Bei diesem Rezept von Jamie Oliver aus seinem aktuellen Kochbuch "Jamies 5-Zutaten-Küche" hatte ich mir gewünscht, dass die Zubereitung so beschrieben wird, wie es auf dem Rezeptbild zu sehen ist. In weiten Teilen habe ich mich an den Text gehalten. Nur an wenigen Stellen fand ich das Rezept so abwegig, dass ich es eigenmächtig geändert habe.
Gerade bei Kochbuch-Rezensionen bemühe ich mich, ganz nahe am Original zu kochen, da man sich sonst kein Urteil über die Gelingsicherheit von Rezepten machen kann. Es hat mich beim Ausprobieren öfters gereizt davon abzuweichen und es anders zu machen. Ich war streng mit mir und das war insofern gut, dass ich jetzt sagen kann, dass das Rezept so leider wenig Sinn macht. Die Rezept-Idee ist schön und geschmacklich gut - die Umsetzung leider nicht. Nach dem Zubereitung und dem zweiten intensiven Studieren des Rezeptfotos weiß ich jetzt, wie es geht. Und so stelle ich das Rezept vor. Bitte nicht über mein Rezeptfoto wundern. Wenn Ihr es so kocht, wie bei mir beschrieben, wird es anders (und besser) aussehen.
Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
für 2 Personen
2 Hähnchenkeulen
8 Frühlingszwiebeln
2 Chilischoten
2 Orangen
2 EL Hoisinsauce
(Meersalz, Rotweinessig)
Die Chilischoten längs halbieren, entkernen und in längs in feine Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln in den weißen und den grünen Teil zerschneiden. Den weißen Teil zur Seite legen. Den grünen Teil auf etwa die gleiche Größe, wie den weißen Teil schneiden, dann halbieren und längs in feine Streifen schneiden. Den Rest des grünen Teils in Ringe schneiden und anderweitig verwenden. Chili- und Frühlingszwiebelstreifen in eine Schüssel mit eiskaltem Wasser legen, damit sie sich kringeln.
Die Orangen so schälen, als ob man sie filetieren würde und dann in dünne Scheiben schneiden. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.
Die Haut der Hähnchenkeulen abziehen und in feine Streifen schneiden. Die Hähnchenkeule leicht salzen. Eine beschichtete Pfanne erhitzen und die Hautstreifen knusprig braten. Sobald etwas Fett ausgetreten ist, die Hähnchenkeulen auf beiden Seiten kräftig anbraten. Wenn die Haut knusprig ist, aus der Pfanne nehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen, dabei leicht salzen. Nun die weißen Teile der Frühlingszwiebel in die Pfanne geben und braten, dabei die Keulen regelmäßig wenden.
In einer Schüssel die Hoisinsauce mit einem Schuss Rotweinessig verrühren. Die Hühnerkeulen herausnehmen und auf beiden Seiten damit bestreichen, auf ein Gitter setzen und für 30 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben.
Den grünen Teil der Frühlingszwiebeln und die Chilistreifen aus dem Wasser nehmen, abtropfen lassen und in der Pfanne mit dem weißen Teil der Frühlingszwiebeln kurz durchschwenken.
Die Orangenscheiben auf zwei Tellern auslegen, das Gemüse auf der Pfanne mit dem Saft darauf verteilen. Die Hähnchenkeulen darauf setzen und mit der knusprigen Haut bestreuen. Sofort servieren.
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Samstag, 4. November 2017
Donnerstag, 2. November 2017
Harissa-Hähnchen aus dem Ofen aus Jamies 5-Zutaten-Küche von Jamie Oliver
Das Harissa-Hähnchen von Jamie Oliver aus seinem neuen Kochbuch "Jamies 5-Zutaten-Küche" hat vieles, was ich im Alltag gerne koche. Es geht wirklich schnell und die meiste Arbeit macht der Backofen. Da kann man in der Zwischenzeit die Küche aufräumen, den Tisch decken und sich auf das Essen freuen. Da Hühnerschenkel und Hühnerbrust unterschiedliche Garzeiten brauchen, wurde das geschickt mit dem Einschneiden der Schenkel ausgeglichen. Angenehm ist es auch, dass die Zwiebeln und Paprikaschoten nur in große Stücke geschnitten werden.
Im Originalrezept wird Harissa mit Rosenblüten angegeben. So eines habe ich bei uns noch nicht gesehen und deshalb einfach getrocknete Rosenblüten gehackt und unter das Harissa gemischt.
Schwieriger war es für mich, die richtige Einstellung des Ofens herauszufinden. Wenn in Kochbüchern keine Angaben gemacht werden, dann wähle ich Ober-/Unterhitze. So nach 20 Minuten Garzeit war mir schon klar, dass das nicht funktionieren wird und habe auf Umluft umgeschaltet. Das hat noch gut geklappt, da mein Hähnchen schwerer war, als im Rezept angegeben und ich es 10 Minuten länger braten wollte. Die Umluft führt dazu, dass das Gemüse leider austrocknet und nur da gut gegart und knackig war, wo es Kontakt mit dem ausgelaufenen Fett des Hähnchens hatte. Da es nicht gewürzt wird, muss auch hier die Harissapaste den Job erledigen. Ich werde dieses Gericht auf jeden Fall wieder machen, da es toll schmeckt und schnell zubereitet werden kann. Beim nächsten Mal werde ich das Gemüse leicht salzen, mit Olivenöl beträufeln, durchmischen und dann das Huhn darauf setzen. Das Ganze kommt dann bei 180 Grad Umluft in den Ofen.
Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
für 4 Personen
4 verschieden farbige Paprikaschoten
2 rote Zwiebeln
1 Hähnchen ca. 1,2 kg
4 gehäufte EL Harissa
2 TL Rosenblüten
1/2 Bund Minze
(Meersalz, Olivenöl, schwarzer Pfeffer, Rotweinessig)
Die Paprikaschoten in Segmente schneiden, entkernen und die Segmente halbieren. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in die einzelnen Schichten teilen. Das Gemüse in eine ofenfeste Auflaufform geben, leicht salzen und mit Olivenöl beträufeln. Gut durchmischen.
Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Hähnchen am Rückgrat aufschneiden, umdrehen und flach ausbreiten, dabei die Brust nach unten drücken. Die Rosenblüten hacken und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Rotweinessig in das Harissa rühren. Das Hähnchen innen und außen damit einreiben und auf das Gemüse, mit der Hautseite nach oben, setzen.
In den Ofen schieben und bei 180 Grad Umluft für mind. 50 Minuten braten, bis es knusprig und durchgegart ist. Überprüfen kann man das, wenn man mit einem Holzstäbchen in das Fleisch sticht und klarer Saft, ohne Blut, austritt.
In der Zwischenzeit die Minzblättchen abzupfen und vor dem Servieren das Gericht damit garnieren.
Im Originalrezept wird Harissa mit Rosenblüten angegeben. So eines habe ich bei uns noch nicht gesehen und deshalb einfach getrocknete Rosenblüten gehackt und unter das Harissa gemischt.
Schwieriger war es für mich, die richtige Einstellung des Ofens herauszufinden. Wenn in Kochbüchern keine Angaben gemacht werden, dann wähle ich Ober-/Unterhitze. So nach 20 Minuten Garzeit war mir schon klar, dass das nicht funktionieren wird und habe auf Umluft umgeschaltet. Das hat noch gut geklappt, da mein Hähnchen schwerer war, als im Rezept angegeben und ich es 10 Minuten länger braten wollte. Die Umluft führt dazu, dass das Gemüse leider austrocknet und nur da gut gegart und knackig war, wo es Kontakt mit dem ausgelaufenen Fett des Hähnchens hatte. Da es nicht gewürzt wird, muss auch hier die Harissapaste den Job erledigen. Ich werde dieses Gericht auf jeden Fall wieder machen, da es toll schmeckt und schnell zubereitet werden kann. Beim nächsten Mal werde ich das Gemüse leicht salzen, mit Olivenöl beträufeln, durchmischen und dann das Huhn darauf setzen. Das Ganze kommt dann bei 180 Grad Umluft in den Ofen.
Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.
für 4 Personen
4 verschieden farbige Paprikaschoten
2 rote Zwiebeln
1 Hähnchen ca. 1,2 kg
4 gehäufte EL Harissa
2 TL Rosenblüten
1/2 Bund Minze
(Meersalz, Olivenöl, schwarzer Pfeffer, Rotweinessig)
Die Paprikaschoten in Segmente schneiden, entkernen und die Segmente halbieren. Die Zwiebeln schälen, vierteln und in die einzelnen Schichten teilen. Das Gemüse in eine ofenfeste Auflaufform geben, leicht salzen und mit Olivenöl beträufeln. Gut durchmischen.
Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Das Hähnchen am Rückgrat aufschneiden, umdrehen und flach ausbreiten, dabei die Brust nach unten drücken. Die Rosenblüten hacken und mit Salz, schwarzem Pfeffer und Rotweinessig in das Harissa rühren. Das Hähnchen innen und außen damit einreiben und auf das Gemüse, mit der Hautseite nach oben, setzen.
In den Ofen schieben und bei 180 Grad Umluft für mind. 50 Minuten braten, bis es knusprig und durchgegart ist. Überprüfen kann man das, wenn man mit einem Holzstäbchen in das Fleisch sticht und klarer Saft, ohne Blut, austritt.
In der Zwischenzeit die Minzblättchen abzupfen und vor dem Servieren das Gericht damit garnieren.
Dienstag, 31. Oktober 2017
Knuspriger Wolfsbarsch auf Thai-Art aus Jamies 5-Zutaten-Küche von Jamie Oliver
Der Charme der Rezepte im aktuellen Kochbuch "Jamies 5-Zutaten-Küche" von Jamie Oliver liegt darin, dass sie grundsätzlich mit 5 im Supermarkt erhältlichen Zutaten auskommen und schnell zubereitet sind. So werden für den Wolfsbarsch geschickt die thailändischen "Basic-Aromen" Currypaste, Limette, Frühlingszwiebel und Koriander um Salz, Pfeffer und Olivenöl ergänzt. In kurzer Zeit ist ein sehr schmackhaftes Gericht auf dem Tisch. Der Fisch hat toll geschmeckt, nur der "Salat" war mir zu trocken. Hier ist es besser etwas Vinagrette zu machen und ihn damit zu beträufeln.
Meine Wolfsbarsche waren aus deutscher Zucht, gekauft im Frischeparadies München und ganz schön große "Brummer". Ich habe sie kaum in die Pfanne gebracht. Aus diesem Grund durften sie bei 100 Grad noch etwas im Ofen nachziehen. Normalerweise sind die Portions-Wolfsbarsche kleiner und dann funktioniert das perfekt mit dem Braten 3 bis 4 Minuten auf jeder Seite.
Besonders glücklich bin ich über den Teller. Der ist durch einen sehr glücklichen Zufall zu mir gekommen. Eine facebook-Freundin, die im Moment ein bisserl gebeutelt ist und wieder umziehen musste, wollte sich davon trennen. Ich war schon sehr lange auf der Suche nach Glastellern und nie hat mir etwas gefallen. Diese Teller haben mir optisch sofort sehr gut gefallen und ich mag' es auch sehr gerne, wenn Dinge eine Geschichte haben. Vielen Dank, Marion.
Meine Rezension zu Jamies Kochbuch könnt Ihr hier nachlesen.
für 2 Personen
4 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Koriandergrün
2 Wolfsbarsche
2 EL rote Thai-Currypaste
1 Bio-Limette
(Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Olivenöl)
Die Frühlingszwiebeln quer dritteln und dann längs in feine Streifen schneiden. Die Streifen in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, damit sie sich kringeln. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und ebenfalls in das Wasser legen. Die Stiele aufbewahren.
Kurz vor dem Braten der Fische, den Salat aus dem Wasser nehmen und in einer Salatschleuder trocken schleudern.
Die Wolfsbarsche auf beiden Seiten schräg, im Abstand von 2 cm, einschneiden. Die Fische außen und innen mit der Currypaste einreiben, dabei besonders die Einschnitte berücksichtigen. Die Korianderstiele in die Fische legen und sie mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen.
Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Fische auf jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten. Wenn sie sehr groß und dick sind bei 100 Grad im Ofen nachziehen lassen.
Den Salat auf Teller verteilen und mit etwas Vinaigrette aus Limettensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu beträufeln, dann die Fische darauf legen. Das Bratfett aus der Pfanne über den Fischen verteilen. Die Limettenschale abreiben und über die Fische geben. Die Limette halbieren und dazugeben, damit sie über den Fischen bei Tisch ausgepresst werden kann.
Meine Wolfsbarsche waren aus deutscher Zucht, gekauft im Frischeparadies München und ganz schön große "Brummer". Ich habe sie kaum in die Pfanne gebracht. Aus diesem Grund durften sie bei 100 Grad noch etwas im Ofen nachziehen. Normalerweise sind die Portions-Wolfsbarsche kleiner und dann funktioniert das perfekt mit dem Braten 3 bis 4 Minuten auf jeder Seite.
Besonders glücklich bin ich über den Teller. Der ist durch einen sehr glücklichen Zufall zu mir gekommen. Eine facebook-Freundin, die im Moment ein bisserl gebeutelt ist und wieder umziehen musste, wollte sich davon trennen. Ich war schon sehr lange auf der Suche nach Glastellern und nie hat mir etwas gefallen. Diese Teller haben mir optisch sofort sehr gut gefallen und ich mag' es auch sehr gerne, wenn Dinge eine Geschichte haben. Vielen Dank, Marion.
Meine Rezension zu Jamies Kochbuch könnt Ihr hier nachlesen.
für 2 Personen
4 Frühlingszwiebeln
1/2 Bund Koriandergrün
2 Wolfsbarsche
2 EL rote Thai-Currypaste
1 Bio-Limette
(Meersalz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Olivenöl)
Die Frühlingszwiebeln quer dritteln und dann längs in feine Streifen schneiden. Die Streifen in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, damit sie sich kringeln. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen und ebenfalls in das Wasser legen. Die Stiele aufbewahren.
Kurz vor dem Braten der Fische, den Salat aus dem Wasser nehmen und in einer Salatschleuder trocken schleudern.
Die Wolfsbarsche auf beiden Seiten schräg, im Abstand von 2 cm, einschneiden. Die Fische außen und innen mit der Currypaste einreiben, dabei besonders die Einschnitte berücksichtigen. Die Korianderstiele in die Fische legen und sie mit Meersalz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle würzen.
Etwas Olivenöl in einer beschichteten Pfanne bei mittlerer Temperatur erhitzen und die Fische auf jeder Seite 3 bis 4 Minuten braten. Wenn sie sehr groß und dick sind bei 100 Grad im Ofen nachziehen lassen.
Den Salat auf Teller verteilen und mit etwas Vinaigrette aus Limettensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer zu beträufeln, dann die Fische darauf legen. Das Bratfett aus der Pfanne über den Fischen verteilen. Die Limettenschale abreiben und über die Fische geben. Die Limette halbieren und dazugeben, damit sie über den Fischen bei Tisch ausgepresst werden kann.
Sonntag, 29. Oktober 2017
Rezension: Jamies 5-Zutaten-Küche von Jamie Oliver
Bei Rezensionen ist mir ja nichts heilig. Ich rezensiere da alles weg, egal ob Spitzenkoch mit drei Sternen oder Grundkochbuch für Einsteiger. Aber, ich gebe mir Mühe das Buch aus dem richtigen Blickwinkel der Zielgruppe zu sehen. Mit dieser Grundhaltung habe ich mich dem aktuellen Kochbuch von Jamie Oliver, "Jamies 5-Zutaten-Küche" beschäftigt. Gleich bei Erscheinen, konnte ich schon die ersten Statements in der Gruppe der Kochbuch-Süchtigen bei facebook lesen. Da war ich mir unsicher, ob die Kommentatoren verstanden haben, was die Botschaft des Buchs ist. Danach habe ich es vergessen, bis das Buch eines Tages an meine Tür klopfte. Meine Neugierde war geweckt und ich rezensiere ja auch gerne gegen den Mainstream.
Jamie Oliver vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Die ganze Welt kennt Jamie Oliver, der als "Young Chef" im Fernsehen Karriere machte und viel Menschen inspirierte frisch zu kochen. Manche seiner Kollegen halten ihn nicht für einen guten Koch, aber alle achten und respektieren seinen Einsatz für gutes Essen und das ganz speziell für Kinder. Dieses Thema liegt dem fünffachen Vater ganz selbstverständlich am Herzen. Und damit eröffnet er dieses Buch, mit seinen fünf Kindern, denen es gewidmet ist.
Die Zahl fünf und kurze Zubereitungszeiten sind der Schlüssel zu diesem Buch. Für jedes Rezept werden nur fünf Zutaten und Grundzutaten aus dem Vorrat benötigt. Konsequenterweise umfasst der Vorrat auch nur fünf Dinge, die man normalerweise daheim hat, wenn man frisch kocht. Das wären Salz, Pfeffer, ein Olivenöl zum Braten, ein natives Olivenöl und Rotweinessig. Aus meiner Sicht darf es statt dem Olivenöl zum Braten auch Raps- oder Sonnenblumenöl sein. Auf diese Basis-Zutaten wird gleich zum Einstieg verwiesen. Dann geht es schon los, mit den Rezepten.
Wie es sich für die Alltagsküche gehört sind Gerichte mit den unterschiedlichsten Hauptzutaten aus den Kategorien Salate, Pasta, Eier, Hähnchen, Fisch, Gemüse, Rind, Schwein, Lamm, Reis & Nudeln und Süsses im Kochbuch enthalten. Im Anhang sind noch ein paar Worte von Jamies Ernährungsteam zur ausgewogenen Ernährung und ein ausführliches alphabetisches Register nach Rezepttiteln und Zutaten zu finden.
Die Rezepte sind sehr gut auf je einer Doppelseite aufbereitet. Das Rezeptbild auf der einen Seite ist klar und auf das Wesentliche konzentriert. Das Rezept gegenüber ist grafisch sehr gut gestaltet, sogar alle fünf Zutaten haben ein eigenes kleines Foto. Zu den Angaben gehören, Personenanzahl, Zubereitungsdauer - je nachdem auch Ruhe- oder Garzeiten, Zutatenliste (immer fünf Stück) und Rezepttext.
Beim Durchblättern dachte ich anfangs, braucht man das? Sind für die Gerichte Pseudo-Zutaten notwendig? Ich wurde sehr schnell eines besseren belehrt. Verwendet werden Produkte, für die man sich nicht mit dem erhobenen Zeigefinger aufregen muss. Bei manchen Zutaten bin ich mir unsicher, ob man die bei uns so kaufen kann, wie in London bzw. Großbritannien. Nicht alle Linsensorten gibt es bei uns vorgegart und Brunnenkresse ist auch bei meiner excellenten Einkaufssituation eine kleine Herausforderung. Die Gerichte sind interessant und nicht in unzähligen anderen Kochbüchern als kleine Abwandlung zu finden.
Beim Nachkochen für diese Rezension habe ich mich sehr für die Wirkung unterschiedlicher Würzpasten interessiert und drei Rezepte mit Thai-Curry-Paste, Hoisin-Sauce und Harissa entdeckt. Einmal stand der Wolfsbarsch im Fokus und zweimal Huhn. Das hat mir gut gepasst, weil ich so die Vielfalt und den Unterschied der Gerichte besser beurteilen konnte. Bei zwei Gerichten war ich nur in Nuancen unzufrieden, beim dritten müsste nach meinem Geschmack viel verändert werden. Trotzdem möchte ich sagen, dass die Rezepte ganz gut umsetzbar und schmackhaft sind. Ich bin in diesen Punkten eher streng, da ich für das Buch als Zielgruppe eher Hobbyköche mit Basis-Kenntnissen sehe. Und gerade für diese Zielgruppe, die das Kochen für sich entdeckt, finde ich es wichtig, sie gut anzuleiten und nicht zu verprellen. Das Konzept dieses Kochbuchs steht für einfach und schnell und dies ist in der konsequenten Umsetzung sehr gut gelungen. Ich würde lieber Brüche im Konzept zu Gunsten der Qualität zulassen. Die Erhöhung der Anzahl der Zutaten ist nicht notwendig, aber es braucht an manchen Stellen mehr Erläuterungen. Das führt zu längeren und auch komplexeren Rezepttexten. Trotzdem denke ich, dass man den Lesern dies zumuten und ihren Kochhorizont erweitern sollte.
Grundsätzlich empfinde ich die Rezepte sorgfältiger bei der Zubereitung der Hauptzutat. Bei den Beilagen fehlte mir meistens die sorgfältige Behandlung und auch die Würzung. Die Zubereitungszeiten der Rezepte habe ich jedes Mal knapp verfehlt. Ich halte mich schon für eine erfahrene Hobbyköchin und für mich beginnt die Zubereitungszeit, wenn ich den Kühlschrank aufmache, um Zutaten herauszunehmen und zu waschen. Es ist meine Vermutung, dass die Stoppuhr erst gedrückt wurde, als die gewaschenen Zutaten auf dem Schneidebrett lagen. Der Unterschied ist nicht so schlimm, wenn man die Zeitangaben als Richtwert versteht, ob das Kochen schnell, mittel oder lange dauert. In meinem Alltag ist die Richtschnur 30 Minuten. Das ist der Idealzustand, wenn ich heimkomme, koche und nach einer halben Stunde steht das Essen auf dem Tisch. Das schaffe ich ganz gut, wenn ich "frei Schnauze" koche. Deshalb freue ich mich sehr, neue Inspirationen innerhalb dieses Zeitrahmens zu finden und da sind bei Jamie viele neue Ideen zu finden.
Knuspriger Wolfsbarsch auf Thai-Art
Harissa-Hähnchen aus dem Ofen

Glasiertes Hoisin-Hähnchen
Fazit:
Bei "Jamies 5-Zutaten-Küche" gibt es viele Anregungen für moderne und schmackhafte "Jeden-Tag-Gerichte". Wer den Mut hat, bei den Rezepten aufgrund eigener Erfahrungen abzuweichen, wird mit frischem und sehr gut schmeckendem Essen belohnt.
Jamie Oliver vorzustellen, hieße Eulen nach Athen zu tragen. Die ganze Welt kennt Jamie Oliver, der als "Young Chef" im Fernsehen Karriere machte und viel Menschen inspirierte frisch zu kochen. Manche seiner Kollegen halten ihn nicht für einen guten Koch, aber alle achten und respektieren seinen Einsatz für gutes Essen und das ganz speziell für Kinder. Dieses Thema liegt dem fünffachen Vater ganz selbstverständlich am Herzen. Und damit eröffnet er dieses Buch, mit seinen fünf Kindern, denen es gewidmet ist.
Die Zahl fünf und kurze Zubereitungszeiten sind der Schlüssel zu diesem Buch. Für jedes Rezept werden nur fünf Zutaten und Grundzutaten aus dem Vorrat benötigt. Konsequenterweise umfasst der Vorrat auch nur fünf Dinge, die man normalerweise daheim hat, wenn man frisch kocht. Das wären Salz, Pfeffer, ein Olivenöl zum Braten, ein natives Olivenöl und Rotweinessig. Aus meiner Sicht darf es statt dem Olivenöl zum Braten auch Raps- oder Sonnenblumenöl sein. Auf diese Basis-Zutaten wird gleich zum Einstieg verwiesen. Dann geht es schon los, mit den Rezepten.
Wie es sich für die Alltagsküche gehört sind Gerichte mit den unterschiedlichsten Hauptzutaten aus den Kategorien Salate, Pasta, Eier, Hähnchen, Fisch, Gemüse, Rind, Schwein, Lamm, Reis & Nudeln und Süsses im Kochbuch enthalten. Im Anhang sind noch ein paar Worte von Jamies Ernährungsteam zur ausgewogenen Ernährung und ein ausführliches alphabetisches Register nach Rezepttiteln und Zutaten zu finden.
Die Rezepte sind sehr gut auf je einer Doppelseite aufbereitet. Das Rezeptbild auf der einen Seite ist klar und auf das Wesentliche konzentriert. Das Rezept gegenüber ist grafisch sehr gut gestaltet, sogar alle fünf Zutaten haben ein eigenes kleines Foto. Zu den Angaben gehören, Personenanzahl, Zubereitungsdauer - je nachdem auch Ruhe- oder Garzeiten, Zutatenliste (immer fünf Stück) und Rezepttext.
Beim Durchblättern dachte ich anfangs, braucht man das? Sind für die Gerichte Pseudo-Zutaten notwendig? Ich wurde sehr schnell eines besseren belehrt. Verwendet werden Produkte, für die man sich nicht mit dem erhobenen Zeigefinger aufregen muss. Bei manchen Zutaten bin ich mir unsicher, ob man die bei uns so kaufen kann, wie in London bzw. Großbritannien. Nicht alle Linsensorten gibt es bei uns vorgegart und Brunnenkresse ist auch bei meiner excellenten Einkaufssituation eine kleine Herausforderung. Die Gerichte sind interessant und nicht in unzähligen anderen Kochbüchern als kleine Abwandlung zu finden.
Beim Nachkochen für diese Rezension habe ich mich sehr für die Wirkung unterschiedlicher Würzpasten interessiert und drei Rezepte mit Thai-Curry-Paste, Hoisin-Sauce und Harissa entdeckt. Einmal stand der Wolfsbarsch im Fokus und zweimal Huhn. Das hat mir gut gepasst, weil ich so die Vielfalt und den Unterschied der Gerichte besser beurteilen konnte. Bei zwei Gerichten war ich nur in Nuancen unzufrieden, beim dritten müsste nach meinem Geschmack viel verändert werden. Trotzdem möchte ich sagen, dass die Rezepte ganz gut umsetzbar und schmackhaft sind. Ich bin in diesen Punkten eher streng, da ich für das Buch als Zielgruppe eher Hobbyköche mit Basis-Kenntnissen sehe. Und gerade für diese Zielgruppe, die das Kochen für sich entdeckt, finde ich es wichtig, sie gut anzuleiten und nicht zu verprellen. Das Konzept dieses Kochbuchs steht für einfach und schnell und dies ist in der konsequenten Umsetzung sehr gut gelungen. Ich würde lieber Brüche im Konzept zu Gunsten der Qualität zulassen. Die Erhöhung der Anzahl der Zutaten ist nicht notwendig, aber es braucht an manchen Stellen mehr Erläuterungen. Das führt zu längeren und auch komplexeren Rezepttexten. Trotzdem denke ich, dass man den Lesern dies zumuten und ihren Kochhorizont erweitern sollte.
Grundsätzlich empfinde ich die Rezepte sorgfältiger bei der Zubereitung der Hauptzutat. Bei den Beilagen fehlte mir meistens die sorgfältige Behandlung und auch die Würzung. Die Zubereitungszeiten der Rezepte habe ich jedes Mal knapp verfehlt. Ich halte mich schon für eine erfahrene Hobbyköchin und für mich beginnt die Zubereitungszeit, wenn ich den Kühlschrank aufmache, um Zutaten herauszunehmen und zu waschen. Es ist meine Vermutung, dass die Stoppuhr erst gedrückt wurde, als die gewaschenen Zutaten auf dem Schneidebrett lagen. Der Unterschied ist nicht so schlimm, wenn man die Zeitangaben als Richtwert versteht, ob das Kochen schnell, mittel oder lange dauert. In meinem Alltag ist die Richtschnur 30 Minuten. Das ist der Idealzustand, wenn ich heimkomme, koche und nach einer halben Stunde steht das Essen auf dem Tisch. Das schaffe ich ganz gut, wenn ich "frei Schnauze" koche. Deshalb freue ich mich sehr, neue Inspirationen innerhalb dieses Zeitrahmens zu finden und da sind bei Jamie viele neue Ideen zu finden.
Knuspriger Wolfsbarsch auf Thai-Art
Harissa-Hähnchen aus dem Ofen

Glasiertes Hoisin-Hähnchen
Fazit:
Bei "Jamies 5-Zutaten-Küche" gibt es viele Anregungen für moderne und schmackhafte "Jeden-Tag-Gerichte". Wer den Mut hat, bei den Rezepten aufgrund eigener Erfahrungen abzuweichen, wird mit frischem und sehr gut schmeckendem Essen belohnt.
Montag, 19. Dezember 2016
Kochen mit Jamie Oliver: Gegrillte Hähnchenspieße mit gelber Paprikasauce und schwarzem Quinoa
Vor ein paar Wochen kam Jamie Oliver (ja, DER Jamie Oliver) nach München, um sein neues Weihnachtskochbuch vorzustellen. Ich war sehr glücklich, dass ich bei diesem Pressetermin dabei sein durfte und er mir ein Kochbuch persönlich signierte. Die Zeit hat sogar noch für ein Erinnerungsfoto gereicht. Der fünffache Vater präsentierte sich wie in seinen Kochsendungen fröhlich und quirlig. Begeistert erzählte er von dem Spaß den seine Familie und er an Weihnachten haben und diese Freude daran teilt er in dem Weihnachtskochbuch mit uns. Da merkt man natürlich, dass der Mann Profi ist, als Koch und als Vater. Viele Rezepte sind darin enthalten, die Weihnachten zu einem Fest mit Zeit machen sollen und deshalb gut vorbereitet werden können und im Backofen alleine fertig werden.
Dem schönen Anlass entsprechend durfte ich mir noch eine Pfanne aus der Jamie-Oliver-Serie von Tefal aussuchen. Das war gar nicht so einfach, da es sehr unterschiedliche Pfannen für jede Gelegenheit gibt. Schließlich entschied ich mich für eine quadratische Grillpfanne, da ich seit dem Wechsel auf meinen AEG-Induktionsherd keine mehr hatte. Die alte Pfanne war leider dafür nicht geeignet. Natürlich wollte ich die Pfanne gleich mit einem Rezept von Jamie ausprobieren. Da er schlauerweise an Weihnachten nichts à la minute zubereitet, entschied ich mich für ein Rezept aus dem Vorgänger-Buch "Jamies Superfood für jeden Tag". Mit dem Superfood habe ich es normalerweise gar nicht, aber in dem Buch sind schöne Rezept für einen gepflegte Alltagsküche, bei der eben auch Zutaten verwendet werden, die mit diesem unsäglichen Begriff gebündelt werden.
Dort habe ich dieses Rezept entdeckt, dass mich gleich angesprochen hat. Bei den Hähnchenspießen konnte die Pfanne zeigen, was in ihr steckt und Quinoa habe ich immer im Haus. Witzigerweise schleppe ich schon seit Monaten die Idee für ein Gericht mit gelber Paprikasauce und schwarzem Reis mit mir herum. Da war ich mit dieser Kombination schon mal ganz nah dran. Es hat alles wunderbar geklappt und das Gericht sah nicht nur schön aus, es hat auch sehr gut geschmeckt.
für 2 Pers.
Schwarzer Quinoa:
100 gr. schwarzer Quinoa
Meersalz
250 ml Wasser mit dem Salz aufkochen, den Quinoa einstreuen und 20 Minuten köcheln lassen. Danach in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Den Quinoa mit Hilfe eines Anrichtrings auf dem Teller in Form bringen.
Gelbe Paprikasauce:
2 gelbe Paprika
Meersalz
Prise Zucker
1 Thai-Chili
4 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Apfelessig
Olivenöl
Die Paprika vierteln, die Samenwände herausschneiden und grob würfeln. Die Paprikawürfel in einem Topf mit Salz und Zucker marinieren. In der Zwischenzeit die Chili längs halbieren, entkernen und in Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und den weißen Teil in Ringe schneiden. Den grünen Teil für die Spieße beiseite legen. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Chili, Frühlingszwiebel und Knoblauch mit Essig und Öl in den Topf geben und zugedeckt ca. 20 Minuten sehr weich schmoren und dabei gelegentlich umrühren. Die Masse in einen Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren, abschmecken.
Gegrillte Hähnchenspieße:
für dieses Rezept werden 2 Hähnchenbrustfilets ohne Haut benötigt, besser ist es ein ganzes Huhn zu kaufen, die Brüste auszulösen und den Rest des Huhns anderweitig zu verwenden
4 Zweige Thymian
1 reife Avocado
2 Stängel Koriandergrün
Olivenöl
Salz
Die Thymianblätter vom Stängel zupfen. Die Hähnchenbrust langs in 2 cm dicke Streifen schneiden. Den grünen Teil der Frühlingszwiebeln in 2 cm lange Stücke schneiden. Das Fleisch wellenförmig aufspießen und dabei immer wieder ein Stück Frühlingszwiebel dazwischen spießen. Die Spieße rundum mit Olivenöl einstreichen, mit den Thymianblättern bestreuen und mit Salz würzen.
Die Grillpfanne erhitzen und die Spieße rundum goldbraun braten. Darauf achten, dass das Fleisch durchgegart ist. Wer sich unsicher ist, gibt die Spieße in den auf 140 Grad erhitzten Backofen und lässt sie dort 10 Minuten ruhen.
In der Zwischenzeit die Avocado schälen, den Kern entfernen und in Scheiben schneiden. Die Korianderblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.
Die Tefal-Pfannen aus der Jamie-Oliver-Serie haben in der Mitte einen roten Punkt. Der verändert sich, wenn die Pfanne die richtige Brattemperatur hat. Das ist sehr gut geeignet für Hobbyköche, die sich hier unsicher sind. Normalerweise habe ich das im Gefühl und höre das am Geräusch des Fetts. Diesmal habe ich bewusst darauf geachtet und muss sagen, dass das sehr gut klappt und man sich darauf verlassen kann. Den allerersten guten Eindruck von der Pfanne hatte ich, als ich sie in die Hand genommen habe. Ich habe eine schwere Eisenpfanne mit einem ganz geraden Griff und kann sie mit einer Hand nicht hochnehmen. Ich brauche dazu immer beide Hände, was beim Kochen oft nervig ist. Die Tefal-Grillpfanne dagegen hat einen gebogenen Griff und damti lässt sie sich sehr angenehm anheben und liegt gut in der Hand.
Weitere Pluspunkte aus meiner Sicht sind:
- die Pfanne darf in den Backofen, da auch der Griff backofenfest ist
- man braucht kein oder nur wenig Fett, da sie über eine Antihaftbeschichtung verfügt, die auch nicht so empfindlich ist, dass man mit Metall in die Pfanne kann. Man sollte natürlich nicht wild darin herumschaben, aber ein vorsichtiger und normaler Einsatz von einem Löffel oder einem Pfannenwender ist schon möglich
- und, ganz wichtig: sie ist induktionsgeeignet
Das, leicht abgewandelte, Rezept stammt aus dem Buch: "Jamies Superfood für jeden Tag"
Weitere schöne Rezepte von Jamie Oliver gibt es bei den Kollegen zu entdecken:
Blätterteigpastete bei Querbeet natürlich kochen
Buttertoffees beim Kuchenbäcker
Hackbraten bei Tellerabgeleckt
Carbonara bei Elbcuisine
Gebratene Ente mit Cranberry-Hoisin-Sauce und Mandarin-Pfannkuchen beim magentratzerl
Gebackener Sellerie mit getrüffelter Pilzrahmsauce von Holladiekochfee
Anna-Kartoffeln bei Küchenliebe
Dem schönen Anlass entsprechend durfte ich mir noch eine Pfanne aus der Jamie-Oliver-Serie von Tefal aussuchen. Das war gar nicht so einfach, da es sehr unterschiedliche Pfannen für jede Gelegenheit gibt. Schließlich entschied ich mich für eine quadratische Grillpfanne, da ich seit dem Wechsel auf meinen AEG-Induktionsherd keine mehr hatte. Die alte Pfanne war leider dafür nicht geeignet. Natürlich wollte ich die Pfanne gleich mit einem Rezept von Jamie ausprobieren. Da er schlauerweise an Weihnachten nichts à la minute zubereitet, entschied ich mich für ein Rezept aus dem Vorgänger-Buch "Jamies Superfood für jeden Tag". Mit dem Superfood habe ich es normalerweise gar nicht, aber in dem Buch sind schöne Rezept für einen gepflegte Alltagsküche, bei der eben auch Zutaten verwendet werden, die mit diesem unsäglichen Begriff gebündelt werden.
Dort habe ich dieses Rezept entdeckt, dass mich gleich angesprochen hat. Bei den Hähnchenspießen konnte die Pfanne zeigen, was in ihr steckt und Quinoa habe ich immer im Haus. Witzigerweise schleppe ich schon seit Monaten die Idee für ein Gericht mit gelber Paprikasauce und schwarzem Reis mit mir herum. Da war ich mit dieser Kombination schon mal ganz nah dran. Es hat alles wunderbar geklappt und das Gericht sah nicht nur schön aus, es hat auch sehr gut geschmeckt.
für 2 Pers.
Schwarzer Quinoa:
100 gr. schwarzer Quinoa
Meersalz
250 ml Wasser mit dem Salz aufkochen, den Quinoa einstreuen und 20 Minuten köcheln lassen. Danach in ein Sieb geben und abtropfen lassen. Den Quinoa mit Hilfe eines Anrichtrings auf dem Teller in Form bringen.
Gelbe Paprikasauce:
2 gelbe Paprika
Meersalz
Prise Zucker
1 Thai-Chili
4 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
2 EL Apfelessig
Olivenöl
Die Paprika vierteln, die Samenwände herausschneiden und grob würfeln. Die Paprikawürfel in einem Topf mit Salz und Zucker marinieren. In der Zwischenzeit die Chili längs halbieren, entkernen und in Ringe schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen und den weißen Teil in Ringe schneiden. Den grünen Teil für die Spieße beiseite legen. Den Knoblauch schälen und in feine Scheiben schneiden. Chili, Frühlingszwiebel und Knoblauch mit Essig und Öl in den Topf geben und zugedeckt ca. 20 Minuten sehr weich schmoren und dabei gelegentlich umrühren. Die Masse in einen Mixer geben und zu einer glatten Creme pürieren, abschmecken.
Gegrillte Hähnchenspieße:
für dieses Rezept werden 2 Hähnchenbrustfilets ohne Haut benötigt, besser ist es ein ganzes Huhn zu kaufen, die Brüste auszulösen und den Rest des Huhns anderweitig zu verwenden
4 Zweige Thymian
1 reife Avocado
2 Stängel Koriandergrün
Olivenöl
Salz
Die Thymianblätter vom Stängel zupfen. Die Hähnchenbrust langs in 2 cm dicke Streifen schneiden. Den grünen Teil der Frühlingszwiebeln in 2 cm lange Stücke schneiden. Das Fleisch wellenförmig aufspießen und dabei immer wieder ein Stück Frühlingszwiebel dazwischen spießen. Die Spieße rundum mit Olivenöl einstreichen, mit den Thymianblättern bestreuen und mit Salz würzen.
Die Grillpfanne erhitzen und die Spieße rundum goldbraun braten. Darauf achten, dass das Fleisch durchgegart ist. Wer sich unsicher ist, gibt die Spieße in den auf 140 Grad erhitzten Backofen und lässt sie dort 10 Minuten ruhen.
In der Zwischenzeit die Avocado schälen, den Kern entfernen und in Scheiben schneiden. Die Korianderblätter abzupfen und in feine Streifen schneiden.
Die Tefal-Pfannen aus der Jamie-Oliver-Serie haben in der Mitte einen roten Punkt. Der verändert sich, wenn die Pfanne die richtige Brattemperatur hat. Das ist sehr gut geeignet für Hobbyköche, die sich hier unsicher sind. Normalerweise habe ich das im Gefühl und höre das am Geräusch des Fetts. Diesmal habe ich bewusst darauf geachtet und muss sagen, dass das sehr gut klappt und man sich darauf verlassen kann. Den allerersten guten Eindruck von der Pfanne hatte ich, als ich sie in die Hand genommen habe. Ich habe eine schwere Eisenpfanne mit einem ganz geraden Griff und kann sie mit einer Hand nicht hochnehmen. Ich brauche dazu immer beide Hände, was beim Kochen oft nervig ist. Die Tefal-Grillpfanne dagegen hat einen gebogenen Griff und damti lässt sie sich sehr angenehm anheben und liegt gut in der Hand.
Weitere Pluspunkte aus meiner Sicht sind:
- die Pfanne darf in den Backofen, da auch der Griff backofenfest ist
- man braucht kein oder nur wenig Fett, da sie über eine Antihaftbeschichtung verfügt, die auch nicht so empfindlich ist, dass man mit Metall in die Pfanne kann. Man sollte natürlich nicht wild darin herumschaben, aber ein vorsichtiger und normaler Einsatz von einem Löffel oder einem Pfannenwender ist schon möglich
- und, ganz wichtig: sie ist induktionsgeeignet
Das, leicht abgewandelte, Rezept stammt aus dem Buch: "Jamies Superfood für jeden Tag"
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