Dienstag, 9. Dezember 2014

Kulinarische Neuentdeckungen auf der food & life 2014

Die food & life in München gehört schon seit einigen Jahren zu meinem kulinarischen Pflichtprogramm. Dieses Jahr konnte ich zum ersten Mal auch an einem Blogger-Rundgang teilnehmen.

Eine nette Gruppe der Münchner Foodblogger traf sich vor dem Messe-Eingang und wurde gleich von Mélanie in Empfang genommen. Unsere gemeinsame Zeit startete mit einem üppigen Frühstück und einem intensiven Austausch. Es macht immer wieder großen Spaß, sich unter Gleichgesinnten, wie Claudia von Dinner um Acht, Petra von Der Mut Anderer, Alice vom Kulinarischen Wunderland, Susanne von Magentratzerl und Stefan von Der König kocht auszutauschen.



Zum Frühstück gab es üppig belegte Sandwiches und einen sündigen Krapfen vom Bäcker Stefan Dümig aus Haar. Er war Teilnehmer der Fernsehsendung "Deutschlands bester Bäcker" und wurde der Sieger aus Bayern. Für sein Backwerk verwendet er Dinkelmehl und das schmeckt man auch.


So gut gestärkt starteten wir zu unserem Rundgang und gleich an der ersten Station wurde es pfeffrig. Die hochwertigen Pfeffersorten von Hennes Finest habe ich schon einmal kennengelernt. Nun haben sich die Pfefferexperten mit einer kleinen Brauerei zusammen getan und ein Pfefferweizenbier entwickelt. Besonders im Abgang ist das pfeffrige Aroma zu spüren und gefällt mir.

Bei Back Dein Brot lernen wir Martin Hofmeir kennen, der mit viel Engagement sein Konzept vorstellt. Seit vielen Jahren betreibt er eine Mühle in der Holledau und das Bäckersterben führt dazu, dass für seine hochwertigen Mehle immer weniger Interessenten vorhanden sind. Nun hat er verschiedene Brot-Backsets zum Selberbacken entwickelt. Leider haben die Slow-Food-Richtlinien ihm nicht erlaubt ein glutenfreies Set mitzubringen. Dafür verwendet er Guakernmehl und das existiert nicht in der Slow-Food-Liste. So werde ich erst einmal das normale Brot und später die glutenfreie Variante testen.


Die Manufaktur eingeweckt.de in Markt Schwaben bietet fertige Mahlzeiten im Glas an. Wir konnten das Hühner-Curry probieren, dass mir sehr gut geschmeckt hat. Wer keine Zeit zum Kochen hat, für den sind solche Angebote sicher eine bessere Alternative, als industriell gefertigte Lebensmittel.

Sanddorn ist das Spezialgebiet von Christine Berger. Der Sanddorn gilt als die Zitrone des Nordens und hat einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt. Bereits zu DDR-Zeiten war die Firma sehr bekannt, da Sanddorn als wichtiges Lebensmittel für gesunde Kinder galt. Heute werden die unterschiedlichsten Lebensmittel daraus produziert. Wir konnten einen Secco, Säfte, Gummibärchen, Muttersaft und getrocknete Sanddornbeeren verkosten. Von den letzteren musste ein Tütchen mit. Mal sehen, was ich daraus mache.

Sehr interessant waren auch die Erläuterungen zur Sanddorn-Ernte. Dabei werden die Zweige mit den Beeren abgeschnitten und eingefroren. Die Beeren können dann "abgerüttelt" werden. Die manuelle Ernte ist sehr mühsam, da der Sanddorn zwischen sehr großen Dornen sitzt und die Früchte klein und empfindlich sind. Dafür muss man sich mit Ölzeug bekleiden und Handschuhe tragen. Dann werden die Äste regelrecht in einen Eimer "gemolken", den man sich vorher um den Bauch gebunden hat.



Am Stand vom Berghof Einöd stellte uns Hans Pick seine Öle vor. Er gewinnt die hochwertigen, kaltgepressten Speiseöle aus heimischen Pflanzen, die er im Biosphärenreservat Bliesgau (Saarland) anbaut. Besonders interessiert hat mich das Mariendistelöl, von dem ich mir ein Fläschchen mitgenommen habe.

Dann ging es zum Stollen-Verkosten beim Dinkelbäcker Dümig, der uns bereits zum Frühstück so verwöhnt hatte.

Auf unserer letzten Station entdeckten wir das südafrikanische Meersalz von KhoiSan. Die Salze werden handgeerntet und bleiben unbehandelt. Dabei beachtet die Firma auch die Fair-Trade-Grundsätze und kümmert sich um Bildung und soziale Versorgung für die Mitarbeiter und ihre Familien.

Es gab noch viel zu entdecken, der große Slow-Food-Markt, der Craft-Beer-Bereich, einige Workshops mit Experten zu bestimmten Lebensmitteln und mehrere Kochshows mit Spitzenköchen, wie Hans-Jörg Bachmeier, Martin Fauster oder Alexander Huber. Leider war ich noch von einer abklingenden Erkältung gebeutelt und musste etwas kürzer treten.

Vielen Dank an Mélanie von GHM für die nette Einladung und die perfekte Betreuung.

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