Montag, 9. Dezember 2019

fine dining in München: Christoph Kunz im Restaurant Alois

In München hat sich so still und heimlich eine Bewegung in der Spitzen-Gastronomie eingeschlichen. Sehr verdiente Küchenchefs gehen in den Ruhestand oder verändern sich. Ihr Platz wird von jungen und sehr gut ausgebildeten Kollegen übernommen. Das passiert eher geräuschlos. Um so schöner ist es dann, wenn so ein junger Küchenchef mit reichlich hohen Bewertungen und Auszeichnungen auf sich aufmerksam macht.

So geschehen, im fine dining Restaurant Alois, des legendären Delikatessenhauses Dallmayr. Dort ist der langjährige und hochdotierte Küchenchef Diethard Urbansky in den verdienten Ruhestand gegangen. Danach folgte eine kurze Umbauphase, um das Restaurant moderner und lässiger zu gestalten. Seinen Platz übernommen hat der ehemalige Sous-Chef Christoph Kunz, der sich in kürzester einen guten Namen erarbeiten konnte. Innerhalb eines Jahres konnte er die beiden Michelinsterne verteidigen, im Gault Millau 17 Punkte erkochen und sich den 6. Platz der 100 besten Köche Deutschlands bei rolling pin sichern.

Das klingt alles sehr beeindruckend, dabei möchte Christoph einfach nur gute Produkte bestmöglich auf den Teller bringen und seine Gäste überzeugen. Unterstützend zur Seite steht ihm der charmante Sommelier und Restaurantleiter Julian Morlat. Der gebürtige Franzose ist ein excellenter Weinkenner, der sein Herz auch für die fränkischen Weine entdeckt hat und den Gästen auch eine kreative alkoholfreie Getränkebegleitung anbietet.


Entrecote-Sandwich mit Essigzwetschgen
Tartelette mit Büsumer Krabben, Orange, Fenchel

kalte Gemüsesuppe, Avodaco

Ora King Lachs, karamellisierter Joghurt, Kohlrabi

Kalb, Pinienkerne, Traube

Sauerteigbrot, Butter

Poverade, Kefir, Ananas

Oktopus, Bittersalate, grüne Olive

Glattbutt, Seeigel, schwarzer Trüffel

Burgaud Ente, Sanddorn, junger Spargel

Cironé, Pistazie, Cedro

Kondensmilch, Pfirsich, Kaviar

Herzkirsche, Kokos, Tasmanischer Pfeffer

Sauerteig, Himbeere, Vanille

Pralinen, Haselnüsse




Samstag, 7. Dezember 2019

Pfirsich-Pfeffer-Chutney vom Roten Weinbergspfirsich

Vor einigen Jahren waren wir genau zu der Zeit an der Mosel, als die Pfirsichbäume Früchte trugen. Unser Winzerfreund Uli Stein hat unterhalb des Hauses viele Bäume stehen und von dort haben wir uns den Roten Weinbergspfirsich mitgebracht. Die Kerne steckten wir daheim in die Erde und kurz danach hatten wir viele kleine Bäume, von denen wir auch viele verschenkt haben. Zwei durften bleiben und sind mittlerweile so groß, dass sie Früchte tragen. Heuer waren es so viele, dass wir sie gar nicht essen konnten. So habe ich mein bewährtes Chutney gekocht und einen Essig angesetzt.

Das Chutney macht etwas Arbeit, da die Pfirsiche dafür geschält werden müssen. Wenn sie perfekt reif sind, dann geht das ganz einfach. Falls man Früchte kauft, muss man sie überbrühen, da man sie nicht in diesem Reifegrad bekommt. Wir essen es gerne zu Ziegenfrischkäse. Wenn es mal schnell gehen muss, freuen wir uns über solche Vorräte. Dann gibt es Feldsalat, mit ein paar Pinienkernen, Ziegenfrischkäse und dieses Chutney.






1 kg Rote Weinbergspfirsiche
40 gr. grüner Pfeffer in Lake
250 ml trockenen Weißwein
150 gr. Zucker

Die Pfirsiche halbieren, schälen und den Kern entfernen. Die Pfirsichhälften fein würfeln.

Den Pfeffer in ein Sieb geben und abtropfen lassen.

Alle Zutaten in einen weiten Topf geben und bei mittlerer Hitze für ca. 45 Minuten einkochen lassen. Zwischendurch immer wieder gut umrühren, damit die Masse nicht anbrennt.

Das fertige Chutney in Gläser geben und diese sofort verschließen.








Donnerstag, 5. Dezember 2019

Kulinarische Zeitreise zum 115. Jubiläum des Hessischen Hofs in Hainburg

Als sich Angie und Robert kennen lernten, waren Angies Kollegen mehr als schockiert. Kein Wunder, arbeitete sie doch als Köchin in der Jolly Roger Cooking Gang und in der Roten Gourmet Fraktion von Ole Plogstedt. Statt Kochjacken trug man schwarze T-Shirts, hörte laute Punkmusik in der Köche und versuchte nach dem Motto zu leben "alles anders, als alle anderen". Auf den ersten Blick schien Robert das genaue Gegenteil zu sein. Er war zwar ebenfalls gelernter Koch, trug aber eine schneeweiße Kochjacke und arbeitete als Leiter der Kochschule von Alfons Schuhbeck. Man munkelte, dass er nicht tätowiert ist und das galt fast schon als der größte Skandal. Die beiden ließen sich nicht beirren und heirateten. Das schönste ihrer Hochzeitsfotos erinnert mit einem kleinen Augenzwinkern an diese Geschichte.



Heute verbinden die beiden auf charmante Art Tradition und Moderne. Sie haben von Angies Eltern Restaurant und Hotel Hessischer Hof übernommen und tragen schwarze T-Shirts mit ihrem Logo. Damit präsentieren sie sich auch jedes Jahr mit einem eigenen Stand auf dem legendären Kulinarik-Festival von Lucki Maurer. Vor acht Jahren haben wir uns dort mitten in der Nacht kennen gelernt, als wir auf ein Taxi gewartet haben. Als es dann kam, waren wir uns einig, dass wir gemeinsam damit ins Hotel fahren und seitdem sind wir befreundet.



Seit 115 Jahren ist der Hessische Hof fest in den Händen der Familie. Angie und Robert betreiben ihn nun in der 4. Generation. Das war natürlich ein willkommener Anlass ein großes Fest zu feiern. Deko- und Bastelqueen Angie konnte ihrer Leidenschaft freien Lauf lassen und hat zum Entree der Gäste nicht nur einen roten Teppich ausgelegt, sondern auch den Eingangsbereich mit unzähligen Fotos aller Generationen und Erinnerungen liebevoll dekoriert. Auch das Festmenü am Samstagabend stand unter dem Motto "Kulinarische Zeitreise 1904 - 2019". Auch die Tische waren aufwändig dekoriert und der Service trug zu jedem Gang ein anderes, in die Zeit passendes, Kostüm. Leider war ich zu langsam, sonst hätte ich gerne auch noch diese Fotos gezeigt.



Zum Start gab es ein Retro(Schul)brot als Erinnerung daran, dass das Gebäude
des Hessischen Hofs einmal eine Schule war.

1. Generation 1904
Soleier mit Grie Soß, Hausmacher-Spießje mit Gürkchen, Handkäs-Salat auf Schieferplatten serviert
2. Generation1946
Festtagseintopf nach Oma Rückers Rezept



3. Generation 1978
Der "Klassiker" das Hochzeit-Schnitzel in Mini-Version mit Salatschnipsel in Dillrahmdressing

4. Generation "Angie" seit 2011:
Butterlachs auf Thunfisch-Avocado-Tatar mit Sauerrahmschaum

4. Generation "Robert" seit 2011
Zweierlei vom Weiderind: geschmortes Ochsenbäckchen und Tranche vom Rinderfilet in
Barolosauce mit Kartoffel-Zitronenstampf und Vanillekarotten

4. Generation "Zukunftsmusik"
Dessertbuffet: Höher, schneller, weiter. Jetzt, hier und heute

4. Generation "Zukunftsmusik"
Dessertbuffet: Höher, schneller, weiter. Jetzt, hier und heute

Die Feierlaune der Gäste und Mitarbeiter war auch am nächsten Tag ungebrochen. Robert und Angie hatten zum Brunch geladen. Freunde, Stammgäste, Vertreter aus der Politik (wie der Bürgermeister Alexander Böhn, der Landrat Oliver Quilling und der Vizepräsident des Landtages Frank Lortz) waren alle da und hatten viel Spaß. Dafür sorgten nicht nur die köstlichen Häppchen des flying buffets, sondern auch der charmante Zauberer Andreas Fleckenstein und die schwungvolle Gardetanzgruppe "Blue Fire".



Glasnudelsalat mit Wasabi-Erdnüssen
Kleines "Zwiebelkuchen-Gedeck"
Hühnchensalat 70er Jahre Style
Allerlei Wraps "bunt gemischt"
Kürbiscremesüppchen mit Croutons
Wagyu-Burger vom Schmackofatz
Apfelwein-Ravioli mit Karamellnüssen
Pommes mit Trüffelmayo

Dienstag, 3. Dezember 2019

fine dining in Frankfurt: Mario Lohninger im Restaurant Lohninger

Wenn wir in Frankfurt sind, ist ein Besuch im Restaurant Lohninger Pflichtprogramm. Genauso ist es Pflichtprogramm die handgemachten glutenfreien Spaghetti von der Chitarra zu essen. Wenn die Saison passt, gibt es sogar noch Trüffel dazu. Mehr Nudel-Glück geht nicht.

Mario und seine Eltern Erika und Paul sind Österreicher. Das merkt man gleich an der Herzlichkeit und an den heimatlich geprägten Gerichten der Menükarte. Eine Remineszenz an Marios Jahre in Japan, Thailand und den USA sind die Gerichte auf der Karte, die unter dem Begriff "Welt" zusammengefasst sind. Der Gast kann sich daraus einen spannenden Mix zusammenstellen.

Bei unserem letzten Besuch wurde uns das Hendl sehr ans Herz gelegt und es war ein ganz besonderes Erlebnis, als das gegarte Huhn noch am Tisch flambiert und tranchiert wurde. Es ist leider sehr selten geworden das Kellnerhandwerk so zu erleben.

Der Gault Millau hat für den Familienbetrieb 17 Punkte vergeben, weshalb der Guide Michelin noch nicht aufmerksam geworden ist, ist mir ein Rätsel. Aber, man muss ja nicht alles verstehen.


Kürbissuppe mit steirischem Kernöl

Yellowfin Tuna Sashimi, Edamame-Tofu-Creme, Shiso-Gurkensalat, Matsuhisa-Dressing

Hausgemachte neapolitanische Chitarra-Spaghetti, Ein-Stunden-Bio-Dotter, weißer Trüffel aus Alba

„Kikok“ Maishendl, wilder Brokkoli, geschmorte Schalotten, Ahornjus



Traubensorbet, Haselnuss, Sancho-Pfeffer

Sonntag, 1. Dezember 2019

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten

Kaum vorstellbar, der Kochbuchmarkt ist noch immer nicht gesättigt. So sprach der Jury-Vorsitzende Denis Scheck, anlässlich der Verleihung des Deutschen Verlagspreis für den Hädecke Verlag, sogar von einer "Wüstenei der Kochbuchszene". Das hat hohe Wellen geschlagen, nur so unberechtigt ist diese Aussage nicht. Ich bin jedes Jahr wieder völlig erstaunt, was da alles erscheint und kann mir kaum vorstellen, wer das kaufen soll. Aber es wird gekauft und einige Jahre später werden mit genau diesen Büchern ebay und die Kochbuch-Verkaufsgruppen überflutet. Deshalb erscheint es mir umso wichtiger sinnvolle und gut gemachte Kochbücher zu kaufen.

Für meine Empfehlungen zu Weihnachten wähle ich immer Bücher aus, die ich im laufenden Jahr rezensiert habe und die mir besonders gut gefallen haben. Dazu kommen Bücher, die erst jetzt im Herbst erschienen sind und ich noch keine Rezension geschrieben habe. Einige dieser Rezensionen sind bereits fertig und werden demnächst auch veröffentlicht. Noch ein kurzes Wort zu Rezensionen. Ich gebe mir da Mühe und verschaffe mir einen eigenen Eindruck. Deshalb brauche ich auch etwas länger dafür. Immer öfter sehe ich Veröffentlichungen, die eine Mischung aus Pressemitteilung und Klappentext sind. Das ist schade, aber wohl dem Trend der schnellen Oberflächlichkeit geschuldet. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf Bücher gelegt, die nicht an jeder Ecke zu sehen sind und bejubelt werden.

Nach dem Zusammenstellen dieser Liste, war ich selbst erstaunt, dass da 24 Bücher zusammen gekommen sind. Man könnte fast einen Adventskalender daraus machen. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich zusätzlich Anregungen aus den Empfehlungen der letzten Jahre holen.

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2018
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2017
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2016
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2015

Gepflegte Alltagsküche:


In
Bernie Rieder: Pollo d'Oro
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Wer gerne Huhn isst, sollte dieses Buch haben. Es startet mit einer detaillierten Beschreibung in Wort und Bild, wie man ein Huhn zerlegt. Danach gibt es Rezepte, für ein Menü aus einem Huhn und dann folgt eine pralle Sammlung mit Gerichten, die man mit Huhn kochen kann. Bernie ist Profi-Koch und hat u. a. mit Eckard Witzigmann gearbeitet. Er verfügt über die seltene Gabe, Rezepte für den Hobbykoch aufzubereiten.
In Andreas Caminada: Pure Leidenschaft: Meine einfache Küche
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In seinem ersten Kochbuch stellt der Schweizer Spitzenkoch traditionelle Rezepte aus seiner Heimat Graubünden vor. Es war ihm ein Anliegen, bei seiner Interpretation besonders sorgfältig vorzugehen, um den besten Geschmack zu erreichen. Somit ist das Buch eine Sammlung schöner Gerichte, die der Hobbykoch daheim gut nachkochen und Gäste überzeugen kann.
In Mikkel Karstad: Immergrün: Die nordische Gemüseküche
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Dieses Buch erfüllt viele Ansprüche. Es ist optisch und haptisch sehr ansprechend. Im Fokus stehen verschiedene Gemüsesorten, zu denen es köstliche Rezept-Ideen aus der nordischen Küche gibt. Wer auf hohem Niveau und mit Gelinggarantie Gemüse auf den Tisch bringen will, hat mir diesem Buch sehr viel Freude. Der Autor hat u. a. auch im Restaurant Noma in Kopenhagen gearbeitet.

In Cettina Vicenzino: Sizilien in meiner Küche
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Dieses Buch ist mehr, als ein Kochbuch, da die gebürtige Sizilianerin die kulinarische Kultur ihrer Heimat näher bringen will. Die italienische Küche ist eine sehr regionale Küche mit speziellen Eigenheiten. In diesem Buch kann man typische und bei uns unbekannte Rezepte und spezielle Zutaten kennen lernen. Wer sich einlässt, kann viel über die Menschen und die Geschichte erfahren und bekommt auch noch einen kulinarischen Reiseführer dazu.
In Gabi Kopp: Meze ohne Grenzen: Rezepte, Geschichten, Menschen
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Dieses Buch ist eine opulente Sammlung von kleinen Meze-Gerichten aus der orientalischen Küche. Die Rezepte sind liebevoll illustriert und dazu werden immer wieder kleine Portraits von Menschen aus diesen Regionen eingestreut. Wer nur ein Kochbuch über diese Art von Vorspeisen haben möchte, dann dieses bitte.


In Yohanis Gebreyesus: Ethiopia: Rezepte aus einem einzigartigen Land
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Die äthiopische Küche ist hier noch eher unbekannt, dabei handelt es sich um eine der wenigen afrikanischen Küchen, die total eigenständig sind. Dieses Buch ist das einzige in deutscher Sprache, das ich kenne, und es ermöglicht einen guten Einstieg in die besonderen Zutaten und Zubereitungen dieser Küche, die sehr würzig und geschmackvoll ist.
In Claudio del Principe: al forno: Alles aus dem Ofen: Unkompliziert. Überraschend. Unwiderstehlich gut
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Im Alltag koche ich sehr gerne im Backofen, weil man eine kurze Vorbereitungszeit hat und während der "Ofenzeit" andere Dinge tun kann. Deshalb ist das schön gestaltete Buch von Claudio mein Überraschungsbuch in diesem Jahr gewesen. Er zeigt, wie man  Gemüse, Fisch, Fleisch, Süßes und Snacks schmackhaft im Ofen zubereiten kann.
In Mathias Gfrörer: Gutsküche: Geschmack ist meine Heimat
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Wer gerne Gäste bewirtet, findet in diesem Buch viele schöne Rezepte mit regionalen Zutaten. Zusätzlich erklärt Mathias anschaulich handwerklichen Schritte. Zu allen vier Jahreszeiten finden sich Rezepte für feine Gerichte, die gut nachkochbar sind. Portraits von Produzenten und viele stimmungsvolle Fotos sorgen dafür, dass man das Buch gerne in die Hand nimmt und darin blättert.
In Marianus von Hörsten: Meine Hofküche: Regional, saisonal und richtig lecker
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Aufgewachsen ist Marianus auf dem elterlichen Hof in der Lüneburger Heide. Vor kurzem hat er den Kochwettbewerb "Next Chef" für sich entschieden und in Hamburg eines der spannendsten Restaurants eröffnet. Sein Kochbuch zeigt, wie man mit regionalen und saisonalen Produkten kreative Gerichte auf den Tisch bringt.

In Hans Jörg Bachmeier: Heimat schmeckt am besten
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Sein Restaurant liegt im Herzen von München und im Bayerischen Fernsehen stellt er seine Rezepte vor. Hans Jörg Bachmeier steht für eine wunderbare Mixtur aus klassischer französischer Küche, bayerischen Traditionsgerichten und mediterranen Einflüssen. Das alles kann er so aufbereiten, dass das Nachkochen daheim kein Problem ist. In diesem Buch stellt er auch noch Produzenten und fast "ausgestorbene" Handwerke vor.
In Nelson Müller: Heimatliebe: Meine deutsche Küche
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Mit diesem Buch hat sich Nelson Müller, der in Schwaben aufgewachsen ist, zur Aufgabe gemacht typisch deutsche Traditionsrezepte in moderne Rezepte mit Anspruch zu übersetzen. Diese alten Gerichte geraten immer mehr in Vergessenheit und es lohnt sich, sie auf diese Weise wieder in Szene zu setzen. Wer typisch deutsch kochen möchte und auf eine feine Aromatik Wert legt, wird an diesem Buch Freude haben.

In Holger Stromberg: Manege frei für kleine Köche
Link zum Buch

Die Liebe zum guten Essen lernen Kinder nur daheim und dieses Wissen mitzugeben wird immer wichtiger. Als Vater eines kleinen Sohns ist es Holger Stromberg ein Anliegen, dass Kinder schon früh etwas über Lebensmittel lernen. In diesem Buch erfahren sie spielerisch was gute Lebensmittel bedeuten und können mit den kindgerecht aufbereiteten Rezepten erste Erfolge am Herd feiern.

Kulinarische Reiseführer:


In Franz Kotteder: Der Tegernsee: Eine kulinarische Reise
Link zum Buch

Die Schönheit des Tegernsee ist deutschlandweit bekannt und zieht sehr viele Besucher an. Auch kulinarisch ist dort einiges geboten. Dieses Buch stellt vom Gourmet-Restaurant mit drei Sternen bis zum gemütlichen Gasthaus alles vor, was es sich lohnt zu besuchen. Dazu gibt es Rezepte der typischen Gerichte, viele stimmungsvolle Fotos und Texte, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Auf der Basis lassen sich sehr viele kulinarische Reisen an den Tegernsee zusammen stellen.
In Patrick Hemminger: Wein an Rhein und Main - Kurze Wege zu guten Tropfen
Link zum Buch

Deutsche Weine haben leider im eigenen Land noch nicht den Ruf, den sie eigentlich verdienen. Es gibt sehr viel zu entdecken und hierbei hilft das handliche Buch des renommierten Wein-Journalisten. Er stellt Weingüter im Rheingau, Rheinhessen, Churfranken, an der Hessischen Bergstraße und der Nahe vor. Mit diesem praktischen Ratgeber ausgestattet, steht einer kulinarischen Reise nichts mehr im Weg.
In 100 Genussorte in Bayern: Ein kulinarischer Reiseführer
Link zum Buch

In Bayern gibt es noch viele kleine Produzenten und kulinarische Handwerksbetriebe. In ihren Heimatorten sorgen sie oft dafür, dass in Kooperation mit Köchen oder Läden Genussorte entstehen. Es lohnt sich, solche Kleinode zu entdecken und überfüllten Massenzielen zu entgehen. Dieser genussaffine Reiseführer stellt 100 Orte aus allen 7 bayerischen Regierungsbezirken vor und zur besseren Planung der Reise liegt auch noch eine Karte bei.

Das besondere kulinarische Buch:


In Sebastian Frank: kuk [cook]
Link zum Buch

Im Berliner Restaurant Horvath hat Sebastian Frank zwei Sterne erkocht. Der gebürtige Öster-reicher serviert dort Menüs, die sich an der traditionellen Küche seiner Heimat Österreich orien-tieren. Dabei bedient er sich einer stringenten Reduktion auf das Wesentliche. An manchen Stellen wirken seine Rezepte fast schon unwirklich einfach. Man muss verstehen, was wirklich dahinter steckt und die Auseinandersetzung lohnt sich. Hier kann der ambitionierte Hobbykoch viel über den Umgang mit Produkten lernen.

In Antje de Vries: Abenteuer Geschmack!
Link zum Buch

Hier geht es um Geschmack. Da wurde nicht nur bei den Rezepten ein Augenmerk gelegt, wie der Geschmack von einzelnen Produk-ten bestens in Szene gesetzt werden kann. Es gibt auch einen lehrreichen und interessanten Theorieteil, wie Geschmack über-haupt funktioniert und wie man Geschmack erleben kann. Die Rezepte sind von unterschiedlichen Länderküchen inspiriert und mit gut erhältlichen Zutaten umsetz-bar. Damit kommt einfach und schnell mehr Geschmack in den Alltag.
In Nele Marike Eble: Edle Pralinen handgemacht: 1001 Aromen von Schokolade & Co.
Link zum Buch

Schokolade hat, je nach Kakao-gehalt unterschiedliche Aromen. Danach richten sich die Pralinen-rezepte der Autorin und die Pralinen sind kleine Meisterwerke. Das Buch vermittelt viel Wissen über den Rohstoff Schokolade, die Kunst Pralinen zu machen und passende Rezepte dazu. Wer bereits Erfahrungen zu diesem besonderen Naschwerk gemacht hat, kann nun noch tiefer in die Materie eintauchen.
In Ingo Holland und Cathérine Jamin: Apéro - Ein leichtfertiger Genuss
Link zum Buch

Für dieses Buch haben sich der deutsche Gewürzpapst und eine Spitzen-Patissière aus Frankfurt zusammengetan. Herausgekommen ist ein opulentes Kochbuch, das kleine Gerichte zum Apero mit dem passenden Getränk vorstellt. Der Bogen spannt sich dabei von pikanten Kleinigkeiten bis zum Gebäck. Wer die Apero-Kultur pflegen möchte, sollte dieses Buch im Regal stehen haben.
In Stefanie Hiekmann: Koch was draus!: Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern
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Die Autorin hat dem Who's who der deutschen Spitzenköche fünf Zutaten an die Hand gegeben. Was sie daraus gezaubert haben, zeigt das Handwerk und die Kreativität eines ausgebildeten Kochs. Zusätzlich stellt sie die Köche und ihre Restaurants ausgiebig in Wort und Bild vor. Damit wird das Buch auch zu einem Reiseführer und macht Lust die Protagonisten zu besuchen.
In Malte Härtig: Von Zen und Sellerie
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Malte hat nach der Koch-Ausbildung ein Philosophie-Studium absolviert. Er promovierte über die japanische Esskultur. In diesem Kochbuch zeigt er die Schönheit der Reduktion und präsentiert Rezepte, die sehr schlicht aber wirkungsvoll sind. Das Buch ist ganz besonders geeignet für Neueinsteiger in die japanische Küche. Es ist sehr lehrreich, achtsam in kleinen Dingen zu sein. Hilfreich ist auch die Einteilung der Rezepte in die vier Jahreszeiten.
In Jens Priewe: Grundkurs Wein: Alles, was man über Wein wissen sollte
Link zum Buch

Das Interesse an Wein wächst und damit leider auch die Angst, man könnte sich in dieser elitären Welt blamieren. Das ist Quatsch und wer sich trotzdem etwas sicherer bewegen will, dem vermittelt der sehr erfahrene Wein-Journalist verständlich und unkompliziert das notwendige Wissen. Das Buch ist ein Nachschlagewerke, dass immer dann die passende Antwort bereit hält, wenn eine Frage auftaucht.
In Yoshiko Ueno-Müller: Sake - Elixier der japanischen Seele
Link zum Buch

Wenn es eine Expertin zum Thema Sake gibt, dann ist das Yoshiko Ueno-Müller. Sie ist die erste Frau, die sich Master of Sake Tasting nennen darf. Seit 1989 lebt sie in Deutschland und ist Dozentin an der Deutschen Wein- und Sommelierschule. Mit ihrem Mann bietet sie Spitzen-Sake in Deutschland an. In ihrem Buch erklärt sie detailliert alles rund um Sake.
In Franz Keller: Vom Einfachen das Beste
Link zum Buch

Franz Keller wurde als Sohn eines Winzers geboren und hat als Spitzenkoch alles erreicht. In Deutschland gehört er zu den großen Kochlegenden. Dem Sternezirkus hat er früh abgeschworen und seinen Fokus auf das Tierwohl gelegt. Auf seinem Bauernhof im Rheingau züchtet und schlachtet er eigene Tiere. Damit beliefert er das Gasthaus seines Sohnes, das er aufgebaut und vor ein paar Jahren übergeben hat. In seinem Buch schildert er seine spannende Lebensgeschichte und seine Sicht der Dinge zu Tierhaltung und Essen.