Mittwoch, 6. Februar 2013

Ran an den Wok: Geschmorte Dorade mit Tofu in scharfer Bohnensauce

Sandra from Snuggs Kitchen hat einen neuen Wok und freut sich über viele Rezepte, die sie damit zubereiten kann. Ihrem Aufruf über Zorras monatlichen Blog-Event bin ich gerne gefolgt.

Vor ungefähr 20 Jahren habe ich einige Kochkurse bei einer sehr engagierten Chinesin gemacht. Damals war asiatisch Kochen noch ein wirkliches Abenteuer und die Beschaffung der Zutaten nicht so einfach. Die Art, wie wir da gekocht haben, gab es in keinem asiatischen Restaurant zu essen. Einige der Rezepte sind mir unvergessen und leider habe ich sie lange nicht mehr gekocht.

So war es ein perfektes Thema für mich und ich habe eines meiner Lieblingsrezepte gemacht. Nicht wundern, statt Sojasauce verwende ich grundsätzlich das glutenfreie Tamari. Das könnt Ihr natürlich ändern.





1 kleine Dorade 600 - 800 gr.
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 EL Tamari

Rapsöl zum Frittieren
200 gr. Tofu
100 gr. Schweinehackfleisch
2 Frühlingszwiebeln
frischer Ingwer, daumengroß
3 Knoblauchzehen
1 EL scharfe Bohnensauce
1 EL Sherry oder trockener Weißwein

Sauce:
250 ml Geflügelbrühe
1 TL Meersalz
½ EL Zucker
½ EL Tamari
2 TL Sesamöl
1 Prise schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Kartoffelstärke


Ofen auf 100 Grad vorheizen.

Den Fisch schuppen, mit kaltem Wasser abspülen und innen und außen mit Küchenkrepp trocknen. Anschließend die Seiten- und Bauchflossen mit einer Schere abschneiden. Das Fischfleisch diagonal bis auf die Gräte einschneiden. Beidseitig mit schwarzem Pfeffer und Tamari einreiben und ca. 10 Minuten marinieren.

Den Tofu in 16 gleichmäßige Stücke schneiden, Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Den Ingwer und Knoblauch schälen und fein würfeln. Die Zutaten der Sauce vermischen.

Das Öl im Wok erhitzen, es sollte ca. 10 cm hoch sein. Wenn das Öl heiß ist, die Tofuwürfel zugeben und frittieren bis sie goldbraun werden. Herausnehmen und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Danach den Fisch im heißen Öl anbraten, bis er gar ist (auf jeder Seite ca. 2 Minuten) und auf einem Teller in den 100 Grad warmen Ofen geben. Die Tofuwürfel dazu stellen.

Das Öl durch ein feines Haarsieb abgiessen und den Wok mit Küchenkrepp auswischen. Ca. 2 EL vom Öl erneut im Wok erhitzen. Ingwer, Knoblauch, scharfe Bohnensauce und das Schweinehack in den Wok geben und anbraten bis es angenehm riecht. Mit dem Sherry ablöschen und einkochen lassen und mit der vorbereiteten Sauce aufgießen und mit Kartoffelstärke (in kaltem Wasser angerührt) binden. Zum Schluß die Frühlingszwiebel zugeben und kurz garen lassen.

Den Fisch auf eine Servierplatte legen und mit den Tofuwürfeln dekorieren. Die heiße Sauce darüber gießen und sofort servieren.

Dazu passt am besten Reis.

Mein Beitrag zum Blog-Event "Ran an den Wok"
Blog-Event LXXXIV - Ran an den Wok (Einsendeschluss 15. Februar 2013)


Nicht verpassen.......
HighFoodality Blog-Event Cookbook of Colors

Kommentare:

  1. Woah - Fisch, Fleisch und Tofu - das klingt mach einer interessanten Mischung! Ich bin gespannt, wie es schmeckt, dass muss natürlich nachgewokt werden :)

    Ich habe auch beim Einkaufen die Tage gesehen, dass es jetzt glutenfreie Sojasauce gibt (das ist ja, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, das Problem?).

    Vielen Dank für Dein Rezept!

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    1. Liebe Sandra,
      gerne geschehen. Ich wollte unbedingt ein Gericht machen das nicht alltäglich ist. Freut mich, daß es Dir gefällt.

      Die glutenfreie Sojasauce ist jetzt neu, seit es mehr Menschen mit der Intoleranz gibt. Die Tamari gibt es schon ewig. Sie ist eine traditionelle japanische Sojasauce und war schon immer ohne Mehl.

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  2. Au ja, das sieht sehr gut aus!

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    1. Nicht lachen, beim Schreiben habe ich an Dich gedacht und war mir sicher, daß Du es mögen wirst :-).

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  3. Das sieht gut aus. Ich verwende immer Tamari aber ich dachte, dass das so ziemlich das Gleiche wie eine Sojasoße ist. Jedenfalls nenne ich es immer Sojasoße, damit die Leute mich verstehen was ich meine. lg Anna

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    1. Danke Dir, liebe Anna.
      Ich habe mal darüber gelesen, daß es in der japanischen Küche unterschiedliche Sojasaucen gibt. Eine davon ist Tamari und die war schon immer ohne eine Bindung mit Mehl. So in die Tiefe bin ich aber nie eingestiegen :-).

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  4. Das ist echte chinesische Küche, wie ich sie liebe.

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  5. Wow! Tolles Rezept, nur der Tofu schreckt mich etwas ab. Habe ich noch nie zu Fisch gegessen und ich weiß gerade auch nicht, ob ich den brauche. Geht auch ohne, oder?

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    1. Lieber Uwe,
      ja, geht ohne - Du versäumst aber was, wenn Du ihn weglässt.
      Probier' doch mal, so frittiert ist er dann ganz anders. Und wenn es Dir nicht gefällt, kannst Du ihn ja noch zu einem Salat umarbeiten.

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