Montag, 15. August 2011

Spaghetti Venezia

Über Venedig habe ich viele Jahre nur gelesen und traumhafte Fotos bestaunt. Besucht habe ich es leider nur einmal und das auch nur im Rahmen einer ungeplanten Reise.

Oman war das Ziel, die Reise geplant und durchdacht. Start sollte an unserem Hochzeitstag sein, der 12. September. Leider haben wir uns dies' im Jahr 2001 vorgenommen. Und schlagartig war klar, daß diese Reise keinen Sinn macht.

Spontan haben wir uns entschieden einfach Richtung Italien zu fahren und uns treiben zu lassen. Nichts geplant, nichts gebucht, einfach das Tun, worauf wir spontan Lust hatten. Es war eine traumhafte Reise und ein paar Tage haben wir in Venedig verbracht.

Auch beim Essen haben wir uns so treiben lassen und sind eines Abends in ein ganz kleines Restaurant, dunkel und unscheinbar, in einer Seitengasse. Ich würde es nie wieder finden, aber den Geschmack des Gerichts habe ich heute noch auf der Zunge.

Als Herr bushcook mit den ganz jungen Zucchini aus dem Büro-Gemüsegarten heimkam, wußte ich sofort, was ich daraus koche: Spaghetti Venezia.


Olivenöl
Basilikum
Meersalz

Spaghetti

junge Zucchini
Olivenöl
Lemonpepper
Knoblauch
Meersalz
Zucker
trockener Weißwein
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Tomate


Das Basilikum grob in Streifen schneiden und mit Meersalz und Olivenöl sehr fein pürieren.

Die Spaghetti in Salzwasser sehr al dente kochen.

Die Zucchini längs vierteln, die Kernhäuser herausschneiden und dann in Streifen schneiden. Den Lemonpepper-Chili halbieren und die Kerne herausschaben, dann in feine Streifen schneiden. Den Knoblauch ebenfalls in feine Streifen schneiden. Die Tomate vierteln, entkernen und dann in kleine Würfel schneiden.

Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Knoblauch und Chili anbraten, die Zucchini dazugeben und sofort salzen und zuckern. Unter Rühren anbraten.  Mit einem Schuß Weißwein ablöschen und unter ständigem Rühren bißfest garen. Gegen Ende die Tomatenwürfel unterrühren und mit Pfeffer, Salz und Zucker abschmecken.

Die Spaghetti rechtzeitig abgießen - sie sollten noch nicht fertig gegart sein. Sofort mit dem Basilikumöl vermischen und dann etwas ziehen lassen. Mit einer Fleischgabel aufrollen und auf einen Teller legen. Die Zucchini darüber verteilen.

Und der Lemonpepper? Ja, das ist eine Chiliart, die mir besonders gut schmeckt, sie geht für mich in die Richtung Piment d'Espelette, ist etwas schärfer und zitroniger. Von einem lieben Kochfreund habe ich einen Ableger geschenkt bekommen. Die erste Frucht war jetzt reif und durfte ihre Schärfe beitragen. Es sind noch viele grüne Früchte und noch mehr Blüten daran. Ich freue mich auf eine ertragreiche Ernte.



Kommentare:

  1. Das sieht sehr lecker aus, werde ich bestimmt einmal versuchen. Aber wo bitte bekomme ich den lemonpepper, wenn ich keinen guten Freund<habe der mir einen Ableger schenkt?

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Jürgen,

    mach' Dir keine Sorgen, der Lemonpepper ist toll, aber auch mit jedem normalen roten Vogelaugen-Chili (das sind die kleinen, die es bei jedem Asiaten gibt) schmeckt es köstlich.

    AntwortenLöschen
  3. Mmmhhh... das gabs bei uns gestern. Dafür habe ich meinen schönen Basilikum gestutzt. :-) Uns hat es sehr gut geschmeckt. Den Zucker habe ich so nach Gefühl zugegeben, also mehr als Gewürz. Für die Schärfe gab es dann ganz normalen Chili.
    Danke für das schöne Rezept.
    LG Petra

    AntwortenLöschen
  4. Das ist ein Lemon Drop, oder?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Lemon_Drop_%28Pflanze%29

    Lemon Pepper ist was anderes: http://en.wikipedia.org/wiki/Lemon_pepper

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Turbohausfrau,

    ich kenne ihn unter den Namen Lemonpepper. Habe die Pflanze von einem lieben Kochfreund, der ein ausgewiesener Chiliexperte ist, geschenkt bekommen.

    AntwortenLöschen
  6. Ach so, na Fachfrau bin ich nicht. Ich dachte nur, es würde vom Aussehen her passen und auch von der doch enormen Schärfe beider von dir empfohlenen Sorten.

    AntwortenLöschen