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Sonntag, 15. März 2015

Käse-Crème mit Pistazien

In den türkischen Supermärkten gibt es im Kühlregal hohe Dosen mit einem Weichkäse aus Kuhmilch. Diesen Käse kenne ich schon lange, aber ich habe ihn bisher nur in Würfelchen geschnitten gegessen. Ein richtiges Käsegericht konnte ich leider noch nicht probieren.

Das sollte sich jetzt ändern, weil Orhan Tancgil in seinem neuen buch "MEZEler" ein Rezept für eine Käse-Crème aus diesem Weichkäse vorstellt. Das wollte ich unbedingt ausprobieren und habe es für meine Rezension nachgekocht.

Beim Besuch im türkischen Supermarkt stellte ich fest, dass es mittlerweile diesen Käse auch in kleineren Dosen und damit deutlich kleineren Mengen gibt. Das erleichterte mich, weil wir früher an der riesigen Portion ewig gegessen haben. Und diese führte letztendlich dazu, dass ich ihn nicht mehr gekauft habe. Sogar ihn drei unterschiedlichen Fettstufen gibt es ihn: light, mittel und traditionell mit 60 % Fett. Ich entschied mich für die traditionelle Variante und die kleine Dose. In der waren zwei Käse und eine verwendete ich für die Käse-Crème und den zweiten gab es einfach so mit Oliven.

Diese Käse-Crème macht leider süchtig. Die Kombination aus cremiger Würze und Olivenöl mit der Frische der Kräuter und dem Biss der Nüsse ist ein Hochgenuss. Unbedingt nachmachen!!




Als Vorspeise für 4 Personen (oder zum Sattessen für 2)

200 gr. Weißkäse - beyaz peynir (dies entspricht einem Käselaib aus der Dose)
3 EL Olivenöl
20 gr. geschälte Pistazien
20 gr. Walnüsse
1 Knoblauchzehe gepresst
3 Stängel Dill
2 Stängel Minze
2 Zweige frischer Thymian

Olivenöl zum Konservieren

Garnitur:
einige Nüsse und Kräuter


Die Pistazien und die Walnüsse grob hacken und in einer trockenen Pfanne kurz rösten, bis sie duften.

Die Knoblauchzehe schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Die Kräuter von den Stielen zupfen und fein schneiden.

Den Käse mit einer Gabel zerdrücken und langsam das Olivenöl zugeben und untermengen. Es soll eine cremige Masse entstehen. 

Zuerst Knoblauch, dann Walnüsse und Pistazien und zum Schluss frische Kräuter gleichmäßig untermischen.

Die Käse-Crème in eine kleine Schüssel geben und mit etwas Olivenöl abdecken. Mit einem Teller abgedeckt mindestens einen Tag im Kühlschrank ziehen lassen. Kurz vor dem Servieren mit einigen Pistazien, Oliven oder frischen Kräutern garnieren.

Zugedeckt im Kühlschrank ist es mehrere Tage haltbar.






Freitag, 6. März 2015

Rote Linsencreme aus Jetzt! Gemüse
von Sebastian Dickhaut

Das Thema Dip oder Aufstrich wird bei uns eher sträflich vernachlässigt. Dabei wäre das ideal für mich, da ich mir mein Mittagessen immer ins Büro mitbringe. Oft scheitert das auch am Brot, mit dem man es dippen könnte. Bereits letztes Jahr habe ich eine sehr gute glutenfreie Alternative entdeckt. Es gibt von Männl glutenfreie Brotchips, die sehr gut schmecken und schön knusprig sind. Die kann ich sehr empfehlen und zu dieser schön würzigen Linsencreme von Sebastian Dickhaut aus seinem neuen Kochbuch Jetzt! Gemüse passen die mit Karotte besonders gut. Da war das erste Rezept für meine Rezension bereits ein Volltreffer.

Ich habe nur die halbe Menge gemacht und ein paar Kleinigkeiten geändert. Sonst habe ich mich streng an das Rezept gehalten. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Arbeitsschritte nicht nur bis ins kleinste Detail beschrieben wurden, sondern auch erklärt wurde, weshalb das so funktioniert. Da kann man immer wieder dazu lernen.




2 Portionen

75 gr. Rote Linsen
25 gr. Rosinen
1 Schalotte
1 Lorbeerblatt
2 EL Butterschmalz
1 TL Kreuzkümmel gemahlen
1 kleines Stück Zimtstange
2 EL Currypulver
200 ml Gemüsebrühe
50 gr. Joghurt
2 EL Fruchtchutney (ich habe Marillen genommen)
Meersalz

Linsen und Rosinen in ein Sieb geben und mit kalten Wasser abspülen - gut abtropfen lassen. Die Schalotte schälen und in kleine Würfel schneiden.

Das Butterschmalz in einem Topf erhitzen und bei kleiner Hitze Schalotte, Kreuzkümmel, Lorbeerblatt und Zimtstange hineingeben. Einmal umrühren und dann mit geschlossenem Topfdeckel sanft glasig dünsten. Danach den Deckel abnehmen und die Schalotte unter ständigem Rühren bei starker Hitze leicht bräunen.

Den Curry einrühren, aufschäumen lassen und sofort mit der Brühe ablöschen. Die Linsen und Sultaninen zugeben und - erneut mit geschlossenem Deckel - bei kleiner Hitze für 20 Minuten garen, bis die Linsen bissfest sind und die Brühe aufgesogen ist.

Zum Schluss Joghurt und Chutney einrühren, mit Salz abschmecken und noch kurz köcheln lassen.



Samstag, 18. Mai 2013

Geburtstagsparty: Zitronenhummus

Diesen Zitronenhummus gibt es in Shane's Restaurant zusammen mit Kartoffelbrot immer als Amuse. Das esse ich so gerne, daß ich mich beherrschen muß,  mich nicht daran schon satt zu essen. Deshalb wollte ich das unbedingt für meine Geburtstagspary nachbasteln. Der Hummus ohne Joghurt, wie ich ihn normalerweise nach einem traditionellen syrischen Rezept mache, darf auch länger stehen bleiben und war damit ein idealer Kandidat für die Gerichte, die ich schon 4 bis 5 Tage vorher gemacht habe.


Foto mit lieber Genehmigung von Claudia von Dinner um Acht
Das ergibt eine große Menge und reicht für 10 Personen


200 gr. getrocknete Kichererbsen (ergeben ca. 400 gr. gekochte Kichererbsen)
75 gr. Olivenöl
50 gr. Kochwasser von den Kichererbsen
1 Bio-Zitrone
1 EL Cumin
1 Prise Chilipulver, vorzugsweise Nymphenburger Knubbel :-)
2 EL Sumach
2 TL Meersalz
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Die Kichererbsen über Nacht im kalten Wasser einweichen. Am nächsten Tag in ungesalzenem Wasser ca. 1 Stunde weich kochen, abgiessen und auskühlen lassen. Etwas von dem Kochwasser aufheben.

Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die Kichererbsen in den Thermomix geben. Olivenöl, Kochwasser und Zitronensaft zugeben und auf Stufe 4 für 25 Sekunden pürieren.

Den Cumin in einer trockenen Pfanne rösten und dann fein mahlen.

Zitronenschale und Gewürze zu den Kichererbsen geben und rückwärts laufen lassen, damit sich alles vermengt. Fertig abschmecken.

Die gesamte Menge geht nicht auf einmal in den Thermomix, deshalb portionsweise pürieren.