Samstag, 9. Februar 2013

Wiener Erinnerung: Gewürztörtchen

Bei unserem letzten Wien-Besuch habe ich am Karmelitermarkt so einen wunderbaren Kuchen gegessen und den wollte ich unbedingt zuhause "nachbasteln". Der ist mir richtig gut gelungen. Glücklicherweise war das ja backen ohne backen und mit glutenfreien Keksen besonders gut für uns geeignet.




4 Portionen für Dessertringe mit einem Durchmesser von ca. 6 cm

80 gr. Butterkekse
40 gr. Butter
2 Kardamomkapseln

150 gr. Frischkäse
75 gr. Joghurt
½ Bio-Zitrone
1,5 Blatt Gelatine
30 gr. Zucker

1 rote Thai-Chili
100 ml Apfelsaft, klar
50 gr. Gelierzucker 3:1
1 EL Apfelessig

Garam Masala
getrocknete Wildblüten-Mischung
Backpapier

Gefrierbeutel

Die Kekse in einen Gefrierbeutel geben und verschließen. Mit dem Nudelholz kräftig darüber rollen, damit die Kekse fein zerbröselt werden. Die Kardamomkapseln öffnen und den Kern fein mörsern. Die Butter bei kleiner Temperatur schmelzen. Butter, Keksbrösel und Kardamom gut vermischen.

Die Dessertringe auf einen Teller stellen, der mit Backpapier ausgelegt ist. Die Keksmasse mit einem Löffel gleichmäßig auf die Ringe verteilen und gut andrücken. Den Boden für das Törtchen gleichmäßig formen. Den Teller in den Kühlschrank stellen, alles mit Frischhaltefolie abdecken.

Die Blattgelatine in kaltem Wasser einweichen. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen. Frischkäse, Joghurt, Zucker, Zitronensaft und –schale verrühren. Die Blattgelatine tropfnaß in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen und dann zu der Masse geben. Alles gut verrühren und dann in die Dessertringe füllen. Um den Rand gleichmäßig zu bekommen, kann man ihn mit einem Finger, den man mit kaltem Wasser befeuchtet hat, ausstreichen. Die Törtchen erneut für ca. 1 Stunde abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Die Chilischote längs halbieren, Kerne und Samenwände auskratzen. Dann längs in schmale Streifen und anschließend in feine Würfel schneiden. Apfelsaft, Essig, Gelierzucker und Chili aufkochen. Eine kleine Menge auf einen Teller geben und den Tropfen nach unten laufen lassen. Wenn es erstarrt, ist die Masse richtig, um zu gelieren. Im Topf erkalten lassen. Die Masse sollte dickflüssig, aber noch nicht vollständig geliert sein. Wenn die Masse zu fest geworden ist, kann sie nochmals erwärmt werden. Mit einem Löffel das Gelee vorsichtig auf die Frischkäsemasse geben und erneut für 2 Stunden abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Anrichten: 
Ein spitzes Messer in heißes Wasser tauchen und vorsichtig einmal um die Form schneiden. Eine Winkelpalette unter das Törtchen heben und vorsichtig den Ring hochheben. Das Törtchen von der Winkelpalette auf einen Teller schieben. Mit Garam Masala und Wildblüten garnieren – sofort servieren.



Kommentare:

  1. Echt eine ganze Thai-Chili für 4 Dessertportionen? Du bist eine Scharfe! ;)

    Schickes neues Bild hast du. Sehr fesch.

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  2. Danke, daß Du gleich mein neues Kleid gesehen hast :-).

    Ich nehme bei der Chili die Samen und die Samenwände raus, dann ist sie nicht mehr so scharf und mit dem vielen Frischkäse verträgt sich das ganz gut.

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  3. Das ist ja wieder einmal etwas sehr edles. Hast Du wirklich gut hinbekommen. Da bin ich sofort dabei. Die ganzen Zutaten schreien schon lecker!

    Liebe Grüße und noch ein schönes Wochenende
    Anna

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    1. Danke Dir, mich würde es freuen, wenn Du es ausprobierst. Es schmeckt wirklich köstlich.

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  4. Hey Du hast einen neuen Header!!! Sehr cool! Gefällt mir wirklich viel besser als ohne! Und dieses Törtchen ist ein Hammer! Das könnte mir auch schmecken. Und den Kamelitermarkt mag ich ja, wie Du weißt, auch besonders! Liebe Grüße aus Wien ;-), Bine

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    1. Liebe Bine,
      super, daß es Dir aufgefallen ist. Ich war mir ja lange Zeit unsicher. Um so mehr freut mich, daß Dir mein neues Kleid gefällt.

      Und das Törtchen schmeckt wirklich sehr gut, nicht nur auf dem Karmelitermarkt.

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