Mittwoch, 28. März 2012

Gerettet in Pforzheim - dean & david

Am meisten fürchte ich mich vor "ungeplantem" Essen. Wenn wir auf Reisen sind, mache ich mir vorher viele Gedanken und recherchiere im Internet oder in Büchern. Allerdings kann und will ich nicht alles durchplanen. Spontane Entdeckungen sind auch sehr reizvoll, manchmal erleben wir auch Enttäuschungen. Darüber berichte ich nicht, ich verstehe mich nicht als Restaurantkritikerin. Ich erzähle lieber über meine schönen Erlebnisse. Aber intern, so im Hinterkopf, führe ich eine "schwarze Restaurantliste" und die führt im Moment ein Lokal in Düsseldorf mit großem Vorsprung an......

Um die Mittagszeit waren wir in der Nähe von Pforzheim, große Umwege wollten wir nicht fahren und bis Stuttgart wären wir zu spät gewesen. Also einfach mal spontan ins Zentrum, Auto abstellen, loslaufen. Die Innenstadt von Pforzheim ist optisch so gruselig, daß ich mich ernsthaft frage, ob man den damaligen Stadtplaner nicht zur Verantwortung ziehen müßte. Das macht natürlich auch keinen Mut ein nettes Lokal mit eßbarem Essen zu finden.

Nach ein paar Metern stand da so ein würfelförmiges Haus in der Fußgängerzone dean & david stand drauf. Ich kramte in meinem Gehirn, da war doch was? Richtig! Christian Mittermeier hat einen sehr gedankenanregenden Artikel bei Nachgesalzen geschrieben. Nochmal ein schneller Blick in die Runde - nicht der Hauch einer Alternative: also, rein und testen.

Frische, gesunde Zutaten wurden uns versprochen, ohne Zusatzstoffe wie Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker. Es gab ein großes Salatangebot, die einzelnen Komponenten kann man sich selbst zusammenstellen und jede Menge Sandwich, Kuchen, etc. Für Salat war es uns zu kalt und glutenhaltige Lebensmittel kommen für uns nicht in Frage. Deshalb wählten wir zwei der drei angebotenen Currys mit Reis.

Gelbes Thai-Curry

Rotes Thai-Curry

Der grundsätzliche Unterschied zwischen den Currys lag in der Paste rot oder gelb. Beim gegenseitigen Probieren waren wir uns sicher, das gelbe Curry schmeckt besser und runder. Das liegt vermutlich nicht an der Currypaste, sondern am Kochen. Das Fleisch war besser angebraten, das Gemüse war garer. Vermutlich kann das Ergebnis an einem anderen Tag oder einer anderen Filiale ganz anders ausfallen.

Trotzdem: ich würde Lokale dieser Kette wieder besuchen. Die Qualität ist wesentlich besser, als bei sonstigen Alternativen für ein schnelles Mittagessen. Es ist praktisch, geht schnell, durchaus schmackhaft und auch preislich attraktiv. Wenn ich bewußt genußvoll essen möchte, würde ich woanders hingehen. Und für mich immer noch ganz weit vorne in diesem Segment: tibits. Leider bisher nur in der Schweiz und London.



Kommentare:

  1. Und was die Pforzheimer Innenstadt betrifft, hast Du leider allzu Recht.

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    1. Ich wollte es wäre nicht so, aber ich habe mich ziemlich erschrocken über die Betonberge.

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  2. ... und wenn du mal in stuttgart bist - da gibt's auch einen Dean & David in der calwer Straße... mag ich sehr gerne!

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    1. Danke Dir, nach meiner Erfahrung in Pforzheim habe ich recherchiert, daß das Konzept aus meiner Heimatstadt kommt und bisher spurlos an mir vorüber gegangen ist :-)

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