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Sonntag, 30. August 2026

#zucchinischwemme - Torta di Zucchini

Es sind unglaubliche 22 Jahre, seit meine Blogger-Freundin Zorra ihren Blog Kochtopf mit Leben füllt. Zu diesem Jubiläum veranstaltet sie einen Blog-Event zum Thema "So isst Italien". Und da bin ich sehr gerne dabei. Bei mir gibt es immer ganz viel Alltag und das gilt auch für dieses Rezept.

Jeden Sommer das gleiche Drama. Erst wachsen die Zucchini nicht und man freut sich über jedes winzige Gemüse und erntet sofort. Schaut man mal kurz nicht hin, explodieren sie und man hat wieder diese Monster-Zucchini, die ja auch irgendwie verwertet werden müssen.

Viele Anregungen für Zucchini-Rezepte habe ich in der Rezeptsammlung #zucchinischwemme zusammengestellt - Link zur Sammlung.

Trotzdem bleiben die Monster-Zucchini eine anspruchsvolle Aufgabe. Heuer habe ich erstmals diese "Torta" ausprobiert, die uns so gut gefallen hat, dass es die schon ein paar Mal gab. Die Masse wird ohne Mehl gebacken, allerdings werden im Originalrezept (aus der Süddeutschen Zeitung) Semmelbrösel verwendet, um die Form auszustreuen. Hier kommen wieder die Teffflocken zum Einsatz, die ein Superersatz sind und auch so gut schmecken, dass man sie bedenkenlos jedem servieren kann. Teff ist eine Hirseart, die viel in Äthiopien verwendet wird und sie ist von Haus aus glutenfrei.

Mein bewährtes Standardrezept für Monster-Zucchini sind diese Curry-Zucchini oder die Zucchini Napoli.



für zwei Förmchen mit ca. 13 cm Durchmesser


375 gr. Zucchini
etwas Olivenöl
Salz
110 gr. Ricotta
25 gr. Parmesan
25 gr. Feta
1 Zweig Rosmarin
4 kleine Zweige Thymian
2 Eier
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
2 - 3 EL Teffflocken
2 EL Pinienkerne

Die Zucchini raspeln und mit der Hand ausdrücken, damit sie trockener wird. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zucchiniraspeln darin anbraten. Sofort leicht salzen. Die Masse auskühlen lassen.

Ricotta in eine Schüssel geben. Den Parmesan reiben und den Feta mit einer Gabel zerbröseln. Beides mit dem Ricotta verühren.

Die Rosmarinnadeln und die Thymianblätter von den Stielen abstreifen - etwas für die Deko zurückbehalten - und die Kräuter in feine Streifen schneiden und zur Käsemasse geben.

Die beiden Eier und die kalten Zucchiniraspel in die Masse geben und alles gut vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Die Förmchen mit etwas Olivenöl auspinseln und mit Teffflocken ausstreuen. Die Masse in die Förmchen geben und mit den Pinienkernen bestreuen. Die Förmchen für 40 Minuten in den Backofen geben.

Die Masse sollte gestockt sein, dann die Förmchen herausnehmen und mit den restlichen Kräutern dekorieren. Sofort servieren.

Wenn die Zucchini größer ist, als die benötigten 375 gr., kann man den Rest in Streifen schneiden und mit Salz und Zucker marinieren. Das gezogene Wasser abtropfen lassen und die Streifen in etwas Olivenöl braten.


Mein Beitrag zu Zorras Blog-Event:


Blog-Event CCXXXIII - So isst Italien (Einsendeschluss 15. September 2026)













Freitag, 14. September 2018

Kokis, glutenfreie Waffeln aus Sri Lanka

Mit Teig stehe ich ganz schwer auf Kriegsfuß. Aber, ich probiere immer wieder gerne glutenfreie Rezepte aus. Da ist die Herausforderung noch größer und ich mache das gerne, um Herrn bushcook eine Freude zu machen.

In dem Sri Lanka Kochbuch aus dem Christian Verlag entdeckte ich ein Rezept für glutenfreie Waffeln, die in Fett frittiert werden. Da in diesem Kochbuch nicht "Trend Food" das Thema ist, sondern traditionelle und authentische Rezepte vorgestellt werden, war ich guter Hoffnung, dass es klappt. Vorher musste ich noch ein paar kleine Hürden nehmen. Hier könnt Ihr meine Rezension lesen.

Im Rezept wird beschrieben, dass es dafür spezielle Kokis-Eisen gibt und ich hatte keine Ahnung, woher ich das bekomme. Da fiel mir ein, dass es auch bei uns Waffeleisen am Stiel gibt, die man erst in den Teig und dann in das Fett taucht. Ich hatte nur leider keine Ahnung, wie die heißen. Also durchforstete ich das Internet mit dem Suchbegriff "Waffeleisen am Stiel". Das Ergebnis waren absurde Rezepte, bei denen man aus Waffeln so eine Art Steckerleis macht. Ich versuchte andere Kombinationen der Wörter und durch Zufall landete ich bei dem youtube-Kanal von Sally.

Dort lernte ich, das die Dinger Rosetteneisen heißen und ich bestellte mir dann dieses (das war auch das Günstigste).  Vorsichtshalber habe ich mir auch noch das Video von Sally angesehen und ich muss sagen, dass sie das sehr gut erklärt und vorführt. Ich fühlte mich gut gerüstet für die ungewohnte Arbeit und war selbst ganz überrascht, wie gut mir die Waffeln gelungen sind. Es kommt auf viele kleine Details an. Ich empfehle, vor dem Ausprobieren, das Video von Sally anzusehen.

Die Teigmenge soll für 50 Stück reichen. Ich vermute, dass das Original-Kokis-Eisen kleiner ist. Davon abgesehen, wollte ich nicht so viele Waffeln haben und beschloss die Hälfte des Teigs einzufrieren. Eine Halbierung der Zutaten machte keinen Sinn, da nur ein Ei zum Einsatz kommt. Das mit dem Einfrieren und Auftauen funktioniert wunderbar. Der Teig wird etwas dicker. Wer ihn dünnflüssiger haben möchte, kann noch etwas Kokosmilch unterrühren.

Und weil ich gerade so im Experimentiermodus war, habe ich etwas Teig in ein Waffeleisen gegeben und kurz backen lassen. Die halbgaren, aber festen, Waffeln habe ich danach frittiert. Somit ist das eine gute Alternative, wenn sich jemand dieses spezielle Waffeleisen nicht zulegen möchte. Den restlichen Teig habe ich als Ausbackteig für dicke Zucchinischeiben verwendet. Davon war ich sehr begeistert, da die Zucchini innen weich und saftig werden und außen sehr knusprig.

Im Originalrezept wird sehr liebevoll beschrieben, wie aufwändig es ist, die Reiskörner zu mahlen und zu sieben. Ich habe es mir einfach gemacht und den Thermomix für mich arbeiten lassen. Dreimal hintereinander habe ich den Reis auf höchster Stufe für 4 bis 5 Minuten gemahlen. Zwischendurch habe ich den Deckel geöffnet, um den Reis von der Gefäßwand nach unten zu schaben. Das hat perfekt funktioniert. Weil ich so zufrieden war, habe ich auch die restlichen Zutaten in den Thermomix gegeben und verrühren lassen. So war der Teig in kürzester Zeit fertig.

Mit Sallys Tipps im Gepäck, ist mir das Frittieren der Waffeln sehr gut gelungen. Ich hatte sehr knusprige, optisch attraktive und gut schmeckende glutenfreie Waffeln produziert. Meine Vermutung stimmte, wenn es sich um ein traditionelles Rezept handelt, dann macht das einen Sinn, da es schon immer so gemacht und nicht für die Gluten-Intoleranz entwickelt wurde.




330 gr. weißer Mittelkornreis (ich habe einen sog. Sushi-Reis verwendet)
270 ml Kokoscreme
1,5 TL gemahlenes Kurkuma
2 TL Zucker
1 TL Meersalz
1 Ei
500 ml Kokosöl zum Frittieren

Den Reis in eine Schüssel geben und mit kaltem Wasser waschen. Das Wasser vorsichtig abgießen und den feuchten Reis in den Thermomix geben. Auf höchster Stufe 4 bis 5 Minuten mixen. Dann mit dem Spatel die Masse an der Wand nach unten schaben. Den gesamten Vorgang noch zweimal wiederholen. Das Ergebnis sollte ein mittelfeines Mehl sein.

Kokoscreme, Kurkuma, Zucker und Salz dazugeben und verrühren. Das Ei leicht verschlagen und ebenfalls unterrühren. Der Teig sollte etwas dicker als ein Pfannkuchenteig sein. Bei Bedarf mehr Kokoscreme hinzufügen.

Das Kokosöl in einem Wok auf etwa 180 Grad erhitzen. Das Waffeleisen einige Sekunden in dem heißen Öl erhitzen und dann in den Teig tauchen. Es sollte nur soweit eingetaucht werden, dass an den freien Stellen eine Art Oberflächenspannung entsteht, aber auf keinen Fall darf der Teig über die Kante schwappen. Sonst löst sich die Waffel nicht im Fett. Nun alles sofort in das heiße Fett tauchen und kurz warten, bis sich die Waffel löst. Frittieren lassen und zwischendurch die Waffel einmal auf die andere Seite drehen. Die fertige, goldgelbe Waffel mit einem Schaumlöffel herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Es empfiehlt sich zwei Teller mit Küchenkrepp auslegen. Somit kann die Waffel gut abtropfen und die trockenen Waffeln kann man dann auf dem zweiten Teller stapeln.

Falls das Eisen zu heiß ist, kann es passieren, dass das Ei stockt und der Teig zu dick wird. Dann kurz abwarten und den Teig mit einem Schneebesen durchrühren. Damit möglichst viel Teig verwendet werden kann, den Teig gegen Ende in eine kleine Schüssel geben.

Alternativ den Teig dünn in ein Waffeleisen geben und ausbacken. Die halbfertigen Waffeln dann in dem Fett frittieren. Der Teig kann auch als eine Art Tempurateig verwendet werden. Wer nicht so viel auf einmal machen möchte, kann den Teig auch portionsweise einfrieren.

Damit die Waffeln knusprig bleiben sollten sie vor Feuchtigkeit geschützt werden. Die beste Aufbewahrung ist in einer Blechdose.


Verwendung als Ausbackteig für Zucchini:





Samstag, 7. Oktober 2017

Mandelplätzchen aus Das Sizilien Kochbuch von Andreas Hoppe und Cettina Vicenzino

Das Sizilien Kochbuch von Andreas Hoppe und Cettina Vicenzino beinhaltet ein Rezept, das ich einfach ausprobieren musste. Mandelplätzchen, bei denen kein Brösel Mehl verwendet wird und die somit automatisch glutenfrei sind. Herr bushcook war von Anfang an begeistert und freute sich darauf. Die Vorfreude konnte absolut erfüllt werden, da das Gebäck sehr gut schmeckte und ich war auch begeistert, weil der Teig wirklich einfach herzustellen war und man auch nicht viele Zutaten dafür brauchte.

Gegen das Backen habe ich wirklich eine ausgeprägte Aversion, aber dieses Rezept ging mir sehr gut von der Hand und das werde ich künftig öfter machen. Im Original werden kandierte Kirschen oder blanchierte Mandeln als Deko verwendet. Ich hatte noch eine angebrochene Tüte getrocknete Kirschen und die haben auch gut gepasst.

Beim Formen der Plätzchen habe ich es mir sehr einfach gemacht und aus dem Teig einfach kleine Kugeln gedreht und mit einer Gabel eingedrückt, so wie man es auch mit Gnocchi macht. Sie sehen noch schöner aus, wenn man sie spritzt. Dafür hatte ich keine Geduld. Die Qualität des Rezepts lässt also jede Menge Anti-Bäcker-Verhalten zu.

Hier könnt Ihr meine Rezension nachlesen.





Paste di Mandorla - Mandelplätzchen


200 gr. gemahlene Mandeln
120 gr. Puderzucker plus etwas mehr für die Arbeitsfläche
5 Tropfen Bittermandelaroma
1/2 Bio-Zitrone - die Schale fein abreiben
1 Eiweiß
getrocknete Kirschen für die Deko


Alle Zutaten außer den Kirschen zum Belegen in einer Schüssel zu einer homogenen Masse vermischen und zugedeckt im Kühlschrank eine Stunde ruhen lassen.

Backofen auf 180 Grad vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Die Mandelmasse auf eine mit Puderzucker bestäubte Arbeitsfläche geben und zu einem glatten Teig kneten. Daraus ca. 20 kleine Kugeln rollen. Die Kugeln mit einer Gabel flach drücken und eine halbe getrocknete Kirsche eindrücken. Die Plätzchen auf das Backblech geben und 8 bis 10 Minuten im Ofen backen. Auf einem Gitter abkühlen lassen.




Dienstag, 2. Februar 2016

Orangen-Polenta-Törtchen mit Szechuanpfeffereis

Für mein Wettbewerbs-Menü letztes Jahr ist es mir sehr leicht gefallen, eine Vorspeise und einen Hauptgang zu kochen, bei denen der Backofen verwendet wird. Ausgerechnet beim Dessert wurde es am schwierigsten. Es war schon klar, dass etwas Gebackenes auf den Teller kommen sollte. Leider backe ich sehr ungerne und wenn, dann muss es auch noch glutenfrei sein.

Schon vor einiger Zeit hatte ich ich mir das Rezept für einen Polentakuchen aufgehoben. Für das Dessert habe ich es in kleine Portionstörtchen abgewandelt. Dazu sollte es ein würziges Eis geben, da das Törtchen durch die Polenta ziemlich kompakt wird. Zusammen ergaben die beiden einen aromatischen Nachtisch. Und das war vielleicht auch der Grund, weshalb es mir gelungen ist, meinen Traum-Backofen von NEFF zu gewinnen.



4 Personen

Orangen-Polenta-Törtchen:
1 Bio-Orange
1/2 Zitrone
50 gr. Quick-Polenta
1 gestr. TL Backpulver
1 EL Vanillezucker
50 gr. Mandelmehl
3 Eier
125 gr. Zucker
Butter für die Form

Belag:
1 Orange
1 Blatt Gelatine
50 gr. Marillenmarmelade

Die Orange im Ganzen in einen Topf mit reichlich Wasser geben. Einmal aufkochen lassen und dann mit geschlossenem Deckel für eine Stunde leicht köcheln lassen. Danach mit einem Schaumlöffel herausnehmen und vollständig abkühlen lassen.

Den Ofen auf 180 Grad Ober- / Unterhitze vorheizen. Eine Auflaufform (ca. 13 x 15 cm) mit Butter ausfetten.

Die Zitrone auspressen und mit der Orange in einem Standmixer zu Mus verarbeiten. Polenta, Backpulver, Vanillezucker und Mandelmehl zugeben und durchmixen.

Die Eier in eine Rührschüssel geben und mit dem Zucker zu einem luftigen weißen Schaum aufschlagen. Etwa ein Drittel der Ei-Zucker-Masse unter die Polenta-Masse rühren, damit sie cremiger wird. Dann die Polenta-Masse unter die restliche Ei-Zucker-Masse heben. Den Teig nun in die vorbereitete Auflaufform geben und für ca. 35 Minuten im Ofen backen (Stäbchenprobe).

Nach dem Herausnehmen aus dem Ofen etwa 5 Minuten stehen lassen. Dann den Rand mit einem Messer lösen und den Kuchen auf ein Gitter stürzen. Wenn er vollständig abgekühlt ist, kreisrunde Törtchen ausstechen.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und die Marillenmarmelade in einem kleinen Topf erhitzen. Die Gelatine darin auflösen und die Masse durch ein Sieb streichen. Bei einer Orange oben und unten den Deckel der Schale abschneiden. Dann die Schale Stück für Stück abschneiden, sodass keine weiße Haut mehr zu sehen ist. Die Orange dann in Scheiben schneiden. Die Törtchen mit einer Scheibe Orange belegen und mit einem Pinsel die Marmeladenglasur auftragen. Kurz in den Kühlschrank geben.


Szechuanpfeffereis:
200 ml Milch
200 gr. Creme fraiche
250 gr. Zucker
3 Eigelb
½ Vanilleschote
1 EL Szechuanpfeffer, sehr fein gehackt
400 gr. Quark
½ Zitrone

Den Szechuanpfeffer kräftig mörsern und das Mark der Vanilleschote auskratzen. Beides zusammen mit der Vanilleschote mit Milch und Creme fraiche aufkochen.

In der Zwischenzeit die Eigelb mit dem Zucker aufschlagen und die heiße Masse schnell einrühren. Auf Zimmertemperatur abkühlen lassen und abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank geben.

Am nächsten Tag die Masse durch ein Sieb geben und mit Zitronensaft und Quark gut verrühren. In der Eismaschine gefrieren lassen.


Deko:
Granatapfelkerne






Samstag, 9. Januar 2016

Weihnachtsbrot

Wer meinen Blog nur ein kleines bisschen kennt, der weiß, dass Backen und ich zwei völlig unterschiedliche Welten sind. Kürzlich bin ich über eine gusseiserne Backform gestolpert, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat und ich kann noch nicht einmal erklären warum. Vermutlich liegt es daran, dass diese Form von Petromax für den Grill- und Outdoor-Einsatz prädestiniert ist.



An dieser Stelle darf ich einen kleinen Exkurs machen. Ich werde oft gefragt, woher der Name meines Blogs kommt. Herr bushcook und ich hatten das große Glück einige Reisen nach Afrika zu machen. Besonders fasziniert haben mich dort die Köche, die die Gäste auf den Safaris verwöhnen. Sie kochen auf der offenen Feuerstelle und zaubern damit Menüs, die immer meine große Bewunderung hatten. Als ich mich vor rund 10 Jahren bei einem Koch-Forum angemeldet habe und einen User-Namen brauchte, entschied ich mich für bushcook. Und der ist mir genauso geblieben, wie meine Liebe zur Outdoor-Küche. So erkläre ich es mir, dass ich bei dieser Form schwach geworden bin.

Einige Zeit stand sie in meiner Küche und ich habe sie einfach nur bewundert. So langsam wurde es aber Zeit, etwas damit zu backen. Ich liebäugelte mit einem Brot - eine echte Herausforderung für so einen Back-Nerd, wie ich es bin. Sehr hilfreich unter die Arme gegriffen hat mir Frau Magentratzerl mit einem Brot-Basis-Rezept. Die zündende Idee kam dann, als Tina Foodina und Zorra Kochtopf ein Blog-Event mit dem Motto "Zimt, Kardamom, Nelke" veranstalteten. Diese typischen Weihnachtsgewürze wollte ich für mein Weihnachtsbrot verwenden.

Besonders positiv ist mir aufgefallen, dass das Brot nach dem Backen sich wunderbar aus der Form löst, obwohl ich diese nicht eingefettet hatte. Mangels Erfahrung habe ich das Brot mit geschlossenem Deckel in den vorgeheizten Ofen geschoben. Es war wunderbar locker durchgebacken und die Stäbchenprobe zeigte keinen rohen Teig. Allerdings fehlte mir die knackige Kruste und ich kam auf die Idee, das Brot nochmals ohne Form in den Ofen zu geben. Das war perfekt und das Ergebnis war eine knusprige Rinde. Trotzdem blieb das Innere des Brots locker und saftig. Dieses Ergebnis motiviert mich, auch noch ein glutenfreies Brot auf diesem Weg zu backen. Für einen erfahrenen Brot-Bäcker mag dieses Vorgehen seltsam anmuten, aber mich hat das Ergebnis überzeugt und ich würde es immer wieder so machen.

Als besonders nützlich hat sich der "Ringreiniger" erwiesen. Das sind viele kleine Metallringe, die zu einer Art "Putzlappen" verschlungen wurden. Damit und etwas Wasser kann man die Form schnell und perfekt säubern. Ich öle sie danach mit etwas Rapsöl ein, damit sie wieder fit für den nächsten Einsatz ist. Dazu gebe ich das Öl auf ein Küchenkrepp und lasse das ölgetränkte Stück Papier am Schluss in der Form liegen.

Der Ringreiniger ist auch perfekt für die gusseisernen Töpfe. Vor einigen Jahren wurde mir von einem Koch geraten, Gusseisen mit Salz zu säubern. Das raue Salz verbindet sich mit dem Schmutz und reibt ihn weg. Mir war das Salz immer zu schade dafür, aber der Ringreiniger erzielt den gleichen Effekt.






500 gr. Weizenmehl
350 gr. Wasser
10 gr. Meersalz
10 gr. Hefe
1 Stange Zimt
3 Nelken
5 Kapseln Kardamom
50 gr. Walnüsse
50 gr. getrocknete Kirschen

Die Walnüsse trocken in einer Pfanne rösten und auskühlen lassen. Mit einem kleinen Messer die Haut abschaben und die Nüsse etwas zerkleinern. Die getrockneten Kirschen längs in Streifen schneiden.

Die Zimtstange längs teilen und in kleine Späne zerbrechen. Die Kardamom-Kapseln aufbrechen und die Kerne heraus lösen. Beides zusammen mit den Nelken in einer trockenen Pfanne rösten und anschließend fein mörsern.

Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen, dann das Salz und die Gewürze zugeben und verrühren. Anschließend das Mehl darauf sieben und zu einem elastischen Teig verkneten. Der Teig soll sich vom Rand der Schüssel lösen. Nun die Kirschen und Walnüsse untermischen. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und eine Stunde an einem warmen Platz gehen lassen.

Aus dem Teig einen Laib formen und in die Form geben. Diese mit dem Deckel verschließen und erneut eine Stunde gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Form in den Ofen geben und bei 220 Grad für 60 Minuten anbacken. Es empfiehlt sich, die Form nach 30 Minuten zu drehen, falls der Backofen unterschiedlich heizt. Nach dem Backen, das Brot aus der Form stürzen und den Ofen auf 250 Grad erhitzen. Das Brot ohne Form für weitere 25 Minuten in den Ofen geben und knusprig backen.

Beim ersten Mal habe ich das am nächsten Tag gemacht und deshalb das Brot rundum mit Wasser eingesprüht. Das hat den Vorteil, dass man die Hauptarbeit am Vortag machen kann und für Gäste dann ein frisches Brot hat.




Dieses Brot passt besonders gut zu Jakobsmuscheln, die schon ein süßliches Aroma mitbringen. Dafür habe ich Sterne aus dem Brot ausgestochen und diese Sterne nochmals halbiert. Das geht einfacher, wenn man dünne Sterne haben möchte, als sehr dünne Scheiben vom Brot abzuschneiden. Die Sterne wurden in einer Pfanne mit Butter knusprig gebraten. Die Reste der Brotscheibe kann man fein würfeln und ebenfalls in Butter zu knusprigen Croutons braten. Dazu gab es einen kleinen Salat aus Babyspinat, der in Streifen geschnitten wurde, Würfel von der Sharonfrucht und Granatapfelkerne. Das Dressing bestand nur aus Balsamico, Tamari, Meersalz, schwarzem Pfeffer und Olivenöl.



Mein Beitrag zum Blog-Event "Zimt, Kardamom, Nelken":


Blog-Event CXV - Zimt, Kardamom, Nelke (Einsendeschluss 15. Januar 2016)

Sonntag, 11. Oktober 2015

Mannis Rotwein-Cracker - das ultimative
Gebäck zum Rotwein

Manchmal muss man einfach zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und dieses Glück hatte ich. Nur deshalb kann ich heute ein Gebäck im Blog präsentieren. Ich habe es nicht gebacken, aber ich durfte es probieren und war so begeistert, dass ich den großzügigen Spender gleich um das Rezept gebeten habe.



Bei unserer letzten kulinarischen Deutschlandreise verbrachten wir auch einige Tage bei unserem Freund, dem Winzer Uli Stein, an der schönen Mosel. An einem Abend hatten sich drei Herren aus der Gegend von Limburg an der Lahn zur Rotwein-Probe angemeldet. Wir freuten uns, dass wir mitmachen konnten, da wir den aktuellen Jahrgang noch nicht verkostet hatten. Kaum waren die ersten Rotweinflaschen auf dem Tisch, präsentierte einer der Herren schon ein Gebäck. Das hat er gebacken und mitgebracht, weil das so gut zu Rotwein passt. Und das war wirklich so, ein würziges und sehr knuspriges Gebäck, ohne zu dominant zu sein und ein idealer Begleiter zum Rotwein.

Der Abend hatte noch mehr kulinarische Überraschungen bereit, die die Herren aus ihrem Gepäck kramten. Höhepunkt der Rotwein-Probe war ein Spätburgunder aus dem Jahr 1992. Das war der erste, den Uli jemals gemacht hat und er hat geschmacklich mehr als überzeugt.


Nach der Rotweinprobe folgte die Weißweinprobe. Das mag ungewöhnlich sein, hat aber sehr gut gepasst, da zum Finale edelsüße Weine probiert wurden. Und auch hierfür hatten die Herren den perfekten Begleiter dabei - eine kleine Auswahl herrlicher Käse aus Frankreich. Das schöne an den Stein-Weinen ist, dass sie wenig Alkohol haben und gut vertragen werden. Uns ging es am nächsten Tag blendend, nur Jupp schaute etwas bedröppelt, obwohl er die Weinprobe gar nicht mitgemacht hat.


Genug der Vorrede, hier kommt das Rezept für Mannis tolle Rotwein-Cracker:

1 Würfel Hefe
2 TL brauner Zucker
400 ml lauwarmes Wasser
100 ml Sonnenblumenöl
100 ml natives Olivenöl
300 gr. Weizenmehl Typ 550
200 gr. Weizen-Vollkornmehl
150 gr. Sonnenblumenkerne
1 gestr. EL Salz

Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen.

Die Hefe mit den Fingern zerbröseln und mit dem Zucker mischen, bis die Hefe flüssig geworden ist. Für 10 Minuten stehen lassen. Das lauwarme Wasser mit den beiden Ölen vermischen und über die Hefe gießen. Die Mehle mit den Sonnenblumenkernen und dem Salz mischen und ebenfalls in die Schüssel geben. Alles verrühren, bis ein weicher Teig entsteht. Das geht am besten in einer Küchenmaschine.

Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen. Den Teig in einen Spritzbeutel, mit einer Öffnung von ca. 2 cm im Durchmesser, füllen und in zwei Reihen auf das Backpapier spritzen. Das ergibt für jedes Blech sieben Cracker pro Reihe. Beide Bleche in den heißen Ofen schieben und für insgesamt ca. 25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit die Position der beiden Bleche tauschen und sie auch einmal drehen, damit die hinteren Cracker jetzt vorne liegen.

Die Bleche herausnehmen und abkühlen lassen. Die Cracker sind jetzt noch weich. Sie bleiben für zwei Tage stehen. Dann werden sie etwas mit Wasser eingesprüht, auf ein Gitter gesetzt und erneut im 200 Grad heißen Ofen für 10 Minuten gebacken. Jetzt sind sie fertig und schön knusprig, so ähnlich wie Zwieback.


Freitag, 25. September 2015

Südtiroler Buchweizenkuchen
vegan & süß von Bernd Siefert

Für seine veganen Backrezepte ersetzt Bernd Siefert im Buch "Vegan & süß" Milchprodukte und Ei. Es war mein Eindruck, dass er viel ausprobiert hatte, damit die Rezepte funktionieren. Deshalb ist es mir sehr schwer gefallen, für meine Rezension ein entsprechendes Rezept auszuwählen. Ich hätte es auch noch glutenfrei gestalten und das Mehl ersetzen müssen. Da war meine Befürchtung groß, dass es dann nicht mehr funktioniert.

Glücklicherweise entdeckte ich diesen Kuchen, der mit Buchweizenmehl und Haselnüssen gemacht wird. Damit ist er glutenfrei und vegan. Der Kuchen lässt sich auch von so einem Backmuffel, wie ich es bin, schnell machen. Und er schmeckt richtig gut - den kann ich mit gutem Gewissen sehr empfehlen und werde ihn in mein Repertoire aufnehmen.




Springform 24 cm
Backzeit 50 Min. und Kühlzeit

Kuchen:
150 gr. geriebene Haselnüsse
150 gr. fein gemahlenes Buchweizenmehl
3 TL Weinsteinbackpulver
1/2 TL Natron
1 TL Zimtpulver
1 Prise Meersalz
1 Bio-Orange
250 ml Mandeldrink
60 ml Apfelsüße
60 gr.  Rohrzucker
90 ml Haselnussöl
Rapsöl

Konfitüre:
150 gr. Preiselbeerkonfitüre
30 gr. kandierter Ingwer fein gehackt
2 EL Rotwein

Die Kuchenform mit Rapsöl einfetten und den Backofen auf 180 Grad vorheizen.

Die Haselnüsse in einer trockenen Pfanne rösten und auskühlen lassen. Dann mit dem Mehl, dem Backpulver, dem Natron, Zimt und Salz mischen. Die Orangenschale fein abreiben und mit dem Mandeldrink, der Apfelsüße, dem Rohrzucker und dem Haselnussöl mischen. Diese Mischung mit der Mehlmischung verrühren und die Masse in die vorbereitete Form geben und gleichmäßig verteilen.

Bei 180 Grad ca. 50 Minuten backen (Stäbchenprobe) und komplett auskühlen lassen. Dann mit einem langen Messer den Kuchen in der Mitte durchschneiden, damit man zwei Böden erhält.

Den Ingwer sehr fein würfeln und mit der Konfitüre, dem Ingwer und dem Rotwein kurz aufkochen und etwas einreduzieren. Die Masse auf den oberen Boden auf die obere, dunklen Seite gleichmäßig verteilen und gut verstreichen. Den zweiten Boden (aufgeschnittene Seite nach innen) auflegen, leicht anpressen und mit Puderzucker besieben.




Donnerstag, 24. September 2015

Rezension
vegan & süss von Bernd Siefert

Vegane Ernährung und vegane Kochbücher sind ein ungebrochener Trend. Ich ernähre mich nicht vegan, bin aber gerne bereit vegane Gerichte zu essen, wenn sie keine Ersatzstoffe beinhalten. Diese Ersatzstoffe sind für mich genauso unsinnig wie die klassischen Fertiggerichte. Am schwierigsten ist es bei Desserts und beim Backen Zutaten aus dem tierischen Umfeld zu ersetzen. Dabei denke ich vor allem an Eier und Milchprodukte. Trotzdem war ich neugierig und wollte eigene Erfahrungen machen. Es war mir wichtig, mich hierbei auf ein Buch eines renommierten Autors zu stützen. So kam ich auf "vegan & süß" von Bernd Siefert.

Bernd Siefert ist ein Spitzen-Patissiers. Sein Berufsziel stand bereits früh fest und er hat damals schon jede Möglichkeit genutzt, sich weiterzubilden. Nach der Lehre folgten die Wanderjahre. Die meiste Zeit davon verbrachte er im Ausland, bei den ganz großen Namen der Branche. Parallel dazu gewann er viele Wettbewerben und erreichte 1997 sein größtes Ziel, den Gewinn der Weltmeisterschaft der Konditoren. Heute ist er stellt er seine Erfahrungen dem Nachwuchs als Trainer zur Verfügung.

Zusammen mit seiner Schwester leitet er das Café Siefert in Michelstadt, das seit über 250 Jahren in Familienbesitz ist.



Das hochwertige Buch hat ungefähr die Größe einer DIN A4-Seite. Nach einem kurzen Vorwort des Autors geht es sofort mit den Rezepten los. Die sind untergliedert in die Kapitel "Kuchen, Torten und Cupcakes", "Kekse, Cookies und Lollicakes" und "Desserts und Eis".

Jedes Rezept ist mit einem stimmungsvollen Foto im aktuellen Stil, wie man ihn in vielen Backblogs sieht, illustriert. Zusätzlich gibt es noch kleine sympathische Zeichnungen, die mir fast besser gefallen. Beim Rezept werden die benötigten Utensilien, die Zubereitungsdauer, die Zutatenliste und die Zubereitungsschritte angegeben. Bei Rezepten, bei denen es sinnvoll ist, gibt es auch noch eine Angabe zur Portionsgröße.

Das vierte Kapitel behandelt die Warenkunde. Zu den klassischen Backzutaten, wie z. B. Eier, Zucker, Mehl, Milch, gibt es Erläuterungen und Angaben zu Alternativen.  Hier fehlt mir ein Glossar, in dem spezielle Zutaten erklärt werden. Besonders aufgefallen ist es mir bei der Apfelsüße. Das ist ein Produkt aus dem Profibereich und es ist auch nicht an jeder Ecke erhältlich. Diese Zutat wird öfters verwendet und Erläuterungen sind nur unter der Überschrift "Zucker" zu finden.

Am Ende des Buches gibt es noch ein alphabetisches Rezeptregister nach Kapiteln und leider keine gesamte Auflistung.

Mit dem Praxistest hat es ziemlich lange gedauert. Öfters habe ich Rezepte ausgewählt und dann wieder verworfen, weil die Saison des benötigten Obst längst vorbei war. Schließlich standen zwei fest, die saisonal unabhängig waren. Der Südtiroler Buchweizenkuchen, der sogar glutenfrei ist und das Schokoladen-Himbeer-Chili-Sorbet, für das TK-Himbeeren verwendet werden. Irgendwann wollte ich nicht mehr neu überlegen und habe aus dem Kirsch-Clafoutis einfach einen Reineclaude-Clafoutis gemacht. Alle drei Rezepte waren verständlich beschrieben und haben sich einfach umsetzen lassen. Geschmacklich würde ich sie unterschiedlich bewerten. Der Kuchen war richtig gut und den werde ich künftig öfters machen, allerdings die Mandelmilch mit echter Milch ersetzen. Der Clafoutis und das Sorbet haben geschmeckt, allerdings schmecken beide in einer nicht-veganen Variante wesentlich besser. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass Veganer wenig Chancen haben diese Desserts besser zu bekommen.


Südtiroler Buchweizenkuchen
Kirschclafoutis mit Thymian (hier mit Reineclauden)
Schokoladen-Himbeer-Chili-Sorbet















Fazit:
"Vegan & süß" von Bernd Siefert bietet viele Rezepte für klassische und moderne Desserts in einer veganen Variante. Man sollte bereit sein, Zutaten dafür im Internet zu bestellen. Wer sich vegan ernährt hat mit diesem Buch die Möglichkeit, schmackhafte Backwaren und Desserts selbst herzustellen, die nahe an das Original kommen.




















Freitag, 8. Mai 2015

Rhabarber, Erdbeere, Holunderblüte

Letztes Jahr hatte ich das große Vergnügen, im Newsletter von iSi vorgestellt zu werden. Dafür habe ich zwei Rezepte entwickelt, die ich Euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte. Da ich die Zutaten sehr bewusst saisonal gewählt habe und dann natürlich erst die Veröffentlichung abgewartet habe, machte die Vorstellung im Blog danach wenig Sinn. Aber jetzt ist die beste Zeit für dieses Rezept.






Holunderblüten-Espuma:

150 ml Holunderblütensirup
50 ml Wasser
50 ml Sahne
1 ½ Blatt Gelatine

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den Holunderblütensirup mit der Sahne mischen. Die 50 ml Wasser erhitzen und die gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen. Die aufgelöste Gelatine in die Holunderblüten-Sahne geben und gut verrühren.

Alles in den isi füllen und eine Kapsel eindrehen. Den iSi auf den Kopf drehen und kräftig schütteln, damit sich das Gas mit der Flüssigkeit gut vermengt. Den iSi kopfüber in den Kühlschrank stellen. Der Holunderblüten-Espuma kann problemlos 3 Tage kalt aufbewahrt werden. Bei Bedarf eine zweite Kapsel eindrehen und erneut sehr gut schütteln.


Rhabarber-Pinien-Tarte:

Für eine Tarteform von 20 cm Durchmesser

Mürbteig:
50 gr. Zucker
100 gr. Butter
150 gr. Weizenmehl
1 Eigelb
1 Prise Salz
etwas Butter zum Einfetten der Tarteform

Rhabarber-Pinien-Masse:
250 gr. Himbeer-Rhabarber
1 EL Zucker
1 Prise Salz
30 gr. Pinienkerne
50 gr. gemahlene Mandeln
50 gr. Butter
50 gr. Puderzucker
1 Ei
1 Eiweiß

etwas Puderzucker zum Bestäuben

Die Butter Stunden vorher aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie weich wird. Darauf achten, dass es etwas mehr ist zum Einfetten der Form.

Die Tarteform mit Butter einfetten. Die weiche Butter schaumig schlagen. Zucker und Eigelb dazugeben und mit dem elektrischen Rührgerät zu einer cremigen Masse verrühren. Dann das Mehl und die Prise Salz kurz einrühren und anschließend schnell mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten.

Den Teig auf den Boden der Tarteform geben und auch einen Rand formen. Darauf achten, dass der Teig möglichst gleichmäßig verteilt ist. Die Tarteform abgedeckt über Nacht in den Kühlschrank stellen.

Am nächsten Tag den Teig mit einer Gabel gleichmäßig einstechen und den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Den Tarteboden 15 Minuten vorbacken.

Den Rhabarber schälen und in Streifen schneiden, mit etwas Zucker und einer Prise Salz vermischen und Saft ziehen lassen. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldgelb rösten. Sobald sie Farbe angenommen haben sofort aus der heißen Pfanne nehmen.

Für die Rhabarber-Pinien-Masse die Butter schmelzen. Zucker und gemahlene Mandeln in eine Schüssel geben und die geschmolzene Butter unterrühren. Die Eier zugeben und so lange schlagen, bis die Masse heller wird. Den gezogenen Rhabarbersaft unterrühren.

Die Masse auf den vorgebackenen Teig in die Tarteform gießen. Den Rhabarber gleichmäßig auf der Eimasse verteilen und die Pinenkerne darüber streuen. Alles mit den Händen leicht andrücken.

Die Tarte bei 180 Grad für ca. 35 Minuten backen. Nach ca. 25 Minuten die Farbe der Tarte kontrollieren. Sie sollte goldgelb gebacken sein. Damit sie nicht zu dunkel wird, vorsichtshalber zum Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken.

Nach dem Backen auskühlen lassen und mit etwas Puderzucker bestäuben.


Erdbeersorbet:

500 gr. Erdbeeren
120 gr. Zucker
100 ml Wasser
1 Bio-Zitrone
1 Blatt Gelatine

Die Erdbeeren vierteln und mit Zucker und abgeriebener Schale und Saft der Zitrone pürieren.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Das Wasser erhitzen, die gut ausgedrückte Gelatine darin auflösen und in die Erdbeermasse rühren.

Die Masse in einen Pacossierbecher geben und einfrieren. Wer keinen Pacojet besitzt, der kann die Masse auch in einer Eismaschine gefrieren.





Dienstag, 20. Januar 2015

Walnuss-Tartelettes "Périgord"
aus Tartes & Tartelettes

Für meine Rezension von Aurélie Bastians neuestem Backbuch "Tartes & Tartelettes" bin ich ganz schwer über meinen Schatten gesprungen und habe mir diese Tartelettes mit einem schönen Salzkaramell und Walnüssen ausgesucht. Wenn ich mir das Foto heute so ansehe, dann muss ich sagen, dass es mir doch recht gut gelungen ist. Bis es zu diesem fertigen Törtchen kam, war es ein weiter Weg, den ich fast nur als Tartelettes-eXtreme-Backen beschreiben kann.

Für diese kleinen Backwerke braucht es entsprechende kleine Förmchen. Aurélie gibt in ihrem Rezept 8 Tartelette-Ringe mit 8 cm Durchmesser an. Die hatte ich nicht und ich habe sie auf meiner Suche quer durch München auch nicht gefunden - nicht mal im qualifizierten Fachhandel und im Profibedarf. In meiner Not entdeckte ich runde Ausstecher mit 6 cm Durchmesser. Davon habe ich vorsichtshalber mal 6 Stücke gekauft. Die logische Konsequenz war natürlich, dass mir eine gute Menge Teig übrig geblieben ist. Den wollte ich ausstechen und einfach als Kekse backen. Mit bemehlten Händen, war der erste Ausstecher, den ich greifen konnte, ein Kamelausstecher. Nun, warum nicht? Ich hatte noch reichlich Mandelkrokant übrig und der ergab doch ein hübsches Fell für die Wüstenschiffe. Also habe ich den einfach auf den Körper gestreut und bei 180 Grad für 15 Minuten gebacken.

Mehl ist auch so ein Stichwort. Ich habe üblicherweise kein normales Mehl daheim, da ich NICHT backe. Vor kurzem habe ich auf der food & life-Messe einen Kilobeutel mit dem optimalen Ciabattamehl bekommen. Das stand noch ungeöffnet im Vorratsschrank. Was für Ciabatta gut ist, kann doch für Tartelettes nicht schlecht sein, oder? Und so kam eben dieses Mehl zum Einsatz. Vermutlich ist es mir deshalb etwas dunkler geworden. Aber, es war nicht schlecht und der Teig ließ sich sehr gut verarbeiten.

Ich fühlte mich besonders gut vorbereitet, als ich Kreise aus dem Backpapier geschnitten habe. Leider habe ich nicht bedacht, dass der innere Kreis um den Teigrand kleiner wird. Zumindest den Teigstreifen für den Rand habe ich gleich in der richtigen Höhe geschnitten und elegant um das gefettete Förmchen gewickelt. Dann dachte ich mir, es macht ja nichts und den Kreis aufgelegt und mit den Kichererbsen nach unten rutschen lassen. Das sollte sich beim Herausholen der Kichererbsen in der Mitte der Backzeit rächen. Das Papier hat sich irgendwie in den Rand eingebacken und nur mit Geduld und einer kleinen Winkelpalette gelang es mir das Papier heraus zu fuzzeln. Trotzdem war ich sehr zufrieden mit meinen Backkünsten :-).

Mir gefällt es sehr gut, dass Aurélie den Teig nicht im Kühlschrank rasten lässt. Dadurch bleibt er geschmeidig und lässt sich sehr gut verarbeiten. Das würde ich nie wieder anders machen.

Am nächsten Tag ging es dann voll motiviert an die Karamellcreme. Wegen meiner kleinen Förmchen habe ich mal vorsichtshalber nur die Hälfte gemacht. Aber, auch das war noch zu viel. Deshalb habe ich es in meinem Rezept jetzt nochmals angepasst. Und Herr bushcook hat sich sehr gefreut, dass er wenigstens die Füllung löffeln durfte.





Ich habe 6 Ausstecher mit einem Durchmesser von 6 cm verwendet. Aus dem Teig-Rest habe ich Kekse ausgestochen.

250 gr. Weizenmehl
125 gr. zimmerwarme Butter (am Vorabend aus dem Kühlschrank nehmen!!!)
60 gr. Zucker
1 Ei, Größe M
1 EL Vanillezucker
Rapsöl
Hülsenfrüchte zum Blindbacken

150 gr. Schlagsahne
150 gr. Zucker
75 gr. Butter
100 gr. halbierte Walnüsse
1 TL Fleur de Sel

Mehl, warme Butter, Zucker, das Ei und den Vanillezucker in eine große Schüssel geben und mit den Händen rasch zu einem glatten Teig kneten.

Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Ringe mit Rapsöl fetten. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche in 3 - 5 mm Dicke ausrollen und mit den Förmchen ausstechen. Die Ringe auf das Backblech setzen und mit dem ausgestochenen Teig füllen. Aus dem restlichen Teig Streifen schneiden und die Ringe damit auskleiden. Den Boden mit einer Gabel einstechen und einem Kreis Backpapier belegen. Darauf die Kichererbsen geben.

Die Tartelettes für 10 Minuten backen. Dann aus dem Ofen nehmen und die Kichererbsen und das Backpapier entfernen. Für weitere 10 Minuten backen.

Den restlichen Teig ausstechen und für 15 Minuten backen.

Den Zucker für den Karamell in einer Pfanne karamellisieren lassen. In der Zwischenzeit die Sahne erhitzen und dann in den geschmolzenen Karamell geben und mit einem Holzlöffel gut durchrühren, damit sich alles zu einer Creme verbindet. Nun die Butter in kleinen Stückchen in den Karamell rühren und das Salz zugeben. Am Schluss die Walnüsse unterrühren und nun die Masse in die Tartelettes geben. Alles abkühlen lassen.




Montag, 19. Januar 2015

Cheesecake-Tarte
aus Tartes & Tartelettes

Dieses Rezept wollte ich für meine Rezension des neuesten Buchs von Aurélie Bastian "Tartes & Tartelettes" unbedingt ausprobieren, da ich die Kekse für den Boden gut durch glutenfreie Kekse ersetzen konnte.

Bei der Präsentation des Buchs wies Aurélie darauf hin, dass sie die Creme figurfreundlich mit Creme-Quark zubereitet. So habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Creme-Quark gekauft. Ich wusste vorher gar nicht, dass es so etwas gibt. Da ich kaum einen klassischen Supermarkt betrete, bleiben mir solche Produkt-Innovationen natürlich verborgen.

Dieser Creme-Quark hat gut funktioniert und die Masse war auch cremig. Aber, mein Geschmack war es nicht. Ich würde jederzeit einen normalen Topfen bevorzugen.

Diesen Kuchen habe ich bereits vor Monaten gebacken, als es noch frische Brombeeren gab. Bis ich mich an das zweite Rezept aus diesem Buch heran getraut habe, ist einige Zeit vergangen. Also, bitte nicht wundern.



Tarteform von 22 cm

Boden:
100 gr. glutenfreie Butterkekse
60 gr. Butter

Füllung:
400 gr. Creme-Quark
150 gr. Quark
150 gr. Zucker
Saft 1 Zitrone
2 Eier
50 gr. Reisvollkornmehl

Sauce:
250 gr. Brombeeren
25 gr. Puderzucker

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen.

Die Butter in einem Topf erwärmen, bis sie flüssig ist. Die Kekse in der Moulinette grob mixen und mit der flüssigen Butter vermengen. Die Masse auf dem Boden der Tarteform verteilen und festdrücken.

Sobald der Boden abgekühlt ist, die Quark-Masse vorbereiten. Creme-Quark, Quark, Zucker, Zitronensaft, Eier und das Mehl gut vermengen und auf den Boden gießen. Bei 160 Grad für 45 Minuten backen. Gegen Ende der Backzeit mit Alufolie abdecken, damit die Tarte nicht zu dunkel wird.

Die Hälfte der Brombeeren mit dem Puderzucker mischen, kurz erhitzen und fein pürieren. Die Sauce durch ein Sieb passieren, damit die Kerne entfernt werden und dann über die abgekühlte Tarte geben. Mit den restlichen Brombeeren dekorieren.




Sonntag, 18. Januar 2015

Rezension: Tartes und Tartelettes
von Aurélie Bastian

Von den beiden Büchern "Tartes & Tartelettes" und "Macarons für Anfänger" von Aurélie Bastian hatte ich schon öfters gehört. Leider ist bei mir das Back-Gen nur sehr schlecht ausgeprägt und ich war mir unsicher, ob sich die Bücher für mich lohnen. Im September kam mir dann der Zufall zur Hilfe, denn ich erhielt eine Einladung in den bezaubernden Münchner Laden Livingroom, zur Buch-Vorstellung mit Aurélie.


Die Französin Aurélie Bastian hat es wegen der Liebe nach Deutschland verschlagen. Seit 2009 schreibt sie den Foodblog "französisch kochen" und im Jahr 2013 hat sie sich mit einem Online-Shop für französische Küchenutensilien und Lebensmitteln, sowie einem Koch- und Backatelier in Halle/Saale selbständig gemacht. Bei Bassermann Inspiration hat sie zwei Backbücher veröffentlicht. Sie präsentiert ihre Ideen auch in der MDR-Fernsehsendung Die fabelhafte Welt der Aurélie Bastian.




Das Buch hat ein angenehmes Format, etwas kleiner als DIN A4 und auf 76 Seiten finden sich jede Menge Informationen rund um das Backen von Tartes und Tartelettes und 40 Rezepte.

Gleich zu Beginn erklärt Aurélie, was eine Tarte überhaupt ist und listet die notwendigen Gerätschaften und Zutaten auf. Sie beschreibt das Vorgehen anhand von 6 Schritten und dazu gibt es eine ausführliche Anleitung mit vielen Fotos von jedem Arbeitsschritt. So kann sich auch ein Anfänger an das Thema wagen.

Die Rezepte bieten eine gute Auswahl an unterschiedlichen Füllungen mit Obst, Nüssen, Karamell oder anderen Aromen. Was mir gut gefällt, dass das Rezept für den Teig bei jedem Rezept erneut angegeben ist und nicht auf die Einführungsseiten verwiesen wird. Jedes Rezept ist mit einem sehr attraktiven Foto auf der gegenüber liegenden Seite bebildert. In dem Kapitel "Haben Sie noch Fragen?" wird auf alle möglichen Probleme und Fragestellungen, die während des Backens auftreten könnten, eine Antwort gegeben. Ergänzt wird das Ganze durch die sehr hilfreichen Aufstellungen bei "Große Formen - kleine Formen". Hier erfährt man, wie man die Zutaten oder die Backzeit anpasst, wenn die verwendete Form eine andere Größe hat. Den Abschluss macht ein alphabetisches Rezeptregister.

Mit der Auswahl von Rezepten für die Rezension habe ich mich sehr schwer getan. Das liegt an mir, nicht an dem Buch. Durch die Gluten-Intoleranz von Herrn bushcook wird bei uns kaum gebacken, weil es auch keiner isst. Deshalb war meine erste Wahl die Cheescake-Tarte, bei der ich die Kekse durch glutenfreie für den Krümmelboden ersetzen konnte. Die Füllung mit einer sehr mageren Quark-Variante war nicht mein Geschmack. Ich empfand es als unfair, eine Rezension auf nur ein Rezept aufzubauen, das noch dazu nicht typisch für das Buch ist. So schob ich das Thema lange vor mir her und gab mir endlich einen Ruck, um richtige Tartelettes zu backen. Obwohl ich das ziemlich chaotisch angegangen habe ist mir doch ein richtig hübsches Törtchen gelungen. Das spricht sehr für die Qualität der Rezepte und die Anleitung.


Cheesecake-Tarte













Walnuss-Tartelettes "Périgord"













Fazit:

Tartes & Tartelettes ist ein sehr gutes Buch für Liebhaber der franzöischen Backkunst. Die ausführlichen und gut beschriebenen Anleitungen und Rezepte machen es auch gut geeignet für Anfänger.


Der kleine Backkurs im September mit Aurélie hat viel Spass gemacht und wir konnten auch einige Tartes und Tartelettes aus dem Buch verkosten. Die haben mir alle sehr gut geschmeckt. Hier habe ich noch ein paar Impressionen für Euch, von einem bezaubernden Vormittag.






Dienstag, 23. Dezember 2014

Silvester-Buffet für 4 Personen:
Crevetten-Fenchel-Suppe mit Zitronen-Joghurt und Knusperstange

Dieses Gericht gehört zu dem Silvester-Buffet für 4 Personen und ist das Türchen Nummer 23 beim zum 10. kulinarischen Adventskalender von Zorra, bei dem es viele Preise zu gewinnen gibt.

Die Übersicht aller Gerichte findet Ihr hier.



für 4 Personen

4 x 370 ml Weckgläser mit Gummi, Klemmen und Glasdeckel
4 x 80 ml Weckgläser

restlicher Blätterteig von den Mini-Lauch-Quiches
restliche Sahne-Ei-Mischung
schwarzer Sesam

200 gr. griechischer Joghurt 10 % Fett
1 Bio-Zitrone
1 Bio- Orange
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Olivenöl

16 Crevetten
2 Knoblauchzehen
1/2 Bio-Zitrone (Rest für Wolfsbarsch mit fruchtiger Rote Bete)
Olivenöl

1 Fenchel
Meersalz
Zucker
10 - 12 Stiele Basilikum (Rest für Kräutersauce zur Jakobsmuschel verwenden)
400 ml Wasser
50 ml Pastis

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen und ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Blätterteig mit der Ei-Sahne-Mischung bestreichen und dem Sesam bestreuen. Anschließend in breite Streifen schneiden und diese an beiden Enden anfassen und gegeneinander drehen. Schnell arbeiten, da der Teig etwas aufweicht. Die Stangen auf das Backblech legen und bei 180 Grad für rund 25 Minuten goldgelb backen.

Den Joghurt in einem sehr engmaschigen Sieb über Nacht im Kühlschrank abtropfen lassen. Am nächsten Tag mit dem Abrieb der Zitrone und Orange und etwas Olivenöl verrühren. Mit Salz, Zucker, Pfeffer und etwas Zitronen- und Orangensaft abschmecken.

Die Crevetten schälen und entdarmen. Die Schalen mit etwas Olivenöl in der Pfanne braten, damit sie den Geschmack an das Öl abgeben. Das Öl abpassieren und auskühlen lassen. Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln. Die Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Crevetten mit Knoblauch, Olivenöl, Saft und Abrieb der Zitrone für 4 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Den Fenchel halbieren und den Strunk entfernen. Dann in sehr feine Scheiben hobeln und diese mit Salz und Zucker marinieren. Die Hälfte des Fenchels in die vier Gläser verteilen. Die Basilikumblätter abzupfen und die Hälfte davon auf den Fenchel geben. Darauf kommen die marinierten Crevetten und die beiden nächsten Lagen sind wieder Fenchel und Basilikum.

Einen großen Topf mit kochendem Wasser vorbereiten, in den die Gläser passen. Das Wasser sollte so hoch sein, dass die Gläser bis zur Hälfte im Wasser stehen. Die 400 ml Wasser mit dem Pastis erhitzen und die Gläser damit aufgießen. Die Gläser mit dem Gummiring, dem Deckel und den Klemmen verschließen. Dann in das kochende Wasser stellen und 5 Minuten bei geschlossenem Deckel kochen lassen. Anschließend herausnehmen und noch 5 Minuten ziehen lassen.

In der Zwischenzeit den Zitronen-Joghurt in die kleinen Weckgläser füllen.

Die Suppe noch verschlossen mit dem Joghurt und der Knusperstange servieren.

Silvester-Buffet für 4 Personen:
Mini-Lauch-Quiches

Dieses Gericht gehört zu dem Silvester-Buffet für 4 Personen und ist das Türchen Nummer 23 beim zum 10. kulinarischen Adventskalender von Zorra, bei dem es viele Preise zu gewinnen gibt.

Die Übersicht aller Gerichte findet Ihr hier.

Die Mini-Lauch-Quiche können ganz einfach glutenfrei zubereitet werden. Dazu muss man nur einen glutenfreien TK-Blätterteig kaufen. Die Zubereitung bleibt gleich.





Die Menge ergibt 12 Mini-Quiches in einer Form für Mini-Muffins.


1/4 Paket TK-Blätterteig (Rest: Knusperstangen zur Crevetten-Fenchel-Suppe)
1 kleine Stange Lauch (Rest: als Lauchgemüse zubereiten)
Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Muskatnuss
1 Scheibe gekochter Schinken (Rest: für Neujahrsfrühstück)
1 Ei
75 ml Sahne
etwas Rapsöl
Backpapier
eine 12er Mini-Muffins-Form

Den Blätterteig auftauen. Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Lauch gut waschen, längs halbieren und in sehr feine Ringe schneiden und mit Salz und Zucker marinieren. Für die Quiches wird knapp die Hälfte benötigt. Die restliche Menge Lauch kann mit etwas Butter sanft gedünstet und als Lauchgemüse gegessen werden (mit Pfeffer und Muskat abschmecken).

Den Schinken sehr fein würfeln. Lauchringe und Schinkenwürfel mischen. Ei uns Sahne gut verquirlen und mit Meersalz, schwarzem Pfeffer und Muskat pikant würzen. (Die restliche Mischung wird für die Knusperstangen benötigt).

Die Form mit Öl auspinseln. Das Backpapier in schmale Streifen schneiden. Jede Vertiefung der Form wird mit zwei, über Kreuz gelegten, Backpapier-Streifen ausgelegt. An den Enden können die fertigen Quiches dann einfach heraus gehoben werden.

Den Blätterteig ausrollen und mit einem runden Ausstecher, der größer ist, als die Muffinsform, ausstechen.

Zwei Backpapierstreifen über Kreuz legen und den ausgestochenen Blätterteig darauf legen. So in die Muffinsform drücken, damit der Boden für die Quiches entsteht. Die Lauch-Schinken-Mischung einfüllen und mit der  Eier-Sahne-Sauce aufgießen. Die Quiches im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen für 25 bis 30 Minuten backen.

Sie können bis zu zwei Tage im voraus gebacken werden und schmecken warm und kalt. Sie können vor dem Servieren im Ofen erwärmt werden.



Donnerstag, 18. Dezember 2014

Zwetschgen-Rosmarin-Crumble mit glutenfreien Streuseln
Lieblings-Desserts von Janneke Philippi

Glutenfreie Streusel, die sind mir natürlich sofort ins Auge gestochen, auf der Suche nach geeigneten Rezepten im Buch "Lieblings-Desserts" für eine Rezension.

Es gibt einige Anregungen für Streusel, die glutenfreien sind nur eine beschriebene Variante. Zusätzlich wird erläutert, wie man die Streusel aromatisieren und verändern kann. Mir hat die Idee mit dem Rosmarin sehr gut gefallen, aber ich wollte ihn nicht in die Streusel, sondern in das Obst geben.

Im Tiefkühler lagerte noch ein Beutel schöner Zwetschgen aus dem Bürogarten und sie sollten zusammen mit den Streuseln und dem Rosmarin einen Zwetschgen-Rosmarin-Crumble ergeben. Ich zerkleinere Rosmarinnadeln nur ungern, sie bekommen dann eine häßliche Farbe und im Ofen werden sie meist trocken und geschmacklos. Deshalb habe ich die Nadeln nur vom Zweig gestreift und mit den sehr feuchten Zwetschgen gemischt. Die Streusel waren dann noch ein zusätzlicher Schutz.

Das hat alles perfekt funktioniert und es ergab einen Crumble mit aromatischen und saftigen Zwetschgen, zu denen das Rosmarinaroma eine wunderbare Ergänzung war, und knusprige Streusel. Den Streuseln hat man nicht angemerkt, dass sie glutenfrei waren.






4 Portionen

500 gr. Zwetschgen
4 EL Zucker
1 Zweig Rosmarin

Glutenfreie Streusel:
75 gr. Reismehl
50 gr. Zucker
50 gr. weiche Butter
2 - 3  EL Milch
1 MSP Salz

Puderzucker zum Garnieren

Den Backofen auf 200 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

Die Zwetschgen in die vier Portionsförmchen verteilen. Die Rosmarinnadeln vom Zweig abstreifen und unter die Zwetschgen mischen. Den Zucker über die Zwetschgen streuen und die Förmchen für 20 Minuten im Backofen bei 200 Grad backen.

In der Zwischenzeit für die Streusel Reismehl, Zucker, Butter und Salz in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät vermengen. Die Milch portionsweise zugeben, bis der Teig die richtige Konsistenz hat.

Die vorgebackenen Förmchen herausnehmen und die Streusel über die Zwetschgen geben. Erneut bei 200 Grad für etwa 25 Minuten backen. Die Streusel sollten goldbraun und knusprig sein.

Mit Puderzucker bestäubt servieren.