Samstag, 15. Dezember 2018

Rezension: Wohl bekam's! In hundert Menüs durch die Weltgeschichte

Manchmal darf es schon ein bisserl Neugierde nach dem Blick hinter die Kulissen sein. Diese charmante menschliche Schwäche wird heute wunderbar von der Boulevard-Presse und instagram-Veröffentlichungen abgedeckt. So kann man leicht erfahren, was bei aktuellen royalen und prominenten Hochzeiten serviert wurde. Aber, was bekamen die Gäste bei wichtigen Ereignissen zu essen, als die Informationsdichte noch nicht so hoch war? Dieser Frage geht das wunderbare Buch "Wohl bekam's! In hundert Menüs durch die Weltgeschichte" auf den Grund.


Die Weltgeschichte aus Sicht der Kulinarik beginnt 879 v. Chr. mit einem Menü anlässlich der Einweihung einer neuen Residenz durch König Assurnasirpal II und das ist imposant. Da ist die Rede von 500 Gazellen, 10.000 Springmäusen, 100 Krüge Butter aus Büffelmilch , 100 Krüge Honig oder 10 Eselslasten Kümmel. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt, was für die geladenen 69.574 Gäste serviert wurde.

Wie bescheiden liest sich dagegen das 100. Menü zur Hochzeit der Sopranistin Isabelle Rejall und Tobias Roth (einer der beiden Herausgeber) am 1. Juni 2018 in München. Da gab es Brot mit Basilikumcrème, Currycrème und Obatzda. Die Vorspeise bestand aus verschiedenen Salate mit Zutaten aus dem eigenen Garten. Der Jahreszeit angemessen drehte sich ein ganzes Spanferkel am Spieß und wurde begleitet von Krautsalat, Kartoffelsalat, Kartoffelknödel und Biersauce. Den süßen Abschluss bildete eine Sachertorte mit Cassisganache. Das klingt nach einer gelungenen Feier im Garten und inspiriert zur Nachahmung.

Dazwischen ist viel passiert und es gibt unendlich viel zu entdecken bei Menüs, die sich eher abenteuerlich lesen und Menüs, wo man das Gefühl hat, das könnte man sogar einmal nachkochen. Amüsant zu lesen sind auch die kleinen Essays, die jedes Menü in einen zeitlichen Kontext stellen. Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet, mit vielen kleinen Zeichnungen, wie sie auch auf dem Titel zu finden sind.

Fazit:
"Wohl bekam's! In hundert Menüs durch die Weltgeschichte" ist ein wunderbares Buch zum kulinarischen Schmökern und Staunen. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken und wer Freude daran hat mit speziellem Wissen, wie was Elvis Presley den Beatles servierte oder was Prinzessin Dianas letztes Abendessen war, zu glänzen, der findet viel Material.

Donnerstag, 13. Dezember 2018

Ein Menü von Joshua Leise und Johannes Maria Kneip im Restaurant Mural, München

So langsam tut sich was, im kulinarischen München. Mich freut das sehr, weil es notwendig wird, die Spitzengastronomie in der Stadt zu beleben. Es gibt hier einige institutionelle Schwergewichte, um die ich auch sehr froh bin, aber gerade hier haben wir Verluste zu beklagen. Um so mehr freut es mich, dass da neue zarte Pflänzchen wachsen und dazu möchte ich unbedingt das Restaurant Mural in der Altstadt nennen.

Noch ist es ein Geheimtipp, aber ich wünsche mir, dass es bei Menschen, die gerne und gut essen, ganz selbstverständlich in die Auswahl kommt, wenn die Frage aufkommt, wo man sich demnächst einen schönen kulinarischen Abend gönnt.

Es liegt etwas versteckt zwischen Marienplatz und Sendlinger Tor, in einer Gegend, wo sich die Touristen nicht verlaufen. Am besten orientiert man sich am MUCA, dem Museum of Urban and Contemporary Artl, denn der Eingang ist von der Straße nach hinten versetzt. Wir waren beim ersten Mal auch unsicher, wo es genau ist.

Das Mural ist eine wunderbare, entspannte Mischung aus fine dining-Restaurant und Museumscafé. Darin liegt der Reiz des Ambientes, das für München ungewöhnlich unprätentiös ist, und den großartigen Spagat, den die Köche leisten. Bereits morgens starten sie mit feinen Frühstücksgerichten, jenseits von Smoothie und Bowl und bieten mittags kleine, saisonale Gerichte an. Damit ist es auch eine gute Alternative, wenn man tagsüber in der Altstadt etwas essen möchte.

Abends drehen die beiden jungen Küchenchefs Jushua Leise und Johannes Maria Kneip so richtig auf und zeigen mit ihrem Menü, was sie können. Ihre Kompetenz konnten beide bereits bei Johannes King auf Sylt unter Beweis stellen. Danach holten sie sich den "letzten Schliff" im Berliner Sternerestaurant Facil bzw. bei Jan Hartwig, der seit letztem Jahr mit drei Sternen ausgezeichnet ist.

Ganz besonders viel Spaß macht auch die Weinbegleitung, die der Sommelier Wolfgang Hingerl anbietet. Oft findet man in Spitzenrestaurants die gesamte Bandbreite der VDP-Weingüter, um so interessanter ist es, wenn die Weingüter individuell ausgesucht wurden. Und so kommen im Mural hauptsächlich naturbelassene Weine ins Glas, die sich sehr gut mit der produktorientierten Küche ergänzen.

Huchen - Dill

Lauch - Walnuss - Birne
Saibling
Billesberger Ei, | Senf | Petersilie 


Malzbrot - Kartoffelkas - Perlzwiebel 


Kürbis
Waldpilze | Pumpernickel | Sauerklee 


Zander
Kalbszunge | Estragon | Erdnuss


Mangaltiza
Kotelett | Brennessel | Pastinake | Ingwer 


Maishendl
Wacholder | Kohlrabi | Speck

Käseauswahl


Gerstengras
gestockte Wintermilch | Kürbiskernöl


Haferwurzel
Sanddorn | weiße Schokolade | Tahiti Vanille

Petit fours

Dienstag, 11. Dezember 2018

Salsiccia mit Feldsalat und Kartoffelknusper

Manchmal muss es eben schnell gehen und da essen wir gerne ein Gericht mit Wurst. In der Schweiz habe ich es gelernt, Hauptgerichte mit Wurst zu schätzen. Wo es bei uns hauptsächlich Weißwurst mit Breze, Wiener mit Kartoffelsalat oder Currywurst mit Pommes gibt, werden in der Schweiz richtig kreative Gerichte angeboten.

Diese Tradition wollte ich aufgreifen und ein schnelles, aber trotzdem sehr schmackhaftes Wurst-Gericht vorstellen. So etwas mache ich gerne, wenn es schnell gehen muss und das Besondere daran war für uns, dass die Kartoffeln aus dem eigenen Garten kamen. Leider habe ich nicht herausgefunden, welche Sorte es ist. Sie haben sich sozusagen eingeschlichen, weil ich verdorbene Kartoffeln in den Kompost gegeben habe und sie sich dort so prächtig entwickelt haben, dass Herr bushcook sie in ein Beet gesetzt hat. Sie hatten eine rote Schale und viel Stärke. Im Püree und gedämpft schmeckten sie uns nicht, aber gebraten wurden sie sehr knusprig und richtig aromatisch.



Salsiccia, die würzige italienische Wurst, gibt es bei uns öfter. Inzwischen wird sie mit unterschiedlichen Aromen angeboten. Wir bevorzugen die klassische Variante mit Fenchel und dazu hat uns der Spätburgunder Rosé "Pretty in Pink" von Désirée Eser sehr gut gefallen.




für 2 Personen

4 Salsiccia
Rapsöl
Butter
2 Kartoffeln
Meersalz
Feldsalat
Apfelbalsam
Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Salsiccia rundum mit einer Gabel einstechen. Das macht man, damit das Fett der Wurst austreten kann und sie somit im eigenen Fett brät. Wenig Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Wurst bei kleiner Hitze von allen Seiten knusprig braten.

Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden. Ein Stück Butter in einer zweiten Pfanne erhitzen, bis sie schaumig wird und die Kartoffelwürfel hineingeben. Regelmäßig schwenken und knusprig braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und leicht salzen.

Den Feldsalat waschen und trocken schleudern. Aus Salz, Pfeffer, Apfelbalsam und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren.






Sonntag, 9. Dezember 2018

Chef's Choice Menu von Philip Jaeger in der Bavarie, München

Die Restaurant-Szene in München ist in Bewegung, wie schon lange nicht. Es tut sich viel und es gibt immer mehr schöne Möglichkeiten genussvoll essen zu gehen. Leider mussten wir einen weniger schönen Anlass nutzen, um endlich in der Bavarie (im ersten Stock der BMW-Welt) essen zu gehen. Der Küchenchef Philip Jaeger wechselt zum Ende des Jahres von München nach Stuttgart und so wurde es höchste Zeit, wenigstens zum Abschied einmal bei ihm gegessen zu haben.

An einem Freitagabend waren wir da, um sein "Chef's Choice Menu" zu erleben und verbrachten einen sehr schönen Abend, auch wenn ein wenig Wehmut dabei war. Ganz besonders viel Spaß hat es gemacht, dass Philip jeden Gang persönlich an den Tisch gebracht und erklärt hat. Wer noch in den Genuss kommen will, der muss sich etwas beeilen, da es nicht mehr viele Freitage in diesem Jahr gibt.

Der positive Effekt des Ganzen ist, dass es jetzt zwei Möglichkeit für ein Willkommensmenü gibt. Das ist nächstes Jahr beim neuen Küchenchef der Brasserie genauso möglich, als auch bei Philip im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart.


Brotkorb und Aufstrich


Lackierter Aal | Blaukraut | Dashi


Gebratene Jakobsmuschel | Kraut | Topinambur | Verjus


Wildschweinragout | Kürbis | Salzzitrone


Poltinger Lammrücken | Fenchel | Steckrübe | Oxalis


Brombeere | Mascarpone | Honigbrot


Florentiner zum Espresso

Freitag, 7. Dezember 2018

Gebratener Tofu mit Gemüse und Erdnußsauce aus Rezepte meines Lebens von Alfred Biolek

Zu der Zeit, als Alfred Biolek prominente Gäste, in seiner Sendung alfredissimo!, einlud, mit ihm zu kochen, da waren die asiatischen Aromen in deutschen Haushalten noch sehr exotisch. Schon damals hat mich diese Mischung aus hochwertigen Zutaten, deutschen Weinen und der "Duft der großen weiten Welt" sehr fasziniert und ich war regelmäßige Zuseherin.

So hat es mir viel Freude bereitet, dieses Rezept mit Gemüse und Tofu aus dem Wok und der Erdnußsauce aus dem aktuell erschienenen Kochbuch "Die Rezepte meines Lebens" von Alfred Biolek nachzukochen. Und, es schmeckt immer noch so gut, wie damals. Und vegan ist es auch noch, obwohl das damals kein Thema war.

Meine Rezension ist hier zu finden.



für 4 Personen

100 gr. Erdnüsse, geschält und ungesalzen
1 EL brauner Zucker
1 EL rote Currypaste
400 ml Kokosmilch
5 EL Sojasauce oder Tamari
3 frische Zitronenblätter
400 gr. Chinakohl
2 Karotten
10 gr. Zuckerschoten
1 kleiner Brokkoli
400 gr. Tofu
Rapsöl

als Beilage: Reis

Zuerst die Erdnüsse in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten, etwas auskühlen lassen und in der Moulinette mittelgrob mahlen. Den braunen Zucker mit der Currypaste und einem Schuss Kokosmilch in einem kleinen Topf erhitzen. Mit der Kokosmilch ablöschen und gut verrühren. Die Erdnüsse zugeben und alles gut vermengen. Nun bei mittlerer Hitze sämig einkochen lassen und immer wieder umrühren. Am Schluss mit 2 EL Sojasauce abschmecken.

Die Zitronenblätter längs halbieren und dann in ganz dünne Streifen schneiden. Den Chinakohl längs halbieren, den Stunk entfernen und in breite Streifen schneiden. Die Karotten schälen und in schräge, dünne Scheiben schneiden. Den Brokkoli in Röschen trennen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Den Strunk schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zuckerschoten diagonal halbieren.

Den Tofu in gleichmäßige Würfel schneiden und in Pflanzenöl von allen Seiten gleichmäßig goldgelb braten. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Das kann man gut im Wok machen. Danach in dem Öl (evtl. etwas auffüllen) die Karotten, den Brokkoli und die Zuckerschoten anbraten. Das Gemüse herausnehmen und in dem restlichen Öl den Chinakohl gut anbraten und zusammenfallen lassen. Das gebratene Gemüse erneut zugeben und alles bissfest garen lassen. Mit den restlichen 3 EL Sojasauce abschmecken und den knusprigen Tofu unterheben.

Die Zitronenblätter unter die Erdnußsauce rühren und zusammen mit dem Gemüse und Reis servieren.




Mittwoch, 5. Dezember 2018

Rezension: Alfred Biolek - Die Rezepte meines Lebens

In meinem Keller liegt ein Ziegelstein und der ist nicht von irgendeinem Bauprojekt übrig geblieben, der gehört zu meinem Küchen-Equipment. Den habe ich mir vor mindestens 20 Jahren zugelegt, weil er für die Zubereitung des toskanischen Platthuhns von elementarer Bedeutung ist. Dieses Rezept hat mich völlig fasziniert, als ich es in Alfred Bioleks legendärer Kochsendung "alfredissimo" gesehen habe. Wenn es nicht in den "Rezepten meines Lebens" von Alfred Biolek enthalten gewesen wäre, wäre ich sehr enttäuscht gewesen. So war es natürlich Ehrensache, dass der Ziegelstein wieder einmal in die Küche durfte.


Alfred Biolek stammt aus dem Sudetenland und kam kurz nach dem Ende des zweiten Weltkriegs in die Nähe von Stuttgart. Er trat in die Fußstapfen seines Vaters, studierte Jura und promovierte. Sein Kontakt zum Fernsehen begann 1963, als er beim ZDF als Justitiar anfing. Bald wechselte er in den redaktionellen Teil, da ihn diese Arbeit mehr reizte. 1970 zog er nach München und wechselte zur Bavaria Film. Zu seinen ersten großen Erfolgen gehörte die Produktion von "Am laufenden Band" mit Rudi Carrell. Es war unausweichlich, dass er auch vor die Kamera trat. Zu seinen bekanntesten Sendungen zählen Bio's Bahnhof, Boulevard Bio und alfredissimo!, diese charmante Kochsendung, bei der viele von uns zum ersten Mal deutsche Weine und Kochen mit hochwertigen Zutaten wahrgenommen haben. Unvergessen sind die unterschiedlichen Tonlagen, die Alfred Biolek beim Probieren des Gerichts, des Gastkochs machte, um auch unangenehme Geschmackserlebnisse positiv darzustellen. Im Herbst 2006 wurde die letzte Sendung dieses Formats aufgezeichnet. Alfred Biolek geniesst inzwischen seinen Ruhestand und lebt in Köln.

Der "große Biolek" liegt vor mir und er ist wirklich ein ganz schön "gewichtiges" Werk, in dem die Rezepte aus der Sendung gebündelt wurden. Die Ausstattung ist hochwertig mit einem Lesebändchen und dem gleichen bronzefarbenen Schimmer am Schnitt, wie auf dem Titel.

Mehr als 600 Rezepte kann man in diesem Buch entdecken. Da ist jede Art von Kategorie und jede Lebenslage abgedeckt. Saucen, Dips & Fonds, Salate, Appetizer & Vorspeisen, Suppen & Eintöpfe, Kleine Gerichte, Gemüse, Aufläufe & Gratins, Beilagen, Pasta & Risotti, Fisch & Meeresfrüchte, Geflügel, Fleisch, Lamm, Wild und Desserts lauten die Rezeptkapitel. Zu Beginn eines Kapitels werden einige Gerichte mit einem Foto vorgestellt. Danach folgen die Rezepte, die grundsätzlich für 4 Personen ausgelegt sind. Manche haben ein kleines Symbol für vegetarisch bzw. für eine längere Vorbereitungszeit. Ansonsten sind sie eher schlicht gehalten mit einer Zutatenliste und einer Zubereitungsbeschreibung. Besonders charmant finde ich die Texte, in denen noch einige persönliche Erläuterungen enthalten sind. Da höre ich ihn fast sprechen....

Im Anhang sind alle Rezepte noch in einem alphabetischen Rezeptregister aufgelistet.

Was soll man kochen, wenn die Auswahl aus 600 Rezepten hat? Gesetzt war natürlich das toskanische Platthuhn und ansonsten bin ich so vorgegangen, wie ich dieses Kochbuch einschätze, als praktischen Begleiter für die gepflegte Alltagsküche. Und in meinem Alltag gab es einen Kürbis aus dem Garten, der verkocht werden sollte. So entschied ich mich für die Kürbis-Papaya-Suppe. Außerdem hatte ich wieder mal Lust auf asiatische Aromen. Deshalb kam der gebratene Tofu mit Gemüse und Erdnußsauce auf den Tisch.

Alle drei Gerichte haben sich einfach und schnell umsetzen lassen. Die Papaya gibt dem Kürbis eine frische Note. Das merke ich mir für das nächste Mal. Tofu, Gemüse und Erdnußsauce schmeckten genauso, wie ich es erwartet hatte. Das war sozusagen ein gerne gegessener Geschmack und das Platthuhn ist sowieso toll. Besonders die Sauce, die dabei entsteht ist sehr fein.                                                                                                                                                                                                         

Kürbis-Papaya-Suppe,

bei der Kürbis- und Kartoffelwürfel in Gemüsebrühe gegart und mit Papayawürfel fein püriert und mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika, Cayennepfeffer und Sahne abgeschmeckt werden.
Gebratener Tofu mit Gemüse und Erdnußsauce

















Toskanisches Platthuhn, ohne Ziegelstein nicht realisierbar :-)

Das Huhn kommt mit Rosmarin, Salz, Pfeffer und Ziegelstein in den Ofen. Nach der halben Garzeit wird es mit einer Mischung aus Olivenöl und Zitronensaft bestrichen. Der Bratensatz wird mit Weißwein gelöst und mit Butter gebunden.











Fazit:
"Rezepte meines Lebens" ist so ein Kochbuch, das man am liebsten mitgeben möchte, wenn ein Kind flügge wird. Es ist eine ideale Sammlung von Rezepten, in der man immer etwas passendes findet. Egal, ob es mal schnell gehen soll oder man gerne Gäste einlädt. Egal, ob es Gerichte aus Deutschland, Europa oder dem asiatischen Raum sind. Man kann es durchaus als Standardwerk für ganz normale und bekannte Gerichte aus dem Alltag sehen. Wichtig für solche Rezepte ist, dass sie gut funktionieren, dass man die Zutaten einfach kaufen kann und, dass sie schmecken. Und das erfüllen sie. Für Fans der Sendung, und da gibt es immer noch sehr viele, wie ich festgestellt habe, ist es ein sehr schönes Geschenk.


Montag, 3. Dezember 2018

Weihnachtsgeschenke für Kochbegeisterte

Bei manchen ist es absolut verpönt Koch-Utensilien an Weihnachten zu verschenken. Das ist bei Hobbyköchen ganz anders. Die freuen sich über schöne Dinge, mit denen sie ihr Hobby ausleben können. Bei mir ist das auch so und in meiner Küche sind viele Dinge, die ich einmal zu Weihnachten bekommen habe und über die ich mich heute noch freuen und sie regelmäßig benutzen kann.

Neben meinen Empfehlungen für Kochbücher, ist es zu einer schönen Gewohnheit geworden, auch diese Dinge als Weihnachtsgeschenke zu empfehlen.


Weihnachtsgeschenke für Kochbegeisterte 2017
Weihnachtsgeschenke für Kochbegeisterte 2016


Santoku-Damastmesser von Chroma
aus der Serie Dorimu:




Ein Messer ist kein Küchengerät, es ist ein guter Freund in der Küche und, bei guter Pflege, hat man es ein Leben lang. Ich bevorzuge die Messer mit einer Klinge in der Santoku-Form. Damit geht mir der schnelle Wiegeschnitt gut von der Hand. So ein Messer darf schon einmal besonders hochwertig und schön sein, wie dieses Santoku-Messer mit einer Damast-Klinge mit 64 Lagen und einem Griff aus Eisenahorn. Da ich gerne auch einmal außerhalb der eigenen Küche koche, schätze ich besonders die Holzbox, die dazugehört. Damit kann ich es überall unkompliziert und geschützt mitnehmen.



Friteuse Oleoclean Pro von Tefal:

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Neben Geschmack ist mir die Konsistenz von Gerichten wichtig. Ich esse sehr gerne knusprige Dinge und in der letzten Zeit habe ich immer mehr frittiert. In Ermangelung einer Fritteuse habe ich das lange Zeit in einem Topf gemacht, weil es kein Gerät gab, mit dem ich mich so richtig anfreunden kann. Jetzt habe ich sie entdeckt, die Fritteuse, die die beiden größten Nachteile im Griff hat. Wie reinige ich das Ding, ohne ewig zu schrubben? Bei der Oleoclean Pro ist das ganz einfach. Man baut sie auseinander und kann (fast) alles in die Spülmaschine stecken. Das geht so einfach, dass ich es sogar intuitiv geschafft habe, ohne die Bedienungsanleitung zu lesen. Damit habe ich es ja nicht so. Und was mache ich dann mit dem Öl? Auch hier ganz einfach. Man kann das Öl durch einen Filter in den darunter liegenden Auffangbehälter abfließen lassen. Dadurch wird es gereinigt und es kann sogar (wenn man das will) im Kühlschrank aufbewahrt werden. Ach ja, frittieren tut sie auch noch ganz wunderbar und der Garkorb kann zum Abtropfen am oberen Rand eingehängt werden. Die gewünschte Gradzahl kann eingestellt werden und einen Timer gibt es auch noch. Über den werde ich vielleicht einmal in der Bedienungsanleitung nachlesen. Ich frittiere lieber so nach Gefühl und Prüfung durch Augenschein. Das geht gut, weil man den Korb jederzeit herausheben und wieder in das heiße Öl absenken kann.



Champagner-Set von Vagnbys

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Zu Weihnachten darf es ruhig ein bisschen luxuriös sein, wobei wir uns eher gute Tropfen, als gutes Essen gönnen. Wir nutzen die Vorweihnachtszeit schon, um schön Essen zu gehen und an den Feiertagen leben wir aus dem Vorrat und dem Tiefkühler. Damit vermeide ich den Stress und das Chaos beim Einkaufen. Dafür öffnen wir die ein oder andere sehr gute Flasche. Für heuer steht schon ein edler Champagner im Keller bereit. Dazu passt sehr schön dieses dreiteilige Champagner-Set, bestehend aus Ausgießer, Verschluss und Öffner (von links nach rechts. Es ist so elegant, wie funktional. Kein Wunder, denn Vagnbys ist eine dänische Firma und steht für gutes Design.



Kleine All Clad- Sauteuse

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Meiner Meinung nach gehört mindestens eine Sauteuse in  jeden Haushalt. Gerade wenn ich eine kleine Menge habe, greife ich automatisch zur Sauteuse, statt zum Topf. Man kann sie so schön am Stiel anfassen, bewegen und das Gargut schwenken. In einem 2-Personen-Haushalt macht es Sinn eine kleine Sauteuse zu verwenden, um eine Flüssigkeit zu reduzieren. Die konische Form ist dafür ideal, weil die Oberfläche oben weiter ist. Bei der Umstellung auf einen Induktionsherd vor ein paar Jahren musste ich alle meine Töpfe austauschen und ich war mit dem damals angeschafften Topfset nicht zufrieden. Im Lauf der Jahre habe ich mir immer mehr All Clad-Töpfe angeschafft, die so kochen, wie ich mir das vorstelle. Die Hitze wird gleichmäßig verteilt und auch gehalten. Wenn man auf sie acht gibt und sie nach dem Kochen etwas einweicht und mit Spülmittel reinigt hat man lange Freude daran. Mein letzter Neuzugang war diese kleine Sauteuse mit einem Fassungsvermögen von 0,9 Liter und einem Durchmesser von 16,5 cm.



Gewürzmühle von Microplane

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Wer eine Microplane-Reibe daheim hat, kennt bereits die einfache Handhabung und das gute Ergebnis. Dieses Prinzip wurde nun auf eine Gewürzmühle übertragen. Dabei ist die Funktion ganz einfach. Man gibt die Gewürze in die Mühle und drückt eine Art Stopsel darauf, den man dreht. Damit werden die Gewürze auf einer Scheibe im Inneren gemahlen, die genauso aussieht, wie eine Microplane-Reibe am Stab. Das geht einfach, schnell und man erhält eine sehr schöne Konsistenz. Damit kann man jedes Gewürz reiben und auch schnell austauschen. Damit es unten nicht heraus staubt, ist noch ein Verschluss dabei. Eine schöne Geschenk-Idee wäre auch eine geröstete Gewürzmischung im Ganzen zusammen mit dieser Mühle zu verschenken. So kann man die benötigte Menge der Mischung immer frisch reiben.

Sonntag, 2. Dezember 2018

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten

Wie jedes Jahr stelle ich sehr gerne meine Liste für Kochbuch-Empfehlungen zusammen. Vielleicht findet Ihr hier eine Inspiration für ein Weihnachtsgeschenk. Für mich ist es auch immer ein Rückblick auf die Bücher die in diesem Jahr in mein Regal eingezogen sind. In diesem Jahr habe ich mich sehr wenig mit Kochbüchern aus der Sternegastronomie beschäftigt. Das war einmal meiner extremen Zeitknappheit geschuldet, liegt aber auch daran, dass immer weniger Verlage dieses Thema aufgreifen und solche Bücher, die auch ihren Preis haben, auf den Markt bringen. Der Trend geht eher dazu, dass Spitzenköche Bücher mit Rezepten für den Alltag veröffentlichen. Das ist sehr erfreulich und in meiner Lieblingskategorie "gepflegte Alltagsküche" wächst die Auswahl.

Gute Kochbücher kommen nie aus der Mode und meine Empfehlungen der letzten Jahre sind immer noch aktuell.

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2017
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2016
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2015

Ergänzend dazu habe ich auch Empfehlungen für Koch-Utensilien.

Gepflegte Alltagsküche:


Tanja Grandits: Tanjas Kochbuch

In ihrem aktuellen Kochbuch zeigt die Spitzenköchin Tanja Grandits eine Sammlung ihrer Lieblingsrezepte, nach denen sie daheim kocht. Dabei bleibt sie ihrem Farbkonzept und ihrem sicheren Gespür für feinen Geschmack treu. Trotzdem ist es ihr gelungen die Rezepte so zu gestalten, dass sie auch Hobbyköche gut in ihren Alltag einbinden können.

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Petra Hammerstein: zart und saftig

Aufgewachsen im elterlichen Antiquariat hatte meine Freundin Petra schon immer eine Liebe zu historischen Kochbüchern. Was heute nose to tail heißt war damals ganz normal. In ihrem ersten Kochbuch stellt sie feine Alltags-Rezepte aus  aller Welt mit weniger beachteten Fleischteilen vor. Dabei nimmt sie auch Anleihen bei historischen Rezepten und setzt sie gekonnt in die heutige Zeit um.

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Chi Cao Hanh: Dudu Kitchen

Das Berliner Restaurant Dudu steht für eine eigene Mischung aus vietnamesischer, peruanischer, chilenischer und japanischer Küche. Damit sind vier Länderküchen abgedeckt, die gerade Furore feiern. Die Gerichte des Restaurants wurden für den heimischen Herd umgesetzt und mit sehr stimmungsvollen Fotos hinterlegt. Dazu gibt es einen schönen Einblick in den Restaurant-Alltag.


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Sarah Henke: Korea

Die gebürtige Koreanerin wurde als Kleinkind von deutschen Eltern adoptiert. In einer bewegenden Reise durch Korea entdeckt sie ihre kulinarischen Wurzeln zum ersten Mal und berichtet in ihrem Buch darüber. Sie hat traditionelle Alltagsrezepte mitgebracht und hat sich davon für ihr, mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes, Restaurant inspirieren lassen. So finden sich hier Rezepte aus beiden Kategorien und ein schöner Reisebericht in Wort und Bild.

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Alexander Kumptner: Alex kocht

Ein sehr gelungenes Kochbuch eines Spitzenkochs mit dem Fokus auf den heimischen Herd. Die vorgestellten Gerichte kommen aus den Länderküchen rund um den Erdball und aus seiner Familie. Sie sind einfach umzusetzen und haben einen kleinen Dreh, der sie geschmacklich zu einem Erlebnis werden lässt.

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Alfred Biolek:
Die Rezepte meines Lebens


Alfredissimo! Die Sendung mit Alfred Biolek hat Fernsehgeschichte geschrieben und bei vielen Zusehern den kulinarischen Horizont erweitert. Seine Fangemeinde ist heute noch begeistert und erinnert sich gerne. Dieses Buch ist eine breite Sammlung der Rezepte und, wer ein Kochbuch sucht, in dem er immer etwas passendes für alle Lebenslagen findet, ist damit sehr gut beraten.

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Olia Hercules: Kaukasis

Die georgische Küche ist bei uns noch weitgehend unbekannt, aber es lohnt sich sehr, sie zu entdecken. Mit diesem Buch gelingt das ganz besonders gut und man bekommt auch noch einen interessanten Einblick in dieses Land. Die Vorratshaltung nimmt einen breiten Raum ein. So werden Grundzutaten selbst hergestellt und es gibt viele Rezepte zum Einmachen.

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Tarik Rose: Tarik kocht Dich fit

Der Titel ist meiner Meinung nach etwas irreführend. Es geht nicht um typische "Fitness-Rezepte", sondern um sehr kreative und schöne Alltagsrezepte, die nicht an jeder Ecke zu finden sind. Natürlich ist Essen aus frischen Zutaten auch gut für die Fitness. Ich glaube so sollte man es sehen.

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Das besondere kulinarische Buch:


Tobias Roth und Moritz Rauchhaus: Wohl bekam's! 

Was servierte Elvis Presley den Beatles bei einem Besuch in Bel Air? Und welches Menü gab es bei Luis XV am 29. September 1757 im Schloss Choisy? In diesem schönen Buch finden sich 100 Menüs durch die Weltgeschichte und somit eine spannende kulinarische Reise, die Lust macht die Rezepte zu recherchieren und so ein Menü auch einmal daheim anzubieten.

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Caz Hildebrand: Basar der Düfte

Die Autorin stellt die Gewürze kurz und präzise vor. Dazu kombiniert sie Ornamente. Es ist also viel zu sehen und das Buch macht Lust es durchzublättern. Im praktischen Teil gibt es Rezepte für Gewürzmischungen. Sowohl bei den Mischungen, als auch bei den Gewürzen können neue Dinge entdeckt werden.

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Justin Leone:
Weinwissen ohne Bullshit


Der ehemalige Sommelier des Münchner Spitzenrestaurants "Tantris" gilt als Rockstar unter den Weinexperten. Er vergleicht Rebsorten mit Musik und schafft damit einen spielerischen Zugang zum Weinwissen. Das Buch ist besonders geeignet für  den unverkrampften Umgang mit Wein.

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Mikkel Karstad: Gone Fishing

Stimmungsvolle Fotos und außergewöhnliche Rezepte machen dieses Buch zu etwas ganz Besonderem. Der Schwerpunkt liegt auf Fisch-Gerichten und man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen. Die Texte und Rezepte sind auf deutsch.

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Hans Stefan Steinheuer:
Unsere Wurzeln


Die Originalrezepte aus dem Restaurant wurden sorgfältig umgesetzt und sind somit auch für einen erfahrenen Hobbykoch mit guter Küchenausstattung umsetzbar. Zusätzlich lädt der Blick hinter die Kulissen des Familienbetriebs zum Schmökern ein. "Unsere Wurzeln" ist ein sehr schönes Kochbuch für Liebhaber.

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