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Sonntag, 16. Oktober 2016

Erdnusssuppe aus Virgina
USA vegetarisch von Oliver Trific und Katharina Seiser

Was soll man kochen, aus einem Kochbuch, von dem vorher schon weiß, dass die Rezepte sehr sorgfältig erarbeitet wurden? So ging es mir, als ich den fünften Band der vegetarischen Reihe, "USA vegetarisch" meiner Blogger-Freundin Katharina Seiser in den Händen hielt. Fast schon erschwerend kam hinzu, dass ich den Autor der Rezepte, Oliver Trific, persönlich kannte und bereits in seinem Restaurant sehr gut gegessen habe.

Es war selbstverständlich, dass meine Wahl auf ein Rezept aus dem Kapitel Herbst fiel, schließlich kochte ich das Gericht Anfang Oktober. Ich entschied mich für einen der "stillen Stars". So nenne ich gerne Rezepte, die kein Rezeptbild haben. Es war mir vorher klar, dass eine Erdnusssuppe optisch vor allem beige sein würde und trotzdem wollte ich zeigen, dass sie auch gut aussehen kann. Vom Geschmack war ich vorher schon überzeugt.

Wegen der Gluten-Intoleranz von Herrn bushcook konnte ich das Gemüse nicht mit Mehl stäuben und entschied mich stattdessen die Suppe mit Kartoffelstärke zu binden. Geht genauso und ich bin mir sicher, dass es geschmacklich kaum einen Unterschied macht.

Ansonsten: wer den Geschmack von Erdnüssen liebt, wird diese Suppe lieben. Sie ist wunderbar an kühlen Tagen und mit ein wenig Sorgfalt sieht sie auch sehr hübsch aus. Und das Rezept funktioniert genauso, wie es zu lesen ist.

Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.



Erdnusssuppe aus Virginia für 4 Personen

2 Zwiebeln
1/2 Staudensellerie
2 EL Butter
1 L Gemüsebrühe (aus den Resten des Staudensellerie gekocht)
75 gr. ungeröstete Erdnüsse
150 ml Sahne
200 gr. Erdnussbutter
1 EL Kartoffelstärke
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Zitronensaft

Die Zwiebeln schälen und in feine Würfel schneiden. Die Blätter des Staudensellerie entfernen und für die Dekoration aufheben. Die Stangen ebenfalls in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem weiten Topf erhitzen, die Zwiebel- und Staudenselleriewürfel darin anschwitzen und leicht salzen. Mit der Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen lassen. Die Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Rühren alles sanft köcheln lassen.

In der Zwischenzeit die Erdnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne rösten. Die Sellerieblätter in feine Streifen schneiden.

Die Suppe abpassieren und die Gemüsereste im Sieb sehr gut ausdrücken. Die Sahne zur Suppe geben und aufkochen lassen. Die Kartoffelstärke in kaltem Wasser auflösen und mit dem Schneebesen in die Suppe geben. Aufkochen, damit die Bindung entsteht. Die Hitze reduzieren und die Erdnussbutter einrühren. Die Suppe sollte jetzt nicht mehr kochen. Vor dem Servieren mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Zum Servieren, die Suppe mit den gerösteten Erdnüssen und den Sellerieblättern garnieren.



Freitag, 14. Oktober 2016

Rezension: USA vegetarisch
von Oliver Trific und Katharina Seiser

Es ist fast unglaublich, der fünfte Band einer Kochbuch-Reihe liegt vor mir, an deren Erfolg anfangs nur Katharina Seiser geglaubt hat. Sie hatte die Idee, dass vegetarische Küche keine Modeerscheinung, sondern gelebter Alltag seit Generationen ist. Für den ersten Band "Österreich vegetarisch" konnte sie mit Meinrad Neunkirchner einen kongenialen Partner gewinnen. Das Buch entwickelte sich schnell zum Liebling der Kochbuch-Fangemeinde und der Brandstätter Verlag hatte den Mut, die Serie auszubauen. Nun wurde zum ersten Mal der Europäische Kontinent verlassen und wir lernen mit "USA vegetarisch" eine eher unbekannte Länderküche kennen. Als Autor für "USA vegetarisch" stand Katharina Seiser diesmal der Hamburger Koch, Oliver Trific, zur Seite.


Oliver Trific ist der Sohn einer Gastronomenfamilie und wuchs in den USA auf. Mit seinen Eltern ging er nach Hamburg und machte dort die Ausbildung zum Koch. Danach wanderte die Familie wieder in die USA aus. In Amerika sammelte er in verschiedenen Restaurants Erfahrung und nach 11 Jahren zog es ihn wieder zurück nach Hamburg. Eine seiner Stationen auf seinem beruflichen Weg war das Gourmet-Restaurant "Le Canard", damals noch unter Josef Viehhauser. Eine Initiativbewerbung bei der Zeitschrift "Essen und Trinken" war erfolgreich und von 1997 bis 2004 war er Redakteur in der Versuchsküche. Dort konnte er umfangreiche Erfahrung in der Konzeption von Rezepten und dem Foodstyling machen. 2004 machte er sich als Foodstylist und Rezeptautor selbständig und arbeitete intensiv mit Tim Mälzer zusammen. Er entwickelte alle Rezepte der Fernsehsendung "Schmeckt nicht gibt's nicht" und war der Rezeptautor einiger seiner Kochbücher. Fünf Jahre später zog es ihn wieder zurück in die Gastronomie und er eröffnete mit seiner Frau Tanja ein Restaurant in Hamburg-Eppendorf. Bereits im ersten Jahr vergab der Michelin den Bib Gourmand. Sein Konzept, sich von frischen saisonalen Produkten inspirieren zu lassen, überzeugte die Gäste und Oliver Trific zog von Eppendorf um in die Hafencity, wo er sein Restaurant "Trific" mit mehr Sitzplätzen neu eröffnete.

Die Salzburgerin Katharina Seiser ist ebenfalls gelernte Köchin und studierte danach Politikwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Ökologie. Nach dem Studium lernte sie den Magazinjournalismus bei der Zeitschrift Profil von der Pieke auf. Mit Hartnäckigkeit erreichte sie, dass Meinrad Neunkirchner sein umfangreiches Wissen über Wildpflanzen aufschrieb. Daraus entstand ihr erstes gemeinsames Buch "Wildpflanzen". Sie erreichte damit, dass uns seine profunden Kenntnisse erhalten blieben. Meinrad Neunkirchner ist leider heuer verstorben. Heute ist sie vielbeschäftigte und erfolgreiche Kochbuch-Autorin,. Für ihren Foodblog "esskultur" bleibt ihr nur noch wenig Zeit, aber ab und zu gibt es dort einen neuen Artikel zu lesen. Es lohnt sich aber auch sehr, in ihrem umfangreichen Archiv zu schmökern.

Profi-Koch und Rezeptautor sind in meinen Augen zwei unterschiedliche Kompetenzen. Wenn sich Zwei zusammen tun, die über beide Kompetenzen verfügen, dann sind meine Erwartungen besonders hoch. Ich darf es vorweg nehmen, meine Erwartungen wurden voll erfüllt.

Vor mir liegt ein Kochbuch, das gute Laune macht. Oliver Trific ist es gelungen aus dem riesigen Angebot von Gerichten, die in USA gekocht werden, die richtige Mischung auszusuchen. Da finden sich Klassiker, wie "Mac and Cheese", aber auch unbekannte Gerichte, wie "Grüne Gumbo" oder "Gebratene Farmspitzen mit dicken Bohnen". Beim Durchblättern habe ich mir manchmal gedacht, dass könnte auch ein "Welt-Kochbuch" sein. So verstehe ich die amerikanische Küche, als Schmelztiegel, entstanden aus den Heimatküchen der vielen Einwanderer und der Ureinwohner.

Wer bereits Bände der Reihe besitzt, kann sich darauf verlassen, dass die Ausstattung und der Aufbau dem bewährten Schema folgen. Drei Lesebändchen, natürlich in den Farben der amerikanischen Flagge und fünf Kapitel: Frühling, Sommer, Herbst, Winter und Jederzeit. Sehr gut gefällt mir, dass jedes Kapitel nochmals strukturiert ist und den täglichen Essgewohnheiten folgt. Es startet mit dem "Frühstück", weiter geht es mit "Suppen, Salaten und Sandwiches". In der Menüfolge bleibend, schließen sich "Hauptgerichte und Beilagen", sowie "Gebäck und Süßes" an. Besonders gefreut habe ich mich darüber, dass es zu jeder Jahreszeit auch noch Einmach-Rezepte gibt. Das Buch ist von vorne bis hinten gefüllt mit guten Rezepten. Ergänzt werden sie mit einem alphabetischen Glossar der etwas ungewöhnlicheren Zutaten und einem alphabetischen Register, wie ein Register sein sollte. Jedes Rezept und auch jede Komponente des Rezepts sind darin aufgelistet. Zusätzlich finden wir hier auch noch die wichtigsten Zutaten. Das hat den Effekt, dass man ein passendes Rezept findet, wenn man eine bestimmte Zutat im Haus hat. Außerdem ist das die schnellste Möglichkeit ein Teilrezept, wie z. B. nur eine Sauce, zu finden. Wer schon einmal ein ganzes Buch, auf der Suche nach einem Topping, durchsucht hat, der weiß, von was ich hier spreche.

Die meisten Rezepte sind mit einem ganzseitigen Foto illustriert und im Regelfall für vier Personen angegeben. In den Hinweisen zu den Rezepten wird auch genau angegeben, welche Größe der Eier, welches Olivenöl, welcher Pfeffer, etc. verwendet wird. Die Rezepte sind übersichtlich mit Zutatenliste und Zubereitungsanleitung dargestellt. Zusätzlich wird das passende Getränk empfohlen. Manchmal gibt es noch zusätzliche Tipps oder mögliche Varianten. Ich habe mich dazu entschlossen ein Rezept ohne Bild nachzukochen. So konnte ich mir, ohne Beeinflussung, Gedanken machen, wie ich es anrichten möchte. Selbstverständlich war es ein Gericht aus dem Kapitel Herbst. Das Rezept war sehr klar und verständlich. Ich konnte es fast blind und ohne viel Nachdenken kochen. Besonders gut gepasst hat mir, dass ich die Hauptzutaten sogar noch im Haus hatte. Die Suppe stand schnell auf dem Tisch und wir hatten ein gutes Abendessen.

Erdnusssuppe aus Virgina



















Fazit:
"USA vegetarisch" ist ein Muss für die Liebhaber dieser vegetarischen Länderküche. Wer neue und kreative Rezepte für die Alltagsküche sucht, bei denen er sich auf das Gelingen verlassen kann, der wird mit diesem Buch viel Freude haben. Große Koch-Erfahrung ist nicht notwendig und deshalb kommen auch Anfänger gut zurecht.




















Freitag, 8. Juli 2016

Süßkartoffelgratin mit Orangensirup

Als ich die schöne und große Süßkartoffel aus meinem Obst- und Gemüsepaket von Delicado48 sah dachte ich sofort an ein Gratin. Dieses Süßkartoffelgratin wird traditionell beim amerikanischen Thanksgiving zum Truthahn serviert. Bio-Puten sind schwer zu bekommen und Fleisch aus konventioneller Haltung sollte man nicht kaufen. Deshalb beschloss ich, es als Beilage zur Hühnerbrust zu machen. Ich habe den Zucker reduziert, damit es nicht zu süß schmeckt und ein paar Streifen Minze machen es etwas frischer.

Der große Vorteil von diesem Gericht ist, dass man es bereits einen Tag vorher komplett vorbereiten kann und dann nur noch für 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen schieben muss.

Wer es ebenfalls so schön rund servieren möchte, der sticht das Gratin mit einem Anrichtring aus und fährt mit einer breiten Winkelpalette darunter und hebt es aus der Form. Dann muss man es nur noch von der Palette auf den Teller schieben. Die übrig gebliebenen Ränder gibt es dann am nächsten Tag, beim Reste-Essen.



für 4 Personen

1 große Süßkartoffel, ca. 750 Gramm, oder entsprechend kleine
2 Orangen (Saft von ca. 200 ml)
1 TL Zucker
1/2 TL Meersalz
Butter
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 Zweige Minze

Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und die ungeschälte Süßkartoffel für eine Stunde hinein geben. Danach herausnehmen, etwas abkühlen lassen und die Haut abziehen.

Eine Auflaufform buttern. Die Süßkartoffel in Scheiben schneiden und dachziegelartig in die Form schichten.

Den Saft der Orangen auspressen, mit Zucker und Salz würzen und zu einem dicken Sirup einkochen. Den Sirup über die Süßkartoffelscheiben verteilen und Butterflöckchen aufsetzen. Für 10 Minuten in den 200 Grad heißen Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Minzeblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden.

Das Gratin auf Tellern anrichten, mit Pfeffer würzen und der Minze garnieren. Bei Bedarf nochmals leicht salzen.




Dienstag, 17. März 2015

Rezension: The Art of Simple Food
von Alice Waters

Alice Waters steht für ein Konzept, das auch bei uns immer stärker in den Vordergrund tritt. "From Farm to Table" ist ein einfaches, aber intelligentes Konzept. Wir kennen das bisher unter den Schlagworten saisonal und regional, aber Alice Waters hat das noch konsequenter gedacht. Zum Ende der Flower-Power-Bewegung gründete sie 1971 in Berkley, einer Universitätsstadt bei San Francisco, ihr Restaurant "Chez Panisse". Anfangs war es ein legendäres Hippie-Restaurant und mit dem Ausklingen der Zeit wandelte es sich schnell zu einem der besten Restaurants der USA. Heute zählt es zu den Gourmet-Restaurants und zu den Gästen gehörten auch schon US-Präsidenten.

Zum Restaurant gehört auch ein Küchengarten, der die Speisekarte bestimmt. Die wird nicht nur von den Köchen festgelegt. Auch die Farmer sprechen mit, dadurch wird die perfekte Reife eingehalten und alle essbaren Teile der Pflanze kommen auf den Tisch.

1995 legte sie den ersten Gemüsegarten in einer öffentlichen Schule in Berkley an. Damit hat sie eine Bewegung ausgelöst, dass immer mehr Schulgärten entstanden sind. So lernen die Kinder ganz einfach viel über Ernährung und gute Produkte. Die Ernte wird in der Schulkantine verarbeitet und sorgt so ganz nebenbei für kindgerechtes Essen. Alice Waters bemühte sich viele Jahre um einen Gemüsegarten im Weißen Haus. Bei Michelle Obama stieß sie endlich auf offene Ohren und so gibt es auch dort einen Garten, der nicht nur als gutes Beispiel dient, sondern auch die Zutaten für das tägliche Essen der Familie Obama liefert.

Der Titel des Kochbuchs "The Art of Simple Food" beschreibt schon sehr genau den Küchenstil von Alice Waters. Wenn man perfekt gereiftes Obst und Gemüse hat, dann braucht man nicht mehr viel dazu tun, um wunderbares Essen zu genießen. Es ist nun unter dem gleichen Titel beim Prestel Verlag auch in deutsch erschienen.




Die Aufmachung ist wohltuend zurückhaltend, aber edel mit dem Leinenrücken. Es ist ein dickes Buch und erinnert mich ganz spontan an einen Klassiker. Oder, wie ich es gerne nenne, ein Grundlagen-Kochbuch. Die Zeichnung auf dem Cover verrät es schon: es gibt keine Fotos. Stattdessen sind viele Zeichnungen enthalten. Getreu dem Gedanken, dass der Star das Gemüse ist, sind darauf auch keine fertigen Gerichte abgebildet, sondern nur Kräuter, Obst und Gemüse.

Das Buch ist in zwei große Teile gegliedert. Im ersten Teil "Geschmack als Inspiration" geht es um die Ernte aus dem Garten und die Rezepte, wie sie am besten zubereitet werden. Die Auswahl ist groß und Produkte mit dem gleichen Erntezeitpunkt sind zu einem Kapitel zusammengefasst:
- Mein Küchengarten - Lieblingsessen selbst anbauen
- Duft und Schönheit - Kräuter und ihre Blüten
- Zarte Blätter - Garten- und Blattsalate
- Geheime Helden - Knoblauch, Zwiebeln, Lauch und Schalotten
- Unterirdische Schätze - Wurzeln und Knollen
- Knackige Stängel - Fenchel, Staudensellerie, Spargel, Kardonen und Rhabarber
- Frisch und getrocknet - Erbsen, dicke Bohnen, grüne Bohnen, Bohnenkerne und Erdnüsse
- Im Hochsommer - Tomaten, Auberginen, Paprika, Mais und Okra
- Farbenfrohe Zichorien - Frisée, Endivie, Radicchio, Chicorée und Puntarelle
- Unentbehrliches Blattgemüse - Grünkohl, Blattkohl, Stängelkohl, Mangold, Spinat, Amarant und
  Asia-Gemüse
- Der Winter naht - Kohl, Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi und Rosenkohl
- Reifes Sommerobst - Kirschen, Aprikosen, Pflaumen, Pfirsiche und Nektarinen
- Beeren frisch vom Busch - Erdbeeren, Himbeeren, Blaubeeren, Heidelbeeren, Maulbeeren und
  Rote Johannisbeeren
- Herbstfrüchte und Nüsse - Feigen, Trauben, Äpfel, Birnen, Quitten, Kaki, Granatäpfel, Walnüsse,
  Haselnüsse und Mandeln
- Süßes und Salziges mit Zitrusfrüchten - Zitronen, Limetten, Orangen, Grapefruit, Kumquats,
  Mandarinen und Zitronatzitronen
- Gemüse und Früchte haltbar machen - Eingemachtes, Sauer Eingelegtes, Marmeladen und Gelees,
  kandierte Früchte, Liköre und Trockenfrüchte

Das umfangreiche Inhaltsverzeichnis zeigt schon, dass nicht nur die Natur ein Füllhorn bietet, sondern auch dieses Buch. Es ist ein Füllhorn an Inspiration und so verwundert es nicht, dass Alice Waters bereits Jamie Oliver und Nigel Slater in ihren Bann gezogen hat.

Jedes der Rezeptkapitel startet mit einer Übersicht der enthaltenen Rezepte. Danach gibt es wertvolle Informationen über das Produkt im Garten. Jede Zutat wird mit einer kleinen Zeichnung und einem Beschreibung über Behandlung im Garten, Geschmack und die besten Einsatzmöglichkeiten vorgestellt. Danach folgen die passenden Rezepte. Manchmal ist es nur ein Rezept, aber ich mag die Konzentration auf das Wesentliche. Wenn mit diesem Rezept der Eigengeschmack eines Produkts perfekt hervorgehoben werden kann, dann ist das ausreichend.

Die Zutatenliste ist im Rezepttext enthalten. Bei der Beschreibung der Arbeitsschritte sind die Zutaten in Fettschrift hervorgehoben. So sind sie gut zu erkennen, wenn man eine Einkaufsliste schreiben möchte. Etwas ungewöhnlich ist es schon und ich musste mich umstellen. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es auch noch. Leider sind die Texte manchmal nicht gut übersetzt. Die Rezepte sind trotzdem gut verständlich und nachvollziehbar, aber die Sprache ist etwas holprig.

Im zweiten Teil geht es um den Garten. Unter der Überschrift "Vom Samenkorn zur Samenernte" lässt uns Alice Waters an ihrem großen Wissen über die Anlage von Küchengärten teilhaben. Die vielen Tipps sind in diesen Kapiteln gebündelt:
- Überall ist Platz zum Pflanzen
- Mit der Erde fängt alles an
- Den Boden bereiten
- Samen, Setzlinge und gesunde Pflanzen
- Leckere Ernte
- Obst im Garten

Abgerundet werden die Informationen mit einer Aufstellung über die Garten-Werkzeuge, ein Glossar und ein alphabetisches Register am Ende des Buches.

Bei der Auswahl der Rezepte für meine Rezension habe ich angefangen im Buch zu blättern und nach kurzer Zeit musste ich feststellen, dass das die falsche Methode ist. Ich hatte in kurzer Zeit so viele Rezepte eingemerkt, die ich gerne kochen wollte. Da wäre die Rezension wohl erst in einem Jahr erschienen. Also habe ich mich darauf konzentriert, was gerade Saison hat und was mich einfach ganz spontan neugierig macht. So kam es zu dieser, vielleicht ungewöhnlichen, Zusammenstellung. Alles war einfach und unkompliziert zu kochen. Alle drei Gerichte haben uns geschmacklich begeistert. Von der Suppe habe ich die Reste am nächsten Tag noch für einen spontanen Gast aufgewärmt. Auch hier gab es großes Lob.


Relish aus Fenchel und Zitronen















Pastinakensuppe mit Salbei und
gerösteten Walnüssen


Hähnchen mit 40 Knoblauchzehen














Fazit:
"The Art of Simple Food" ist ein sehr anregendes Buch und wer einen Küchengarten plant oder bereits hat, sollte dieses Buch unbedingt besitzen. Auch ohne Küchengarten ist dieses Buch sehr gut geeignet, wenn man sich saisonal passend ernähren möchte. Die Rezepte sind auch im Alltag gut machbar und kommen mit normalen Zutaten aus. Wer einen vernünftigen Vorrat an Standard-Lebensmitteln daheim hat und gerne auf dem Markt einkauft, findet hinterher in diesem Buch bestimmt das passende Rezept.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Texas BBQ: Smoky Chicken Wings

Diese Chicken Wings aus dem neuen Grillbuch Texas BBQ machen ein wenig Arbeit, aber die Mühe lohnt sich sehr. Sie werden ganz zart und schmecken schön würzig. Leider ist es ziemlich aufwändig für mich, Hühnerflügel in guter Qualität zu besorgen. Normalerweise kaufe ich ganze Hühner und da müßte ich die Flügel einfrieren und ganz schön lange sammeln, bis ich die passende Anzahl habe. Und mit dem Einfrieren von Geflügelfleisch habe ich es auch nicht so. Ich schmecke da leider immer den Unterschied in der Fleischstruktur. Wenn das alles etwas einfacher wäre, dann würde es öfter die Flügerl geben.

Die Zubereitung der Smoky Chicken Wings erfordert eigentlich drei Rezepte. Vorher müssen ein Rub, das ist eine trockene Gewürzmischung zum Grillen und eine BBQ-Sauce hergestellt werden. Die Sauce ist nicht zum Tunken bei Tisch, sondern zum Einstreichen des Grillguts gedacht. Die Mühe lohnt sich auf jeden Fall. Vom Rub und von der Sauce kann auch gleich mehr produziert werden. Ich habe die Mengen stark reduziert, damit ich keine Reste habe.

Bei der Beilage habe ich es mir einfach gemacht und schnell einen Tomatensalat mit dreierlei Gartentomaten aus dem Bürogarten, Vanillesalz, Pfeffer, Weißweinessig und Olivenöl gezaubert.




für 2 Personen


Red Rub:
15 gr. Pimenton de la Vera süß
1 TL Muskovadozucker
1 TL Zucker
1 TL Meersalz
1 gestr. TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL Cayennepfeffer
1/2 TL Senfmehl

Alle Zutaten gut vermischen



Carolina hot’n’nasty – BBQ-Sauce:
25 ml Apfelessig
7 ml Essigessenz 12 %
10 ml Wasser
1 Prise feiner Zucker
1 Prise Salz
1 rote Thai-Chili halbiert

Essig, Essigessenz und Wasser mischen. Den Zucker und das Salz unter Rühren auflösen. Die Chili längs halbieren und alles in ein kleines Glas füllen.



Smoky Chicken Wings
8 Hähnchenflügel
Meersalz
Red Rub
1 Bio-Zitrone
1 Bio-Orange
Mesquite-Räucherspäne

Die Hähnchenflügel auf beiden Seiten leicht salzen und für 4 Stunden unbedeckt in den Kühlschrank geben. Sie sollen etwas getrocknet werden, damit die Haut beim Grillen nicht zäh und gummiartig wird.

Vor dem Grillen mit Küchenpapier trocken tupfen und die Flügel auf beiden Seiten mit dem Rub bestäuben und diesen leicht einklopfen. Etwas Zitronen- und Orangenschale abreiben und auf den Flügeln verteilen.

Den Grill auf 120 Grad für indirektes Grillen vorbereiten und eine Handvoll der Räucherspäne zugeben. Die Flügel für 20 Minuten im Grill räuchern.

Die Hühnerflügel vom Grill nehmen und mit der BBQ-Sauce einstreichen. Dann direkt über der Glut grillen, bis die Haut knusprig und die Sauce karamellisiert ist.



Eine Inspiration aus Texas BBQ von Jonas Cramby
Hier könnt Ihr meine Rezension nachlesen.

Dienstag, 30. September 2014

Rezension: Texas BBQ von Jonas Cramby

Seit letztem Jahr sind wir stolze Besitzer eines Big Green Eggs. Das ist, wie der Name sagt, grün und sieht aus wie ein Ei. Aber es ist ein Grill und er bietet eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten. Grillen macht uns großen Spaß und wir mögen auch den Rauchgeschmack sehr gerne. Deshalb bin ich im Moment immer auf der Suche nach guten Grillbüchern. Da hat es gut gepasst, sich das Buch Texas BBQ aus dem Hädecke Verlag näher anzusehen.



Jonas Cramby lebt in Schweden als freier Autor und schreibt in seinem Blog gerne über amerikanische Gerichte. Er hat sich einen großen Traum erfüllt und ging mit seiner Familie auf einen Roadtrip durch Texas. Das Buch Texas BBQ ist mehr als ein Grillbuch. Es ist ein kulinarischer Reisebericht mit vielen Fotos von Land, Leuten und mundwässernden Grillgerichten.

Im Vorwort erklärt Jonas Cramby, worum es beim BBQ überhaupt geht und unterstreicht damit auch den passenden Untertitel "meat - smoke - love". Dann gibt es in den BBQ-Basics jede Menge Informationen zum richtigen Smoker, passendem Werkzeug, zu Kohle und Holz und Tipps und Techniken. Dort findet man auch die sehr hilfreiche Tabelle über die Grilldauer und notwendige Kerntemperatur für unterschiedliche Fleischstücke. Die Informationen sind kurz und prägnant aufbereitet und mit kleinen Zeichnungen illustriert. Dann geht es schon mit den ersten Rezepten für Rubs und BBQ-Saucen los.

Der umfangreiche Rezeptteil folgt der Reiseroute von Central Texas über East Texas nach West Texas. Für jede Region werden typische Gerichte vorgestellt. Neben dem Rezept gibt es auch eine ausführliche Warenkunde und viele Tipps und Tricks. Schwerpunktmässig konzentrieren sich die Rezepte dieser drei Kapitel auf Fleischrezepte wie Ribs, Brisket, Pulled Pork, Sandwich, Chicken Wings usw. Die Beilagen wie Salate, Slaws, Kartoffeln, Bohnen, Salsas, Pickles und Brötchen finden wir im Kapitel Sides.

Nachdem ich das Gefühl für Rauch, Fleisch und Gemütlichkeit in mich aufgesogen habe, war ich doch neugierig mehr über den Roadtrip der Familie zu erfahren. Zu meiner Freude ist das letzte Kapitel ein Reisetagebuch mit einigen großformatigen Fotos. Abschließend finden wir noch ein alphabetisches Rezept- und Schlagwortverzeichnis.

Bei der Rezeptauswahl habe ich mich ziemlich fangen lassen von dem Erzähl-Charakter des Buchs und bin einige Male länger hängen geblieben, als ich wollte. Auch die Entscheidung, was es endgültig werden sollte, habe ich öfters verworfen. Zu viele Sachen haben mich angelacht. Dann kam eine Schlecht-Wetter-Periode und das Thema musste verschoben werden. Endlich habe ich mich für Chicken Wings entschieden. Da für das Gericht auch der Rub und die BBQ-Sauce selbst gemacht werden, hatte ich ganz einfach meine üblichen drei Rezepte zusammen.


Smoky Chicken Wings mit Red Rub und Carolina hot'n'nasty-Sauce


Die Rezepte haben sehr gut funktioniert. Bei dem Rub und der BBQ-Sauce habe ich die Menge reduziert, damit ich möglichst keine Reste habe. Geschmeckt hat es ausgezeichnet, das Fleisch war zart, die Haut war knusprig und alles schön würzig.

Fazit:
Texas BBQ ist ein sehr stimmungsvolles "Grill-Reise-Buch" mit den derzeit beliebten Rezepten für Pulled Pork, Spareribs oder Sandwiches. Es finden sich dort noch viel mehr interessante und ungewöhnliche BBQ-Rezepte. Besonders gut gefällt mir das Baukasten-Prinzip mit Rub, Sauce, Beilage und Grillgericht. Wer Lust hat mit seinem Grill auf Neuentdeckung zu gehen, der hat viel Freude mit diesem Buch.

Montag, 11. August 2014

Sellerieherzen mit Gewürz-Walnüssen
und Zitrus-Mayonnaise

Es geht in die zweite Runde von Zorras Spezial-Blog-Event in Zusammenarbeit mit den kalifornischen Walnüssen. Die erste Runde habe ich gut überstanden und freue mich sehr darüber, dass ich einer von 15 ausgewählten Bloggern bin, die ihr Gericht jetzt kochen und vorstellen.

Selbstverständlich sollen Walnüsse verarbeitet werden und es sollte auch noch möglichst viel kalifornisches Lebensgefühl vermittelt werden. Herr bushcook und ich waren vor ewig langer Zeit in Kalifornien. Wir drehten von San Francisco aus zwei Schleifen. Einmal über den Highway No. 1 in den Norden, immer der Küste entlang bis nach Mendocino und den Redwood National Park. Zurück ging es durch  das Landesinnere über das Weinanbau-Gebiet Napa Valley.

Nach ein paar Tagen in San Francisco machten wir uns auf zur "Südschleife", die uns bis nach Santa Barbara brachte. Auf dem Rückweg standen natürlich die weltberühmten Nationalparks Sequoia, Death Valley, Yosemite und der Lake Tahoe auf dem Programm.

Gegessen haben wir überall gut. Entgegen meiner Befürchtung, dass es nur Burger und Pizza geben würde, fanden wir viele kleine Restaurants mit feinem Essen. Ich mochte besonders das volle Aroma von reifem Obst und Gemüse und den frischen Fisch.

Mit diesen Gedanken im Kopf überlegte ich, was ich Zorra vorschlagen konnte. Bei meinen Recherchen stieß ich auf einen Salat mit Sellerieherzen, Tomaten und Ei von Victor Hirtzler, der von 1904 bis 1926 Chefoch des renommierten St. Francis Hotel in San Francisco war. Die Idee mit den Sellerieherzen gefiel mir sehr gut und von meinem Lieblingsgeflügelsalat mit Huhn und Staudensellerie wusste ich, dass Walnüsse gut dazu passen. Das Ei sollte eine Mayonnaise werden und so entstand ein völlig neu interpretiertes Gericht.



Rezept für 4 Personen als Vorspeise oder 2 Personen als Hauptgericht

Sellerieherzen:
2 Staudensellerie
Meersalz
schwarzer Pfeffer
1 Lorbeerblatt
Kresse für die Garnitur

Den Staudensellerie waschen und vorsichtig ein schmales Stück von der Wurzel abschneiden. Es dürfen sich maximal die groben äußeren Stangen lösen. Den Staudensellerie an der anderen Seite auf eine Gesamtlänge von ca. 15 cm abschneiden und dann halbieren.

Die äußeren Stangen mit einem Sparschäler dünn abschälen, damit die groben Fäden entfernt sind. Bei den anderen Stangen die Blätter entfernen und halbieren.

Blätter, Fäden und Abschnitte mit Salz, Pfeffer und Lorbeerblatt in kaltes Wasser geben und aufkochen. Bei kleiner Hitze ungefähr eine Stunde leicht köcheln lassen und dann abpassieren.

Die Sellerieherzen und vorbereiteten Stangen über dem Selleriesud ca. 15 Minuten dämpfen. Sellerie herausnehmen und abkühlen lassen. Die gedämpften Stangen können genauso für dieses Gericht verwendet werden. Die Herzen sehen einfach hübscher aus. Ansonsten können die Stangen auch in Olivenöl geschwenkt oder kleingeschnitten als Salat verwendet werden.





Gewürz-Walnüsse:
60 gr. Walnüsse
60 gr. Zucker
1 Knoblauchzehe
1 Ingwerstück, ca 1/2 Daumen groß
5 Kaffirlimettenblätter
2 getrocknete Chili

Die Knoblauchzehe anschlagen, den Ingwer schälen und in feine Würfel schneiden, die Kaffirlimettenblätter mit der Hand zerknüllen.

Alle Zutaten mit 120 ml Wasser in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze sanft vor sich hin köcheln lassen. Gegen Ende der Garzeit, wenn das Wasser fast verdampft ist, darauf achten, dass die Walnüsse rundum von der würzigen Karamellmasse überzogen sind. Dazu bewegt man sie am besten immer wieder mit einer Gummilippe. Es dauert ca. 25 bis 30 Minuten, bis die Nüsse fertig sind.

Einen großen Teller mit Backpapier auslegen und die heißen Nüsse darauf verteilen. Den Knoblauch und die Kaffirlimettenblätter entfernen. Die Nüsse auskühlen lassen. Nüsse, die zusammenkleben, kann man im kalten Zustand auch auseinander brechen.




Zitrus-Mayonnaise:
1 Ei
1/2 TL mittelscharfer Senf
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Bio-Zitrone
50 ml Rapsöl
50 ml Olivenöl

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Das Ei in ein hohes Becherglas geben, Senf, Salz, Pfeffer und beide Ölsorten zugeben. Den Zauberstab in das Glas geben und ganz unten auf dem Boden aufsetzen. Mit dem Pürieren beginnen. Die Masse muss sich jetzt bereits verbinden, dann den Zauberstab langsam hochziehen. Die Mayonnaise mit Zitronenschale und Zitronensaft abschmecken.

Restliche Zitronenschale und -saft kann man einfrieren oder für einen Salat aus dem restlichen Staudensellerie verwenden.


Ab jetzt heißt es Daumendrücken, ob die Sellerieherzen bei der Jury so gut ankommen, damit ich zur Walnussernte nach Kalifornien darf.


Spezial-Blog-Event - Gewinne eine Pressereise zur Walnussernte nach Kalifornien

Freitag, 21. Februar 2014

(D)FssgF 9 - was für eine Überraschung

Schon seit vielen Jahren organisiert Rosa von Schnuppensuppe die schöne Aktion Deutsche Foodblogger schicken sich gegenseitig Fresspakete. Ich habe ja lange gebraucht, bis ich verstanden habe, weshalb das "D" in Klammern steht. Ehrlich gesagt war es mir erst so richtig klar, als mein Paket vor mir stand. Es hatte ganz viele interessante Aufkleber. Sogar der Zoll hatte nichts einzuwenden und hat es von der zollamtlichen Behandlung befreit. Da habe ich aber großes Glück gehabt, weil ich fürchte, wenn der Zoll bzw. der Zollbeamte den Inhalt gesehen hätte, dann hätte er sich vermutlich nicht zurückhalten können.

Mein Paket kommt direkt aus den USA, genauer gesagt aus der Nähe von San Francisco. Ist das nicht unglaublich? Ralph vom Blog Hungry in San Francisco hat es liebevoll zusammengestellt und es ist alles in bestem Zustand angekommen. Jetzt will ich Euch nicht länger auf die Folter spannen, was da alles enthalten war.

Ein Chilipulver, das Ralph für sein Kaffee-Chili verwendet. Das Rezept auf seinem Blog habe ich schon studiert und gleich Hunger bekommen. Die Knabberei rechts im Bild macht mich neugierig. Es ist Seetang mit Wasabi und ich bin schon gespannt, wie es schmeckt.

Mit dem Maismehl kann man Tortilla backen, das muss ich ausprobieren. Ich habe schon ewig nicht mehr mexikanisch gekocht, das wäre wieder einmal eine gute Gelegenheit. Der Sauerteigstarter funktioniert ganz einfach, schreibt mir Ralph in seinem Brief. Da bin ich schon gespannt. Auf jeden Fall finde ich die Verpackung ganz entzückend. Sie ist wie ein Kuvert und auf der Rückseite kann man die Adresse daraufschreiben, eine Marke aufkleben und es gleich wegschicken. 
Als ich die Schokolade gesehen habe, da habe ich mich soooo gefreut. Herr bushcook und ich waren vor gefühlten 20 Jahren in San Francisco und haben Ghirardelli besucht. Damals habe ich mir eine ganz kleine Dose Kakao mitgebracht und ganz langsam aufgebraucht, weil mir die Schokolade so gut geschmeckt hat. Die Dose ist schon lange leer, aber ich habe sie immer noch, weil ich sie so hübsch finde. Die Cranberries sind bei uns auch immer gerne gesehen. Ich gebe sie gerne in Salat oder zu orientalischen Reisgerichten.

Damit hat Ralph auch genau ins Schwarze getroffen. Es gab eine Zeit, da haben mir meine Wiener Blogger-Freunde die Meyer-Zitronen-Rezepte und Einkaufstipps nur so um die Ohren gehauen. Immer wenn ich am besagten Tag im Bio-Markt der empfohlenen Kette stand, gab es keine. Jetzt bin ich für meine erfolglosen Bemühungen mehr als entschädigt worden. Ich habe jetzt zwei Meyer Zitronen aus Ralphs Garten, direkt aus Californien - ÄTSCHI! Und dazu gibt es noch einen schönen Gewürz-Chai auf den ich mich als Teeliebhaberin, natürlich besonders freue.

Lieber Ralph, Du hast mir eine große Freude bereitet. Vielen, vielen Dank dafür. Und auch vielen Dank an Rosa, die die ganze Aktion perfekt organisiert hat und sich viel Mühe damit gibt.

Mein Paket ist hatte eine kurze Reise nach Münster und ist schon länger angekommen. Darüber hat sich Jose von Essenslust sehr gefreut.

Wer mehr darüber wissen möchte, der kann sich bei Rosa die Zusammenfassung und alle verschickten Pakete anschauen.


Mittwoch, 29. Januar 2014

Lomi Lomi ein Hawaiianisches Festessen

Am meisten Spaß machen mir Zorras Blog-Events, wenn sie das neue Thema veröffentlicht und ich in der ersten Sekunde bereits weiß, was ich dafür machen könnte. So war es auch diesmal, als sie den "Kulinarischen Roadtrip durch die USA" von bellakocht vorstellt.

Da fiel mir sofort ein Rezept ein, das ich früher oft und gerne gemacht habe. Das letzte Mal ist bestimmt 10 Jahre her und es war Zeit den Lomi Lomi mit den Augen von heute auszuprobieren. Das Rezept stammt aus einer Länder-Kochbuch-Serie von GU, die ich glücklicherweise komplett besitze und immer noch gerne mag.

Ursprünglich wird der Lachs klein geschnitten und mit den Tomaten vermengt. Ich hatte Räucherlachs in hochwertiger Qualität und wollte ihn nicht zerstückeln. Dann fielen mir noch die Avocado auf der Fensterbank ein und die wären doch ein perfekter Begleiter dazu. So entstand eine neue Variante, die uns sehr gut gefallen hat. Das nächste Mal kommt das Gericht schneller auf den Tisch und zwar im Sommer, wo es auch viel besser passt.

Das Wort Lomi kommt aus Hawaii und bedeutet Massage. Für dieses traditionelle Rezept wird eigentlich gesalzener, konservierter Lachs verwendet, der über Nacht eingeweicht wird. Damit er eine zarte Konsistenz bekommt, wird er "massiert" und als Festessen serviert.



Für 2 Personen:

einige dicke Scheiben Räucherlachs in guter Qualität
1 Avocado
2 Eiertomaten
2 Frühlingszwiebeln
1 Bio-Limette
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

Die Tomaten vierteln, Kerngehäuse entfernen und in feine Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Beides in einer Schüssel vermengen.

Die Schale der Limette abreiben und den Saft auspressen. Aus Salz, Zucker, Pfeffer, Limettensaft und -abrieb und Olivenöl eine cremige Vinaigrette rühren und den Tomatensalat damit marinieren.

Die Avocado halbieren, das Fruchtfleisch mit einem Löffel herausheben und in Scheiben schneiden. Lachs- und Avocadoscheiben auf einem Teller anrichten und mit dem Tomatensalat überziehen. Sofort servieren.



Eine Inspiration aus Küchen der Welt - Amerika



Mein Beitrag zum Blog-Event:


Dienstag, 25. September 2012

Amerikanischer BBQ-Abschied

Ein Abschied sollte richtig gefeiert werden, damit er leichter fällt und man auch eine schöne Erinnerung daran hat. Es war wieder einmal so weit. Die Tochter unserer Nachbarn und Freunde hat sich vorgenommen, drei Kinder in USA unter ihre Fittiche zu nehmen und wird ein Jahr als Au Pair dort arbeiten. Da konnte ich nicht widerstehen, als mir von Heinz das große BBQ-Überraschungspaket angeboten wurde.



Zum Abschied sollte es ein großes BBQ mit typisch amerikanischen Gerichten geben und da gehören natürlich die Lieblingssaucen der Gastgeber dazu. Die habe ich beigesteuert und damit allen eine große Freude gemacht.


Der Grill und jede Menge Salate standen schon bereit und es konnte losgehen.



Gestartet wurde mit Spareribs mit einer leckeren Sauce, Maiskolben und Burger zum Selbstbelegen. Danach  kamen noch die Hühnerkeulen auf den Grill.







Für den süßen Abschluß hatte die jüngere Schwester der "Neu-Amerikanerin" gesorgt und eine große Stars-and-Strips-Flagge und jede Menge Cupcakes gebacken.






Auf die große Willkommensparty nächstes Jahr freuen sich jetzt schon alle.

Donnerstag, 16. August 2012

Bürogarten-Sommerfest: Coleslaw mit Birnen

Der Coleslaw sollte eine Beilage beim Bürogarten-Sommerfest werden, weil er gut zur gegrillten Ente und zu den fränkischen Bratwürstchen passt. Sowas ist schon eine Herausforderung, die hat er gut gemeistert.





Beilage für 16 Portionen:

1 kg Spitzkohl
3 große Karotten
4 Birnen
1 Bio-Limette
300 gr. Schmand
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Zucker
3 EL Mayonnaise

Mayonnaise:
1 Eigelb
1 TL scharfer Senf
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
150 ml Rapsöl
50 ml Olivenöl

Den Spitzkohl vierteln und den Strunk ausschneiden, dann mit dem Messer in feine Streifen schneiden. An den breiten Stellen, die Streifen noch halbieren. Die Karotten schälen und zu Julienne hobeln. Die Schale der Limette fein abreiben und den Saft auspressen. Die Birnen vierteln, entkernen, schälen und zu Julienne hobeln. Die Birnen-Julienne sofort mit dem Limettensaft marinieren, damit sie nicht braun werden. Alles gut vermischen.

Eigelb, Senf, Salz und Pfeffer in ein schmales Bechergefäß geben, die beiden Öle darüber gießen. Mit einem Pürierstab zur Blitzmayonnaise hochziehen. Den Schmand darunterziehen und mit Limettenschale verfeinern.

Alles Zutaten gut vermischen und den Coleslaw mindestens einen halben Tag durchziehen lassen. Dabei abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Vor dem Servieren erneut mit Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken.