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Samstag, 19. September 2026

#lilafreude: Knusprige Auberginen mit Miso-Sauce

Schon seit Jahren haben wir Auberginenpflanzen im Garten. Allerdings eher unbekannte Sorten, da man ja "normale" Auberginen in guter Qualität überall kaufen kann. Wir haben kleine Früchte, darunter auch eine weiße Aubergine und eine längliche japanische. Die größten Früchte werden ungefähr faustgroß, die kleinsten sind wie eine große Walnuss.

Heuer ist scheinbar ein "Auberginen-Jahr" und der Ertrag ist so gut, wie noch nie. Deshalb kann ich heuer einige neue Auberginen-Rezepte ausprobieren. In meiner Rezeptdatenbank war dieses, das mich sofort angefixt hat. Ich liebe frittiertes Gemüse und mit der Maisstärke ist es glutenfrei, was für uns ja wichtig ist.

Nicht so begeistert hat mich die Sauce. Für eine schnelle Lösung empfiehlt Ralph Schelling japanische Kewpie Mayonnaise mit Miso zu verrühren. Ich habe beim nächsten Mal lieber meine Misocreme gemacht. Da wird Crème fraîche mit Miso, Salz und Limettenabrieb verrührt.

Weitere Rezeptideen für Auberginen habe ich in der Rezeptsammlung #lilafreude zusammengestellt - Link zur Sammlung.



Hier ist die Variamte mit der Original-Sauce:


für 2 Personen

knusprige Auberginen:
400 gr. Auberginen
2 EL Maisstärke
Rapsöl zum Frittieren
Salz

Die Haut der Auberginen rundum einritzen (das geht am besten mit einer Rasierklinge) und in die Auberginen in mundgerechte Stücke schneiden. Die Auberginenstücke in einer Schüssel mit der Maisstärke mischen. Sie sollten rundum bedeckt sein.

Das Rapsöl auf 180 Grad erhitzen und die Auberginen darin für 3 bis 4 Minuten knusprig frittieren. Sie sollten innen weich und außen knusprig sein. Auf Küchenkrepp abtropfen lassen und mit Salz bestreuen.

Miso-Sauce, wie sie uns besser schmeckt:
Créme fraîche
Miso
Limette
Salz

Die Crème fraîche und das Miso verrühren. Das Verhältnis sollte ungefähr 2/3 zu !/3 sein. Mit Salz und Limettenabrieb abschmecken. 

Da jedes Miso anders schmeckt, kann ich keine genauen Angaben machen. Einfach ausprobieren, wie es am besten schmeckt.


Miso-Sauce im Original:
3 EL weißer Sesam
50 ml Wasser
1 EL helle Misopaste
1 EL Mirin
1 EL Sojasauce
Rapsöl

Den Sesam in einer trockenen Pfanne rösten. Alle Zutaten, außer dem Öl, in ein Becherglas geben und mit einem Stabmixer durchmixen. 

Das Öl in einem feinen Strahl einlaufen lassen und die Masse dabei mixen, bis sie sich zu einer cremigen Sauce vermengt hat.



Eine Inspiration aus:










Link zum Buch










Dienstag, 15. September 2026

#zucchinischwemme: Eingelegte Zucchini

Wie jedes Jahr gibt es auch heuer bei uns Zucchinipflanzen. Gerne haben wir Sorten, die man nicht so einfach kaufen kann. Deshalb sind es heuer eine gelbe und eine hellgrün-gestreifte. Wir haben sie ganz gut im Griff und bis jetzt erst zwei Monster ernten müssen. 

Ich habe eine große Rezeptsammlung für die #zucchinischwemme veröffentlicht - Link zur Sammlung und suche trotzdem immer nach neuen Inspirationen. Fündig wurde ich zufällig bei Zorra in ihrem Blog Kochtopf.

Bereits beim Kochen habe ich ein paar Kleinigkeiten verändert. Beim nächsten Mal würde ich auch keine ganzen Pfefferkörner dazugeben, sondern gemahlenen Pfeffer. Die ganzen Körner sind beim Essen einfach störend, wenn man sie ständig herausfischen muss. Alle anderen Gewürze kann man sehr gut mitessen und die Zucchini schmecken sehr gut.

Die eingelegten Zucchini sind ideal für schnelle Küche und bei uns gab es dazu eine gebratene Hühnerbrust. Ich kann sie mir auch sehr gut zu Fisch, Steak oder gebratenen Auberginen vorstellen.




für 2 Gläser mit je 250 ml

2 kleine Zucchini, oder eine halbe Monster-Zucchini
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
1 TL gelbe Senfkörner
1/2 TL schwarze Pfefferkörner
3 Zweige Dill
1 Chilischote
200 gr. weißer Balsamico
100 gr. Wasser
2 EL Zucker
1 TL Salz

Die Gläser in kochendem Wasser sterilisieren und abtropfen lassen.

Die Zucchini in feine Scheiben hobeln. Schalotte und Knoblauchzehe längs halbieren und in feine Scheiben schneiden.

Den Dill von den Stielen zupfen und zu den Schalottten- und Knoblauchscheiben geben. Die Chili längs halbieren und die Kerne entfernen. Dann in feine Streifen schneiden und zu den anderen Zutaten geben. Senfkörner und Pfefferkörner abmessen und ebenfalls dazugeben.

Balsamico, Wasser, Zucker und Salz in einen Topf geben und aufkochen lassen. Chili, Dill, Senf- und Pfefferkörner kurz mitkochen lassen.

Die Zucchinischeiben in die Gläser schichten und mit dem heißen Sud auffüllen. Die Gläser verschließen. Abkühlen lassen und im Kühlschrank aufbewahren. Die eingelegten Zucchini sind sofort verzehrfertig und können rund 10 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Monsterzucchini:
Man kann dieses Rezept auch mit Monsterzucchini zubereiten. Dazu die Zucchini längs vierteln und die Kerngehäuse wegschneiden. Dann die Zucchini in dünne Scheiben hobeln. Ansonsten wie oben verfahren.









Montag, 7. September 2026

Gurken-Sellerie-Salat mit Kapern und Salzzitrone

Der Star auf diesem Teller ist der Salat und der schmeckt alleine oder passt zu vielen Begleitern. Bei uns gab es dazu Lachs. Jeder andere Fisch schmeckt ebenfalls dazu, oder Geflügel oder Schwein oder Käse wie Mozzarella oder Hallumi.

Das schönste an diesem Salat ist aber, dass er schnell gemacht ist und Schätze aus dem Vorrat zum Einsatz kommen. Ich mache sehr gerne ein, aber manchmal gelingt es mir nicht, die Sachen dann auch auf den Tisch zu bringen. Hier war jetzt die schöne Gelegenheit, dass die Salzzitrone und die gepickelten Zwiebeln das Glas verlassen konnten. 

Die Gurke war aus dem Garten, wie auch die Minze und der Verveine. Für noch mehr Gurken-Rezepte gibt es die Rezeptsammlung #gurkengrün - Link zur Sammlung.


Für 2 Personen

Salat:
2 kleine Landgurken
2 Stiele Staudensellerie
Zucker
Salz
1/4 Salzzitrone - nach diesem Rezept
1 EL Kapern
1/2 Zitrone
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl
1 Stiel Minze
1 Stiel Verveine
gepickelte Zwiebeln - nach diesem Rezept

Die Gurken teilweise schälen und längs vierteln. Das Kerngehäuse entfernen und die Gurke in Scheiben schneiden. Den Staudensellerie schälen und in Scheiben schneiden. Beides in eine Schüssel geben und mit Salz und Zucker marinieren.

Die Salzzitrone fein würfeln und mit den Kapern vermengen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und zur Salzzitrone geben.

Den Gurken-Sellerie-Salat mit Pfeffer würzen. Den Saft der Zitrone auspressen und mit dem Olivenöl verrühren. Damit den Salat anmachen. Danach die Salzzitrone und die Kapern unterrühren.

Minze und Verveine von den Stielen zupfen. Größere Blätter evtl. halbieren.

Den Salat auf Tellern verteilen und mit den Zwiebeln und Kräuterblättchen garnieren.


Lachs:
200 - 300 gr. Lachs - es eignen sich Filet, Loin, aber auch Lachsbauch
Olivenöl
Maldon Sea Salt

Den Backofen auf 80 Grad vorheizen. 

Den Lachs portionieren und beidseitig mit etwas Olivenöl einstreichen. Die Stücke auf den Gitter legen und für 10 Minuten bei 80 Grad im Ofen garen.

Herausnehmen und die Lachsstücke auf den Salat setzen. Mit dem Salz bestreuen und sofort servieren.




Sonntag, 30. August 2026

#zucchinischwemme - Torta di Zucchini

Es sind unglaubliche 22 Jahre, seit meine Blogger-Freundin Zorra ihren Blog Kochtopf mit Leben füllt. Zu diesem Jubiläum veranstaltet sie einen Blog-Event zum Thema "So isst Italien". Und da bin ich sehr gerne dabei. Bei mir gibt es immer ganz viel Alltag und das gilt auch für dieses Rezept.

Jeden Sommer das gleiche Drama. Erst wachsen die Zucchini nicht und man freut sich über jedes winzige Gemüse und erntet sofort. Schaut man mal kurz nicht hin, explodieren sie und man hat wieder diese Monster-Zucchini, die ja auch irgendwie verwertet werden müssen.

Viele Anregungen für Zucchini-Rezepte habe ich in der Rezeptsammlung #zucchinischwemme zusammengestellt - Link zur Sammlung.

Trotzdem bleiben die Monster-Zucchini eine anspruchsvolle Aufgabe. Heuer habe ich erstmals diese "Torta" ausprobiert, die uns so gut gefallen hat, dass es die schon ein paar Mal gab. Die Masse wird ohne Mehl gebacken, allerdings werden im Originalrezept (aus der Süddeutschen Zeitung) Semmelbrösel verwendet, um die Form auszustreuen. Hier kommen wieder die Teffflocken zum Einsatz, die ein Superersatz sind und auch so gut schmecken, dass man sie bedenkenlos jedem servieren kann. Teff ist eine Hirseart, die viel in Äthiopien verwendet wird und sie ist von Haus aus glutenfrei.

Mein bewährtes Standardrezept für Monster-Zucchini sind diese Curry-Zucchini oder die Zucchini Napoli.



für zwei Förmchen mit ca. 13 cm Durchmesser


375 gr. Zucchini
etwas Olivenöl
Salz
110 gr. Ricotta
25 gr. Parmesan
25 gr. Feta
1 Zweig Rosmarin
4 kleine Zweige Thymian
2 Eier
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 - 3 EL Teffflocken
2 EL Pinienkerne

Die Zucchini raspeln und mit der Hand ausdrücken, damit sie trockener wird. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchiniraspeln darin anbraten. Sofort leicht salzen. Die Masse auskühlen lassen.

Ricotta in eine Schüssel geben. Den Parmesan reiben und den Feta mit einer Gabel zerbröseln. Beides mit dem Ricotta verühren.

Die Rosmarinnadeln und die Thymianblätter von den Stielen abstreifen - etwas für die Deko zurückbehalten - und die Kräuter in feine Streifen schneiden und zur Käsemasse geben.

Die beiden Eier und die kalten Zucchiniraspel in die Masse geben und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Förmchen mit etwas Olivenöl auspinseln und mit Teffflocken ausstreuen. Die Masse in die Förmchen geben und mit den Pinienkernen bestreuen. Die Förmchen für 40 Minuten in den Backofen geben.

Die Masse sollte gestockt sein, dann die Förmchen herausnehmen und mit den restlichen Kräutern dekorieren. Sofort servieren.

Wenn die Zucchini größer ist, als die benötigten 375 gr., kann man den Rest in Streifen schneiden und mit Salz und Zucker marinieren. Das gezogene Wasser abtropfen lassen und die Streifen in etwas Olivenöl braten.


Mein Beitrag zu Zorras Blog-Event:


Blog-Event CCXXXIII - So isst Italien (Einsendeschluss 15. September 2026)













Dienstag, 18. August 2026

Pfifferling und Aprikose

Heuer habe ich die Aprikose, pikant kombiniert, für mich entdeckt. Da hat natürlich dieses Gericht aus dem Kochbuch  "Pilze, Pilze, Pilze" von Moritz Schmid perfekt dazu gepasst. Auch die Anforderung, dass ich nicht in den Wald gehen wollte, sondern die Pilze kaufen, war erfüllt. Jetzt im Sommer gibt es wunderbare Pfifferlinge, oder Reherl, wie wir sagen, auf dem Münchner Viktualienmarkt zu kaufen.

Im Prinzip besteht das Gericht aus zwei Komponenten. Eine besteht aus den gebratenen Pfifferlingen und Aprikosen und die zweite aus Spinat. Ein Grenzgänger ist die Frühlingszwiebel, bei der ich nicht so richtig verstanden habe, was mit ihr gemacht werden soll. Auf dem Rezeptbild sieht es so aus, als ob sie mit dem Spinat zusammen angeschwitzt wird. Dazu passt auch die Rezeptanleitung, sie längs in feine Streifen zu schneiden. Allerdings passt das nicht, sie mit den kleinen Pfifferlingen und Aprikosenstücke zu braten. Ich habe mich dazu entschieden, sie in Scheiben zu schneiden und dann zu braten. Vielleicht finde ich ja noch heraus, wie es gedacht war.

Egal, das Gericht lässt sich schnell kochen und die Kombination von dem Spinat und der Aprikosen-Pfifferling-Mischung schmeckt sehr gut. Das ist ein vegetarisches Gericht, bei dem, auch als Nicht-Vegetarier, das Fleisch nicht fehlt.

Meine Rezension des Buchs "Pilze, Pilze, Pilze" ist hier nachzulesen.



für 2 Personen

250 gr. Pfifferlinge
2 Frühlingszwiebeln
2 Aprikosen
Olivenöl
Salz
großzügiger Schuss Weißwein (trocken)
1 EL Butter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

100 gr. Babyspinat
1 Schalotte
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz
Muskat

Die Pfifferling putzen, den Stiel unten abschneiden und große Pilze ggf. halbieren. Die Frühlingszwiebel schräg in feine Ringe schneiden. Die Aprikosen achteln und die Spalten nochmals halbieren.

Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Pfifferlinge darin anbraten, leicht salzen. Mit dem Weißwein ablöschen und diesen etwas reduzieren lassen. Dann Aprikosen und Frühlingszwiebeln dazugeben und leicht köcheln lassen. Die Butter einrühren, damit sich eine cremige Sauce ergibt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Babyspinat waschen und abtropfen lassen. Schalotte und Knoblauch schälen und fein würfeln. Etwas Olivenöl in einem weiten Topf erhitzen und Schalotten- und Knoblauchwürfeln darin anschwitzen, dabei leicht salzen.

Den nassen Spinat hineingeben und zusammenfallen lassen. Alles mit Salz und Muskat abschmecken.

Den Spinat auf Tellern verteilen und die Pfifferlinge dazu anrichten.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch




Mittwoch, 29. Juli 2026

Lamm-Straccetti mit Rucola und Tomaten

Schnelle Küche sollte es geben und ich habe mich entschieden zwei Lammrücken zu kaufen. Wir essen gerne Lamm und es lässt sich mit wenig Aufwand braten. Mittlerweile essen wir wenig Fleisch und meistens teilen wir uns eine Portion.

In meinem Rezeptarchiv wurde ich schnell fündig, allerdings entdeckte ich drei Rezepte, die mich interessiert haben. Also mussten aus den beiden Lammrücken drei Gerichte für zwei Personen werden. Das war gar kein Problem. Für dieses habe ich nur einen halben verwendet.

Es geht blitzschnell und lässt sich auch gut vorbereiten, also ideal an heißen Tagen. Geschmeckt hat es uns auch sehr gut. Die beiden anderen Rezepte sind schon online.

Was wurde noch aus den Lammrücken?
Lammsteaks mit Kohlrabi-Joghurt und Koriander-Karamell
Lammrücken mit Aprikosen und Salbei

Weitere Rezepte mit Tomaten habe ich in meiner Rezeptsammlung #tomatenliebe veröffentlicht - Link.


für 2 Personen

Lamm-Straccetti:
1/2 Lammrücken
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Knoblauchzehe
1 EL Kapern
1/2 Zitrone
Olivenöl

Den Lammrücken in sehr dünne Streifen schneiden. Den Knoblauch schälen und in feine scheiben schneiden. Die Schale der Zitrone fein abreiben (der Saft wird für das Dressing verwendet).

Die Lammrückenscheiben von beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Kapern darin anschwitzen, bis der Knoblauch karamellisiert ist. Jetzt den Lammrücken von beiden Seiten darin kurz anbraten. Zum Schluss den Zitronenabrieb dazugeben und alles gut durchschwenken. (Das Braten macht man erst, wenn alles andere fertig ist)


Salat:
1/2 Zitrone
2 EL Balsamico
1/2 EL Honig
3 EL Olivenöl
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 kleiner Bund Rucola
10 Cocktailtomaten, gerne verschiedene
etwas Parmesan

Den Saft der Zitrone auspressen. Aus Zitronensaft, Balsamico, Honig und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Rucola waschen, trocken schleudern und schlechte Stellen entfernen.

Die Tomaten waschen und vierteln.

Den Parmesan mit einem Sparschäler abhobeln.


Anrichten:
Den Rucola und die Tomaten auf den Tellern verteilen. Dressing und Parmesan bereitstellen.
Das Fleisch braten. Das Dresssing über den Salat geben. Fleisch, Kapern und Knoblauch auf dem Salat verteilen und mit Parmesan bestreuen. Sofort servieren.



Eine Inspiration aus:





















Samstag, 25. Juli 2026

Lammsteaks mit Kohlrabi-Joghurt und Koriander-Karamell

Ich hatte zwei wunderschöne Lammrücken und mir drei Rezepte dafür herausgesucht. Dieses hat mich sehr gereizt, da ich gerne Kohlrabi esse und der Koriander-Karamell hat mich neugierig gemacht. Es stammt aus dem Gartenbuch des, von mir sehr geschätzten, Hans Gerlach. Da er auch in München lebt, konnte ich auch persönlich kennenlernen. Bei unserem letzten Treffen im Restaurant Malva hat er es mir signiert. Ich habe gesehen, wie sehr ihm das Thema am Herzen liegt, im eigenen Garten etwas anzubauen und damit zu kochen. So, wie mein Mann und ich das auch machen.

Es lässt sich schnell zubereiten und man kann auch alles vorbereiten und dann nur noch das Fleisch braten.Wer Koriander mag, dem wird besonders die Kombination aus frischem Kraut und Körnern gefallen. Ich kann mir dazu auch gut geröstetes Brot oder Kartoffeln vorstellen.

Was wurde noch aus den Lammrücken?
Lammrücken mit Aprikosen und Salbei
Lamm-Straccetti mit Rucola und Tomaten



für 2 Personen:

1 kleiner Kohlrabi
Salz
Zucker
1 kleiner Bund Koriander
400 griechischer Joghurt (10 % Fett)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 EL Zucker
3 EL Wasser
2 EL Korianderkörner
Salz

1 Lammrücken
Salz
Olivenöl

Kräuter oder Salat zum Anrichten


Den Kohlrabi schälen, grob raspeln und in einer Schüssel mit Salz und einer Prise Zucker marinieren. Der Kohlrabi zieht Wasser. Nach 20 Minuten auf ein Passiersieb und abtropfen lassen. Zum Schluss noch etwas durchdrücken.

Zucker und Wasser in einem kleinen Topf erhitzen und den Zucker goldbraun karamellisieren lassen. Vor dem Ende der Garzeit die Korianderkörner einrühren. Einen Teller mit Backpapier auslegen und die Mischung darauf gießen, leicht salzen und abkühlen lassen. Wenn der Karamell hart ist, grob hacken.

Die Korianderblätter abzupfen und grob hacken. Die Stiele in feine Ringe schneiden. Kohlrabi und Koriander in den Joghurt untermischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Falls der Lammrücken einen Fettdeckel hat, diesen diagonal einschneiden. Den Lammrücken halbieren und das Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen. Das Fleisch auf beiden Seiten salzen. Den Lammrücken auf der Fettseite in die Pfanne einlegen und, bei mittlerer Hitze, langsam knusprig braten. Dann das Fleisch wenden und fertig braten.

Anrichten:
Den Joghurt auf Tellern ausstreichen. Das Fleisch in dicke Scheiben schneiden und darauf anrichten. Mit dem Korianderkaramell bestreuen. Mit Salat- oder Kräuterblättern garnieren. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch







Dienstag, 21. Juli 2026

Lammrücken mit Aprikosen und Salbei

Vor vielen Jahren habe ich im Brauereigasthof in Aying ein Gericht mit Lamm und Aprikosen gegessen. Das hat mir damals so gut geschmeckt, dass ich immer etwas ähnliches selbst kochen wollte, aber irgendwie habe ich es nicht geschafft. Als ich in einem Kochbuch von Maria Groß etwas ähnliches entdeckt habe, gab es kein zurück mehr. Das musste ich ausprobieren. Sie verwendet ein Lammkarree und ich wollte es mit einem Lammrücken mit Fettdeckel kochen. Da musste ich etwas experimentieren und war nicht ganz glücklich mit dem Ergebnis. Auch ein paar andere Details haben mich nicht voll überzeugt.

Also, musste es nochmal auf den Teller, solange es noch reife Aprikosen gibt. Ich habe das Fleisch anders gegart und den Salbei anders behandelt. Auch die Aprikosen habe ich anders gebraten und anders gewürzt. Und jetzt war ich total begeistert vom Ergebnis. Schön ist auch, dass es ziemlich unkompliziert und schnell zubereitet werden kann.

Aktuell veranstalten Zorra vom Blog Kochtopf und Friederike vom Blog Fliederbaum einen Blog-Event mit dem Thema "Sommerobst". Da passt dieses Rezept perfekt dazu und deshalb nehme ich gerne daran teil.


für 2 Personen

1 Lammrücken mit Fettdeckel
2 - 3 Zweige Salbei
4 Aprikosen
Salz
Zucker
Pfeffer
geräuchertes Paprikapulver
Olivenöl
Fleur de Sel

Den Backofen auf 120 Grad Umluft vorheizen. Den Fettdeckel des Lammrücken diagonal fein einschneiden. Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Lammrücken salzen und darin auf der Fettseite gut anbraten, bis dieser knusprig ist. Anschließend auf der Fleischseite braten. 

Die Salbeiblätter abzupfen und auf einem kleinen Blech, oder Auflaufform verteilen. Mit Olivenöl besprenkeln und mischen, leicht salzen und etwas von dem Bratfett dazugeben. Das gebratene Fleisch daraufsetzen und alles für 15 Minuten in den Ofen schieben.

In der Zwischenzeit die Aprikosen entsteinen und vierteln. Das restliche Lammfett in der Pfanne  erhitzen. Die Aprikosen darin, bei mittlerer Hitze, rundum gut braten. Mit Salz, Zucker und geräuchertem Paprika würzen.

Den Lammrücken herausheben und etwas ruhen lassen.

Die Aprikosen und Salbeiblätter auf Tellern verteilen und mit dem Bratsud beträufeln. Den Lammrücken in dicke Scheiben schneiden und anrichten. Mit Fleur de Sel bestreuen, sofort servieren.


Mein Beitrag zum Blog-Event:

Blog-Event CCXXXII - Sommerobst (Einsendeschluss 15. August 2026)


Eine Inspiration aus:










Link zum Buch








Freitag, 17. Juli 2026

#lunchtapas - marinierter Lachs mit Tomaten, Verveine und Shiso

In der heißen Jahreszeit gibt es bei uns das, was der Garten gerade hergibt. Und da finden sich immer verschiedene Sorten Cocktailtomaten und Kräuter. Dazu kombiniere ich sehr gerne Zitrusaromen und Fisch. Und so ist dieses schöne und frische Gericht entstanden.


für 2 Personen

200 gr. Lachsloin
1 kleine Knoblauchzehe
5 - 6 kleine Tomaten, gerne verschiedene Sorten
1 Limette
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

zum Anrichten:
Salzflocken
kleine Verveineblätter
kleine Shisoblätter

Den Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Tomaten vierteln. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Eine cremige Vinaigrette aus Knoblauch, Limettenschale und -saft, Salz, Pfeffer und Olivenöl rühren.

Den Lachs in feine Scheiben schneiden und auf Tellern auslegen. Mit einem Löffel die Vinaigrette darübergeben, damit er mariniert wird. Etwas Vinaigrette aufheben.

Die Tomaten, Verveine- und Shisoblätter auf dem Lachs verteilen und mit der restlichen Vinaigrette beträufeln. Mit den Krätuerblättern und Tomaten dekorieren und etwas Salzflocken bestreuen. Sofort servieren.




Dienstag, 23. Juni 2026

Lauwarme Forelle mit Senfkohlrabi und Forellenkaviar

Das ist ein sehr schönes Fischgericht aus dem aktuellen Kochbuch "Kochen für Leib und Seele" von Hans Jörg Bachmeier. Gerade für die anstehende Sommerzeit ist es perfekt und vorbereiten lässt es sich auch noch. 

Eigentlich habe ich es gemacht, weil mich der Kohlrabi mit dem Senf sehr gereizt hat. Er wird mit süßem bayerischen Senf und Senfkaviar aus gelben Senfkörnern zubereitet. Das ist eine geniale Kombination, die auch zu kaltem Schweinebraten und abgebräuntem Leberkäse passt. Somit trifft das auch genau den Nerv, den Hans Jörg treffen will. Heimatliche, bayerische Küche mit internationalen Einflüssen.

Wer gerne Gäste einlädt ist mit diesem Gericht auch sehr gut bedient. Alle Komponenten kann man einen Tag vorher vorbereiten. Dann nur noch die Fischfilets mit dem aromatisierten Öl bestreichen und in den Ofen geben. Wichtig ist, dass 5 Minuten, bevor der Fisch aus dem Ofen kommt, alle Komponenten auf dem Teller sind. Der Fisch wird bei 80 Grad einfach nicht heiß und kühlt schnell aus. Dafür schmeckt er mit dieser Methode phantastisch und bleibt saftig.

Meine Rezension des Kochbuchs ist hier zu finden.





Für 2 Personen als Hauptgang oder 4 Personen als Vorspeise


Forelle:
2 Forellenfilets mit Haut, je ca. 100 gr. - bei mir war es eine Lachsforelle
1/2 Limette
3 EL Olivenöl
Salz

Der Fisch sollte erst zubereitet werden, wenn alle anderen Komponenten fertig sind.

Den Backofen auf 80 Grad Umluft vorheizen.

Die Filets auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. Danach die Haut wegschneiden und die Filets halbieren.

Die Schale der Limette fein abreiben und mit Salz und Olivenöl verrühren. Etwas von der Mischung auf einen Teller geben und verstreichen. Die Filets von beiden Seiten damit einpinseln und auf den Teller legen.

Den Teller mit Frischhaltefolie abdecken und für 20 Minuten in den Ofen geben. Der Fisch ist dann gegart, aber nur lauwarm. Deshalb muss er schnell serviert werden.


Senfkohlrabi:
1 Kohlrabi
1/2 Bund Schnittlauch
1 EL gelbe Senfkörner
50 ml trockenen Weißwein
50 ml Wasser
Salz
Cayennepfeffer
2 EL Olivenöl
1 EL Weißweinessig
1 EL süßer Senf

Den Kohlrabi schälen und in dünne Scheiben hobeln. Dann die Scheiben aufeinander stapeln und in feine Streifen schneiden. Ein paar Streifen zum Anrichten zur Seite legen. Den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Weißwein und Wasser aufkochen lassen, die Senfkörner mit einer Prise Salz in den Topf geben und bei mittlerer Hitze weich kochen.

Aus Weißweinessig, Olivenöl, Salz, Cayennepfeffer und Senf eine cremige Vinaigrette rühren und den Kohlrabi damit marinieren. Kurz vor dem Servieren die Schnittlauchröllchen und die Senfkörner darunter mischen.


Gurkenvinaigrette:
1 Gurke
2 EL Olivenöl
Salz
Zucker
1 El Weißweinessig
2 EL Crème fraîche

Die Gurke schälen, längs vierteln und die Kerngehäuse herausschneiden. Einige feine Streifen schneiden und zur Seite legen. Den Rest grob schneiden und in ein hohes Becherglas geben. Mit Salz und einer Prise Zucker marinieren. Olivenöl dazugeben und mit einem Stabmixer fein pürieren. Mit Essig abschmecken und die Crème fraîche untermischen.


Anrichten:
Kohlrabistreifen
Gurkenstücke
2 EL Crème fraîche
2 EL Forellenkaviar

Crème fraîche und Forellenkaviar verrühren. Etwas Forellenkaviar zurückbehalten.

Die Gurkenvinaigrette auf den Tellern verteilen und den Kohlrabisalat darauf anrichten. Die Teller sollten soweit fertig sein, bevor der Fisch aus dem Ofen kommt.

Die Fischfilets auf den Kohlrabisalat legen und mit Kohlrabistreifen und Gurkenstücken garnieren. Die Forellenkaviarmischung auf die Teller geben und mit etwas Forellenkaviar toppen. Sofort servieren.


Eine Inspiration aus:




























Dienstag, 19. Mai 2026

Ceviche vom Kabeljau

Ceviche ist ein wunderbares Gericht im Hochsommer und ich habe viel zu lange keine mehr gemacht. Im aktuellen Kochbuch "Halb so wild" von Viki Fuchs habe ich eine Kabeljau-Ceviche im Kokossud entdeckt. Die musste natürlich ausprobiert werden. Sie passt auch perfekt zum Titel des Kochbuchs und zeigt, dass es in Vikis Küche im Spielweg nicht nur Wild gibt.

Anfangs war ich in Sorge, dass die Zubereitung aufwändig sein wird. Leider passte an diesem Tag meine Küchenplanung nicht mit meinem echten Leben zusammen und ich war dann sehr froh, dass die Zubereitung doch zügig von der Hand ging. Und geschmeckt hat es uns ausgezeichnet. Im Originalrezept gibt es dazu noch eine geräucherte Paprika-Mayonnaise. Auf die habe ich verzichtet und sie hat uns auch nicht gefehlt.

Mit der großzügigen Verwendung der Limetten passt das Gericht auch gut zu meiner Rezeptsammlung #zitrusliebe.


für 2 Personen

400 gr. Kabeljaufilet ohne Haut

Den Kabeljau auf Gräten kontrollieren und ggf. entfernen. Dann in feine Scheiben schneiden, in eine Schüssel geben und kaltstellen.

Sud:
200 ml Kokosmilch
3 Limetten
2 Passionsfrüchte
2 Chili
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zucker

Die Kokosmilch in ein hohes Bechergefäß geben. Die Schale der Limetten fein abreiben und den Saft auspressen. Beides zur Kokosmilch geben. Die Passionsfrüchte halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausschaben. Das Fruchtfleisch durch ein Sieb streichen. Den Saft zur Kokosmilch geben, die Kerne zum Anrichten aufheben. Alles mit dem Stabmixer gut vermengen.

Die Chili längs halbieren und entkernen. Dann in feine Streifen schneiden und diese in den Sud geben. Den Sud mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken und über den Kabeljau geben. Alles gut vermengen und wieder kaltstellen. Für mindestens 15 Minuten durchziehen lassen.

Anrichten:
einige Granatapfelkerne
1 Limette
2 EL Kokoschips
1 Stengel Basilikum

Die Kerne aus dem Granatapfel lösen und den Rest anderweitig verwenden.
Die Limette filetieren.
Die Kokoschips in einer trockenen Pfanne rösten.
Die Basilikumblätter abzupfen.

Die Kabeljauscheiben auf Tellern anrichten und mit dem Sud beträufeln. Mit Granatapfelkernen, Limettenfilets, Kokoschips und Basilikum dekorieren und sofort servieren.


Eine Inspiration aus:
















Sonntag, 1. März 2026

Türkei vegetarisch: Kichererbsensalat mit Zitronen-Joghurt-Dressing

Dieser Salat sprang mir sofort ins Auge, auf der Suche nach Rezepten, die ich für meine Rezension von dem neuen Buch "Türkei vegetarisch" ausprobieren wollte. Seit dem Hummus-Boom kommt die Kichererbse fast nur noch püriert auf den Tisch. Dabei macht sie sich, in Kombination mit Tomaten, Gurke und Staudensellerie, sehr gut als Salat. Dazu ein frisches Dressing aus Zitronensaft und Joghurt. Der Salat ist schnell gemacht und lässt sich sehr gut vorbereiten. Ein ideales Gericht für heiße Tage im Sommer, da er erfrischend ist und man den Ofen nicht einschalten muss, wenn man vorgegarte Kichererbsen verwendet.

Mehr Information zum neuen Kochbuch von Orhan und Orkide Tancgil gibt es in meiner Rezension.


für 2 Personen als Hauptgericht oder 4 - 6 Personen als Teil einer Meze-Auswahl

100 gr. Cocktailtomaten - 1 Strang
1 Minigurke
2 Stangen Staudensellerie
1 kleine rote Zwiebel
3 Stängel Minze
2 Stängel Petersilie
200 gr. gegarte Kichererbsen

Dressing:
30 gr. Sahnejoghurt
1/2 Zitrone
1 TL Sumach
Salz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Anrichten:
Prise Sumach
ein paar Minzeblätter

Die Cocktailtomaten vierteln, die Gurke ungeschält in kleine Würfel schneiden, beim Staudensellerie die Fäden ziehen und dann in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen, halbieren und der Länge nach in feine Streifen schneiden. Blätter von Petersilie und Minze in feine Streifen schneiden. Alles mit den Kichererbsen in eine Schüssel geben und gut vermengen.

Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Beides mit dem Joghurt verrühren und mit Salz, Sumach und Pfeffer abschmecken.

Das Dressing über den Salat geben und vermengen. Mit Sumach und Minzblättern garnieren.



In Kombination mit Kohlrabi-Cacik und Karotten-Quitten-Salat als Meze-Auswahl.


Eine Inspiration aus:















Link zum Buch







Samstag, 22. November 2025

#lilafreude - Geröstete Auberginen mit Sardellen und Oregano

Leider gilt für Aubergine grundsätzlich, egal wie gut es schmeckt, sie sieht nicht hübsch aus. Ich habe versucht das mit einer hübschen Schale auszugleichen.....

Dafür hat dieses Rezept einen weiteren Vorteil, es geht einfach und schnell. Unsere Auberginenernte ist heuer leider nicht so erfolgreich, wie die Jahre davor. Das ist einfach diesem verregneten Sommer geschuldet. Endlich waren einmal drei von den violetten und eine von den weißen Mini-Auberginen gleichzeitig reif und ich wollte sie schnell gemeinsam verarbeiten.

Fündig geworden bin ich in dem Kochbuch Simple von Yotam Ottolenghi und habe es entsprechend meinen Anforderungen "umgemodelt". Es hat uns ausgezeichnet geschmeckt.


für 2 Personen als Beilage


4 Mini-Auberginen
Salz
Olivenöl
2 Sardellenfilets
1 Schuss Weißweinessig
1 sehr kleine Knoblauchzehe
1 TL getrockneter Oregano
1/2 Bund Petersilie
schwarzer Pfeffer

Den Backofen auf 200 Grad Umluft vorheizen. Eine passende Auflaufform mit Backpapier bedecken.

Stiel der Auberginen abschneiden und dann vierteln. In einer Schüssel mit 1/2 TL Salz vermengen. Die Auberginen auf das Backpapier legen und rundum mit Olivenöl einpinseln. Die Auflaufform für 35 Minuten in den Backofen geben. Die Auberginen sollen solange geröstet werden, bis die Auberginen dunkelbraun und gegart sind.

In der Zwischenzeit die Knoblauchzehe sehr fein würfeln und in eine kleine Schüssel geben. Die Sardellen auf einem Brett mit einer Gabel zerdrücken und zum Knoblauch geben. Den Oregano mit den Fingern zerbröseln und die harten Stiele aussortieren. Alles mit Essig, Oregano und Olivenöl zu einer cremigen Sauce rühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in Streifen schneiden. Ein paar Blätter für die Deko zurücklegen.

Die Auberginen aus dem Ofen nehmen und etwas auskühlen lassen. Dann in einer Schüssel mit der Sauce und der Petersilie vermengen. Dazu sollten sie noch warm sein. Zum Servieren auf einen Teller oder in eine Schale geben und mit Petersilienblätter dekorieren.

Dazu schmeckt Brot, Huhn, Fisch oder einfach etwas Reis.


Eine Inspiration aus:

Montag, 10. November 2025

#zucchinischwemme - Zucchini-Mandel-Salat mit Iberico-Presa

In meinem Umfeld gibt es einige Menschen, die Zucchini nicht leiden können. Bis sie bei mir irgendetwas mit Zucchini essen. Für mich gilt grundsätzlich, es gibt keine schlechten Lebensmittel (o.k. Sauerkraut ausgenommen), es gibt nur schlechte Zubereitungen. 

Genau an das musste ich denken, als ich diesen ungewöhnlichen Salat auf den Tisch gebracht habe. Getoppt wurde er, im wahrsten Sinne des Wortes, von einem kurzgebratenen Iberico Presa. Und die beiden haben sich perfekt ergänzt.

Dieses Gericht würde ich jederzeit auch Gästen servieren. Es ist schnell gemacht und man einiges vorbereiten. Den Salat könnte man sogar komplett fertig machen, da er lauwarm und kalt schmeckt.

In meiner Rezeptsammlung #zucchinischwemme habe ich schon viele Zucchini-Rezepte veröffentlicht und dieses ist jetzt auch dabei.



für 2 Personen

2 Zehen Knoblauch
2 kleine rote Zwiebeln
4 kleine Zucchini (gerne gelb und grün gemischt)
4 EL Mandeln
Salz
Pfeffer
Apfelessig
Olivenöl
1 kleiner Bund Minze

dazu:
Iberico Presa
Salz
Olivenöl
Butter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Salzflocken

Den Knoblauch schälen und in feiner Würfel schneiden. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und längs in feine Streifen schneiden. Die Zucchini in feine Scheiben hobeln.

Die Mandeln grob hacken. Aus Apfelessig, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Vinaigrette rühren.

Die Zwiebeln in etwas Olivenöl glasig schwitzen und zum Schluss den Knoblauch mitbraten, alles leicht salzen. Dann die Zucchini dazugeben, alles mit Olivenöl beträufeln und etwa 5 Minuten gar dünsten. Mit Salz und Pfeffer würzen, aus der Pfanne heben und mit der Vinaigrette marinieren. Etwas durchziehen lassen. Zum Schluss die Mandeln untermischen.

In der Zwischenzeit die Minzblätter in feine Streifen schneiden und über den Salat streuen.

In einer Pfanne etwas Olivenöl und Butter erhitzen. Das Presa mit Salz würzen und bei mittlerer Hitze von beiden Seiten braten. Herausnehmen, kurz ziehen lassen, in Streifen schneiden und mit Pfeffer und Salzflocken würzen.


Eine Inspiration aus:






Sonntag, 5. Oktober 2025

#lilafreude - Auberginen-Carpaccio

Vorsorglich habe ich einige Auberginen-Rezepte herausgesucht, für unsere Ernte im Garten. Das war heuer aber ein Trauerspiel. Die wenigen Mini-Auberginen, die ich hatte, haben nur für ein anderes, kleines Rezept gereicht. 

Aber dieses Auberginen-Carpaccio, aus einem der meist unterschätzten Kochbücher von Tim Mälzer, hat mich so gereizt, dass ich eine Aubergine gekauft habe. Er verwendet dafür die gestreiften Tiger-Auberginen, da sie milder im Aroma sind. Ich habe eine ganz normale genommen, da leider die Bitternoten mittlerweile weg gezüchtet wurden.

Ansonsten hat mich das sehr überzeugt, nicht nur geschmacklich, sondern auch wegen der unkomplizierten und teilweise ungewöhnlichen Zubereitung. Anfangs war ich skeptisch, wegen der kurzen Kochzeit und dem Einfrieren. Ich habe es noch ein zweites Mal mit anderen Zeiten probiert, muss aber sagen, dass die Variante von Tim besser funktioniert.



für 2 Personen als Vorspeise

1 mittelgroße Aubergine
Salz
Olivenöl
1/2 Zitrone
Rucola
Parmesan
Pfeffer
Salzflocken

Die Aubergine rundum mit einer Gabel einstechen. In einem großen Topf Salzwasser zum Kochen geben, die Aubergine hineingeben und mit einem kleineren Topf beschweren, damit sie ganz unter Wasser bleibt. Rund 10 Minuten kochen.

Ein passendes Stück Klarsichtfolie mit ein paar Tropfen Olivenöl bestreichen. Die Aubergine aus dem Topf heben und etwas abtropfen lassen. Dann in die Klarsichtfolie einwickeln und für ca. 30 Minuten in den Tiefkühler geben.

In der Zwischenzeit den Parmesan mit einem Sparschäler in Streifen hobeln und den Rucola vorbereiten.

Die Aubergine in sehr dünne Scheiben schneiden und auf Tellern anrichten. Mit Olivenöl und Zitronensaft besprenkeln. Grob gemahlenen Pfeffer darübergeben und mit Parmesan und Rucola bestreuen. Zum Schluss noch Salzflocken darüberstreuen.



Eine Inspiration aus: