver

Die Gurken waschen und teilweise schälen, damit ein hell- und dunkelgrünes Streifenmuster entsteht. Dann der Länge nach halbieren und mit einem Teelöffel das Kerngehäuse heraus schaben. Die Gurkenhälften in 2 - 3 mm dicke Scheiben schneiden und mit 1/2 TL Salz bestreut 15 Minuten stehen lassen.

Die Zitronenmelissenblätter abzupfen und in grobe Streifen schneiden. Ein paar Blätter für die Garnitur aufheben. Die Gurken abseihen und leicht ausdrücken. Zitronenabrieb und -saft in eine Schüssel geben und mit Olivenöl verrühren. Gurken dazugeben, mit Chilipulver und Zitronenmelisse abschmecken. Bei Bedarf nachsalzen.





Freitag, 10. Juni 2016

Avocadosauce

Gute Avocado zu bekommen, ist in unseren Breitengraden schwierig. Sie sind druckempfindlich und müssen deshalb unreif geerntet werden. Dann liegen sie in den Gemüseabteilungen der Supermärkte und werden rundum gedrückt. Das schmälert den Genuss enorm, denn Avocados reifen sehr schön nach. Man muss nur ein Gefühl entwickeln, wie lange im voraus man sie kauft und dann nur liegen lassen. Leider bleiben die Druckstellen als hässliche dunkle Flecken im Fruchtfleisch. Wenn man die Reife einer Avocado prüfen will, dann bitte nur ganz oben, neben dem Stiel, leicht drücken.

Deshalb war ich so glücklich, über die Avocado im großen Mixpaket von Delicado48. Sie waren noch schön hart und haben den Transport perfekt überstanden. Da sie nie in einem Supermarkt-Regal lagen, hatten sie auch keine Druckstellen.

Bei Avocado denkt man immer gleich an Guacamole. Die essen wir sehr gerne. Es gibt aber noch ein zweites Rezept für eine Avocadosauce, die zu meinen "Klassikern" gehört. Und die habe ich gleich mit großer Freude zubereitet. Eine reife Avocado ist für sich selbst schon ein ganz einfaches und wunderbares Gericht. Sie braucht nur gutes Meersalz, schwarzen Pfeffer aus der Mühle und ein natives Olivenöl.


Das Rezept für die Avocadosauce stammt aus Spanien. Es wurde mir vor rund 30 Jahren von einem Arbeitskollegen verraten, der alle Urlaube auf Mallorca verbrachte. Die Sauce ist so schnell gemacht, dass man sie wirklich unmittelbar vor dem Servieren zubereiten sollte. Dann gibt es auch keine Gefahr, dass sie sich braun verfärbt. Wer ein paar Vorbereitungsarbeiten machen will, der kann die Schalotte und die Knoblauchzehe bereits würfen und von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen. Der Rest sollte wirklich ganz frisch gemacht werden.



2 reife Avocado
1 große Schalotte
2 Knoblauchzehen
1 Bio-Zitrone
1 Becher Joghurt
ein Schuss Olivenöl
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
ein Stiel Koriander

Die Schalotte und die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Avocado halbieren, den Kern entfernen (das geht am einfachsten, wenn man ein Messer in den Kern schlägt und ihn dann heraus dreht) und mit einem Löffel das Fruchtfleisch heraus schabt. Die Avocado mit dem Zitronensaft in ein hohes Becherglas geben und mit dem Zauberstab pürieren.

Dann Schalotten- und Knoblauchwürfel, Zitronenschale, Olivenöl und Joghurt dazu geben und nochmals gut pürieren. Mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. Ein paar Korianderblätter abzupfen und die Sauce damit dekorieren.

Die Avocadosauce schmeckt sehr gut zu gegrilltem oder gebratenem Fleisch. Bei uns gab es Entrecote, mit Salz in Butterschmalz angebraten und bei 60 Grad eine Stunde im Ofen ziehen gelassen. Danach erneut in Butterschmalz nachgebraten und mit schwarzem Pfeffer und Salz gewürzt.