Montag, 4. Mai 2015

Ein Besuch beim Giesinger Bräu

Der Giesinger Berg trennt Obergiesing von Untergiesing und diesen Berg hat der Giesinger Bräu erfolgreich erklommen. Vor bald 10 Jahren starteten zwei Bier-Verrückte in einer Garage in Untergiesing mit dem Bierbrauen. Spannende Zeiten waren das und ich denke gerne an das Himbeerbier zurück. Sie hatten viele Ideen und nur kleine Kapazitäten. Also machten sie aus der Not eine Tugend und brauten ganz viele unterschiedliche Sorten, die vorher keiner kannte. Heute nennt man das Craftbeer. Damals gab es das Bier nur in der Brauerei und nach dem Abfüllen wurde auf der Homepage bekannt gegeben, welches Bier jetzt vorrätig ist. Dann musste man sich beeilen, denn der Andrang der Münchner Bierliebhaber war groß und die Öffnungszeit auf 18 Uhr 60 festgelegt - Giasing eben!

Der Erfolg der mit Liebe handgemachten Biere war so groß, dass der Platz in der Garage in der Birkenau beim besten Willen nicht mehr ausreichte. Glücklicherweise wurde oben auf dem Berg ein geeignetes Gebäude gefunden. Als Giesinger Bräu bleibt man  natürlich in Giesing - Ehrensache! Die Umbauarbeiten waren gewaltig und es entstand ein neues Brauhaus, ein Shop und das Bräustüberl. Jetzt gibt es Platz und neue Ideen, denn die Lust und Freude am Bierbrauen ist immer noch sehr groß.

Zum Welttag des Biers haben sich die Jungs vom Giesinger Bräu etwas besonderes ausgedacht: 4 neue Craft-Biere. Eigentlich ist das nicht ganz richtig, denn alle Biere vom Giesinger sind Craft Biere, also handwerklich hergestellte Biere. Zwei Tage vor dem Welttag des Biers durften die Münchner Foodblogger der Brauerei einen Besuch abstatten und die neuen Biere verkosten.




Geschäftsführer Steffen Marx begrüßte uns sehr herzlich und erzählte aus der Historie der Bräuerei. Neugierig schauten wir uns schon mal die Etiketten der neuen Biere an. Obwohl das Design ganz anders ist, als die "klassische Linie" darf natürlich das Symbol, die Giesinger Kirche, nicht fehlen.



Der Braumeister Simon Roßmann stellte die 4 neuen Biere vor und wir durften gleich parallel verkosten. Besonders begeistert hat mich der Hopfen Lemondrop, der für das Lemondrop Triple zum Einsatz kam. Er hat einen herrlichen Zitrusduft, der sich wunderbar auf das Bier übertragen hat.



Auch die anderen drei Sorten haben überzeugt. Besonders das Wheat Stout hat mir sehr gut gefallen. Es hat sehr feine Schoko- und Karamellnoten und ich könnte es mir sogar als Begleiter zu einem Dessert vorstellen.




Auch wenn der Chef das Motto des Abends mit "Kühlschrank leer trinken" ausgegeben hat, habe ich es nur noch geschafft, das Pilschen und den Sternhagel zu probieren. Das Pils war früher schon eine meiner Lieblingssorten und auch in der neuen Variante schmeckt es fein. Der Sternhagel macht seinem Namen alle Ehre und ist wirklich nur in kleinen Mengen zu genießen. Das fällt zwar schwer, weil er einfach zu gut schmeckt. Besonders die Zimtnote ist ein Genuss.

Die Brotzeit mit sehr guter Wurst, kaltem Schweinebraten und Käse passt natürlich perfekt zum Bier. Nicht nur das Brotzeitbrett war sehr gut, auch der Obatzte und das Schmalz sind empfehlenswert.

Vielen Dank an Steffen und sein Team für den schönen, kulinarischen Abend.

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