Letztes Jahr hat die sympathische Lisa Angermann die Kochshow "The Taste" gewonnen. Diese Sendung gehört zu den wenigen Kochsendungen im Fernsehen, die ich noch aufmerksam verfolge. Waren beim Start dieses Formats noch viele Hobbyköche unter den Kandidaten, so sind inzwischen die gelernten Köche in der Überzahl. Auch Lisa ist Profi-Köchin. Nach meiner Einschätzung wird es für Amateure immer schwieriger als Sieger nach Hause zu gehen.
In der Sendung präsentieren die Teilnehmer ihr Gericht auf kleinen Porzellanlöffeln der Jury. Diese Löffel werden dann großformatig aus allen Perspektiven gezeigt. Mich macht das immer sehr neugierig, wie das wohl schmeckt und wie das wohl zubereitet wurde. Deshalb habe ich mir das begleitende Kochbuch "The Taste: Die besten Rezepte aus Deutschlands größter Kochshow - Das Siegerbuch 2017" einmal näher angesehen.
Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
Ausprobiert habe ich ein Gericht der Gewinnerin Lisa. Die Rezepte im Buch sind für 4 normale Portionen umgesetzt. Das ist vernünftig, da man mit diesen kleinen Löffelportionen im Alltag wenig anfangen kann. Für den Fenchelsalat werden Mini-Fenchel verwendet. Es ist mir gelungen welche zu bekommen. Sie sind sehr zart und werden fein gehobelt. Das, in Kombination mit den kleinen Gurkenwürfeln, gibt einen sehr aromatischen Salat mit feinem Biss. Durch die fertige Chilisauce ist die Avocadocreme blitzschnell gemacht und geht geschmacklich in Richtung Guacamole. Das war ein sehr schönes Gericht, das ich mir auch in einem Menü vorstellen kann. Da lohnt sich dann auch die Präsentation auf einem schönen Teller, wie dieser aus der Serie kolibri by Tim Raue von Selection ASA.
Fenchelsalat:
8 Mini-Fenchel oder zwei kleine Fenchelknollen
4 Mini-Gurken oder 1/2 Salatgurke
100 gr. Salicornes
3 EL Weißweinessig
4 EL Limonen-Olivenöl
1 MSP Piment d'Espelette
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Den Fenchel längs halbieren und den Stunk keilförmig ausschneiden. Die Fenchelhälften in sehr dünne Scheiben hobeln. Die Gurken schälen, längs halbieren und mit einem Teelöffel die Kerne herausschaben. Dann in feine Würfel schneiden. Bei den Salicornes die holzigen Enden abschneiden und lange Teile halbieren. Alles in eine Schüssel geben. Aus Essig, Olivenöl, Salz, Piment d'Espelette und Pfeffer eine cremige Vinaigrette rühren und den Salat damit anmachen.
Avocadocreme:
2 Avocado
1/2 Bund Koriander
3 EL Sweet Chili Sauce
1 Limette
Meersalz
Die Avocado halbieren, den Kern herausdrehen und das Fruchtfleisch mit einem Esslöffel aus der Schale heben. Die Korianderblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Beides in ein hohes Bechergefäß geben. Den Saft der Limette und die Chilisauce dazugeben. Alles mit dem Pürierstab sehr fein pürieren und mit Salz abschmecken.
Wolfsbarsch:
1 Zweig Rosmarin
1 Zweig Thymian
4 Wolfsbarschfilets mit Haut (Portionsgröße)
2 EL Olivenöl
2 EL Butter
Meersalz
Den Fisch auf Gräten kontrollieren und ggf. ziehen. Den Bauchlappen abschneiden und anderweitig verwenden (schnelle Ceviche oder Tatar). Das Filet in Portionen schneiden und mit Salz würzen. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Kräuter dazugeben. Die Fischfilets auf der Hautseite knusprig braten. Dann die Butter in die Pfanne geben und aufschäumen lassen. Den Fisch wenden und nur kurz (2 - 3 Minuten) fertig garen lassen.
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Montag, 28. Mai 2018
Samstag, 26. Mai 2018
Rezension: The Taste: Die besten Rezepte aus Deutschlands größter Kochshow - Das Siegerbuch 2017
Das Schwierige bei Kochshows im Fernsehen ist ja immer, dass über den Geschmack von Essen berichtet wird, man selbst kann es leider nicht schmecken. Diesem Umstand geschuldet und meiner Neugierde, wie man diese winzigen Löffelportionen in vernünftige Rezepte umsetzt, haben mich gereizt mich mit dem Buch "The Taste: Die besten Rezepte aus Deutschlands größter Kochshow - Das Siegerbuch 2017" zu beschäftigen.
Dieses Kochbuch erscheint immer erst nach der Ausstrahlung der letzten Sendung einer Staffel, weil es dem Sieger gewidmet ist und der soll ja vorher nicht verraten werden. Letztes Jahr hat die sympathische Lisa Angermann, eine Profiköchin aus Thüringen gewonnen. Mit ihren 21 Rezepten startet das Buch. Gleich im Anschluss werden Lisa und ihre bunte, fröhliche Kochwelt in Wort und Bild vorgestellt. Es haben aber auch die besten Rezepte aus allen vier Teams der Koch-Coaches Alexander Herrmann, Cornelia Poletto, Frank Rosin und Roland Trettl Einzug ins Buch gehalten.
Dieses Kochbuch erscheint immer erst nach der Ausstrahlung der letzten Sendung einer Staffel, weil es dem Sieger gewidmet ist und der soll ja vorher nicht verraten werden. Letztes Jahr hat die sympathische Lisa Angermann, eine Profiköchin aus Thüringen gewonnen. Mit ihren 21 Rezepten startet das Buch. Gleich im Anschluss werden Lisa und ihre bunte, fröhliche Kochwelt in Wort und Bild vorgestellt. Es haben aber auch die besten Rezepte aus allen vier Teams der Koch-Coaches Alexander Herrmann, Cornelia Poletto, Frank Rosin und Roland Trettl Einzug ins Buch gehalten.
Jedem Rezept ist eine Doppelseite gewidmet, auf der die (oft sehr umfangreiche) Zutatenliste und der ausführliche Rezepttext zu finden sind. "Gewürzt" sind die Rezepte mit vielen Fotos aus der Sendung, der Erwähnung des jeweiligen Gastjurors und des Themas. Selbstverständlich fehlt auch das Foto vom fertigen Löffelgericht nicht. Bei diesen Fotos hätte ich mir mehr Deutlichkeit gewünscht. Das liegt aber auch daran, dass ich es beim Sehen der Sendung nie schaffe gleichzeitig den langen Titel des Gerichts zu lesen und den eingeblendeten Löffel im Detail anzuschauen. Ich habe mir schon angewöhnt, die Sendung aufzuzeichnen, um dann die Stellen mit interessanten Löffeln nochmal sehen zu können.
Die Struktur des Buchs folgt konsequent der Sendung und das finde ich auch richtig. Es macht es halt nur leider etwas schwierig Gerichte zum Nachkochen auszuwählen. Hier hätte ich mir ein Register mit einer Einteilung der Gerichte in Kategorien gewünscht. Großen Spaß macht es, wenn man die Sendung gerne sieht, durch das Buch zu blättern und anhand der vielen eingestreuten Zitate und Fotos aus der Sendung in Erinnerungen zu schwelgen.
Wer sich an die Gastjuroren, die alle aus der Spitzengastronomie kommen, und ihre mitgebrachten Aufgaben erinnert, der kann sich vorstellen, dass in den Rezepten Zutaten enthalten sind, die nicht so einfach zu bekommen sind. Auch die Zubereitung ist eher aufwändig. Wenn ich es so im nachhinein betrachte, wächst bei mir der Respekt, wie die Kandidaten in so kurzer Zeit solche Ergebnisse kochen können. Wenn es ans Nachkochen geht, könnte ich mir vorstellen, dass man eher einzelne Komponenten herauspickt. Dann hat man einen großen Fundus an kreativen Ideen.
Ich habe mich entschieden, ein Rezept der Gewinnerin auszuprobieren und habe auch eines gefunden, bei dem die Zutaten für mich einfach einzukaufen waren. Hier wird Mini-Fenchel verlangt. Das sind keine kleinen Fenchelknollen, sondern wirklich winzige Gemüse, wie für die Puppenküche. Da ich regelmäßig im Frischeparadies München einkaufe, wusste ich, dass sie immer verschiedene Mini-Gemüse vorrätig haben. Ich war überrascht, wie toll die Textur dieser winzigen Dinger ist, kann mir aber dieses Rezept genauso gut mit einem normalen Fenchel vorstellen. In der Sendung macht es natürlich Sinn, alles in Mini zu verwenden, sonst passt es nicht auf den Löffel. Im Kochbuch wurden die Rezepte grundsätzlich für 4 Personen umgesetzt. Das finde ich auch sehr sinnvoll, da niemand daheim 6 - 8 winzige Löffel von einem Gericht kocht. Die Umsetzung dieses Kochshow-Rezepts daheim hat sehr gut geklappt und das Gericht hat uns ausgezeichnet geschmeckt.
Wolfsbarsch mit Fenchelsalat und Avocadocreme
Fazit:
"The Taste: Die besten Rezepte aus Deutschlands größter Kochshow - Das Siegerbuch 2017" ist ein absolutes Muss für die Fans der Sendung. Es ist sehr gut gelungen, die Stimmung und einzelne Szenen einzufangen. Gut gelungen ist auch, die Rezepte als übliche 4-Personen-Menge umzusetzen und trotzdem nah am Original Löffelgericht zu bleiben. Ambitionierte Hobbyköche finden besonders bei der Aromenwelt von Lisa schöne Anregungen. Für unerfahrene Köche ist es eher weniger geeignet.
Die Struktur des Buchs folgt konsequent der Sendung und das finde ich auch richtig. Es macht es halt nur leider etwas schwierig Gerichte zum Nachkochen auszuwählen. Hier hätte ich mir ein Register mit einer Einteilung der Gerichte in Kategorien gewünscht. Großen Spaß macht es, wenn man die Sendung gerne sieht, durch das Buch zu blättern und anhand der vielen eingestreuten Zitate und Fotos aus der Sendung in Erinnerungen zu schwelgen.
Wer sich an die Gastjuroren, die alle aus der Spitzengastronomie kommen, und ihre mitgebrachten Aufgaben erinnert, der kann sich vorstellen, dass in den Rezepten Zutaten enthalten sind, die nicht so einfach zu bekommen sind. Auch die Zubereitung ist eher aufwändig. Wenn ich es so im nachhinein betrachte, wächst bei mir der Respekt, wie die Kandidaten in so kurzer Zeit solche Ergebnisse kochen können. Wenn es ans Nachkochen geht, könnte ich mir vorstellen, dass man eher einzelne Komponenten herauspickt. Dann hat man einen großen Fundus an kreativen Ideen.
Ich habe mich entschieden, ein Rezept der Gewinnerin auszuprobieren und habe auch eines gefunden, bei dem die Zutaten für mich einfach einzukaufen waren. Hier wird Mini-Fenchel verlangt. Das sind keine kleinen Fenchelknollen, sondern wirklich winzige Gemüse, wie für die Puppenküche. Da ich regelmäßig im Frischeparadies München einkaufe, wusste ich, dass sie immer verschiedene Mini-Gemüse vorrätig haben. Ich war überrascht, wie toll die Textur dieser winzigen Dinger ist, kann mir aber dieses Rezept genauso gut mit einem normalen Fenchel vorstellen. In der Sendung macht es natürlich Sinn, alles in Mini zu verwenden, sonst passt es nicht auf den Löffel. Im Kochbuch wurden die Rezepte grundsätzlich für 4 Personen umgesetzt. Das finde ich auch sehr sinnvoll, da niemand daheim 6 - 8 winzige Löffel von einem Gericht kocht. Die Umsetzung dieses Kochshow-Rezepts daheim hat sehr gut geklappt und das Gericht hat uns ausgezeichnet geschmeckt.
Wolfsbarsch mit Fenchelsalat und Avocadocreme
Fazit:
"The Taste: Die besten Rezepte aus Deutschlands größter Kochshow - Das Siegerbuch 2017" ist ein absolutes Muss für die Fans der Sendung. Es ist sehr gut gelungen, die Stimmung und einzelne Szenen einzufangen. Gut gelungen ist auch, die Rezepte als übliche 4-Personen-Menge umzusetzen und trotzdem nah am Original Löffelgericht zu bleiben. Ambitionierte Hobbyköche finden besonders bei der Aromenwelt von Lisa schöne Anregungen. Für unerfahrene Köche ist es eher weniger geeignet.
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