Posts mit dem Label Geflügel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Geflügel werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 7. Mai 2026

Blaukrautsalat mit Entenkeule

Im aktuellen Kochbuch "Essen für Leib & Seele" von Hans Jörg Bachmeier geht es um Wohlfühlgerichte und genau das trifft auf diesen Blaukrautsalat mit Entenkeule zu. Man könnte auch Sonntagsessen dazu sagen. Das lässt sich wunderbar auf den Tisch bringen, wenn man sich verwöhnen oder Gäste einladen möchte.

Der Blaukrautsalat ist frischer und aromatischer, als ein Blaukrautgemüse und lässt sich auch schon am Vortag zubereiten. Man serviert ihn mit Zimmertemperatur. Auch die Entenkeulen kann man vorbereiten. Dann brät man sie die ersten 30 Minuten und bereitet die Marinade vor. Am nächsten Tag nimmt man sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank, damit sie Zimmertemperatur haben und vollendet sie im Ofen.

Dieses Gericht ist auch der perfekte Hauptgang für ein Menü. Für meine Rezension habe ich auch eine Vorspeise mit Fisch und ein Dessert gekocht. (Link zur Rezension und den beiden anderen Rezepten)



für 2 Personen


Blaukrautsalat:
200 gr. Blaukraut
1/2 Orange
2 EL Rotweinessig
2 EL Olivenöl
2 EL Rotwein
Salz
Zucker

Das Blaukraut in sehr feine Streifen schneiden und mit etwas Salz und einer Prise Zucker in einem Topf marinieren.

Die Schale der Orange abreiben und für die Entenkeulen aufheben. Den Saft der Orange auspressen und mit Rotweinessig, Olivenöl und Rotwein verrühren. Die Flüssigkeit zum Blaukraut geben und gut mischen, etwas ziehen lassen.

Das Blaukraut mit geschlossenem Topfdeckel, bei mittlerer Temperatur, für ca. 10 Minuten erwärmen. Zwischendurch umrühren. Das Blaukraut sollte noch bissfest sein. (Dies kann erledigt werden, wenn die Entenkeulen im Ofen sind.)


Entenkeulen:
2 kleine Entenkeulen (weibliche!)
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Butter
1 Zweig Rosmarin
3 Zweige Thymian
1 EL Olivenöl
Cayennepfeffer
Abrieb einer halben Orange

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Die Entenkeulen auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen und in einer Pfanne mit etwas Butter auf der Hautseite anbraten. Herausheben und auf das Blech legen, für 30 bis 45 Minuten in den Ofen geben. Die Zeit richtet sich nach der Größe der Entenkeulen

Die Kräuterblätter von den Stielen zupfen, fein hacken und zur Orangenschale geben. Mit dem Olivenöl verrühren und etwas Salz und Cayennepfeffer würzen. Die Entenkeulen mit der Marinade bestreichen und nochmals für 15 Minuten in den Ofen geben. 

Die Entenkeulen sind fertig, wenn die Haut kross ist und sich das Fleisch leicht vom Knochen lösen lässt.

(Männliche Entenkeulen sind deutlich größer und brauchen mehr Garzeit.)


Anrichten:
kleine Zweige von Thymian und Rosmarin
restliche Marinade

Das Blaukraut abschmecken und auf die Teller geben. Die Entenkeulen darauf anrichten und der restlichen Marinade beträufeln. Mit den Kräuterzweigen garnieren. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:




















Samstag, 21. März 2026

Köstliches China: Gebratenes Hühnerfleisch in Zitronensauce

Über die Einladung von Zorra, Gastgeberin beim nächsten Blog-Event in ihrem Blog "Kochtopf" zu sein, habe ich mich sehr gefreut. Das Thema habe ich sehr schnell gefunden. Es dreht sich alles um die chinesische Küche, die ich sehr schätze.

Sie ist von anderen asiatischen Küchen bei uns etwas in den Hintergrund verdrängt worden. Aber es lohnt sich, sich mir ihr zu beschäftigen. Ich habe einen großen Fundus an Rezepten, da ich vor einigen Jahren viele Kochkurse bei einer Singapur-Chinesin gemacht habe. Von dort kommt auch dieses gebratene Hühnerfleisch in Zitronensauce. Wer gerne Zitrusaromen in pikanten Gerichten mag, wird damit sehr glücklich sein. Es schmeckt einfach köstlich und passt also perfekt zum Motto "Köstliches China".

Eigentlich hätte ich damit auch bei dem Blog-Event von Susanne, vom Blog Magentratzerl mitmachen können. Der trug das Motto "Zitruszeit" und die Zusammenfassung ist gerade online gegangen.

Weitere Rezepte mit Zitrusfrüchten gibt es in der Rezeptsammlung #zitrusliebe.



für 4 Personen als Hauptspeise oder 8 Personen als Gang eines Menüs

Es empfiehlt sich alle Komponenten vorzubereiten und dann erst das Gericht zu kochen. Als Beilage passt am besten Reis.

2 Hühnerbrustfilets

Marinade:
1 Stück Ingwer, etwa halben Daumen groß
1 EL trockenen Weißwein
1 MSP Salz
1 MSP Zucker
1 TL Maismehl
1 TL helle Sojasauce

Finish:
1 Ei
1 Tasse Maismehl
Rapsöl

Das Innenfilet der Hühnerbrüste herausschneiden und, quer zur Faser, in feine Streifen schneiden. Die Hühnerbrust ebenfalls, quer zur Faser, in feine Streifen schneiden.

Den Ingwer schälen, fein würfeln und gemeinsam mit den anderen Zutaten der Marinade verrühren. Das Hühnerfleisch damit für 30 Minuten marinieren.

Das Ei in einer kleinen Schüssel mit einer Gabel aufschlagen. Das Maismehl abmessen und die Hälfte auf einen Teller streuen. Das marinierte Hühnerfleisch zum Ei geben und vermengen. Die Hühnerstreifen portionsweise im Maismehl wenden. Sobald das Mehl aufgebraucht ist, neues Mehl auf den Teller geben.

In eine größere, beschichtete Pfanne Rapsöl bis zur halben Höhe geben und erhitzen. Die Hühnerstreifen darin unter Rühren knusprig braten. Einen Teller mit Küchenpapier auslegen, die Hühnerstreifen herausheben und abtropfen lassen.


Zitronensauce:
1 TL Weißwein
100 ml Wasser
2 EL Zucker
1 MSP Salz
1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL geröstetes Sesamöl

1 TL Maisstärke 
2 EL Wasser
2 EL Puderzucker
2 Zitronen
3 EL Weißweinessig
2 EL Rapsöl

Weißwein, Wasser, Zucker, Salz, Pfeffer und Sesamöl zu einer Sauce verrühren. 

Die Maisstärke in den 2 EL Wasser auflösen.

Puderzucker vorbereiten.

Den Saft der Zitronen auspressen und mit dem Essig verrühren.

Das Rapsöl in einem Wok erhitzen. Die Zitronensauce hineingeben und verrühren. Danach die Mischung aus Essig und Zitronensaft dazugeben. Puderzucker und aufgelöste Maisstärke in die Flüssigkeit geben und unter Rühren aufkochen lassen, damit die Sauce eindickt.


Anrichten:
1/2 Zitrone
1/2 Bund Petersilie

Die Zitrone in feine Scheiben schneiden und diese halbieren. Die Blätter der Petersilie abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Die Hühnerstreifen marinieren. Die Zitronensauce kochen und warm stellen. Das Hühnerfleisch panieren und braten.

Das gebratene Hühnerfleisch auf einer Platte anrichten und mit der Zitronensauce begießen. Alles mit Zitronenscheiben und Petersilie garnieren. Sofort servieren. 


Blog-Event CCXXVIII - Köstliches China (Einsendeschluss 15. April 2026)







Freitag, 2. Januar 2026

Chicken Ginger Curry

Als ich das Kochbuch "Shalom Kitchen" von Florian Gleibs zum ersten Mal in der Hand hatte, haben mich viele Rezepte begeistert und ich habe spontan auch einiges für meine Rezension (Link) ausprobiert. Jedes Rezept hat sich sehr gut umsetzen lassen und das fertige Gericht hat uns sehr gut gefallen.

Ich plane immer eine Woche im voraus mit dem, was ich kochen möchte, da wir dann gezielt einkaufen können. Als ich so gar nicht wusste, auf was ich Lust habe, fiel mir wieder ein, dass da noch vieles ausprobiert werden sollte. Als erstes entschied ich mich für ein Chicken Ginger Curry.

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich unglaublich gerne Curry esse, da ich unglaublich gerne Reis esse. Der kommt bei mir noch vor Nudeln und Kartoffeln. Das einzige, was mich an Curry nervt, sind diese Currypasten. Irgendwie passt die Menge einer Packung nie zu meiner Planung. Entweder ich habe keine oder sie ist schon wieder schlecht geworden. Ich werfe sehr ungern Lebensmittel weg und deshalb liebe ich Curries die mit trockenen Gewürzen auskommen. Und das ist genau so ein Rezept, wie das Garnelencurry mit Kokos oder das Fisch-Curry mit Reis und frittierten Kichererbsen.

Dieses Chicken Ginger Curry ist schnell gemacht und man kann es auch sehr gut vorbeiten. Ich habe es bis zum Einrühren der sauren Sahne und der Gewürzmischen mittags fertig gekocht und erst am Abend Tomaten und Chili geschnitten und mit diesen servierbereit gekocht. Das hat alles sehr gut funktioniert. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass man es bis zu diesem Punkt am Vortag fertig macht.



für 4 . 6 Personen /je nach Hunger)

2 rote Zwiebeln
4 - 6 Knoblauchzehen (je nach Größe)
frischen Ingwer (3 x daumengroß)
4 San Marzano Tomaten
4 Chili
1 Bund Koriander
2 Hühnerbrüste ohne Haut
Rapsöl
150 gr. Butter
200 ml passierte Tomaten
300 gr. saure Sahne
Salz

Gewürzmischung:
1 EL Salz
1 EL Kurkuma
1 EL Garam Masala
1 EL Ras el Hanout

Beilage:
Basmatireis

Die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Den Ingwer nicht schälen und in feine Streifen schneiden. Die Tomaten vierteln, das Kerngehäuse entfernen und in Streifen schneiden. Die Chili längs halbieren, entkernen und in feine Streifen schneiden. Die Korianderblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden. Die Hühnerbrust in ca. 2 cm große Würfel schneiden.

Die Zwiebelringe in 150 ml Wasser rund 20 Minuten sehr weich kochen und anschließend zu einer Paste pürieren, leicht salzen.

Die Gewürzmischung aus den vier Gewürzen vorbereiten. 

Parallel zur Fertigstellung des Curries den Reis kochen.

Das Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Hühnerbrustwürfel darin rundum anbraten, dabei leicht salzen. Knoblauch, Ingwer (etwas für die Deko aufheben) und Butter dazugeben und alles gut verrühren. Dann die passierten Tomaten unterrühren und aufkochen lassen. Nun die vorbereitete Zwiebelpaste einrühren und erneut aufkochen lassen. Zum Schluss die saure Sahne und die Gewürzmischung dazugeben, gut verrühren und nochmals aufkochen lassen.

Nun die Tomaten- und Chilistreifen dazugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen. Danach abschmecken und den Koriander einrühren (etwas für die Deko aufheben). Mit Basmatireis servieren. Mit Koriander und den Ingwerstreifen dekorieren.

Eine Inspiration aus:










Link zum Buch


















Mittwoch, 16. Juli 2025

#lunchtapas - Staudensellerie- Gurken-Salat auf Zitrus-Labneh mit Hühnerspießen

Wenn ich einen schönen Staudensellerie sehe, nehme ich ihn gerne mit, da mir sein zarter Geschmack und seine Saftigkeit sehr gut gefallen. Diesmal war es anders herum, ich habe ein Rezept mit Staudensellerie entdeckt, dass mir sehr gut gefallen hat. Da meine Salzzitronen aus waren, musste ich dafür sogar extra neue machen und entsprechend lange hat es gedauert, bis dieses Gericht auf den Tisch kam.

Es hat genau so gut geschmeckt, wir ich mir vorgestellt habe. Im Rezept gab es verschiedene Ideen, diesen Salat zu kombinieren. Ich habe mich für Labneh und Geflügelspieße entschieden und das hat alles sehr gut gepasst. Besonders gut gefallen hat mir, dass man die Zwiebeln gleich in dem Sud der Salzzitronen pickelt.

Den Labneh muss man am Vortag zubereiten und, wenn man fertige Salzzitronen hat, ist dieser Salat schnell gemacht.


für 2 Personen


Salzzitronen:
4 Zitronen
3 EL Meersalz
2 Lorbeerblätter
1 EL schwarze Pfefferkörner
(4 Einmachgläser - 2 für je eine ganze Zitrone und 2 für je eine halbe Zitrone)

Vorbemerkung:
Ich mache die Salzzitronen in kleinen Mengen ein. Das hat den Vorteil, dass ich ein geöffnetes Glas schneller verbrauchen kann. 

Die Zitronen mit heißem Wasser gut abwaschen. Die Einmachgläser und Deckel in heißem Wasser auskochen. 

Eine Zitrone längs halbieren und eine Zitrone auspressen. Die restlichen 2 Zitronen kreuzweise tief einschneiden. Die beiden Zitronenhälften einmal tief einschneiden. In jeden Einschnitt je einen TL Salz geben und leicht einmassieren.

In jedes Einmachglas ein halbes Lorbeerblatt geben und den Pfeffer aufteilen. Die beiden ganzen Zitronen und die beiden halben Zitronen in je ein Glas geben. Das restliche Salz und den Zitronensaft auf die Gläser verteilen. Die Gläser mit heißem Wasser auffüllen und luftdicht verschließen.

Die Gläser an einem kühlen, dunklen Ort 4 - 6 Wochen fermentieren lassen. Meist mache ich das erste Glas mit einer halben Zitrone nach 4 Wochen auf und die restlichen Gläser dann nach 6 Wochen.


Zitrus-Labneh:
400 gr. griechischer Sahnejoghurt
1/2 TL Salz
1/2 Zitrone

Den Joghurt mit dem Salz verrühren und in ein Sieb geben, das mit einem Mulltuch ausgelegt wurde. Ich verwende zum Abtropfen lieber ein Profi-Passiersieb (siehe hier).

Den Joghurt über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen.

Am nächsten Tag die Schale der Zitrone abreiben und mit dem Joghurt verrühren, evtl. mit Salz und Zucker abschmecken. Wenn der Labneh zu dick ist, kann man ihn noch mit etwas Zitronensaft oder Olivenöl verdünnen.


Staudensellerie-Gurken-Salat:
1 kleine rote Zwiebel
1/4 Salzzitrone
3 kleine Landgurken
1/4 Staudensellerie
3 EL kleine Kapern
1/2 Zitrone
3 Zweige Koriander
3 Zweige Minze
Olivnöl
Salz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zwiebel schälen, halbieren und längs in schmale Streifen schneiden. Etwas Sud von der Salzzitrone abnehmen und die Zwiebelstreifen darin pickeln. Das macht man am besten schon am Vortag.

Die Salzitrone nochmals halbierern, ggf. Kerne entfernen und in feine Streifen schneiden.

Die Gurken teilweise schälen, immer einen Längsstreifen der Schale stehen lassen. Dann längs vierteln und das Kerngehäuse entfernen und in dünne Scheiben schneiden. 

Die Staudenselleriestangen schälen, damit die Fäden entfernt sind, dann in dünne Scheiben schneiden. Mit den Gurken vermengen und mit Salz und Zucker marinierern. Kurz ziehen lassen.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen, beides mit Salz, Zucker, Pfeffer und Olivenöl zu einer Marinade verrühren.

Einige schöne Blätter der Kräuter für die Deko aufheben. Die anderen Blätter in feine Streifen schneiden.

Salzzitrone, Kapern und Kräuter zum Salat geben und marinieren. Mit Zwiebelstreifen, Minze und Koriander dekorieren.


Hühnerspieße:
1 kleine Hühnerbrust
Salz
Butter
Olivenöl

Die Hühnerbrust in Streifen schneiden und auf Schaschlikspieße geben. Leicht salzen und in einem Gemisch aus Butter und Olivenöl goldbraun braten.


Anrichten:

Den Labneh als Ring auf den Teller streichen. In die Mitte den Salat füllen und dekorieren. Die Hühnerspieße anlegen. Sofort servieren.




Labneh - eine Inspiration aus:









Link zum Buch


Salzzitronen - eine Inspiration aus:









Link zum Buch




Dienstag, 24. Juni 2025

Romanasalat mit Spicy Chicken, Macadamianüssen und Shiitake-Pilzen

Manchmal sehe ich ein Rezept, das mich neugierig macht und ich probiere es gerne aus. So ging es mit dieser Mischung aus asiatischem Hühnergericht und Salat. Zu Hühnerfleisch, das mit diesen Aromen im Wok gebraten wird, kenne ich eigentlich nur Reis als Beilage. 

Nach dem Ausprobieren kann ich sagen, dass der Salat eine sehr gute Alternative für den Reis ist. Es ist geschmacklich sehr gut passend und frisch und es macht deutlich weniger Arbeit. Auch für das Huhn braucht man wenig Zeit. Da es mariniert wird, kann man es auch gut vorbereiten. Wenn es also mal schnell gehen muss, ist das ein passendes Gericht.




für 2 Personen

1 Hühnerbrustfilet ohne Haut
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwer, etwa so groß, wie der Knoblauch
1 Limette
2 EL Sojasauce
2 EL Sesamöl
1 EL Honig
1 TL Srirachasauce
100 gr. Shiitake-Pilze
2 Romanasalatherzen
2 EL Macadamianüsse
etwas Rapsöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Hühnerbrust in schmale Streifen schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Den Saft der Limette auspressen und zur Knoblauch-Ingwer-Mischung geben. Mit Sojasauce, Sesamöl, Honig und Srirachasauce zu einer Marinade verrühren. Die Hühnerbruststreifen darin für mindestens eine Stunde marinieren.

In der Zwischenzeit die Shiitake-Pilze halbieren und die Macadamianüsse grob hacken. Von den Romanasalatherzen den Strunk abschneiden und die Blätter in mundgerechte Stücke zupfen. Darauf achten, dass der Salat Zimmertemperatur hat. Die Salatblätter auf Tellern anrichten.

Etwas Rapsöl in einem Wok erhitzen und die Hühnerbruststreifen leicht salzen und mit wenig Marinade braten und über dem Salat verteilen. 

Die Shiitake-Pilze mit etwas Marinade im Wok braten, dabei leicht salzen und kurz vor dem Ende der Garzeit die restliche Marinade dazugeben und einkochen. Die Pilze mit der eingedickten Marinade ebenfalls auf dem Salat verteilen. Alles mit Pfeffer bestreuen und mit den Nüssen garnieren. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:

















Donnerstag, 5. Juni 2025

Orangenhühnerkeulen mit Staudensellerie

Schnelle Küche heißt bei mir nicht unbedingt, dass das Gericht schnell fertig ist. Darunter verstehe ich gerade auch Gerichte, die eine längere Zeit in den Backofen müssen. So etwas koche ich gerade dann gerne, wenn ich wenig Zeit habe, weil ich in der Zwischenzeit, wenn das Gericht alleine klar kommt, etwas anderes machen kann.

So war es auch mit diesen Hühnerkeulen, die perfekt waren, als es wieder einmal trubelig war. Im Originalrezept wird dafür ein ganzes Huhn verwendet und vorher zerlegt. Das ist für uns beide sowieso zu viel und ich lasse Hühnerbrust nur ungern bei hohen Temperaturen lange im Ofen. Also habe ich mich entschieden nur zwei Hühnerkeulen zu verwenden. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, die Menge zu verdoppeln und dann hat man am nächsten Tag gleich ein fertiges Fleisch.

Als Beilage gab es dazu ein ganz unkompliziertes Gemüse mit Staudensellerie. Dazu passen aber auch gut Kartoffeln, Salat oder Weißbrot. Geschmeckt hat es uns sehr gut. Das Fleisch ist schön gewürzt und bleibt saftig.


für 2 Personen

2 Hühnerkeulen
1 Orange
2 EL Honig
2 EL Senf
3 EL Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Zweige Rosmarin
1 TL Kapern

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Saft der Orange auspressen und mit Honig, Senf und Olivenöl zu einer cremigen Masse verrühren. Die Hühnerkeulen in eine passende Auflaufform legen und mit der Vinaigrette begiessen. Die Rosmarinnadeln abzupfen und die Hühnerkeulen mit der Hälfte davon bestreuen. Die Auflaufform für ca. 60 Minuten in den Ofen geben. Alle 15 Minuten die Form heraus nehmen und die Hühnerkeulen mit dem Sud beträufeln.

Nach einer Stunde die Garprobe machen und dazu mit einem Holzstäbchen in die Hühnerkeulen stechen. Wenn klares Wasser austritt, sind sie gar. Die verbrannten Rosmarinnadeln entfernen.

Die Hühnerkeulen auf Tellern anrichten und mit frischen Rosmarinnaden und Kapern bestreuen.



1 Staudensellerie
Salz
Zucker
1 Knoblauchzehe
Olivenöl

Die Blätter des Staudenselleries entfernen und in feine Streifen schneiden. Die Knoblauchzehe schälen und in feine Würfel schneiden.

Den Staudensellerie zerteilen und die Stangen schälen, um die Fäden zu entfernen. Die Stangen dann in Ringe schneiden und in einen weiten Topf geben. Mit Salz und Zucker würzen und mindestens 30 Minuten stehen lassen, damit das Gemüse Wasser zieht.

Olivenöl dazu geben und das Gemüse, bei geschlossenem Topfdeckel und kleiner Hitze, sanft dünsten, bis es gar und bissfest ist. Kurz vor Ende der Garzeit die Blätter einrühren.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch




Donnerstag, 8. Mai 2025

Geschmorte Wachteln mit Zwiebeln und Quetsch-Kartoffeln

Irgendwie stand mir der Sinn nach etwas Neuem und nach südlichen Aromen. Spontan habe ich mich entschieden in dem Kochbuch "Mallorca" von Marc Fosh nach etwas passendem zu suchen. Entdeckt habe ich Wachteln, die im Ganzen geschmort werden. Der Arbeitsaufwand war überschaubar, was aktuell leider wichtig für mich ist, weil ich zuviel "echtes Leben" habe.

Beim Schreiben des Einkaufszettels habe ich überlegt, ob wir einfach Brot dazu essen oder ich Kartoffeln koche. Spontan habe ich mich entschlossen eine Handvoll La Ratte zu kaufen. Und das war ein Glücksfall, weil mir einen Tag, bevor ich die Wachteln schmoren wollte, ein Rezept ins Auge stach, wo die Kartoffeln gekocht, gequetscht und dann gebacken werden. Das konnte ich zeitlich noch gut realisieren und das Ergebnis hat uns mehr als überzeugt.

Auch die Wachteln haben uns sehr gut geschmeckt. Die Anrichtweise ist etwas rustikal und dementsprechend ist auch das Essen. Ich bin da komisch. Bereits als Kind habe ich Grillhendl mit Messer und Gabel gegessen und das würde ich hier auch bevorzugen. Manche Teile müssen einfach mit den Fingern gegessen werden. Deshalb würde ich beim nächsten mal ein paar Dinge anders machen.

Ich würde die Keulen abtrennen und kurz vor dem Servieren knusprig braten. Das ist einfach und geht schnell. In den Schmortopf kommt also die Wachtel ohne Keulen. Nach dem Garen würde ich sie halbieren und die Brust auslösen. Auf den Teller käme die geschmorte Brust, die gebratene Keule, die Schmorzwiebeln und die Quetsch-Kartoffel. Das restliche Fleisch an der Karkasse könnte man noch auslösen und für einen kleinen Salat oder ein anderes Gericht verwenden.



für 4 Personen

Geschmorte Wachteln:
4 Wachteln
2 Zwiebeln
3 Zehen Knoblauch
5 Zweige Thymian
1/2 Bund Schnittlauch
1 TL geräuchertes Paprikapulver
2 Lorbeerblätter
150 ml trockenen Weißwein
1 EL Weißweinessig
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Zwiebeln schälen, halbieren und längs in feine Streifen schneiden. Knoblauch ebenfalls schälen und fein würfeln. Die Blättchen des Thymian abzupfen. Den Schnittlauch in Röllchen schneiden. Die Lorbeerblätter am Rand rundum einreißen.

Die Wachteln rundum salzen. Olivenöl in einem schweren Schmortopf erhitzen und, bei mittlerer Hitze, die Wachteln rundum kurz anbraten. Sie sollen nicht stark gebräunt sein. Dann herausheben und noch etwas Olivenöl in den Topf geben.

Die Zwiebelstreifen darin goldgelb anschwitzen und dabei leicht salzen. Knoblauch, Thymian und Paprikapulver dazugeben und anrösten. Die Wachteln zurück in den Topf geben und gut umrühren, damit sie rundum von dem Öl bedeckt sind.

Wein und Essig angießen und die Hitze reduzieren. Den Deckel auflegen und die Wachteln für rund 25 Minuten sanft schmoren. Zwischendurch umrühren, damit die Wachteln gewendet werden.

Zur Überprüfung, ob die Wachteln gar sind, mit einer Rouladennadel einstechen. Wenn klarer Saft austritt, sind sie fertig.

Die Wachteln auf Tellern oder auf einer Platte anrichten, mit Salz und Pfeffer würzen, mit den Schmorzwiebeln bedecken und den Schnittlauchröllchen bestreuen. Die Quetsch-Kartoffeln dazugeben.


Quetsch-Kartoffeln:
6 kleine Kartoffeln
Olivenöl
1/2 Zitrone
Salz
5 Zweige Thymian

Die Kartoffeln einen Tag vorher ca. 15 Minuten dämpfen, damit sie gar sind. Auf einen Teller legen und mit der flachen Hand quetschen. Dazu ein Küchentuch verwenden, da sie sehr heiß sind. Die gequetschten Kartoffeln auskühlen lassen und, über Nacht, abgedeckt kühl stellen.

Den Backofen auf 160 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Am nächsten Tag den Boden einer passenden Auflaufform mit etwas Olivenöl ausstreichen und die Kartoffeln hineinlegen. Die Zitrone über den Kartoffeln auspressen und sie mit Olivenöl beträufeln.

Die Kartoffeln für ca. 25 - 30 Minuten in den Backofen geben. In der Zwischenzeit die Thymianblättchen abzupfen.

Zum Anrichten die Kartoffeln mit Thymian und Salz bestreuen.


Eine Inspiration aus:

















Sonntag, 27. Oktober 2024

Riverland Chicken - Huhn in Joghurt-Tomaten-Sauce

Irgendwie habe ich in den letzten Wochen eine Leidenschaft für Hühnergerichte in Joghurtsauce entwickelt. Wobei ich sagen muss, dass ich mich nicht damit anfreunden konnte, das Hühnerfleisch in der Joghurtsauce zu marinieren und dann zu braten. Mir gefällt es viel besser, wenn die Joghurtsauce separat gekocht wird und das Huhn ganz klassisch kurzgebraten in der Pfanne.

Bei diesem Gericht gefällt mir besonders gut, dass es wenig Zutaten hat und nichts dabei ist, was man in einem normalen Supermarkt nicht bekommt. Es lässt sich schnell zubereiten und wenn man die doppelte Menge macht, dann hat man sogar am nächsten Tag ein schnelles Essen. Dazu einfach die Sauce erwärmen, das Fleisch braten und parallel den Reis zubereiten.

Das Originalrezept stammt aus dem Münchner Supermarkt Riverland, der auch Speisen aus Bangladesch anbietet. Entdeckt habe ich es in dem Koch- und Lesebuch "Schweinebraten, Hummus und Pad Thai", ein Gemeinschaftswerk von Luise Kinseher, Franz Kotteder und Karl Ederer.

Meine Rezension zu diesem Buch ist hier zu finden: Link 



für 2 Personen

2 Hühnerbrüste ohne Haut
200 gr. Joghurt
1 Limette
2 Knoblauchzehen
2 Schalotten
1 Stück Ingwer (daumengroß)
1 Stängel Minze
2 San Marzano Tomaten
Meersalz
Rapsöl
gemahlenes Kurkuma
Chilipulver

Beilage: Basmatireis

Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Beides zu dem Joghurt geben und mit Salz verrühren. Knoblauch und Schalotten schälen und fein würfeln. Den Ingwer schälen und fein würfeln. Die Minzblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden - für die Garnitur zur Seite legen. Die Tomaten längs vierteln.

In einem Topf das Öl erhitzen und Knoblauch, Schalotten und Ingwer anschwitzen, leicht salzen. Die Tomaten auf der Hautseite dazugeben. Mit der Joghurtsauce aufgießen und sanft köcheln lassen. Wenn die Tomaten gar sind, die Haut entfernen und die Tomaten mit einem Löffel in Stücke teilen. Alles auf ganz kleiner Temperatur weiter garen lassen. Mit Kurkuma, Chilipulver und Salz abschmecken.

Die Hühnerbrüste salzen und in Rapsöl braten. Parallel Basmatireis kochen.

Reis und Sauce auf den Teller geben, die Hühnerbrüste darauf legen und mit der Minze bestreuen.


Eine Inspiration aus:

Freitag, 5. Juli 2024

Salbeiwachtel mit Paprikasalat

Wie letztens schon erwähnt, steht bei uns im Garten ein Topf mit Salbei, der wunderbar wächst und deshalb freue ich mich über jedes Salbei-Rezept, dass ich entdecke. Diesmal hatte ich Lust Wachteln zu machen und in meinem Rezeptarchiv war tatsächlich ein, für das man viel Salbei braucht und das auch noch aus einem meiner Lieblingskochbücher, dem "Rivercafe Easy Kochbuch Rivercafe Easy Kochbuch" von Rose Gray undRuth Rogers stammt. Leider ist es nur noch antiquarisch erhältlich. Dazu habe ich einen ganz einfachen Paprikasalat kombiniert, wie wir ihn im Sommer gerne essen.



für 4 Personen

Salbeiwachtel
4 Wachteln
2 - 3 Zweige Salbei
2 EL Salz
Olivenöl
1/2 Zitrone

Die Salbeiblätter von den Zweigen zupfen und mit dem Salz fein hacken. Die Wachteln innen und außen mit dem Salbeisalz einreiben.

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Etwas Olivenöl in einem Bräter erhitzen und die Wachteln rundum gut anbraten. Den offenen Bräter mit den Wachteln für 30 Minuten in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit den Salat vorbereiten. Die Zitrone in Spalten schneiden und mit den Wachteln anrichten.

Paprikasalat
1 rote Paprika
1 gelbe Paprika
1 Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln
1/2 Zitrone
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Die Paprikaschoten in Segmente schneiden und die Kerne entfernen. Dann die Segmente in Streifen schneiden. In einer Schüssel mit etwas Salz und Zucker marinieren.

Die Knoblauchzehe schälen und fein würfeln. Die Frühlingszwiebeln putzen und in schräg in feine Streifen schneiden. Beides zur Paprika geben.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen, mit Salz, Zucker und Pfeffer würzen und mit Olivenöl zu einer Vinaigrette verrühren. Den Paprikasalat damit anmachen.














Eine Inspiration aus:









Link zum Buch

Donnerstag, 21. März 2024

Kreolisches Kokoshähnchen

Über ein leichtes Gericht mit viel Sauce zum Reis freuen wir uns immer. Das trifft oft auf indische und thailändische Gerichte zu. Der Nachteil ist, dass man dafür einiges an speziellen Zutaten braucht, die den Vorratsschrank aufblähen und bei der nächsten Verwendung nicht mehr gut sind.

Da kam mir dieses Rezept aus dem Kochbuch Kreolisch kochen sehr gelegen. Die beiden "exotischen Zutaten" sind Kokosmilch und Koriander. Die Kokosmilch in Dosen habe ich immer im Vorrat und sie sind auch leicht erhältlich. Gleiches gilt für den Koriander und wenn man wirklich keinen bekommt, dann kann man auch Petersilie nehmen.

Es hat uns sehr gut geschmeckt. Wir waren auch ein bisserl ausgehungert, nach einem Geschmack in dieser Richtung, da wir das schon sehr lange nicht mehr hatten. Die Zubereitung ist recht unkompliziert. Nur das Zerteilen der Hühnerkeulen ist etwas aufwändig und man sollte die Zeit für das Marinieren einplanen. Die restlichen Knochen habe ich einfach mitgebraten und mitgeschmort, da sie Geschmack abgeben und man die kleinen Fleischreste hinterher noch gut abknappern kann. Eine Fotoschönheit sind sie nicht und haben es deshalb nicht auf das Foto geschafft. Ich habe sie auf einem kleinen Teller auf den Tisch gestellt, zum selbst bedienen.




für 4 Personen

2 Hühnerkeulen
1 Zitrone
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 rote Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Stück frischen Ingwer, daumengroß
1/2 Bund Koriander
2 große Flaschentomaten
1 TL Cayennepfeffer
Rapsöl
400 ml Kokosmilch
Basmatireis

Die Hühnerkeulen am Gelenk zerteilen und die Haut abziehen. Danach das Fleisch vom Knochen schneiden, grob würfeln und in eine Schüssel geben. Die Knochen ebenfalls in die Schüssel geben. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Die Zitronenschale aufbewahren und den Saft über das Hühnerfleisch gießen. Alles mit den Händen kräftig durchmischen und abgedeckt für 30 Minuten in den Kühlschrank geben, zum marinieren.

In der Zwischenzeit die Zwiebel schälen, die beiden Enden abschneiden und halbieren. Dann längs in schmale Streifen schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen, feine Streifen schneiden und für die Garnitur aufbewahren. Die Tomaten in feine Würfel schneiden.

In einer großen Pfanne, gut passt auch ein weiter Wok, etwas Rapsöl erhitzen und Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln anschwitzen, dabei leicht salzen. Das Hühnerfleisch und die Knochen dazugeben und anrösten, mit dem Cayennepfeffer bestauben. Danach die Tomatenwürfel dazugeben und ebenfalls anschwitzen. Die Dose Kokosmilch gut schütteln, öffnen und über den Pfanneninhalt gießen. Alles gut durchrühren und für 30 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Das Fleisch sollte dann weich sein. Ganz zum Schluss die Zitronenschale unterrühren. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken.

In der Zwischenzeit den Reis kochen.

Anrichten:
Reis und Kokoshähnchen auf Teller geben und mit Koriander bestreuen.














Eine Inspiration aus:










Link zum Buch

Donnerstag, 21. Dezember 2023

Geräucherte Entenbrust mit Sahnemeerrettich-Parfait

Die Teilnahme an Zorras kulinarischem Adventskalender auf ihrem Blog Kochtopf, ist für mich eine schöne Adventstradition geworden und ich freue mich, dass ich auch heuer ein Türchen beisteuern darf. So wie jedes Jahr, gibt es dort auch heuer wieder viele schöne Preise zu gewinnen. Man muss nur ein paar Fragen beantworten und schon ist man im Lostopf, also schaut vorbei.


Weihnachtstraditionen gibt es viele, das ist in jeder Familie anders und etwas besonderes. Bei uns war es immer das Aufstellen der Krippe. Mein Großvater war Krippenschnitzer im Sudetenland und mein Vater hat seine Familie dort jedes Jahr besucht und ein paar Figuren der Familienkrippe mitgebracht. Diese Krippe ist so außergewöhnlich, dass ich sie bereits einmal als Türchen bei Zorra vorgestellt habe. Sie ist wunderschön, aber leider zu groß, dass man sie zu Weihnachten komplett aufstellen kann.

Als ich auf die Welt gekommen bin, hat das meinen Großvater sehr beschäftigt und er hat begonnen eine kleine Krippe für mich zu schnitzen, damit wir sie an Weihnachten unter den Christbaum stellen können. Mir bedeutet diese Krippe sehr viel und ich stelle sie jedes Jahr auf. Leider konnte ich meinen Großvater nie kennenlernen, er starb ein Jahr und einen Tag nach meinem Geburtstag bei einem schweren Autounfall. Da mein Vater kurz vor dem Ende des zweiten Weltkriegs aus dem Sudetenland alleine, ohne Familie, nach Bayern geflohen ist, waren Besuche hinter den "Eisernen Vorhang" nicht möglich. Und so ist mir die Krippe immer eine besondere Erinnerung an meine Familie väterlichseits. 

Zu den Traditionen meiner Familie mütterlicherseits gehört es, dass am Heiligen Abend ein Essen auf den Tisch kommt, das wenig Arbeit macht. Am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag fanden die Besuche bei den Verwandten statt und dort gab es dann ein festliches Menü. Daran anknüpfend habe ich Euch ein Gericht mitgebracht, dass man vorbereiten und mit wenig Handgriffen servieren kann. 



Die Menge ist ausreichend für ein Hauptgericht für zwei Personen oder eine Vorspeise für 4 Personen. Ich habe Euch auch unterschiedlich angerichtete Varianten mitgebracht.



Sahnemeerrettich-Parfait:

1 Blatt Gelatine
200 gr. Sahne
2 EL Zucker
2 Eigelb
125 gr. Sahnemeerrettich
Meersalz

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Die Sahne mit einem EL Zucker steif schlagen.

Die Eigelbe mit 1 EL Zucker und einer Prise Salz über dem Wasserbad schaumig schlagen. Die Gelatine abtropfen lassen und in der warmen Eimasse, unter rühren, auflösen. 

Den Sahnemeerrettich dazugeben und verrühren. Die Sahne unterheben und die Masse mit Salz abschmecken.

Das Parfait kann in unterschiedlichen Formen eingefroren werden, das bleibt dem individuellen Geschmack vorbehalten. Ich habe verschiedene Varianten ausprobiert. Einmal habe ich es in einer Sternform für Eiswürfel eingeforen, dann auch in ein paar kleinen Guglhupfformen aus Elsässer Keramik und die größte Menge in einer kleinen, schmalen Parfaitform. Nehmt einfach, was Ihr habt und was Euch gefällt.

Das Parfait kann ein paar Tage vorher gemacht werden. Zum entspannten Servieren empfehle ich das Parfait einen Tag vorher oder am Vormittag vorzubereiten. Dazu einen TK-Plastikbehälter mit Alufolie auskleiden und das Parfait aus den Formen nehmen und darauf setzen, mit Alufolie bedecken und wieder in den Tiefkühler geben. Am einfachsten lässt sich das Parfait auslösen, wenn man eine passende Form mit lauwarmen Wasser füllt und die Parfaitform kurz hineinstellt. Man kann das Parfait auch aus der Parfaitform nehmen, in Scheiben schneiden und diese Scheiben einzeln in den Behälter geben. Das hat den Vorteil, dass man dann das fertige Parfait nur entnehmen und auf den Teller geben muss.


Geräucherte Entenbrust:
1 geräucherte Entenbrust (Man kann diese vorher selbst räuchern, aber es gibt auch
                                         hochwertige, fertig geräucherte Entenbrüste im Handel.
                                         Die kann man mit guten Gewissen kaufen.)
4 EL eingemachte Preiselbeeren
1 Stück Ingwer, daumengroß (am besten ist junger, frischer Ingwer)
Olivenöl
Meersalz

Die Entenbrust einige Stunden vor dem Servieren aus dem Kühlschrank nehmen. Den Backofen auf 80 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Entenbrust auf der Hautseite in einer beschichteten Pfanne, bei mittlerer Hitze, anbraten. Dadurch tritt das Fett unter der Haut aus und die Haut wird knusprig. Sie darf leicht gebräunt sein. Im Backofen warm halten. Grundsätzlich gilt, dass geräucherte Lebensmittel leicht erwärmt am besten schmecken. 

Die Preiselbeeren in einem kleinen Topf, bei kleiner Temperatur, erwärmen.

Den Ingwer schälen und in sehr feine Würfel schneiden. In etwas Olivenöl, bei großer Hitze, unter ständigem Rühren, frittieren. Sobald die Ingwerwürfel anfangen leicht braun zu werden. durch ein Sieb abgießen und auf Küchenpapier zum entfetten geben, leicht salzen. Dies kann man auch einige Stunden vorher erledigen. Das Öl kann für andere Gerichte aufgebraucht werden.

Die Entenbrust in Scheiben schneiden. Je nach Vorliebe kann sie auch längs in breitere Streifen geschnitten werden.


Anrichten:
Bei diesem Gericht kommt es darauf an, die beiden Hauptkomponenten so auf den Teller zu bekommen, dass das Parfait noch gefroren und die Entenbrust noch lauwarm ist. Deshalb empfehle ich folgende Vorgehensweise:

Den frittierten Ingwer bereitstellen.
Die warmen Preiselbeeren bereitstellen.
Das Parfait aus dem Tiefkühler holen und auf die Teller geben.
Die warme Entenbrust aufschneiden und auf die Teller legen
Mit Preiselbeeren und Ingwer dekorieren.
Sofort servieren.



Mein Beitrag zum kulinarischen Adventskalender




Montag, 6. November 2023

#guittengold - Huhnerkeulen und Quitten im Ofen gebacken

Heuer hatte unser Quittenbaum genau drei Quitten. Mir hat das sehr gut gefallen und ich konnte die Idee verwirklichen mit jeder Quitte ein anderes Gericht zu kochen. Dies ist nun das zweite aus der Serie. Es lässt sich ziemlich rasch vorbereiten und danach wird es nur in den Backofen geschoben. Das Ergebnis hat uns sehr gut gefallen.

Schon lange bin ich der Meinung, dass Quitten nicht immer nur im Gelee oder als Saft oder Quittenbrot enden sollten. Deshalb habe ich vor über 10 Jahren bereits eine Rezeptsammlung unter dem Titel "Quitten jenseits vom Gelee" veröffentlicht. Jetzt habe ich die schöne Gelegenheit diese Sammlung zu ergänzen.

Link zur Rezeptsammlung "Quitten jenseits vom Gelee"



für 2 Personen

1 Quitte
2 EL Vanillezucker
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 Zweig Rosmarin
1 TL Fenchelsaat
2 EL Olivenöl
2 Hühnerkeulen
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Saft einer halben Zitrone
150 ml Apfelsaft

Die Quitte abreiben und vierteln. Stielansatz und Kerngehäuse entfernen. Die Viertel längs in dicke Spalten schneiden und in eine Schüssel geben. Mit dem Vanillezucker und einer Prise Salz bestreuen und gut vermengen. Kurz ziehen lassen.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen schälen, halbieren und in feine Scheiben schneiden. Die Nadeln des Rosmarin abzupfen. Alles in einer kleinen Schüssel vermischen.

Den Backofen auf 170 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Fenchel in einer trockenen Pfanne rüsten, bis er duftet. Anschließend mörsern, oder in einer Gewürzmühle mahlen. Das Olivenöl mit Fenchel, Salz und Pfeffer würzen.

Die Hühnerkeulen am Gelenk zerteilen und das Fleisch rundum mit dem gewürzten Öl einpinseln. Dann in eine Auflaufform legen. Die Quittenspalten mit dem Zucker dazugeben. Die Zwiebel-Knoblauch-Rosmarin-Mischung darüberstreuen. Alles mit dem Zitronensaft beträufeln und dem Apfelsaft aufgießen.

Die Auflaufform für 45 Minuten in den vorgeheizten Backofen geben.



Beilage:
6 kleine Kartoffeln
Butter
Meersalz

Die Kartoffeln  etwas 25 Minuten über Salzwasser dämpfen. Herausnehmen, abkühlen lassen und längs halbieren.

Die Butter in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Kartoffeln darin rundum goldgelb braten. Mit Salz würzen.


Anrichten:
etwas Ricotta oder Schmand oder Crème fraîche
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
2 Zweige Petersilie
1 paar Blätter Blutampfer

Den Ricotta mit Salz, Pfeffer und Olivenöl verrühren und abschmecken.

Die Petersilienblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.

Die Hühnerkeulen, Quitten und Kartoffelhälften auf die Teller geben und mit dem Saft vom Braten beträufeln.

Den Ricotta in Klecksen auf die Teller geben und mit dem Blutampfer dekorieren. Alles mit der Petersilie bestreuen.






Donnerstag, 10. August 2023

Hühnerbrustfilets mit spicy Joghurtsauce

Der frische Geschmack nach Kräutern und Gewürzen zu Huhnerbrust und Reis hat uns sofort gefallen. Weniger gefallen hat uns, dass das Huhn in der Sauce mariniert wird, diese dann schwer abgestreift werden kann, um sie zu braten. Das Ergebnis war uns zu trocken und zu matschig zugleich. Deshalb habe ich es eine Woche später nochmal gemacht, so wie es mir mehr Freude bereitet.

Die Qualität der Hühnerbrust, wie wir sie hier kaufen können, macht es nicht notwendig sie über Nacht in Joghurt zu marinieren. Die Hühnerbrust wird einfach normal gebraten. Praktisch ist, dass man die Sauce bereits einen Tag vorher zubereiten könnte und sie dann nur erwärmen muss. Damit kann man dieses köstliche Gericht sehr schnell auf den Tisch bringen.



für 4 Personen

Hühnerbrust:
500 gr. Hühnerbrust, ohne Haut
Meersalz
Rapsöl

grüne Sauce:
1 Zwiebel
2 Frühlingszwiebeln
2 grüne Chili
1 rote Chili
1 Stück Ingwer, etwa daumendick
1 Kiwi
10 geschälte Erdnüsse
1/2 Bund Koriander
3 Stiele Minze
5 Stiele Petersilie
2 TL Honig
1/2 TL Paprikapulver
1/2 TL Koriander gemahlen
1/2 TL Kurkuma gemahlen
1/2 TL Cumin gemahlen
1 TL Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Garam Masala
300 gr. Joghurt

Anrichten:
Korianderblätter
Erdnüsse

Die Hühnerbrust rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annimmt.

Für die Sauce die Zwiebel fein würfeln, die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, die beiden Chilis längs halbieren, die Kerne auskratzen und in feine Streifen schneiden. Den Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Kiwi halbieren und mit einem Teelöffel das Fruchtfleisch auskratzen. Alles in ein hohes Bechergefäß geben.

Die Erdnüsse grob hacken. Die Kräuter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Zusammen mit Honig und den Gewürzen zu den anderen Zutaten geben. Mit dem Joghurt etwas vermischen und dann mit dem Zauberstab pürieren.

Einige Korianderblätter in Streifen schneiden und einige Erdnüsse hacken. Beides für die Deko zum Anrichten beiseite stellen.

Die Sauce in einem Topf sanft erwärmen. Parallel Basmatireis kochen.

Die Hühnerbrüste salzen und in Öl in einer Pfanne braten.

Sauce, Reis und Huhn auf Tellern anrichten und mit Koriander und Erdnüssen bestreuen.


Eine Inspiration aus:

Link zum Buch


Sonntag, 4. Juni 2023

Orangen-Geschnetzeltes mit arabischem Rosinen-Gewürz-Reis

Ich habe eine große Schwäche für Reis. Wenn ich ganz ehrlich bin, mag ich Reis lieber als Nudeln und ich schätze die Vielseitigkeit von Reis sehr. Mein Interesse ist immer geweckt, wenn ich eine neue Zubereitung für Reis entdecke. So ging es mir sofort, als ich diesen orientalisch gewürzten Reis im Kochbuch "Shalom Kitchen" entdeckt habe. Zu meinem großen Glück ist er die perfekte Begleitung zum Orangen-Geschnetzelten und ich muss gestehen, dass ich auch Hühnerfleisch und Kumquats sehr, sehr gerne esse. Für mich also eine Traum-Kombination und genauso hat es auch geschmeckt.

Mehr tolle Rezepte, die ich aus diesem Buch gekocht habt findet Ihr im Link zur Rezension.



für 2 Personen (der Reis ist für 4 Personen, aber der schmeckt am nächsten Tag auch alleine sehr gut)

Orangen-Geschnetzeltes:
400 gr. Hühnerbrust
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Orange
50 gr. Butter
Meersalz
1 TL gemahlener Kurkuma
1 EL Zucker
1 guter Schuß trockenen Weißwein
1 Handvoll Kumquats
250 ml Orangensaft
125 gr. Sahne
schwarzer Pfeffer
(bei Bedarf: etwas Kartoffelstärke)
1 EL weißer Sesam

Die Hühnerbrust in Scheiben schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Kumquats halbieren und, soweit möglich, entkernen. Die Schale der Orange fein abreiben und die Orange dann filetieren.

Die Hälfte der Butter in einem Topf schmelzen und die Hühnerbrustscheiben darin rundum anbraten und leicht salzen. Die zweite Hälfte der Butter ein einem anderen Topf schmelzen und Zwiebel und Knoblauch darin anbraten und salzen. Kurkuma und Zucker dazugeben und mit dem Wein ablöschen. Die Kumquats mit dem Orangensaft in den Topf geben und die Flüssigkeit bei mittlerer Temperatur um die Hälfte reduzieren.

Die eingekochte Masse mit Sahne, Orangenfilets und -schale zu dem Hühnerfleisch geben und einmal aufkochen lassen. Gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wer die Sauce dickflüssiger möchte, kann etwas Kartoffelstärke in kaltem Wasser lösen und damit abbinden.

Den Sesam in einer Pfanne ohne Fett rösten und beim Servieren über das Geschnetzelte streuen.

Arabischer Rosinen-Gewürz-Reis:
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 Stück Ingwerknolle
Rapsöl
2 TL Kurkuma
250 gr. Basmatireis
1 TL Baharat
Meersalz
380 ml Hühnerbrühe
50 gr. Pinienkerne
50 gr. Rosinen
1 Limette
Garnitur: Orange, getrocknete Früchte, Minze, Dill

Schalotte, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Das Öl in einem weiten Topf erhitzen und die Schalotte darin anschwitzen, leicht salzen. Knoblauch, Ingwer und Kurkuma dazugeben und unter Rühren erhitzen. Dann den Reis in den Topf geben und gut durchrühren, bis er mit dem Öl überzogen ist. Baharat, Salz und die Brühe hineingeben und aufkochen lassen. Bei offenem Deckel und kleiner Temperatur köcheln lassen, bis der Reis gar ist.

In der Zwischenzeit die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Pinienkerne, Rosinen und Limettenschale unter den fertigen Reis heben. Mit Limettensaft und Salz abschmecken. Den fertigen Reis abdecken und für 5 Minuten ziehen lassen.

Nun Orangenfilets, getrocknete Früchte Minze und Dill für die Garnitur vorbereiten.

Anrichten:
Den Reis in eine kleine Schüssel füllen und auf einem Teller stürzen. Mit der Garnitur dekorieren. Das Orangen-Geschnetzelte daneben anrichten und mit Sesam bestreuen.
Alternativ kann man beides auch getrennt in einer kleinen Schüssel und auf einem Teller anrichten. Schön dazu ist traditionelles arabisches Geschirr.



Die Vielfalt der kräftigen Aromen braucht einen sehr aromatischen Wein, der mithalten kann. Uns hat ein Muskateller von Christian Stahl, Winzerhof Stahl sehr gut dazu gefallen.



Eine Inspiration aus:

Donnerstag, 1. Juni 2023

Spicy Zhoug Chicken Wings mit Orangen-Kardamom-Salsa, Pinkem Kohlrabi und Koriander-Ziegenkäse-Dip

Beim Durchblättern des Kochbuchs "Shalom Kitchen" blieb mein Blick sehr schnell beim pinken Kohlrabi hängen. Auch die beiden anderen Beilagen, die auf der gleichen Seite abgebildet sind, haben mich sehr angesprochen. Da dachte ich noch, zu was ich das auf den Tisch bringen könnte und als ich dann im Kapitel mit den Fleischrezepten angekommen war, entdeckte ich diese würzigen Chicken Wings. Wie der Zufall es wollte, wurden genau meine vorher ausgesuchten Beilagen dazu empfohlen. 

Das Konzept dieses Gerichts gefällt mir sehr gut und es kann wunderbar vorbereitet werden. Die drei Beilagen sind wie eine Mezze-Auswahl zu sehen. Die Grundidee von Mezze in der arabischen Welt ist es, jeden Tag zwei oder drei Gerichte zuzubereiten und somit eine große Auswahl zu haben, wenn ein Gast vorbei kommt. Der Kohlrabi braucht Zeit zum Durchziehen. Perfekt schmeckt er erst nach einer Woche und er hält sich im Kühlschrank bis zu einem Monat. Auch die Salsa und der Dip bleiben im Kühlschrank 3 bis 4 Tage frisch. Bei den Wings habe ich eine größere Menge vorbereitet und es war kein Problem, sie drei Tage zu marinieren. Danach müssen sie nur noch in den Ofen und so ist das Essen schnell auf dem Tisch.

Wer sich für das Kochbuch interessiert, findet hier den Link zur Rezension.




für 2 Personen

Chicken Wings:
9 Hühnerflügel
3 Knoblauchzehen
1,5 EL Granatapfelsirup
1,5 EL Sojasauce
1,5 EL Zitronensaft
2,5 EL Olivenöl
1 EL weißer Sesam
1 TL Sumach
Meersalz

Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Aus Knoblauch, Granatapfelsirup, Sojasauce, Zitronensaft, Olivenöl, Sesam, Sumach und einer Prise Salz eine Marinade rühren. Alles mit dem Zauberstab gut vermengen. Die Hühnerflügel über Nacht in der Marinade einlegen.

Am nächsten Tag rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie Zimmertemperatur annehmen. Den Backofen auf 175 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Wings, mit der Hautseite nach oben, darauf legen. Für 35 Minuten in der Mitte des vorgeheizten Ofens goldbraun backen.


Zhoug:
1/2 Bund Koriander
1/2 Bund Petersilie
1 kleine rote Chili
1 grüne Chili
2 Knoblauchzehen
1/2 Limette
1 TL Ras el Hanout
1,5 EL Olivenöl
Meersalz

Koriander und Petersilie in feine Streifen schneiden. Die Chili längs halbieren, die Kerne auskratzen und in Streifen schneiden. Die Knoblauchzehen schälen und grob zerkleinern. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Alles mit Ras el Hanout, Olivenöl und einer Prise Salz in ein hohes Becherglas geben und mit dem Zauberstab pürieren.


Orangen-Kardamom-Salsa:
1 Orange
1/2 kleine rote Zwiebel
3 Stiele Minze
1/2 Limette
1 EL Olivenöl
1 TL geröstetes Sesamöl
1/2 TL gemahlener Kardamom
Meersalz

Die Orange filetieren und die Filets klein würfeln. Die Häute der Orange über einem Sieb auspressen und den Saft auffangen. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Minze in feine Streifen schneiden. Den Saft der Limette auspressen.

Alles in eine Schüssel geben und mit Olivenöl, Sesamöl und Kardamom mischen. Mit Salz abschmecken und etwa eine Stunde abgedeckt ziehen lassen.


Pinker Kohlrabi:
2 Kohlrabi
1 kleine rote Bete
2 Knoblauchzehen
3 Zweige Dill
400 ml Weißweinessig
2 EL Meersalz
1 TL Zucker
2 Lorbeerblätter
6 Pfefferkörner

Ein Einmachglas mit 1 L Fassungsvermögen bereit stellen.

Kohlrabi und rote Bete schälen und in breite Stifte schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Vom Dill die Blättchen abzupfen. Alles in einer Schüssel mischen und in das Einmachglas einfüllen.

400 ml Wasser mit den restlichen Zutaten in einen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Den heißen Sud über das Gemüse im Glas gießen und sofort verschließen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Es sollte mindestens eine Woche ziehen und schmeckt danach jeden Tag besser. Es ist mindestens einen Monat im Kühlschrank haltbar.

Koriander-Ziegenkäse-Dip:
5 Stiele Koriander
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 Zitrone
100 gr. Ziegenfrischkäse
100 gr. saure Sahne
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Sumach

Den Koriander mit den Stielen in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch sehr fein würfeln. Die Schale der Zitrone fein abreiben, den Saft auspressen.

Den Ziegenfrischkäse zerbröseln und mit der sauren Sahne, Knoblauch, Koriander, Zitronensaft und -abrieb vorsichtig mit einem Löffel vermengen. Mit Salz, Pfeffer und Sumach abschmecken und Olivenöl beträufeln.


Anrichten:
Die Wings auf einen Teller geben, mit dem Zhoug bestreichen. Wer mag kann noch etwas Sesam darauf streuen. Die drei Beilagen in kleinen Schüsseln anrichten.

Eine Inspiration aus: