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Freitag, 26. Juli 2013

Ausflug in die Blumenschule in Schongau

Ein Besuch der Blumenschule in Schongau gehört für uns jedes Jahr zum Start in den Frühling. Dort kaufen wir die Pflanzen, die wir in unserem kleinen Garten daheim und im Bürogarten anpflanzen wollen.

Zu unserer Standardliste gehören natürlich die klassischen Küchenkräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Lorbeer, Salbei, Basilikum usw., aber natürlich auch Zitronenverbene und verschiedene Sorten Minze.

Besonders wichtig sind mir immer die esßbaren Blüten, von denen kann ich den ganzen Sommer ernten und habe immer eine schöne und schmackhafte Deko. Meine Standards sind Kapuzinerkresse, Borretsch, Orangen- und Zitronentargetes.

Zusätzlich dürfen immer drei Sorten Chili mit. Der fast schon "weltbekannte" Nymphenburger Knubbel, Lemon Drop und Bishops Crown. Ein paar Salatpflanzen und heuer erstmals ein Wasabi komplettieren meine Ausbeute.

Der Bürogarten wird auch ausgestattet mit verschiedenen Tomatensorten, Gurken, diversen Zucchini, Auberginen und Salat.




Nachdem wir unsere beiden Einkaufswägen in den Kofferraum des Autos verstaut hatten, freuten wir uns schon auf das Mittagessen im Cafe Blumenschule. Das frische Angebot ist nicht zu überbieten. Klar, die sitzen schließlich an der Quelle.....

Großer bunter Salat mit Schafskäse, getrockneten Tomaten und hausgemachten Aufstrichen 
Ziegenkäse mit Chili-Honig und buntem Salat

Gebratene Mini-Avocado mit Couscous und Tomaten-Petersilien-Pesto

Wer nicht hinfahren kann, kann auch über den online-Shop bestellen.
Die Blumenschule und weitere Allgäu-Tips findet Ihr auch auf meiner Allgäu-Karte unter dem Reiter Genussregionen.

Freitag, 21. Juni 2013

Junge Gastronomen mit viel Herzblut:
Restaurant Symphonie in Kempten

Sobald es um kulinarische Empfehlungen im Allgäu geht, ist auf meine Blogger-Freundin Mel Verlass. Sie hat uns das Restaurant Symphonie in Kempten sehr ans Herz gelegt.

In der Kemptener Innenstadt haben die beiden jungen Gastronomen Marcus Andre Janzen und Nadine Reutter sich den Traum vom ersten eigenen Restaurant erfüllt. Der junge Küchenchef hat mit seinem schönen Menü voll überzeugt. Auch der Service trägt viel zu einem wunderbaren Abend bei. Wir haben uns rundum wohl und sehr gut betreut gefühlt.

Also, liebe Allgäuer und Urlauber: unbedingt hingehen und das große Engagement der beiden unterstützen.

Bärlauchfrischkäse, Rote-Bete-Mousse, Schwarzwälder Schinken

Basilikum-Spargel-Milch, getrüffelter Kalbstafelspitz

Wildkräutersalat im Pinienkerndressing mit grünem Spargel, luftgetrocknetem Schinken und Gazpachojus

Cappuccino von der Strauchtomatenessenz mit Ricotta-Basilikum-Nockerl und erlesenem Limonenöl

Abgeflämmte Jakobsmuscheln mit wildem Spargel, Rosenreduktion und Chorizomarmelade

Sorbetvariation, Rhabarber, Avocado, Erdbeer-Basilikum

Duett vom heimischen Weidekalb, Rosa Filet und geschmortes Haxerl mit Flusskrebs,
Erbsen-Tonkabohnen-Ravioli auf Mousseline von der Flageoletbohne 
Konsonanz von der Milchschnitte mit Schokoladenerde und Erdbeertraum

Mittwoch, 12. September 2012

Kulinarische Perle im Allgäu: Die Remise in Schmidsfelden

Schmidsfelden haben wir bei unserem letzten Allgäu-Besuch schon kennengelernt. Das ist ein kleines, fast versteckt liegendes, Glasbläserdorf. Die kleinen, herausgeputzten Häuser und die Glaswertkstätten alleine sind schon einen Besuch wert. Für mich ein absolutes Juwel und ein Geheimtip. Auch die Fahrt dorthin durch die schöne Landschaft ist ein Genuss.

Getoppt wird das nur noch durch das kleine Restaurant von Rudolf Schneider, die Remise . Ein kleines Schmuckstück mit gemütlicher Atmosphäre und sehr gutem Essen. Alles herrlich unkompliziert. Es gibt keine Tische, es gibt nur Plätze und so sitzt man fröhlich mit netten Menschen am Tisch. Kaum angekommen stehen schon ein Körbchen mit Brot und eine Flasche Wasser auf dem Tisch. Von der Schiefertafel an der Wand wählt man sein Menü. Es gibt je 2 Vorspeisen, 2 Zwischengänge, 2 Hauptspeisen und ein Dessert. Wer sich nicht entscheiden kann, nimmt von allem einmal und teilt. Auch die Weinauswahl ist vorzüglich.

Als gelernter Koch und Metzger macht Herr Schneider auch die Wurstwaren selber und wenn gewurstet wurde, dann gibts als Amuse ein wunderbares Würstchen.

Einen kleine Wermutstropfen gibt es leider noch. Rudolf Schneider wird seine Remise nächstes Jahr schließen. Wir möchten unbedingt vorher noch einmal bei ihm essen.


Schweinswürstel mit Linsen

Vitello Tonnato

Grillgemüse mit gebratenem Mozzarella

Forellenfilet mit Tomatentagliatelle

Kürbissuppe mit Scampis

Gefülltes Kalbsschnitzel mit Gemüse und Gratin


Roastbeef-Roulade mit Kartoffelgratin

Dreierlei Süßes





Samstag, 16. Juni 2012

Glutenfrei City - Scheidegg im Allgäu und Mittagessen beim Hirschen

In Scheidegg hat man sich zum Ziel gesetzt, den glutenintoleranten Gast optimal zu betreuen. Es gibt dort Bäckereien und Metzgereien, die glutenfreie Produkte anbieten. Traurigerweise muß man ja besonders auf das versteckte Gluten wie z. B. in Salami oder Wiener achten. Ein normales Brot ist ja leicht als unverträglich zu erkennen.

Wir haben uns in der Metzgerei Radike mit glutenfreien Wurstwaren eingedeckt. Gute Beratung (vom Chef persönlich), guter Service (zusätzliches Angebot mit glutenfreien Bio!!-Nudeln und geplanter Mittagstisch) und die Wurst hat auch sehr gut geschmeckt.

Bei Tyls Brotkorb hatten wir leider Pech, da an unserem Besuchstag nicht glutenfrei gebacken wurde. Die normalen Backwaren haben sehr gut ausgesehen. Deshalb: beim nächsten Mal vorher Termine checken.

Konsequenterweise bieten auch viele Restaurants glutenfreie Küche an. Am Montag hatten viele Ruhetag, trotzdem waren immer noch vier Restaurants geöffnet. Wir entschieden uns für den Hirschen.

Bitte nicht wundern, die frischen Spätzle waren für mich. Die gibt es leider nicht in glutenfrei.


Schwäbischer Zwiebelrostbraten vom Allgäuer Rind mit

frisch geschobenen Käsespätzle und knusprigen braunen Zwiebeln

Gebratene Rehkeule an Wildrahmsoße mit frischen Pilzen
und Kräutern, Apfelblaukraut

und Bratkartoffeln

selbst gemachtes Orangenhalbgefrorenes mit Erdbeersalat
und Grand-Marnier-Schaum

Mus von brauner und weißer Schokolade mit Fruchtsalat
von frischen Früchten und Erdbeersoße

Das Essen im Hirschen ist frisch und gut bürgerlich gekocht. Uns hat es sehr gut geschmeckt. Auf das Thema glutenfrei sind sie sehr gut vorbereitet. Im Prinzip kochen sie nach dem Konzept, wie ich es zuhause auch mache. Saucen, Suppen, etc. grundsätzlich glutenfrei binden. Als Beilage lieber Bratkartoffeln, als Kartoffelgerichte, die eine Bindung benötigen. Nudeln problemlos mit glutenfreien Produkten ersetzen. Fleisch, Fisch, Gemüse, Obst usw. ist schließlich grundsätzlich glutenfrei. Dann kommt halt keine Panade oder Kruste dazu. Auch Brot und Bier werden als glutenfreie Variante angeboten. 

Die Devise: lieber weglassen, als sich verkünsteln, wurde auch beim Dessert beachtet. Warum ich das schreibe? Weil das wirklich erwähnenswert ist. Wir waren schon in Restaurants, die haben sich viel Mühe gegeben Herrn bushcook einen glutenfreien Hauptgang zu servieren und dann steckt im Dessert gnadenlos eine Eiswaffel! Der aufmerksame Leser weiß jetzt genau, wer welches Dessert gegessen hat.

Wünschen würde ich mir vom Hirschen, daß sie für glutenintolerante Gäste eine eigene Speisekarte bereithalten. Es ist mühsam, sich aus dem vielfältigen Angebot das Passende auszusuchen. Wie schön wäre es, eine Karte zu haben und zu wissen, alles was da drauf steht, das darf ich essen. Was für jeden normal und selbstverständlich ist, ist für die Zöliakiebetroffenen wirklich Luxus. 

Einen Besuch beim Fremdenverkehrsamt empfehle ich auch noch, dort gibt es eine gute Broschüre über das gesamte glutenfreie Angebot.

Wem der Sinn nach Bewegung, nach den Genüssen steht, der kann einen ganz besonderen Spaziergang Auge in Auge mit den Spitzen von Tannenbäumen machen. Das bietet der Baumwipfelpfad in Scheidegg.



Freitag, 15. Juni 2012

Wohlfühlen in den Teestuben am Gailenberg

Regen, Regen, Regen - es hat geschüttet wie aus Eimern. Glücklicherweise hatten wir uns in die schöne Ferienwohnung von pimpimella eingemietet. Und jede Menge tolle Allgäu-Tips hatten wir von ihr auch bekommen.


Trotz des gruseligen Wetters machten wir einen Ausflug zum Gailenberg. Normalerweise ist das eine schöne Wanderung. Im strömenden Regen hatten wir keinen Spaß daran und fuhren nach oben. Die charmante Teestube war trotzdem voll besetzt und die Parkplatzsituation eng, sehr eng. Bei schönem Wetter möchte ich mir das gar nicht vorstellen. Da sollte man wirklich zu Fuß gehen und auch einen Tisch reservieren.

Wenn man schon mal oben ist, unbedingt noch das restaurierte alte Bauernhaus des Künstlers Kilian Lipp besuchen. Das ist sehr sehenswert.

Die Karte ist sehr klein und wird täglich aktualisiert. Schon mal ein gutes Zeichen für frische, saisonale Küche.


Vitello Tonnate vom Allgäuer Tafelspitz

Penne in Safran-Grapefruitsauce mit Stücken
vom weißen und grünen Spargel

Gegrillte Hähnchenbrust mit duftigem Safranreis, dazu Salat

Rhabarbercrumble mit Vanilleeis

Beim Dessert reagierte man sehr flexibel auf Herrn bushcooks Glutenintoleranz. Er bekam ganz unkompliziert Vanilleeis mit Kürbiskernöl und gerösteten Pinienkernen. Und einen wichtigen Hinweis: beim nächsten Mal gleich mit der Reservierung Bescheid geben, dann kann man sich noch besser darauf einstellen. Das finde ich sehr gut.

Zum Abschluß habe ich noch einen kleinen Blick in den gemütlichen Gastraum.




Donnerstag, 14. Juni 2012

Großer Genuß im Allgäu: Barbara Schlachter-Ebert

Barbara Schlachter-Ebert steht für regionale, saisonale Küche auf höchstem Niveau. Schon lange wollten wir bei ihr auf der Schlossanger Alp essen und haben unseren Wochenendausflug im Allgäu damit gestartet.

Der Wettergott war mit uns und wir konnten bei strahlendem Sonnenschein auf der wunderbaren Terrasse essen. Und mit dem Aperitif Walter ging es los - bei dem Namen konnten wir nicht widerstehen :-).

Der Walter - Waldmeister, Melone, Haselnuss, Limetten mit Sekt gespritzt

 Die Festtagssuppe mit Flädle und Milzschnitte in der Tafelspitzbrühe


Gebackene Kalbszunge und gekochtes Kalbsherz in
Tomatenvinaigrette dazu Bratkartoffeln

und Schnittlauchsauerrahm

Allgäuer Landschweinrücken mit Bärlauchkruste auf Spargel-Lauchgemüse,
Champignon und Rosmarin-Kartoffelkrapfen

Buttermilch-Panna Cotta mit Limettengelee, Erdbeersalat,
Waldmeister und Erdbeersorbet

Neben dem wunderbaren Essen haben wir besonders die sehr angenehme Umgebung und das schöne Ambiente genossen. Ein weiterer Pluspunkt für mich ist, daß hier auch Innereien gewürdigt werden. Und, das Dessert war noch leckerer, als es aussieht.

Donnerstag, 13. Oktober 2011

Die Reise startet und das Allgäu zeigt sich von seiner besten Seite

Vor einigen Jahren sind wir schon auf den Geschmack gekommen, durch Deutschland zu reisen. Ich kann das nur uneingeschränkt empfehlen. Deutschland ist schön, jeder Landstrich ist anders und individuell. Die Menschen sind herzlich und hilfsbereit (na ja, nicht alle :-), aber die meisten). Bei vergessenem Gepäck oder sonstigen blöden Mißgeschicken kann man ganz ruhig bleiben. Deutschland hat eine perfekte Infrastruktur und man kann einfach für Ersatz sorgen. Auch solche Dinge wie Währungstausch und Sprachkurse entfallen (hier kann es kleine Ausnahmen geben).

Aber das Wetter! Das erzählen mir alle, wenn ich von Deutschland schwärme.

"Wir würden ja so gerne Urlaub in Deutschland machen, wenn nur das Wetter nicht wäre."

Wir sind gestartet an einem dunklen Montag, es hat in Strömen geregnet. Als wir Mittags im Allgäu ankamen, war es wenigstens schon trocken - dunkel war es immer noch. Egal, wir haben uns mit einer sehr freundlich-strahlenden Allgäuerin (und jetzt auch Neu-Bloggerin) verabredet, in einer meiner geliebten Bayerischen Weiberwirtschaft'n. Wer braucht da Sonnenschein?

Unser spontanes Treffen zum Mittagessen fand im Landhotel Adler in Martinszell statt. Die Vorgeschichte ist fast schon kurios, bestätigt aber meine Überzeugung, daß man manchmal einfach nur ein bißchen mutig sein muß. Melanie haben wir bei der Geburtstagsfeier von Arthurs Tochter kennengelernt. Sie ist gekommen, einfach so, ohne irgendjemand jemals vorher gesehen zu haben. Viele kamen einfach so - es war ein wundervolles Fest.

Sie kannte den Gasthof schon lange, hatte ihn aber aus den Augen verloren. So war es für uns drei und die charmante Wirtin Maria Platz ein schönes Wiedersehen. Und gegessen haben wir sehr gut allgäuerisch und geratscht und gelacht und danach hat die Sonne es wieder gut mit uns gemeint.


Maultaschen mit Salat

Zwiebelrostbraten mit Käsespätzle

Das Besondere an dieser Reise waren die Genußmomente und das ist mehr als nur gutes Essen, das sind auch die Begegnungen mit liebenswerten, aufgeschlossenen Menschen und die vielen anregenden Gespräche.
Wir hatten hier den perfekten Auftakt.

Kleiner Nachtrag:
Was soll das Gekeife beim Brigitte Blog Award? Die Stärke der Blogger ist die Vernetzung. Genuß, Freude und Spaß sollten im Vordergrund stehen.