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Mittwoch, 23. März 2016

Rezension: Einfach geniessen von Nigel Slater

Nigel Slater, der englische Food-Journalist, hat sich inzwischen auch in Deutschland zum Liebling der Hobbyköche entwickelt. Mit "Einfach geniessen" ist mittlerweile sein fünftes Kochbuch im Dumont Verlag erschienen.


Der Untertitel - Kochen Schritt für Schritt - verrät bereits worum es geht. Nicht ausgefeilte Rezepte stehen im Vordergrund, sondern Inspirationen in vielen Variationen. Genau das ist Nigel Slaters große Stärke. Im Erzählstil lässt er uns an seiner großen Erfahrung teilhaben.

In einem sehr ausgiebigen Theorie-Teil verrät Nigel Salter seine Empfehlungen rund um das Kochen an sich, Küchen-Equipment und Zutaten aller Art. Dabei geht er auf Gewürze, Kräuter, Obst, Gemüse, Fisch und Fleisch detailliert ein. Diese umfangreiche Sammlung von Tipps und Tricks nimmt fast ein Drittel des Buchs ein.

Der Rezeptteil startet mit Grundrezepten, wie Weißbrot, Saucen und Geflügelbrühe. Danach geht es gleich weiter mit "Suppe", "Nudeln", "Reis", "Gemüse", "Fisch", "Fleisch", "Obst", "Gebäck", "Cremes & Pudding" und "Kuchen".  Das alphabetische Register, am Schluss des Buchs, ist nach Zutaten sortiert. Die Rezepttitel sind dann den Zutaten zugeordnet. Ein reines Rezeptregister gibt es nicht. Es wäre auch bei Rezepttiteln wie "Ein einfacher Kuchen, der gut zu Sommerobst passt" nicht hilfreich.

Die einzelnen Rezepte möchte ich fast Geschichten nennen. Zum Auftakt gibt es einen kleinen Einführungstext. Dann werden die Zutaten, mit Angabe der Portionsgröße, aufgelistet und die Zubereitung genau erklärt. Besonders interessant ist der Hinweis auf die Varianten. Unter der Überschrift "Was noch?" gibt es viele Anregungen zum Austausch von Zutaten oder sonstige Veränderungen des Rezepts. Das regt auch die eigene Kreativität an und macht Mut sich abseits vom Rezept zu bewegen. Neben einem Foto des fertigen Gerichts gibt es auch viele Bilder von den unterschiedlichen Bearbeitungsschritten. So kommt ein Rezept auf die stattliche Anzahl von vier Seiten.

Ausprobiert habe ich die Rezeptbeschreibung von "Ein ganzer Fisch aus dem Ofen". Bereits bei der Fischsorte werden vier verschiedene vorgeschlagen. Ich habe mich für Doraden entschieden. Im Basis-Rezept schlägt Nigel Slater Knoblauch, Thymian und Zitrone als Aromaten vor. Ich habe es ein wenig mit Zitronenthymian, Cedrat-Zitrone und Chilisalz variiert. Als Beilage gab es selbstgemachtes Kartoffelpüree.




Was noch?
Nigel Slater schlägt vor Tomaten zum Fisch zu geben, oder statt Olivenöl Butter zu verwenden, oder als Beilage Gemüse mit in den Ofen zu geben, oder die Sauce mit Brühe zu strecken oder weitere Aromaten mit dem Fisch in den Ofen zu geben.

Fazit:
"Einfach geniessen" ist ein sehr gutes Allrounder-Kochbuch. Wer im Alltag gut und schnell kochen will, aber manchmal auf der Suche nach einem kleinen Kick ist, dem hilft dieses Kochbuch. Es ist besonders für Hobbyköche geeignet, die sich mehr Praxis-Wissen und mehr Sicherheit aneignen wollen.

Freitag, 26. September 2014

Nigel Slater - Tender Gemüse: Gebackene Zwiebeln

Die gebackenen Zwiebeln sind eigentlich gebackene Schalotten und genau mein Geschmack. Überhaupt werden Zwiebeln viel zu wenig als eigenständiges Gericht gegessen. Um das zu ändern wollte ich unbedingt dieses Rezept aus Nigel Slaters Buch: "Tender Gemüse - Von der Aubergine bis zur Zwiebel" ausprobieren.

Überzeugend ist nicht nur der Geschmack, sondern auch die einfache und schnelle Zubereitung. Das gibt es bei uns jetzt öfters und im Sommer kann ich mir das auch sehr gut zum Grillen vorstellen.



2 längliche Schalotten pro Person
Olivenöl
Thymianzweige
Parmesan

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Die Schaloten mit etwas Olivenöl beträufeln und einigen Thymianzweigen belegen. Für ca. 30 Minuten in den Ofen schieben. Die Schalotten sollten danach sehr weich sein. Dies kann man durch leichten Druck prüfen.

Die Schalotten halbieren, mit Olivenöl beträufeln und gehobelten Parmesan darüber geben. Sofort servieren, sie sollten heiß gegessen werden.



Eine Inspiration aus Nigel Slater: Tender Gemüse - Von der Aubergine bis zur Zwiebel

Mittwoch, 10. September 2014

Gebackene Mirabellen mit Mandeln in Zuckerkruste
aus Küchentagebuch von Nigel Slater

Das Küchentagebuch von Nigel Slater zog bei mir Ende August ein. Da habe ich natürlich sofort neugierig nachgesehen, was bei Nigel zu dieser Zeit auf den Tisch kommt. Als erstes entdeckte ich ein Rezept für gebackene Reneclauden mit Mandeln in Zuckerkruste. Zwei Punkte haben mich sofort von dem Rezept überzeugt. Es lässt sich mit wenig Aufwand umsetzen und es hat einen glutenfreien Crunch.

Auf dem Markt fand ich so schöne und reife Mirabellen, dass ich spontan beschlossen habe aus den gebackenen Reneclauden gebackene Mirabellen zu machen. Das ist so ein schönes und schnelles Dessert und ich kann mir das auch sehr gut mit Rhabarber, Zwetschgen oder Aprikosen vorstellen. Dazu gab es bei uns einen kleinen Klacks Schlagsahne, die mit etwas Vanillezucker aromatisiert wurde. Für kleine Mengen Vanillezucker habe ich für mich jetzt die Vanillezucker-Mühle von Herbaria entdeckt. Die ist praktisch und wird künftig auch mein Mini-Reise-Koch-Equipment ergänzen.
 
Dazu haben wir uns ein Glas der Riesling Auslese vom Weingut Dalgaard & Jordan gegönnt. Der Oberdiebacher Fürstenberg 2011 wird von dem sympathischen Winzerpaar als Sonntagswein bezeichnet. Nicht nur deshalb passt er so schön zum Dessert, sondern hauptsächlich wegen seinem Geruch nach Steinobst und seinem schönen Säure-Süße-Spiel.
 
 
 
 

Gebackene Mirabellen mit Mandeln in Zuckerkruste


eine Handvoll Mirabellen, sie sollten für zwei kleine Auflaufförmchen reichen
2 EL Zucker
4 EL Weißwein

Mandeln:
etwas Rapsöl
40 gr. Mandelblättchen
1 EL Zucker


Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die Früchte waschen, Stiele entfernen, halbieren und entkernen. Mit der Schnittfläche nach oben in die Auflaufförmchen legen. Sie sollten dicht an einander  sitzen.

Die Früchte mit dem Zucker bestreuen und dann den Weißwein darübergießen. 25 bis 30 Minuten backen, bis die Früchte sehr weich und süß sind.

Für die Kruste ein Backblech mit Rapsöl einfetten und die Mandeln darauf verteilen. Den Zucker darüberstreuen und unter dem Grill leicht knusprig backen. Auskühlen lassen und über die gebackenen Früchte geben.

Dazu schmeckt etwas Schlagsahne mit Vanillezucker oder eine Kugel Vanilleeis gut.


Eine Inspiration aus: Das Küchentagebuch von Nigel Slater.

Dienstag, 9. September 2014

Rezension:
Nigel Slater - Küchentagebuch

Nigel Slater, der renommierte englische Food-Journalist, hat nun bei uns auch richtig Fuß gefasst. Im Dumont Verlag erschien nun sein drittes Buch: Nigel Slater - Das Küchentagebuch.

Nigel, der keine Kochausbildung hat und sich selbst auch eher als Hobbykoch versteht, stellt auch in diesem Buch seinen Garten in den Mittelpunkt. In seinen beiden ersten Büchern Tender Obst und Tender Gemüse bekamen wir schon einen guten Eindruck über die Vielfältigkeit seines Gartens und der reichen Ernte. Das Küchentagebuch nimmt uns mit 250 Rezepten auf eine Zeitreise durch Nigel Slaters Gartenjahr.In seinem Vorwort beschreibt der Autor, wie er sich ständig Notizen über Zutaten und Rezepte macht. Diese waren die Basis für dieses Buch.

Format und Aufmachung entsprechen den beiden Tender-Bänden und so ergeben die drei Bücher eine kleine, sich ergänzende, Serie. Hier findet Ihr meine Rezension der beiden ersten Bände.




Nach ein paar einleitenden Worten startet das Jahr pünktlich am 1. Januar mit Cidre-Brot und einer Suppe mit Speck und Sellerie. Nigel wäre nicht Nigel, wenn er dazu nicht auch noch eine kleine Geschichte dabei hätte, die Lust auf das Gericht macht. Und so geht es Stück für Stück und Tag für Tag weiter. Wer aufgepasst hat, hat schon gemerkt, dass ein paar Tage ausgelassen wurden, da sich in dem Buch 250 Rezepte befinden.

Die Liebhaber von Rezeptfotos muss ich leider enttäuschen. Nur wenige Rezepte sind bebildert und die Fotos sind so, als hätte ich sie gemacht. Sogar mir sind sie oft zu dunkel und machen mir keine Lust aufs Nachkochen. Das Interesse an den Zutaten oder den Rezepten wird sehr stark durch Nigel Slaters erzählende Texte geweckt. Darauf muss man sich einlassen, um an dem Buch viel Freude zu haben.

So erging es mir, als ich Anfang September auf die Schnelle drei Rezepte suchen wollte, um sie auszuprobieren. Mich hat einfach nichts angesprungen und ich musste tiefer einsteigen und mich damit beschäftigen. Jetzt, beim Schreiben der Rezension, habe ich mich nochmals sehr intensiv mit dem Buch beschäftigt und habe ständig Lust auf diese Suppe mit Sellerie und Speck (gut, das Wetter war auch wirklich schrecklich an diesem Tag).


Was ich an Slaters Rezepte sehr schätze, ist ihre Unkompliziertheit. Die Zutaten sind einfach zu bekommen, wenn man sich innerhalb der richtigen Saison bewegt und die Zubereitung lässt sich auch schnell nach der Arbeit erledigen. So entschied ich mich für marinierte und gebackene Hühnchenflügel mit einer Beilage von gebackenen Paprikaschoten mit Sommersauce. Als Dessert gab es gebackene Mirabellen (die bei Slater Reneclauden waren). Der Vorteil bei diesen Gerichten war für mich, dass ich den Backofen nur einmal einschalten musste und alles teilweise gleichzeitig und teilweise hintereinander in den Ofen schieben konnte.

Funktioniert haben die drei Rezepte bestens und auch sehr gut geschmeckt. Das Dessertrezept werde ich in mein Standard-Repertoire übernehmen, auch aus dem Grund, weil es so wandelbar ist. Die Marinade der Hühnchenflügel kann man sicher mit anderen Kräutern immer wieder abwandeln und sie schmecken vorzüglich. Die Paprika sind sehr schnell gemacht und für die Sauce lassen sich immer wieder unterschiedliche Gartenkräuter verwenden. Das gefällt mir an Nigel Slaters Rezepten, sie sind inspirierend und wandelbar.




Hühnchenflügel mit Thymian und Knoblauch
Die Flügel werden einen Tag vorher mit Honig, Zitrone und Kräutern mariniert und dann im Backofen gebacken.

Gebackene Paprika mit Sommersoße
Die Paprika werden im Ofen gebacken und gehäutet, dazu gibt es eine Sauce aus Olivenöl, Kräutern und Knoblauch.





Gebackene Mirabellen mit Mandeln in Zuckerkruste
Dieses Rezept stelle ich im nächsten Beitrag vor.

















Nigel Slater - Das Küchentagebuch empfiehlt sich für Hobbyköche, die saisonal kochen und im Alltag abwechslungsreiche und aromatische Gerichte auf den Tisch bringen wollen. Wer bereits die beiden Tender-Bände daheim hat, für den ist die perfekte Ergänzung der Serie. Es ist kein reines Kochbuch, sondern auch ein richtiges Lesebuch und darüber werden sich besonders die freuen, denen auch Hintergrundgeschichten und Stimmungsbilder wichtig sind.

Donnerstag, 21. August 2014

Nigel Slater - Tender Obst:
Zitronenpudding mit Himbeeren

Der Titel Zitronenpuddig für dieses Dessert aus Nigel Slaters Buch "Tender Obst"  ist irreführend für mich. Unter einem Pudding verstehe ich etwas anderes und vermutlich wird im Original-Rezept clotted cream verwendet. Bei uns ist die Crème double schon ein Exote, aber immerhin im Supermarkt erhältlich.

Das Rezept funktioniert sehr gut damit und schmeckt auch köstlich. Trotzdem bleibe ich neugierig und werde es noch mit der clotted cream versuchen. Glücklicherweise kenne ich einen Laden, wo ich sie bekomme.



4 - 6 kleine Weck-Gläser

500 ml Creme double
150 gr. Zucker
2 Bio-Zitronen
Himbeeren

Die Creme double und den Zucker in einen Topf geben und aufkochen lassen. Dabei gelegentlich umrühren, bis der Zucker vollständig aufgelöst ist. Die Hitze reduzieren und die Masse noch eine Minute unter Rühren simmern lassen. Die Schale der Zitronen fein abreiben und den Saft auspressen.

Den Topf vom Herd nehmen, 75 ml Zitronensaft unterrühren, Schale einer halben Zitrone zugeben und ziehen lassen. Die restliche Zitronenschale einfrieren und den restlichen Zitronensaft anderweitig verwenden.

Die Masse in kleine Gläser füllen und abkühlen lassen. Abgedeckt in den Kühlschrank stellen und vor dem Servieren mit Himbeeren dekorieren.


Eine Inspiration aus Tender Obst von Nigel Slater.
Zur Rezension geht es hier.

Diese süße Köstlichkeit habe ich extra in kleine Weck-Gläser gefüllt. Dazu gibt es passende Plastikdeckel und so können sie wunderbar für ein Picknick vorbereitet und mitgenommen werden. Deshalb möchte ich damit bei dem Blog-Event von Stephanie mitmachen.


Samstag, 14. Juni 2014

Nigel Slater - Tender Obst: Makrele mit Rhabarber
und Sherry-Essig

Für die Rezension von Nigel Slaters Kochbuch - Tender Obst habe ich im Winter begonnen und es nicht geschafft die geplanten Rezepte fertig zu machen. Dann kam mir der Zufall zu Hilfe, da die jährliche große Rhabarber-Ernte aus dem Bürogarten anstand. So war auch immer die Vorstellung von diesem Buch, es gibt Obst zu verarbeiten, Kapitel Rhabarber aufschlagen und etwas daraus kochen. Mich hat es natürlich sofort gereizt den Rhabarber mit Fisch zu kombinieren.

Rhabarber ist kein Obst, er gehört zu den Gemüsen und unser Rhabarber gehört da zweifelsfrei dazu. Er ist grün, innen wie außen und er ist kein bisschen süß. Deshalb verarbeite ich ihn seit Jahren zu einem Rhabarber-Chutney. Die Kapern in diesem Rezept waren optional. Ich liebe Kapern und im Kühlschrank gab es noch ein angebrochenes Glas. Also habe ich gleich mehr dazu und das Ergebnis Rhabarber, Essig, Kapern und Fisch hat mich mehr als überzeugt.

Leider ist es nicht hübsch geworden. Nigel Slater verwendet schönen rosa Rhabarber und das sieht auch deutlich besser aus. Aber ich glaube mein saurer Rhabarber hat besser geschmeckt und darum geht es doch eigentlich.




2 Personen

200 gr. Rhabarber
2 EL Zucker
1 Prise Meersalz

Makrele:
1 Makrele
etwas Butter
Rapsöl
1 kleiner Zweig Rosmarin
Sherryessig
1 EL Kapern

Den Backofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Rhabarber putzen und die Fäden ziehen, dann in gleichgroße Stücke schneiden und in eine feuerfeste Form geben. Mit dem Zucker und Salz bestreuen und für ca. 20 Minuten in den Ofen geben. Der Rhabarber sollte dann so gar sein, dass eine Messerspitze ganz leicht eindringen kann.

Die Rosmarinnadeln abzupfen.

Die Makrele filetieren und die Gräten ziehen. Butter und Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, den Fisch auf der Hautseite salzen und pfeffern und anbraten. Dabei mit einer Palette nach unten drücken, damit er sich nicht einrollt und die Haut durchgehend kross gebraten werden kann. Die Fleischseite ebenfalls salzen und pfeffern und mit den Rosmarinnadeln bestreuen. Den Fisch kurz wenden und dann auf einem Teller im noch warmen Ofen warmstellen.

Den Pfannensud mit etwas Essig ablöschen und den Rhabarber mit der Garflüssigkeit und die Kapern in die Pfanne geben. Alles kurz durchschwenken.

Das Gemüse und die Fischfilets auf warmen Tellern anrichten, den Sud zugeben und sofort servieren.




Eine Inspiration aus Tender Obst von Nigel Slater.
Hier geht es zur Rezension.

Dienstag, 27. Mai 2014

Rezension: Tender Obst und Tender Gemüse
von Nigel Slater

Nigel Slater ist ein sehr renommierter englischer Food-Journalist. Seit über 20 Jahren schreibt er eine Kolumne für den Observer und hat bei der BBC eine Kochsendung. Er hat keine professionelle Kochausbildung und versteht sich immer noch als Hobbykoch. Er lebt in London und bewirtschaftet mit viel Herzblut einen großen Garten. Alles was er dort anbaut, verarbeitet er auch in der Küche. Seine gesammelten Erfahrungen hat er in den beiden Büchern Tender Obst und Tender Gemüse veröffentlicht. Die deutsche Übersetzung ist bei Dumont erschienen.

Beide Bücher interessieren mich sehr, da wir im Bürogarten einiges an Obst und Gemüse anbauen und in unserem sehr kleinen Garten daheim hauptsächlich Salat, Gemüse und Kräuter haben. Ich habe viele Standard-Rezepte in meinem Repertoire, aber immer wieder wünsche ich mir auch neue Inspiration und hier sind die Bücher für mich sehr hilfreich.

Nigel Slater stellt jede Obst- und Gemüsesorte nicht nur mit Rezepten zur Verwendung vor, er beschreibt auch seine Erfahrungen mit der Pflanze im Garten. Ergänzt wird beides mit anschaulichen Rezeptbildern und Fotos aus seinem Garten im Wechsel der Jahreszeiten. Abschließend gibt es ein Rezeptregister nach Rezeptarten. So können die Rezepte sowohl nach dem Produkt, als auch nach der Verwendung schnell gefunden werden.


Tender Obst

Im Band Tender Obst finden sich viele Anregungen zu Gartenarbeit und Verwendung in der Küche für Äpfel, Aprikosen, Birnen, Blaubeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Feigen, Haferpflaumen, Haselnüsse, Himbeeren, Holunder, Kirschen, Maronen, Pfirsiche und Nektarinen, Pflaumen, Quitten, Rhabarber, Rote Johannisbeeren, Schwarze Johannisbeeren, Stachelbeeren, Walnüsse, Weintrauben und Weiße Johannisbeeren.


Tender Gemüse

Das Tender Gemüse ist Nachschlagewerk für Auberginen, Blattsalate, Blumenkohl, Brokkoli und Sprossenbrokkoli, Chinesische Gemüse, Dicke Bohnen, Erbsen, Grünkohl und Cavolo Nero, Grünspargel, Karotten, Kletterbohnen, Knollensellerie, Kohl, Lauch, Mangold, Paprika, Pastinaken, Rosenkohl, Rote Bete, Speiserüben, Spinat, Staudensellerie, Steckrüben, Tomaten, Topinambur, Winter- und Riesenkürbisse, Zucchini und andere Sommerkürbisse und Zwiebeln.

Beide Bücher sind richtig dicke Wälzer, die sozusagen die gesammelte Erfahrung von Nigel Slater als Hobbygärtner und Hobbykoch widerspiegeln. Manche Rezepte muten ungewöhnlich auf den britischen Geschmack zugeschnitten an. Ich habe bei der Auswahl für das Nachkochen bewusst nach Methoden oder Aromen gesucht, die mir nicht geläufig sind. Bei der Umsetzung ist es mir leicht gefallen, die Zubereitungsschritte, die sehr gut und detailliert beschrieben sind, zu beachten. Beim Abschmecken hatte ich keine Vergleichswerte und konnte mich nur auf meinen eigenen Geschmack verlassen. Mir ist es ja immer wichtig, neue Gerichte sozusagen mit dem typischen Aroma kennenzulernen. Das fehlt mir etwas. Aber ich habe neue Erfahrungen gemacht, die auch übernehmen und weiter entwickeln werde.


Tender Gemüse:

Fränkische Bratwurst mit Lorbeer-Kartoffel-Püree, Thymian-Zwiebeln und Sauce
 Würstchen mit  Kürbispüree
Gebackene Zwiebeln















Tender Obst:

Salat aus Chicoree, Pecorino 
und Walnüssen


Makrele mit Rhabarber und
Sherry-Essig











Zitronenpudding mit Himbeeren











Die beiden Bücher Tender Obst und Tender Gemüse sind natürlich besonders geeignet für Hobbyköche mit eigenem Garten, bieten sich aber auch an, wenn man gerne auf dem Markt einkauft und saisonal kochen möchte. Die Rezepte sind alltags-tauglich und einfach zu kochen.


Bildnachweis: Ariane Bille

Mein Beitrag zur großen Rezensions-Woche der Foodblogger - Jeden Tag ein Buch.