Dienstag, 22. November 2011

Quittenlikör für ganz Geduldige


Diesen Likör mache ich schon seit Jahren. Er wird nur aus den Schalen und Kernhäusern der Quitten hergestellt. Da ich kein Gelee koche und für die Chutneys alle Früchte schäle, habe ich immer reichlich davon übrig.

Kennengelernt habe ich das Rezept von einer Userin eines großen Kochforums, die leider viel zu früh verstorben ist. So lebt die Erinnerung an sie mit diesem schönen Rezept weiter. Ich verwende ein bißchen weniger Zucker als sie. Im Laufe der Jahre habe ich viel damit experimentiert und festgestellt, daß zu wenig Zucker dem Likör auch nicht gut tut. Meine Menge ist schon grenzwertig, weniger würde ich nicht nehmen.

Schalen und Kerngehäuse von Quitten
Hefeschnaps
Zucker
Wasser
Vanilleschoten


Stiel und Blüte der Quitten schneide ich weg, aber die Kerne dürfen bleiben. Schalen und Kerngehäuse in ein großes Gefäß geben und mit dem Schnaps aufgiessen. Die Quitten müssen von einer breiten Schicht Schnaps abgedeckt sein, damit sie nicht schimmeln können. Wenn Fruchtteile am Anfang oben schwimmen, bedecke ich sie mit einem Teller. Den kann man nach ein paar Tagen wieder entfernen, wenn alles abgesunken ist.



Dieser Ansatz muß jetzt ein Jahr an einem hellen Ort stehen bleiben. So sieht er nach einem Jahr aus:



Ein Jahr später den Ansatz durch ein Sieb gießen. Ich nehme hierzu ein großes, grobmaschiges Spitzsieb, damit alles schnell abgeseiht werden kann. Danach gieße ich die Flüssigkeit ein zweites Mal durch ein sehr engmaschiges Teesieb. So kann ich schnell auch kleine Partikelchen entfernen.

Die Flüssigkeit muß nun abgemessen werden. Pro Liter Schnaps koche ich einen Läuterzucker aus 350 gr. Zucker und 350 ml Wasser mit je einer halben Vanilleschote. Bei den Vanilleschoten kann man auch die Schoten aus dem Vanillezucker verwenden.

Den Läuterzucker abkühlen lassen, die Vanilleschote entfernen und mit dem Schnaps vermischen. Den Likör mit einem sauberen Geschirrtuch abdecken und 24 Stunden offen stehen lassen. Dann in Flaschen füllen.




Der abgefüllte Likör soll dann noch 2 Monate ruhig und dunkel stehen. So entwickelt er den besten Geschmack und das macht ihn auch zu einem wunderbaren Weihnachtsgeschenk. Je älter er wird, desto feiner wird sein Aroma.

Kommentare:

  1. Buschi, erst am Samstag habe ich mich mit einem bekannten hiesigen Brenner ;-) genau über diesen Likör unterhalten. Und über Regine natürlich.

    Schön, dass Du daran erinnerst!

    Staubkörnchenausdemaugereibe...

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  2. Danke Dir, ich habe sie leider nie persönlich kennengelernt. Aber alle haben so liebevoll von ihr gesprochen und so bleibt sie in unseren Gedanken.

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  3. Klasse Idee. Das ist auch ein prima Geschenk.

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  4. Ich bin wirklich mal gespannt auf das Ergebnis.
    Ich hab aber Wodka genommen.
    Was bitte ist Hefeschnaps? Hab ich noch nie gehört.
    LG
    martina

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  5. @Martina
    Wodka geht auch sehr gut. Der Hefeschnaps wird aus den Hefen des Weins gemacht. Er ist milder als Grappa, der aus dem Trester gebrannt wird. Man findet ihn hauptsächlich bei Brennern in den Weinanbaugebieten. Ich mag ihn sehr gerne und habe seit Jahren den Hefeschnaps eines sehr erfahrenen Brenners von der Mosel für meine Liköransätze. Das ist einfach eine persönliche Vorliebe.

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  6. vor ca.2ca.Jahren einen Quittenlikoer(Rataffia)gemacht eine Flasche verschenkt vor 2 Jahren diese Person besucht und die Flasche entkorkt,probiert, wh,ouw, wie Oel im Glas, nicht zu bezahlen,kann jeder Grand cru abstinkern ;

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  7. Tolles Rezept. Wird bei Gelegenheit ausprobiert.

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  8. Liebe Bushi,
    ich koche mich durch Deine Quitten-Vielfalt. :) Das Brot ist im Ofen - am liebsten hätte ich den Topf einfach so ausgegessen, die "Einfach Quitten" sind im Glas und der Likör auf der Fensterbank. Ich bin gespannt, was ich nächstes Jahr hier schreibe. :)
    Lg jinja

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    1. Nächstes Jahr schreibst Du hier nix, da schlürfst Du andächtig ein Likörchen..... Danke Dir, daß Du soviel ausprobierst.

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