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Donnerstag, 19. Dezember 2024

Gebeizter Szechuan-Saibling | Wasabi-Mayo | asiatischer Rote-Bete-Salat | Meerrettich-Zuckerschoten | Sprossensalat | Nori-Cracker

Für mich ist das Wichtigste an Weihnachten, eine gute Zeit mit lieben Menschen zu verbringen. Deshalb plane ich langfristig und versuche Dinge frühzeitig zu erledigen. Dazu gehört das Besorgen von Geschenken, die Weihnachtsdeko und eben auch das Essen an Weihnachten. 

Auch in meiner Familie war es üblich, dass es am Heiligen Abend eher etwas Einfaches gab und an den beiden Weihnachtsfeiertagen etwas, was man vorbereiten kann. In diesem Sinne habe ich mir Gedanken gemacht, was heuer passen würde. Mein Vorschlag ist ein gebeizter Fisch mit asiatisch angehauchten Beilagen. 

Es ist auch in den Familien nicht mehr so einfach, ein Essen zu finden, das auch wirklich jeder mitessen würde. Die unterschiedlichen Beilagen bieten eigentlich für jeden Geschmack etwas. Die Mayo ist mit einem Sojadrink gemacht und damit vegan. Das war nicht mein Beweggrund, sondern die bessere Haltbarkeit, als eine Mayo mit Ei oder Milch. Alle anderen Beilagen sind ebenfalls vegan. Den gebeizten Fisch könnte man sehr gut mit diesen Auberginen mit Miso ersetzen. Damit wäre das Gericht komplett vegan. Wer einfach nur keinen Fisch mag, für den könnte man auch ein kleines Steak braten. Somit könnte man mit wenig Handgriffen alle unterschiedlichen Essgewohnheiten unter einen Hut bringen. Sollte ein Gluten-Allergiker mitessen, einfach eine glutenfreie Sojasauce verwenden.

Wer möglichst viel vorbereiten möchte, für den habe ich auch einen Arbeitsplan aufgestellt.


Auch beim Anrichten ist vieles möglich. Alle Zutaten können auf einem Teller für jeden Gast angerichtet werden, oder auch im asiatischen Stil mit vielen kleinen Schälchen. Es ist aber auch denkbar, nur den Fisch auf den Teller zu geben und die Beilagen zum Teilen in Schüsseln auf den Tisch zu stellen. 



Weihnachten hat viel mit Traditionen zu tun und so ist es mir eine liebe Tradition geworden, beim kulinarischen Adventskalender von Zorra dabei zu sein. Das darf ich mit diesem Beitrag bereits zum 12. Mal. Auch heuer hat sie viele schöne Preise mitgebracht, für die man nur ein paar Fragen beantworten muss. Schaut doch einfach mal hier vorbei. Die zweite Verlosung, mit besonders attraktiven Gewinnen, startet am 24. Dezember und läuft bis zum 2. Januar.

Alle Fragen haben etwas mit den persönlichen Geschichten der Türchen-Ersteller zu tun und auch das ist eine schöne Tradition etwas über familiäre Weihnachtsbräuche zu erzählen. 





Bei uns war Weihnachten immer sehr von den Krippenfiguren geprägt, die mein Großvater väterlichseits geschnitzt hat. Diese habe ich auch schon öfters vorgestellt. Aber auch aus der Familie meiner Mutter gibt es eine schöne Tradition und das ist das Fatschenkind für den Weihnachtsbaum.

Das Fatschenkind stellt ein Abbild des Jesuskindes dar und ist mit Bändern umwickelt. In Bayern sind Fatschenkinder aus Wachs am meisten verbreitet und man hängt sie, unmittelbar unterhalb der Christbaumspitze, an den Weihnachtsbaum. Mein Fatschenkind hat mir meine Oma mütterlicherseits zu meinem ersten Weihnachten geschenkt. Es ist also fast so alt wie ich und darf jedes Jahr den Weihnachtsbaum schmücken.




Rezepte und Arbeitsplan für:
Gebeizter Szechuan-Saibling | Wasabi-Mayo | asiatischer Rote-Bete-Salat | Meerrettich-Zuckerschoten | Sprossensalat | Nori-Cracker

für 4 Personen als Vorspeise oder für 2 Personen als Hauptgericht

Gebeizter Szechuan-Saibling:

2 Saiblingsfilets mit Haut (ca. 500 gr.)
250 gr. grobes Meersalz
125 gr. Zucker
15 gr. schwarze Pfefferkörner
1 TL Szechuan-Pfeffer
1 Bund Koriander

Die Saiblingsfilets entgräten und den Bauchlappen abschneiden. (Daraus kann man ein kleines Tatar machen). Den schwarzen Pfeffer mit dem Szechuan-Pfeffer mörsern und mit Salz und Zucker vermengen. Den Koriander (mit Stielen) in Streifen schneiden. Man könnte auch nur Stiele verwenden und hätte eine perfekte Resteverwertung. Den Koriander unter die Salzbeize mischen.

Eine passende Form, in die man beide Filets einlegen kann, vorbereiten. Ungefähr ein Drittel der Salzmischung auf den Boden streuen und glatt ausstreichen. Die Fischfilets einlegen und die restliche Salzmischung darüber geben und ebenfalls glatt streichen. Die Form mit Frischhaltefolie verschließen und für 12 - 18 Stunden in den Kühlschrank geben.

Die Fischfilets aus der Beize nehmen und mit kaltem Wasser gründlich abspülen, anschließend mit Küchenpapier gut trocken tupfen.

Die Haut entfernen und die Filets schräg in dünne Scheiben schneiden. Wem das zu viel Arbeit ist, der kann die Filets auch längs halbieren und so servieren.

Wenn man den Fisch länger vorbereiten möchte, kann man ihn nach dem Abwaschen vakuumieren. So bleibt er 2 bis 3 Tage frisch.


Wasabi-Mayo:

50 ml ungesüßter Soja-Drink
1/2 Limette
Zucker
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Wasabi aus der Tube (ca. 8 - 10 cm)
100 - 150 ml Rapsöl

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Soja-Drink in ein hohes Becherglas geben. Mit Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Den Wasabi aus der Tube in das Glas drücken.

100 ml Rapsöl abmessen.

Die Mischung im Becherglas mit dem Stabmixer aufmixen und einen Schuss Rapsöl dazugeben. Immer wieder etwas Rapsöl in die Mischung geben und mixen. Dabei kontrollieren, ob die Masse dicklich wird. Wenn die Masse noch nicht fest genug ist, weiteres Rapsöl schrittweise dazugeben. Mehr als 150 ml sollten aber nicht notwendig sein. Am Schluss nochmals abschmecken und abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Durch die Kälte im Kühlschrank zieht die Mayo nochmals etwas an.


asiatischer Rote-Bete-Salat:

2 mittelgroße Rote-Bete-Knollen, ca. 300 gr.
Meersalz
Zucker
Korianderkörner, grob zerkleinert
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

2 EL weißen Sesam
Meersalz
Prise Zucker
1 EL Himbeeressig
1 EL Sojasauce
1 EL geröstetes Sesamöl
1 EL Zitronen-Olivenöl

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Aus den Gewürzen und dem Öl eine Paste rühren. Die Rote Bete damit rundum einpinseln und dann in Alufolie wickeln. Die so vorbereiteten Beten in eine Auflaufform setzen und für 90 Minuten im Ofen backen. Sobald sie fertig sind, herausnehmen und in der Alufolie auskühlen lassen. Dieser Arbeitsschritt kann ein oder zwei Tage im voraus erledigt werden.

Die Rote Bete schälen und in mittelgroße Würfel schneiden. Dabei sollte man Handschuhe tragen, da sie stark färbt.

Den Sesam in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten und mit den Rote-Bete-Würfeln mischen.

Aus Salz, Zucker, Himbeeressig, Sojasauce, Sesamöl und Zitronen-Olivenöl eine Vinaigrette rühren und den Salat damit marinieren.


Meerrettich-Zuckerschoten:

150 gr. Zuckerschoten
Meersalz
Zucker
Olivenöl
1 - 2 EL Meerrettich aus dem Glas (kein Sahnemeerrettich)

Die Zuckerschoten schräg in feine Streifen schneiden und in einem breiten Topf mit Salz und Zucker gut vermengen. Etwas stehen lassen, damit sie Wasser ziehen. Einen guten Schuss Olivenöl dazugeben und, mit geschlossenem Topf, bei sehr kleiner Hitze dünsten. Immer wieder umrühren und kontrollieren, ob sie noch bissfest sind. Sie sollten nur wenig Hitze bekommen, damit sie nicht grau werden.

Kurz vor Ende der Garzeit den Meerrettich unterrühren. Die Menge richtet sich nach dem Geschmack. Die fertigen Zuckerschoten aus dem heißen Topf auf einem Teller zum Abkühlen verteilen.


Sprossensalat:

100 gr. Radieschensprossen oder andere Sprossen
1/2 Limette
Zucker
gemahlene Korianderkörner
2 EL geröstetes Erdnussöl
2 EL Rapsöl
1 EL Sojasauce

Die Sprossen in eine Schüssel geben und mit den Händen etwas auflockern. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen.

Aus Limettensaft und -schale, Zucker, Koriander, Erdnussöl, Rapsöl und Sojasauce eine Vinaigrette rühren und die Sprossen damit marinieren.


Nori-Cracker:

2 - 4 Noriblätter
kleine Zerstäuberflasche

Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen.

Die Noriblätter in Rechtecke schneiden. Das geht sehr gut mit einer Schere. Die Nori-Rechtecke auf einem Backblech verteilen. Sie sollten nicht übereinander liegen. Alles mit etwas kaltem Wasser bestäuben und sofort für ca. 2 Minuten in den Ofen geben.

Da die Backzeit so kurz ist, kann man größere Mengen auch schnell hintereinander machen.

Nach dem Abkühlen sollte man sie in eine Blechdose geben.


Arbeitsplan:

2 Tage vorher:
- Rote Bete im Ofen garen
- Rote Bete schälen und würfeln
- Wasabi-Mayo zubereiten

1 Tag vorher:
- Saibling beizen
- Zuckerschoten schneiden und marinieren
- Sesam rösten
- Dressing für Rote-Bete-Salat mischen
- Dressing für Sprossensalat mischen
- Nori-Cracker herstellen















Meine bisherigen Beiträge zu Zorras Adventskalender:

Geräucherte Entenbrust mit Sahnemeerrettich-Parfait









Weihnachtsmatjes: Lachs | Kürbis | Polenta









Eissplittertorte mit Portweinkirschen









Weihnachtliche Weißwurstsuppe









Gebeizter Apfel-Hopfen-Lachs mit Kartoffelküchlein und Kürbis-Apfel-Salat









Walnusslikör aus Schalen









Orientalisches Fondue









Silvester-Buffet für 4 Personen










Festliches Weihnachtsmenü ohne Streß und Hektik








Rehrücken auf Nelken-Dattel-Sauce mit Ingwer-Karotten und Gewürz-Reis








Weißer Weihnachtspunsch


Donnerstag, 21. Dezember 2023

Geräucherte Entenbrust mit Sahnemeerrettich-Parfait

Die Teilnahme an Zorras kulinarischem Adventskalender auf ihrem Blog Kochtopf, ist für mich eine schöne Adventstradition geworden und ich freue mich, dass ich auch heuer ein Türchen beisteuern darf. So wie jedes Jahr, gibt es dort auch heuer wieder viele schöne Preise zu gewinnen. Man muss nur ein paar Fragen beantworten und schon ist man im Lostopf, also schaut vorbei.


Weihnachtstraditionen gibt es viele, das ist in jeder Familie anders und etwas besonderes. Bei uns war es immer das Aufstellen der Krippe. Mein Großvater war Krippenschnitzer im Sudetenland und mein Vater hat seine Familie dort jedes Jahr besucht und ein paar Figuren der Familienkrippe mitgebracht. Diese Krippe ist so außergewöhnlich, dass ich sie bereits einmal als Türchen bei Zorra vorgestellt habe. Sie ist wunderschön, aber leider zu groß, dass man sie zu Weihnachten komplett aufstellen kann.

Als ich auf die Welt gekommen bin, hat das meinen Großvater sehr beschäftigt und er hat begonnen eine kleine Krippe für mich zu schnitzen, damit wir sie an Weihnachten unter den Christbaum stellen können. Mir bedeutet diese Krippe sehr viel und ich stelle sie jedes Jahr auf. Leider konnte ich meinen Großvater nie kennenlernen, er starb ein Jahr und einen Tag nach meinem Geburtstag bei einem schweren Autounfall. Da mein Vater kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Sudetenland alleine, ohne Familie, nach Bayern geflohen ist, waren Besuche hinter den "Eisernen Vorhang" nicht möglich. Und so ist mir die Krippe immer eine besondere Erinnerung an meine Familie väterlichseits. 

Zu den Traditionen meiner Familie mütterlicherseits gehört es, dass am Heiligen Abend ein Essen auf den Tisch kommt, das wenig Arbeit macht. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag fanden die Besuche bei den Verwandten statt und dort gab es dann ein festliches Menü. Daran anknüpfend habe ich Euch ein Gericht mitgebracht, dass man vorbereiten und mit wenig Handgriffen servieren kann. 



Die Menge ist ausreichend für ein Hauptgericht für zwei Personen oder eine Vorspeise für 4 Personen. Ich habe Euch auch unterschiedlich angerichtete Varianten mitgebracht.



Sahnemeerrettich-Parfait:

1 Blatt Gelatine
200 gr. Sahne
2 EL Zucker
2 Eigelb
125 gr. Sahnemeerrettich
Meersalz

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Sahne mit einem EL Zucker steif schlagen.

Die Eigelbe mit 1 EL Zucker und einer Prise Salz über dem Wasserbad schaumig schlagen. Die Gelatine abtropfen lassen und in der warmen Eimasse, unter rühren, auflösen. 

Den Sahnemeerrettich dazugeben und verrühren. Die Sahne unterheben und die Masse mit Salz abschmecken.

Das Parfait kann in unterschiedlichen Formen eingefroren werden, das bleibt dem individuellen Geschmack vorbehalten. Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert. Einmal habe ich es in einer Sternform für Eiswürfel eingeforen, dann auch in ein paar kleinen Guglhupfformen aus Elsässer Keramik und die größte Menge in einer kleinen, schmalen Parfaitform. Nehmt einfach, was Ihr habt und was Euch gefällt.

Das Parfait kann ein paar Tage vorher gemacht werden. Zum entspannten Servieren empfehle ich das Parfait einen Tag vorher oder am Vormittag vorzubereiten. Dazu einen TK-Plastikbehälter mit Alufolie auskleiden und das Parfait aus den Formen nehmen und darauf setzen, mit Alufolie bedecken und wieder in den Tiefkühler geben. Am einfachsten lässt sich das Parfait auslösen, wenn man eine passende Form mit lauwarmen Wasser füllt und die Parfaitform kurz hineinstellt. Man kann das Parfait auch aus der Parfaitform nehmen, in Scheiben schneiden und diese Scheiben einzeln in den Behälter geben. Das hat den Vorteil, dass man dann das fertige Parfait nur entnehmen und auf den Teller geben muss.


Geräucherte Entenbrust:
1 geräucherte Entenbrust (Man kann diese vorher selbst räuchern, aber es gibt auch
                                         hochwertige, fertig geräucherte Entenbrüste im Handel.
                                         Die kann man mit guten Gewissen kaufen.)
4 EL eingemachte Preiselbeeren
1 Stück Ingwer, daumengroß (am besten ist junger, frischer Ingwer)
Olivenöl
Meersalz

Die Entenbrust einige Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 80 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Entenbrust auf der Hautseite in einer beschichteten Pfanne, bei mittlerer Hitze, anbraten. Dadurch tritt das Fett unter der Haut aus und die Haut wird knusprig. Sie darf leicht gebräunt sein. Im Backofen warm halten. Grundsätzlich gilt, dass geräucherte Lebensmittel leicht erwärmt am besten schmecken. 

Die Preiselbeeren in einem kleinen Topf, bei kleiner Temperatur, erwärmen.

Den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden. In etwas Olivenöl, bei großer Hitze, unter ständigem Rühren, frittieren. Sobald die Ingwerwürfel anfangen leicht braun zu werden. durch ein Sieb abgießen und auf Küchenpapier zum entfetten geben, leicht salzen. Dies kann man auch einige Stunden vorher erledigen. Das Öl kann für andere Gerichte aufgebraucht werden.

Die Entenbrust in Scheiben schneiden. Je nach Vorliebe kann sie auch längs in breitere Streifen geschnitten werden.


Anrichten:
Bei diesem Gericht kommt es darauf an, die beiden Hauptkomponenten so auf den Teller zu bekommen, dass das Parfait noch gefroren und die Entenbrust noch lauwarm ist. Deshalb empfehle ich folgende Vorgehensweise:

Den frittierten Ingwer bereitstellen.
Die warmen Preiselbeeren bereitstellen.
Das Parfait aus dem Tiefkühler holen und auf die Teller geben.
Die warme Entenbrust aufschneiden und auf die Teller legen
Mit Preiselbeeren und Ingwer dekorieren.
Sofort servieren.



Mein Beitrag zum kulinarischen Adventskalender




Montag, 13. Dezember 2021

Happy Birthday Gourmet Connection mit Hummer, Karotten, Champagnerschaum und weihnachtlichen Gewürzen

Ruhig ist es hier geworden, zu ruhig. Keine Sorge, es ist nichts besonderes passiert. Wir ziehen nur um.  Richtig gesagt, ziehen im Moment meine Kochbücher um. Wer mich ein wenig kennt, weiß, dass in meinen Regalen sehr, sehr viele Kochbücher stehen. Jetzt nehme ich sie in die Hand und kann sie nicht einfach so in den Karton legen. Ich erinnere mich daran, wie sie zu mir gekommen sind. Ich schlage die ersten Seiten auf und oft lese ich eine persönliche Widmung des Autors. Dann denke ich an schöne Begegnungen mit interessanten Menschen und merke, welcher Schatz das in meinem Leben ist.

So hat es sich für mich angefühlt, als die Frage kam, ob ich Lust hätte der Gourmet Connection zum 15. Geburtstag mit einem Hummer-Gericht zu gratulieren. Da konnte ich gar nicht nein sagen, weil ich mich sofort an so viele schöne, kulinarische Erlebnisse erinnert habe, die wir gemeinsam hatte. Schon die Geschichte unseres Kennenlernens war so besonders, dass ich sie nie vergessen werde.

Vor sieben Jahren besuchte ich das erste Mal die Chefsache in Köln. Die hohe Kompetenz und die  gewaltige Menge an kulinarischen Informationen hat mich fast erschlagen. Ich brauchte eine kleine Verschnaufpause und es drückte mir jemand einen Teller mit einem Neuseeland-Hirsch-Gericht in die Hand. Das hat gut geschmeckt und ich habe mich umgesehen. An dem Stand, der von der Gourmet Connection betreut wurde, was ich damals nicht wusste, konnte man auch noch ein Topf-Set von All Clad gewinnen. Ich habe die Karte ausgefüllt und mich danach gar nicht mehr daran erinnert. Rund ein halbes Jahr später kam eine Mail, dass ein Gewinner gezogen wurde, der seine Kontaktdaten nicht angegeben hatte und nicht ermittelt werden konnte. Deshalb wurde ein zweites Mal gezogen und das Losglück fiel auf mich. Da hat es sich einmal ausgezahlt, dass ich sorgfältig bin und ich war nun stolze Besitzerin von All Clad-Töpfen und -Schüsseln, die ich heute noch sehr gerne benutze.

In den sieben Jahren des gemeinsamen Wegs mit der Gourmet Connection ist eine schöne Freundschaft, besonders zu Susanne Drexler und Patricia Freyer entstanden. Wir teilen die gemeinsame Leidenschaft für gutes Essen und schöne Restaurants. Wenn es möglich ist, treffen wir uns und ich freue mich heute schon auf die nächste Begegnung, wenn dies wieder einfacher wird.

Das Firmenlogo der Gourmet Connection ist ein Hummer. Da musste es natürlich ein Gericht mit Hummer als Geburtstagsüberraschung werden. Mit diesem Teller konnte ich auch noch meine engen zeitlichen Ressourcen und die Vorweihnachtszeit unter einen Hut bringen. Gerade wenn man wenig Zeit hat, ist ein High Pressure Hummer ideal. Die Tiere werden durch Druck schonend getötet, halbiert und sofort eingefroren. Sie sind nach dem Auftauen verzehrbereit und müssen nicht in kochendem Wasser getötet und dann ausgenommen werden. Meine Bezugsadresse dafür ist das Frischeparadies in München.

Happy Birthday, liebe Gourmet Connection und vielleicht gefällt Euch mein Gericht so gut, dass es zu Weihnachten bei Euch auf den Tisch kommt.




Hummer:

1 High Pressure Lobster
60 gr. Butter
1 Lorbeerblatt
1 Sternanis
etwas gemahlener Zimt
3 Stiele Koriander
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Hummer aus der Verpackung nehmen und über Nacht in einem Sieb auftauen. Vor dem Garen aus dem Kühlschrank nehmen, den Schwanz und die Scheren auslösen, mit Küchenpapier trocken tupfen und mit Salz und Zucker würzen. Für 10 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit die Butter in einem kleinen Topf schmelzen. Den Koriander mit den Stielen in Streifen schneiden. Koriander, Lorbeer, Sternanis und Zimt zur Butter geben und diese auf 70 Grad erhitzen. Die beiden halben Hummerschwänze einrollen und zusammen mit den Scheren in die Butter geben. In ca. 10 Minuten glasig konfieren und dabei regelmäßig wenden.


Karotten:

500 gr. Karotten

Blitz-Pickle:
75 ml Weißweinessig
60 ml Fischfond
35 gr. Zucker
Prise Meersalz
1/2 Bio-Zitrone
Prise gemahlenen Kardamom
Kresse

2 schöne große Karotten heraussuchen und längs, mit einem Sparschäler, in breite Streifen schneiden. Den Weißweinessig mit Fischfond, Salz und Zucker aufkochen und abkühlen lassen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und mit dem Kardamom zu dem Sud geben.

Die Karottenstreifen in einen Vakuumbeutel geben und mit dem Sud auffüllen. Den Beutel vakuumieren und für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. 

Die Karottenstreifen herausnehmen, abtropfen lassen und aufrollen. Bei einigen ein paar Kresseblätter mit einrollen.

Karottengemüse:
3 Scheiben Ingwer
Meersalz
Zucker
40 gr. Butter
etwas Vanilleschote

Die restlichen Karotten in Stücke schneiden, in einen Topf geben und mit Salz und Zucker marinieren. Für ca. 30 Minuten ziehen lassen. Das Mark der Vanilleschote auskratzen. Dann Ingwer, Butter und Vanilleschote (Schale und Mark) in den Topf geben und bei geschlossenem Deckel erhitzen. Wenn die Butter geschmolzen ist, den Deckel abnehmen und einen EL Zucker dazugeben. Unter Rühren solange einkochen, bis die Flüssigkeit sirupartig ist und die Karotten noch bissfest sind.


Champagnerschaum:

100 gr. Butter
1 Schalotte
1 Lorbeerblatt
150 ml Champagner
125 ml Fischfond
100 ml Sahne
Meersalz
Cayennepfeffer

Die Schalotte schälen und sehr fein würfeln. 50 gr. Butter schmelzen und die Schalottenwürfel darin glasig dünsten, leicht salzen. Mit dem Champagner ablöschen und mit Fischfond und Sahne aufgießen. Das Lorbeerblatt dazugeben und ca. 20 Minuten leicht köcheln lassen.

Den Sud mit Salz und Cayennepfeffer abschmecken und durch ein Sieb abpassieren. Zurück in einen Topf geben und die restlichen 50 gr. Butter dazugeben. Warm stellen und kurz vor dem Servieren mit einem Stabmixer aufschäumen. Falls nötig noch eiskalte Butterflöckchen dazugeben und mit Salz und Champagner erneut abschmecken.

Den Schaum mit einem Löffel abnehmen und auf den Teller geben.






Samstag, 5. Dezember 2020

Weihnachts-Matjes: Lachs | Kürbis | Polenta

Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr, weil es uns etwas abverlangt, was uns schwer fällt. Es verlangt von uns, dass wir liebgewonnene Traditionen aufgeben und besonders schwer fällt uns das an Weihnachten. Rückblickend muss ich sagen, dass in meiner Familie Weihnachten immer einem starken Wandel unterzogen war. Nur eins ist geblieben und das praktiziere ich heute noch so. Kurz vor der Bescherung wurde eine kleine goldene Glocke aufgezogen, in der eine Spieluhr steckt, die "Stille Nacht, heilige Nacht" abspielt. Es ist wahrscheinlich das bekannteste Weihnachtslied und für uns von ganz besonderer Bedeutung, da wir mit Franz Gruber, dem Komponisten, verwandt sind. Ich bin sehr froh, dass ich diese Glocke aus den ganzen massiven Veränderungen der letzten Jahre bewahren konnte und sie heute in meinem Besitz ist.

Kulinarisch hat sich unser Weihnachten sehr verändert. Was ich als Kind erlebt habe von Wiener Würstchen mit Kartoffelsalat am Heiligen Abend und Festtagsbraten bei Oma am 1. Weihnachtsfeiertag bis zu einer Odyssee von einem Familienmitglied zum anderen, um keinen zu vergessen. Das habe ich als jung verheiratete Frau geändert, da ich den Heiligen Abend nicht mehr auf der Straße verbringen wollte. Viele Jahre haben wir Eltern, Schwiegereltern und Geschwister am 4. Advent zu einem schönen Menü eingeladen und den Heiligen Abend eher still und zurückgezogen verbracht. Um so betagter unsere Eltern wurden, um so schwieriger wurde es und wir wechselten zu einem Mittagessen in einem schönen Restaurant, solange es noch möglich war. Nun wird unsere Familie immer kleiner und heuer wird noch einmal alles anders.

Es ist meine tiefe Überzeugung, dass sich jeder Gedanken machen sollte, wie er heuer die Einkäufe an Weihnachten gestaltet. Es wird einfach nicht möglich sein, kurz vor Weihnachten die Geschäfte zu stürmen und in langen Schlangen an den Frischetheken und Kassen zu stehen. Bereits jetzt ist es in großen Städten üblich VOR dem Supermarkt zu warten. Ich möchte mir nicht ausmahlen, was am 22., 23. und 24. Dezember im Lebensmitteleinzelhandel los sein wird. Ich möchte da nicht dabei sein. Mein Plan steht und ich werde meinen letzten Einkauf eine Woche vor Weihnachten machen und trotzdem gut und frisch essen. 

Eine meiner Ideen möchte ich Euch heute im Rahmen von Zorras kulinarischem Adventskalender vorstellen. Es gehört mittlerweile zu meinen Lieblingstraditionen auf ihrem Blog Kochtopf ein Türchen zu sein. Wie jedes Jahr bündelt sie viele schöne kulinarische Ideen und Geschichten ihrem Adventskalender. Sie hat sich auch heuer wieder ins Zeug gelegt, um den Lesern auch noch tolle Gewinne anzubieten. Schaut vorbei und macht bei den Verlosungen mit. Ihr müsst nur ein paar Fragen beantworten und könnt in den Genuss von schönen Preisen kommen.

Der Weihnachts-Matjes kann zwei Wochen vor Weihnachten eingekauft und zubereitet werden. Der Lachs wird mit Matjesreifer gebeizt und danach vakuumiert. Die Kürbispickles halten im Kühlschrank leicht zwei Wochen und länger. Das Kürbispüree kann eingefroren und ohne Geschmacksverlust wieder aufgetaut werden. Die Zutaten für die Polenta sind haltbar, idealerweise ist die Hühnerbrühe ebenfalls eingefroren. Die Hausfrauensauce hält im Kühlschrank leicht 3 Tage und die Zutaten dazu überstehen rund 10 Tage Lagerung leicht. 

Wer den Weihnachts-Matjes im Rahmen eines Menüs servieren möchte, kann das sehr gut als Vorspeise tun. Zwei Ideen, wie man auch Hauptgang und Dessert so früh einkaufen und zubereiten kann, möchte ich aus dem Blog-Archiv beisteuern.

Hauptgang:
Ossobuco mit Gremolata und Safranrisotto (Link zum Rezept)

Dessert:
Eissplittertorte mit Portweinkirschen (Link zum Rezept)



Lachs:
500 gr. Lachsloin
25 gr- Matjesreifer
35 gr. Salz
1 TL Korianderkörner
1 TL Pfefferkörner
1 getrocknetes Lorbeerblatt
1 Sternanis
1 TL gelbe Senfkörner
1/2 Liter Wasser
(evtl. Rapsöl)

Den Lachs auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. 

In ein geeignetes Gefäß, in das der Fisch im Ganzen passt, Matjesreifer und Salz geben. Korianderkörner, Pfefferkörner, Lorbeerblatt, Sternanis und Senfkörner in einen Mörser geben und grob zerstoßen. Die Gewürze ebenfalls in das Gefäß geben. Mit dem Wasser auffüllen und alles gut verrühren. 

Den Lachs in die Flüssigkeit legen, er muss komplett bedeckt sein, und für drei Tage abgedeckt im Kühlschrank ziehen lassen.

Danach den Fisch herausnehmen und mit kaltem Wasser abspülen und trocken tupfen. Er ist jetzt verzehrfertig. Wer ihn lagern möchte, kann ihn vakuumieren, oder in Rapsöl einlegen. Auch hier gilt, dass der Fisch komplett vom Öl bedeckt sein muss. So vorbereitet hält er eine Woche im Kühlschrank.

Wenn der Fisch im Öl war, lässt man ihn abtropfen und tupft das Öl mit Küchenpapier weg.


Hausfrauen-Sauce:
1 Schalotte
1 kleine Essiggurke
1/2 Apfel (Boskop)
100 gr. Schmand
100 gr. Sauerrahm
3 EL Sahne
1 EL Weißweinessig
1 EL Zitronensaft
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Zucker

Schalotte und Apfel schälen, beide und die Essiggurke in sehr feine Würfelchen schneiden. Alles mit Schmand, Sauerrahm und Sahne vermischen. Mit Weißweinessig, Zitronensaft, Meersalz, schwarzem Pfeffer und Zucker abschmecken.

Die Sauce sollte etwa 3 Stunden abgedeckt im Kühlschrank ziehen und hält sich ein paar Tage. Evtl. mit etwas Salz nachwürzen.


Kürbispüree und Kürbispickles:
1 kleiner Butternut- oder Muskatkürbis ca. 650 gr.
kleines Stück Ingwer (etwa Haselnussgroß)
1/2 Orange
3 EL Weißweinessig
100 ml Wasser
1 Nelke
Prise Zimt
2 Pimentkörner
ein paar Rosmarinnadeln
1 gehäufter EL Zucker
1 TL Ahornsirup
2 EL Butter
Meersalz

Den Kürbis schälen, aus dem langen Stück ohne Kerne einen Quader schneiden. Den unteren Teil entkernen und in Spalten schneiden. Die Reste des Quaders ebenfalls in Spalten schneiden. Den Quader in sehr feine Würfel schneiden. Als Ergebnis erhält man von ca. 1/3 des Kürbis Würfel und von ca. 2/3 des Kürbis Spalten.

Den Ingwer fein reiben, von der Orange die Schale abreiben und den Saft auspressen.

In einem Topf Essig, Wasser, Orangensaft, Ingwer, Gewürze, Rosmarin, Zucker und Ahornsirup aufkochen lassen und gut verrühren. Der Zucker muss sich gelöst haben. Die Kürbiswürfelchen dazu geben und nochmals aufkochen lassen.  Dann den Topf vom Herd nehmen und den Kürbis ziehen lassen. Wenn das Kürbispickle abgekühlt ist, abgedeckt in den Kühlschrank geben. Es hält eine Woche.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier auslegen und die Kürbisspalten darauf verteilen. Leicht salzen.

Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen und zur Nussbutter bräunen lassen. Die Kürbisspalten großzügig mit der Nussbutter bestreichen und das Blech für ca. 30 Minuten in den heißen Ofen geben.

Alternativ kann man auch eine Auflaufform verwenden und dazu den Boden mit der flüssigen Nussbutter bedecken. Dann die Kürbisspalten auflegen und mit Nussbutter überziehen und leicht salzen.

Der Kürbis ist fertig, wenn er so weich ist, dass man ihn gut pürieren kann. Die Kürbisstücke mit der flüssigen Butter in ein hohes Gefäß geben und pürieren. Mit Salz abschmecken. Das Püree hält im Kühlschrank ein paar Tage. Alternativ lässt es sich sehr gut einfrieren. Wer eine größere Portion machen möchte, hat damit auch eine gute Basis für eine Kürbissuppe.


Polentaküchlein:
50 gr. Instant-Polenta
Meersalz
Olivenöl
40 ml Hühnerbrühe

Polenta mit Salz und Olivenöl mischen. Die Hühnerbrühe erhitzen und in dünnem Strahl, unter Rühren, zur Polenta geben. Alles gut verrühren, damit eine formbare Konsistenz entsteht. Die Hände mit kaltem Wasser benetzen und kleine Küchlein aus der Polenta formen. Die Küchlein sollten eher flach sein, damit sie gut durchbraten.

Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Küchlein langsam knusprig braten. 


Anrichten:
Petersilie

Für die Petersilie kauft man am besten einen Topf, weil man dann keine Probleme mit der Lagerung hat.

Das Kürbispüree in eine Spritzflasche geben und in einer Spirale auf den Teller spritzen. Unebenheiten kann man gut ausgleichen, in dem man sie mit Polentaküchlein, Kürbispickles und Petersilie dekoriert. In die Mitte einen großzügigen Klecks Hausfrauensauce geben und mit einem Löffel glattdrücken. Ein Stück Lachs-Matjes darauf geben und sofort servieren.



https://www.kochtopf.me/kulinarischer-adventskalender-2020






Sonntag, 29. November 2020

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten

Es ist mir eine lieb gewordenen Tradition geworden in der Weihnachtszeit Kochbücher als Geschenktipps zu empfehlen. Im Laufe des Jahres beschäftige ich mich sehr gerne mit neu erschienen Kochbüchern und schreibe eine Rezension. In diesem besonderen Jahr ist mir das schwer gefallen. Das lag nicht nur an meinem veränderten Einkaufsverhalten, um den kompliziert gewordenen Alltag zu meistern, sondern auch an meiner ungewöhnlich hohen Arbeitsbelastung. So musste ich mich besonders stark fokussieren und die Flut an Kochbüchern genauso einordnen, wie den Trend Bücher in einer Mischung von Pressemitteilung und Klappentext vorzustellen. So sind es heuer nur wenige kulinarische Bücher geworden, die ich empfehlen kann und ich freue mich darauf, sie nächstes Jahr noch genauer zu beleuchten.

Eine große Bitte habe ich noch: egal, was Ihr noch kaufen oder bestellen wollt. Macht es heuer sehr frühzeitig. Denkt auch an die Paketboten, die das große Volumen kaum bewältigen können und an die Einzelhandelsgeschäfte, die nur noch eine bestimmte Anzahl von Kunden gleichzeitig in den Läden begrüßen darf.


Gepflegte Alltagsküche

Uri Buri: Meine Küche

Als wäre es gestern, erinnere ich mich daran, wie das Restaurant von Uri Buri in Israel, eine Aufgabe für Tim Mälzer bei Kitchen Impossible war. Seine Persönlichkeit und seine Küche haben mich sofort angesprochen. Endlich ist sein Kochbuch erschienen und damit kann er sein Wissen über die Fischküche und seine kreativen Rezepte weitergeben. Auch optisch ist das Buch, dank der Fotos von Vivi d'Angelo ein Highlight.                                                       
Caroline Fabian: Mallorca

Die Autorin lebt sein über 10 Jahren auf Mallorca und arbeitet als Privatköchin. Sie kennt die traditionelle Küche und die Produzenten vor Ort genau. Daraus hat sie ihre Rezepte entwickelt und überzeugt mit dem gewissen Twist, der aus einem bekannten Rezept ein finessenreiches Gericht macht. 

Link zum Buch
Viktoria Fuchs: Fuchsteufelswild

Die junge, ambitionierte Köchin ist in große Fußstapfen getreten, als sie die Nachfolge ihres Vaters im Familienbetrieb, gemeinsam mit ihrer Schwester, angetreten hat. Beiden ist etwas großartiges gelungen. Sie haben die Tradition erhalten und trotzdem ihre eigene Handschrift eingebracht. So ist das auch mit diesem Kochbuch, in dem wir den asiatischen Touch zur bewährten Wildküche ihres Vaters, Karl Josef Fuchs, kennenlernen.

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Marc Fosh: Mallorca

Der Autor ist hochdekorierter Koch auf Mallorca und stellt in diesem Kochbuch typische Zutaten vor. Dazu hat er passende traditionelle Rezepte ausgesucht, bzw. neue Rezepte entwickelt. Wem Produktküche mit dem typischen südländischen Aromen gefällt, der freut sich über dieses Kochbuch.

Saliha Mahmood Ahmed: Khazana

Wer die indische und die persische Küche liebt, kann sich freuen, hier viele neue Rezepte zu entdecken. Die Autorin hat ihre Liebe zum Kochen der Küche ihrer Großmutter gewidmet. Herausgekommen ist ein liebevoll gemachtes Kochbuch mit interessanten orientalischen Rezepten, die man nicht an jeder Ecke findet. 

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Sterneköche

Norbert Niederkofler: Cook the Mountain

Mit seiner Philosophie, die Natur und Berge um ihn herum auf den Teller zu bringen, ist der Südtiroler Spitzenkoch mit drei Michelinsternen ausgezeichnet. Sein neues Kochbuch ist ein herausragend schönes Buch, das ihn, seine Philosophie und seine Gerichte vorstellt. Die Rezepte sind in ein extra Rezeptbuch ausgelagert und somit hat man einen Bildband zum schmökern in der Hand.



Najat Kaanche: Najat

Najat gilt als die beste marokkanische Köchin der Welt. Sie hat in den renommiertesten europäischen Spitzenrestaurants gearbeitet und danach ihr Restaurant Nur in Fes eröffnet. In diesem Buch gelingt es ihr zu zeigen, wie die traditionelle marokkanische Küche auf Sterne-Niveau gehoben werden kann.

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Jörg & Nico Sackmann. Sackmann - unser Kochbuch

Familie Sackmann ist eine Institution im Schwarzwald. Der Vater Jörg hat über Jahre höchste kulinarische Weihen erfahren. Nun ist der Sohn soweit, das Zepter zu übernehmen. Es ist spannend, die unterschiedliche Stilistik zu sehen, und einen Blick in die Geschichte und Philosophie des Familienbetriebs zu nehmen.

Meine Rezension zum Nachlesen
Vitus Winkler: Kräuterreich

Im Salzburger Land stehen das Hotel und das Restaurant des jungen Haubenkochs Vitus Winkler. Er steht für eine innovative Küche, in der er Produkte von regionalen Produzenten und selbst gesammelten Zutaten aus der Natur verwendet. Das Buch spannt den Bogen von den landschaftlichen Reizen der Alpen und der Umsetzung der alpinen Zutaten zu raffinierten Gerichten.



Das besondere kulinarische Buch

Sofia Blind: Die alten Obstsorten

Sortenvielfalt bei Obst und Gemüse ist endlich wieder auf dem Vormarsch. Jeder kann sich glücklich schätzen, der noch einen alten Obstbaum im Garten hat. Welche Vielfalt und welche Schätze es zu entdecken gibt, kann mit diesem Buch erlebt werden. Die Früchte werden mit wunderbaren Zeichnungen und Texten vorgestellt. Dazu gibt es passende Rezepte und Empfehlungen über die Arbeit von Vereinen und Bezugsquellen.

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Priska Weger: Nachtkerze, Engelwurz und Süßkartoffel

Pastinake und Süßkartoffel kennt man noch. Es gibt aber weit mehr Wurzeln, wie dieses Buch aufzeigt. Die Sorten werden mit ihrer Verwendung in der Küche und der Naturheilkunde vorgestellt. Ein schöner Ratgeber, für den Umgang mit selten gewordenen Zutaten.

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Faber & Faber: Essen | Trinken | Gastmahlen

Drei Bände in einem, so könnte man zu diesem kleinen kulinarischen Bücherschatz sagen. Jedem Thema sind kluge Gedanken und passende Illustrationen gewidmet. Verbunden wird alles durch die spezielle Bindung zu einem Leporello.

Freitag, 20. Dezember 2019

Eissplittertorte mit Portweinkirschen, das perfekte Dessert für ein entspanntes Weihnachtsmenü

Mit Traditionen ist es so eine Sache. Sie sind halt Tradition und man macht es so, weil man es schon immer so gemacht hat. In den letzten Tagen habe ich mich gefragt, wie entsteht denn eine neue Tradition? Da habe ich eine witzige, stilisierte Deutschlandkarte gesehen, auf der die Regionen mit typischen Weihnachtsessen markiert waren. Würstchen mit Kartoffelsalat war da zu lesen, Ente, Weihnachtsgans, Karpfen und Fondue oder Raclette.

Ich komme aus einer Würstchen mit Kartoffelsalat-Tradition und danach gab es am Heiligen Abend immer ein Eis und zwar Fürst Pückler. Ich sehe die drei Blockstreifen in braun, weiß und rosa heute noch vor mir auf dem Teller liegen. Ich glaube der Fürst Pückler hat ausgedient und kommt heute nicht mehr in den Tiefkühler.

Rückblickend habe ich das Gefühl, dass Weihnachten früher entspannter war. Man hatte nicht den Zwang nach dem perfekten Menü, dem perfekten Baum, den perfekten Geschenken. Man hat sich gefreut, dass es ruhiger wurde und man Zeit hatte, die Familie zu besuchen. Am Heiligen Abend wurde nachmittags mit meinem Vater der Baum geschmückt. Währenddessen packte meine Mutter die Geschenke ein. Vor der Bescherung gab es die berühmten Würstchen mit Kartoffelsalat und dann noch Fürst Pückler Eiscreme. An den Weihnachtsfeiertagen wurde die Verwandschaft zu Kaffee und Plätzchen besucht und das war es irgendwie schon.

Mir missfällt die Hektik schon lange. Besonders unerfreulich ist für mich das Einkaufen von Lebensmitteln kurz vor dem Fest. Da habe ich immer das Gefühl in einer hysterischen Menge zu stehen. Vor über 20 Jahren habe ich für unser Weihnachten eine neue Tradition eingeführt und die ganze Familie immer am 4. Advent zu einem schönen Menü eingeladen. Da konnte man nämlich noch in Ruhe einkaufen. Über die Weihnachtsfeiertage haben wir eher einfach gelebt und den Tiefkühler leer gegessen. Meine Einkäufe habe ich immer vier Tage vor Weihnachten erledigt. Es gibt so viel Gemüse und Milchprodukte die das locker durchstehen. Von Reis, Nudeln, Kartoffeln, Linsen, etc. möchte ich gar nicht reden.

Heuer habe ich wieder Lust bekommen, für meinen Mann und mich am Heiligen Abend ein kleines Menü zu kochen. Allerdings bleibt die Vorgabe, dass an den letzten drei Tagen davor nichts eingekauft wird. Das Dessert wusste ich sofort, da es bereits eine Woche vorher fertig gemacht werden kann. Für die Vorspeise habe ich eine grobe Idee, an der ich noch etwas feilen muss. Der Hauptgang ist noch unklar - vielleicht probiere ich den auch erst nächstes Jahr aus.

Zu meinen schönen Traditionen an Weihnachten gehört auch die Teilnahme am kulinarischen Adventskalender von Zorra. Sie sammelt 24 unterschiedliche Beiträge deutschsprachiger Foodblogger und da ist so manche weihnachtliche Inspiration dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall, bei ihr vorbeizuschauen und jeden Tag ein Türchen zu öffnen. Zusätzlich gibt es auch noch zwei große Verlosungen, bei denen man tolle Preise gewinnen kann. Bei der zweiten Verlosung am 24. Dezember könnt ihr noch dabei sein. Vielleicht darf ich auch nächstes Jahr wieder mitmachen und die Vorspeise zum entspanntesten Menü aller Zeiten vorstellen. Jetzt gibt es erst einmal eine Eissplittertorte mit Portweinkirschen, sozusagen eine Art Fürst Pückler 2.0.









Die Torte reicht für 12 Personen.
Die Portweinkirschen kann man nach diesem Rezept selbst machen oder ein Glas kaufen.



100 gr. Mandelstifte
100 gr. Zucker + 2 TL zusätzlich
1 Prise Salz
100 gr. Bitterschokolade (70%)
100 gr. Baiser (kann bei einem guten Bäcker gekauft werden)
1 Liter Sahne
2 cl Kirschwasser

Backpapier
Frischhaltefolie
Springform (Durchmesser 28 cm)


Einen großen Teller mit Backpapier auslegen. Den Zucker in einer Pfanne erhitzen und schmelzen lassen, bis er hellbraun karamellisiert. Die Mandeln hinein streuen und mit einem Kochlöffel schnell mit dem Karamell verbinden. Die heiße Masse sofort auf das Backpapier geben. Die Masse soll schön braun aber nicht verbrannt sein.

Den Baiser mit dem Messer in mittelgroße Stücke schneiden. Die Schokolade ebenfalls mit dem Messer grob raspeln. Zum Schluss den abgekühlten Krokant in kleine Stücke hacken. Alles in einer großen Schüssel vermengen. Die Sahne, mit je einem TL Zucker, am besten in zwei Portionen sehr steif schlagen und mit dem Kirschwasser aromatisieren. Sahne zu der Bröselmasse in der großen Schüssel geben und vorsichtig unterheben. Den Boden der Springform mit Frischhaltefolie überziehen und dann in die Form spannen. Die Masse einfüllen, mit Frischhaltefolie abdecken und für mindestens 24 Stunden einfrieren.

Zum Servieren, ein Messer in ein Glas mit heißem Wasser geben und anschließend am Rand innen herum fahren, um die Torte zu lösen. Dann den Rand der Springform öffnen und entfernen. Die Torte kann nun auf eine Tortenplatte gestürzt und die Frischhaltefolie abgezogen werden. Anschließend mit den Portweinkirschen dekorieren.

Es empfiehlt sich, die Torte vor dem Servieren ca. 10 Minuten antauen zu lassen, dann lässt sie sich besser schneiden.





Sonntag, 1. Dezember 2019

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten

Kaum vorstellbar, der Kochbuchmarkt ist noch immer nicht gesättigt. So sprach der Jury-Vorsitzende Denis Scheck, anlässlich der Verleihung des Deutschen Verlagspreis für den Hädecke Verlag, sogar von einer "Wüstenei der Kochbuchszene". Das hat hohe Wellen geschlagen, nur so unberechtigt ist diese Aussage nicht. Ich bin jedes Jahr wieder völlig erstaunt, was da alles erscheint und kann mir kaum vorstellen, wer das kaufen soll. Aber es wird gekauft und einige Jahre später werden mit genau diesen Büchern ebay und die Kochbuch-Verkaufsgruppen überflutet. Deshalb erscheint es mir umso wichtiger sinnvolle und gut gemachte Kochbücher zu kaufen.

Für meine Empfehlungen zu Weihnachten wähle ich immer Bücher aus, die ich im laufenden Jahr rezensiert habe und die mir besonders gut gefallen haben. Dazu kommen Bücher, die erst jetzt im Herbst erschienen sind und ich noch keine Rezension geschrieben habe. Einige dieser Rezensionen sind bereits fertig und werden demnächst auch veröffentlicht. Noch ein kurzes Wort zu Rezensionen. Ich gebe mir da Mühe und verschaffe mir einen eigenen Eindruck. Deshalb brauche ich auch etwas länger dafür. Immer öfter sehe ich Veröffentlichungen, die eine Mischung aus Pressemitteilung und Klappentext sind. Das ist schade, aber wohl dem Trend der schnellen Oberflächlichkeit geschuldet. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf Bücher gelegt, die nicht an jeder Ecke zu sehen sind und bejubelt werden.

Nach dem Zusammenstellen dieser Liste, war ich selbst erstaunt, dass da 24 Bücher zusammen gekommen sind. Man könnte fast einen Adventskalender daraus machen. Wem das noch nicht genug ist, der kann sich zusätzlich Anregungen aus den Empfehlungen der letzten Jahre holen.

Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2018
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2017
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2016
Kochbuch-Empfehlungen für Weihnachten 2015

Gepflegte Alltagsküche:


In
Bernie Rieder: Pollo d'Oro
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Wer gerne Huhn isst, sollte dieses Buch haben. Es startet mit einer detaillierten Beschreibung in Wort und Bild, wie man ein Huhn zerlegt. Danach gibt es Rezepte, für ein Menü aus einem Huhn und dann folgt eine pralle Sammlung mit Gerichten, die man mit Huhn kochen kann. Bernie ist Profi-Koch und hat u. a. mit Eckard Witzigmann gearbeitet. Er verfügt über die seltene Gabe, Rezepte für den Hobbykoch aufzubereiten.
In Andreas Caminada: Pure Leidenschaft: Meine einfache Küche
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In seinem ersten Kochbuch stellt der Schweizer Spitzenkoch traditionelle Rezepte aus seiner Heimat Graubünden vor. Es war ihm ein Anliegen, bei seiner Interpretation besonders sorgfältig vorzugehen, um den besten Geschmack zu erreichen. Somit ist das Buch eine Sammlung schöner Gerichte, die der Hobbykoch daheim gut nachkochen und Gäste überzeugen kann.
In Mikkel Karstad: Immergrün: Die nordische Gemüseküche
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Dieses Buch erfüllt viele Ansprüche. Es ist optisch und haptisch sehr ansprechend. Im Fokus stehen verschiedene Gemüsesorten, zu denen es köstliche Rezept-Ideen aus der nordischen Küche gibt. Wer auf hohem Niveau und mit Gelinggarantie Gemüse auf den Tisch bringen will, hat mir diesem Buch sehr viel Freude. Der Autor hat u. a. auch im Restaurant Noma in Kopenhagen gearbeitet.

In Cettina Vicenzino: Sizilien in meiner Küche
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Dieses Buch ist mehr, als ein Kochbuch, da die gebürtige Sizilianerin die kulinarische Kultur ihrer Heimat näher bringen will. Die italienische Küche ist eine sehr regionale Küche mit speziellen Eigenheiten. In diesem Buch kann man typische und bei uns unbekannte Rezepte und spezielle Zutaten kennen lernen. Wer sich einlässt, kann viel über die Menschen und die Geschichte erfahren und bekommt auch noch einen kulinarischen Reiseführer dazu.
In Gabi Kopp: Meze ohne Grenzen: Rezepte, Geschichten, Menschen
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Dieses Buch ist eine opulente Sammlung von kleinen Meze-Gerichten aus der orientalischen Küche. Die Rezepte sind liebevoll illustriert und dazu werden immer wieder kleine Portraits von Menschen aus diesen Regionen eingestreut. Wer nur ein Kochbuch über diese Art von Vorspeisen haben möchte, dann dieses bitte.


In Yohanis Gebreyesus: Ethiopia: Rezepte aus einem einzigartigen Land
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Die äthiopische Küche ist hier noch eher unbekannt, dabei handelt es sich um eine der wenigen afrikanischen Küchen, die total eigenständig sind. Dieses Buch ist das einzige in deutscher Sprache, das ich kenne, und es ermöglicht einen guten Einstieg in die besonderen Zutaten und Zubereitungen dieser Küche, die sehr würzig und geschmackvoll ist.
In Claudio del Principe: al forno: Alles aus dem Ofen: Unkompliziert. Überraschend. Unwiderstehlich gut
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Im Alltag koche ich sehr gerne im Backofen, weil man eine kurze Vorbereitungszeit hat und während der "Ofenzeit" andere Dinge tun kann. Deshalb ist das schön gestaltete Buch von Claudio mein Überraschungsbuch in diesem Jahr gewesen. Er zeigt, wie man  Gemüse, Fisch, Fleisch, Süßes und Snacks schmackhaft im Ofen zubereiten kann.
In Mathias Gfrörer: Gutsküche: Geschmack ist meine Heimat
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Wer gerne Gäste bewirtet, findet in diesem Buch viele schöne Rezepte mit regionalen Zutaten. Zusätzlich erklärt Mathias anschaulich handwerklichen Schritte. Zu allen vier Jahreszeiten finden sich Rezepte für feine Gerichte, die gut nachkochbar sind. Portraits von Produzenten und viele stimmungsvolle Fotos sorgen dafür, dass man das Buch gerne in die Hand nimmt und darin blättert.
In Marianus von Hörsten: Meine Hofküche: Regional, saisonal und richtig lecker
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Aufgewachsen ist Marianus auf dem elterlichen Hof in der Lüneburger Heide. Vor kurzem hat er den Kochwettbewerb "Next Chef" für sich entschieden und in Hamburg eines der spannendsten Restaurants eröffnet. Sein Kochbuch zeigt, wie man mit regionalen und saisonalen Produkten kreative Gerichte auf den Tisch bringt.

In Hans Jörg Bachmeier: Heimat schmeckt am besten
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Sein Restaurant liegt im Herzen von München und im Bayerischen Fernsehen stellt er seine Rezepte vor. Hans Jörg Bachmeier steht für eine wunderbare Mixtur aus klassischer französischer Küche, bayerischen Traditionsgerichten und mediterranen Einflüssen. Das alles kann er so aufbereiten, dass das Nachkochen daheim kein Problem ist. In diesem Buch stellt er auch noch Produzenten und fast "ausgestorbene" Handwerke vor.
In Nelson Müller: Heimatliebe: Meine deutsche Küche
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Mit diesem Buch hat sich Nelson Müller, der in Schwaben aufgewachsen ist, zur Aufgabe gemacht typisch deutsche Traditionsrezepte in moderne Rezepte mit Anspruch zu übersetzen. Diese alten Gerichte geraten immer mehr in Vergessenheit und es lohnt sich, sie auf diese Weise wieder in Szene zu setzen. Wer typisch deutsch kochen möchte und auf eine feine Aromatik Wert legt, wird an diesem Buch Freude haben.

In Holger Stromberg: Manege frei für kleine Köche
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Die Liebe zum guten Essen lernen Kinder nur daheim und dieses Wissen mitzugeben wird immer wichtiger. Als Vater eines kleinen Sohns ist es Holger Stromberg ein Anliegen, dass Kinder schon früh etwas über Lebensmittel lernen. In diesem Buch erfahren sie spielerisch was gute Lebensmittel bedeuten und können mit den kindgerecht aufbereiteten Rezepten erste Erfolge am Herd feiern.

Kulinarische Reiseführer:


In Franz Kotteder: Der Tegernsee: Eine kulinarische Reise
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Die Schönheit des Tegernsee ist deutschlandweit bekannt und zieht sehr viele Besucher an. Auch kulinarisch ist dort einiges geboten. Dieses Buch stellt vom Gourmet-Restaurant mit drei Sternen bis zum gemütlichen Gasthaus alles vor, was es sich lohnt zu besuchen. Dazu gibt es Rezepte der typischen Gerichte, viele stimmungsvolle Fotos und Texte, die einen Blick hinter die Kulissen ermöglichen. Auf der Basis lassen sich sehr viele kulinarische Reisen an den Tegernsee zusammen stellen.
In Patrick Hemminger: Wein an Rhein und Main - Kurze Wege zu guten Tropfen
Link zum Buch

Deutsche Weine haben leider im eigenen Land noch nicht den Ruf, den sie eigentlich verdienen. Es gibt sehr viel zu entdecken und hierbei hilft das handliche Buch des renommierten Wein-Journalisten. Er stellt Weingüter im Rheingau, Rheinhessen, Churfranken, an der Hessischen Bergstraße und der Nahe vor. Mit diesem praktischen Ratgeber ausgestattet, steht einer kulinarischen Reise nichts mehr im Weg.
In 100 Genussorte in Bayern: Ein kulinarischer Reiseführer
Link zum Buch

In Bayern gibt es noch viele kleine Produzenten und kulinarische Handwerksbetriebe. In ihren Heimatorten sorgen sie oft dafür, dass in Kooperation mit Köchen oder Läden Genussorte entstehen. Es lohnt sich, solche Kleinode zu entdecken und überfüllten Massenzielen zu entgehen. Dieser genussaffine Reiseführer stellt 100 Orte aus allen 7 bayerischen Regierungsbezirken vor und zur besseren Planung der Reise liegt auch noch eine Karte bei.

Das besondere kulinarische Buch:


In Sebastian Frank: kuk [cook]
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Im Berliner Restaurant Horvath hat Sebastian Frank zwei Sterne erkocht. Der gebürtige Öster-reicher serviert dort Menüs, die sich an der traditionellen Küche seiner Heimat Österreich orien-tieren. Dabei bedient er sich einer stringenten Reduktion auf das Wesentliche. An manchen Stellen wirken seine Rezepte fast schon unwirklich einfach. Man muss verstehen, was wirklich dahinter steckt und die Auseinandersetzung lohnt sich. Hier kann der ambitionierte Hobbykoch viel über den Umgang mit Produkten lernen.

In Antje de Vries: Abenteuer Geschmack!
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Hier geht es um Geschmack. Da wurde nicht nur bei den Rezepten ein Augenmerk gelegt, wie der Geschmack von einzelnen Produk-ten bestens in Szene gesetzt werden kann. Es gibt auch einen lehrreichen und interessanten Theorieteil, wie Geschmack über-haupt funktioniert und wie man Geschmack erleben kann. Die Rezepte sind von unterschiedlichen Länderküchen inspiriert und mit gut erhältlichen Zutaten umsetz-bar. Damit kommt einfach und schnell mehr Geschmack in den Alltag.
In Nele Marike Eble: Edle Pralinen handgemacht: 1001 Aromen von Schokolade & Co.
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Schokolade hat, je nach Kakao-gehalt unterschiedliche Aromen. Danach richten sich die Pralinen-rezepte der Autorin und die Pralinen sind kleine Meisterwerke. Das Buch vermittelt viel Wissen über den Rohstoff Schokolade, die Kunst Pralinen zu machen und passende Rezepte dazu. Wer bereits Erfahrungen zu diesem besonderen Naschwerk gemacht hat, kann nun noch tiefer in die Materie eintauchen.
In Ingo Holland und Cathérine Jamin: Apéro - Ein leichtfertiger Genuss
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Für dieses Buch haben sich der deutsche Gewürzpapst und eine Spitzen-Patissière aus Frankfurt zusammengetan. Herausgekommen ist ein opulentes Kochbuch, das kleine Gerichte zum Apero mit dem passenden Getränk vorstellt. Der Bogen spannt sich dabei von pikanten Kleinigkeiten bis zum Gebäck. Wer die Apero-Kultur pflegen möchte, sollte dieses Buch im Regal stehen haben.
In Stefanie Hiekmann: Koch was draus!: Was Spitzenköche aus 5 Zutaten zaubern
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Die Autorin hat dem Who's who der deutschen Spitzenköche fünf Zutaten an die Hand gegeben. Was sie daraus gezaubert haben, zeigt das Handwerk und die Kreativität eines ausgebildeten Kochs. Zusätzlich stellt sie die Köche und ihre Restaurants ausgiebig in Wort und Bild vor. Damit wird das Buch auch zu einem Reiseführer und macht Lust die Protagonisten zu besuchen.
In Malte Härtig: Von Zen und Sellerie
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Malte hat nach der Koch-Ausbildung ein Philosophie-Studium absolviert. Er promovierte über die japanische Esskultur. In diesem Kochbuch zeigt er die Schönheit der Reduktion und präsentiert Rezepte, die sehr schlicht aber wirkungsvoll sind. Das Buch ist ganz besonders geeignet für Neueinsteiger in die japanische Küche. Es ist sehr lehrreich, achtsam in kleinen Dingen zu sein. Hilfreich ist auch die Einteilung der Rezepte in die vier Jahreszeiten.
In Jens Priewe: Grundkurs Wein: Alles, was man über Wein wissen sollte
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Das Interesse an Wein wächst und damit leider auch die Angst, man könnte sich in dieser elitären Welt blamieren. Das ist Quatsch und wer sich trotzdem etwas sicherer bewegen will, dem vermittelt der sehr erfahrene Wein-Journalist verständlich und unkompliziert das notwendige Wissen. Das Buch ist ein Nachschlagewerke, dass immer dann die passende Antwort bereit hält, wenn eine Frage auftaucht.
In Yoshiko Ueno-Müller: Sake - Elixier der japanischen Seele
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Wenn es eine Expertin zum Thema Sake gibt, dann ist das Yoshiko Ueno-Müller. Sie ist die erste Frau, die sich Master of Sake Tasting nennen darf. Seit 1989 lebt sie in Deutschland und ist Dozentin an der Deutschen Wein- und Sommelierschule. Mit ihrem Mann bietet sie Spitzen-Sake in Deutschland an. In ihrem Buch erklärt sie detailliert alles rund um Sake.
In Franz Keller: Vom Einfachen das Beste
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Franz Keller wurde als Sohn eines Winzers geboren und hat als Spitzenkoch alles erreicht. In Deutschland gehört er zu den großen Kochlegenden. Dem Sternezirkus hat er früh abgeschworen und seinen Fokus auf das Tierwohl gelegt. Auf seinem Bauernhof im Rheingau züchtet und schlachtet er eigene Tiere. Damit beliefert er das Gasthaus seines Sohnes, das er aufgebaut und vor ein paar Jahren übergeben hat. In seinem Buch schildert er seine spannende Lebensgeschichte und seine Sicht der Dinge zu Tierhaltung und Essen.