Montag, 3. März 2014

Alte Oliven, Bio-Yuzu-Saft, Umami-Salz - ein spannender Besuch der biofach in Nürnberg

Zum Besuch der biofach bin ich einfach von meiner Blogger-Freundin Claudia von Dinner um Acht überredet worden und habe es nicht bereut. Von Anfang an erschlagen war ich von der Größe und Vielfalt der Messe. Im Vorfeld haben wir uns ein paar Gedanken gemacht, welche Aussteller wir besuchen möchten und haben uns auch noch genug Freiraum für Neues gelassen. Das war sehr gut so, sonst hätten wir so manches kulinarische Schätzchen nicht entdeckt.



Diese Oliven am Stand von lifefood haben mich verführt eine zu kosten und die waren so gut, dass ich gleich angewurzelt stehen geblieben bin. Damit habe ich mich wahrscheinlich als tauglich erwiesen für Oliven 2.0, die mir der nette junge Mann mit dem Hinweis reichte: "nur wenig abbeißen, die sind sehr intensiv." Sie schmeckten würzig und süß, ähnlich schwarzen Nüssen. Sobald sie reif sind, bleiben sie weitere 2 Jahre am Baum und reifen dort nach. Sehr ungewöhnlich und ich habe schon Ideen für ein Gericht.

Im japanischen Pavillion ging das Staunen weiter. Muso aus Osaka stellte Umami Salz und Yuzu-Saft vor. Das Umami Salz ist fermentierter Reis mit dem man Fleisch weicher machen kann. Den ersten Test habe ich schon gemacht und werde das Ergebnis bald vorstellen. Der Yuzu-Saft lässt mein Herz wirklich höher schlagen, er ist schwer zu bekommen und in Bio-Qualität habe ich ihn noch nie gesehen. An einem anderen Stand testen wir ein Getränk aus getrocknetem und pulverisiertem Kale. Diese Kohlart ist aktuell der Gemüse-Liebling in Amerika und die Welle schwappt auch schon zu uns mit Kale-Chips und Kale-Pesto. Mit Claudia, einer großen Kale-Liebhaberin, habe ich natürlich die perfekte Begleitung.



Am Stand von Hädecke, einem meiner Lieblings-Kochbuch-Verlage, habe ich ein Date mit Genuss-Hasi. Regelmäßig erzählt er seine Abenteuer auf der Hädecke-Seite bei facebook und gibt einen charmanten Blick hinter die Kulissen.

Bei Van Nahmen hätte ich ja sehr gerne Peter van Nahmen ge-datet, aber das ist natürlich bei seinen vielen Aktivitäten und Verpflichtungen sehr schwierig. Irgendwann klappt das bestimmt und wir haben uns mit seinen ausgezeichneten sortenreinen Traubensäften Riesling und Scheurebe getröstet.



Sehr herzlich und sympathisch wurden wir auch bei Sonnentor beraten. Da gab es viel an neuen Gewürzen und Konzepten zu entdecken. Besonders ein Räuchergewürz hat es mir sehr angetan. Ich mag' den Räuchergeschmack sehr gerne und die Salze sind oft chemisch behandelt. Da freue ich mich schon auf den Praxistest.

Diese geschnittenen Lotuswurzeln hätten mich auch sehr interessiert, leider führt mein Bio-Markt zwar die Marke, aber nicht dieses Produkt. Vielleicht werde ich noch irgendwo fündig. Besonders positiv aufgefallen sind uns diese Spitzmorcheln. In Bio-Qualität und durch die Tüte konnte man schön erkennen, dass es ganze Morcheln sind und keine Bruchstücke.

Besonders glücklich war ich noch über eine Tüte ungerösteten Kaffee aus Tanzania. Der ist bei uns nicht zu bekommen und es macht z. B. bei einer aromatisierten Sahne viel Sinn, den Kaffee frisch zu rösten und das ganze Aroma einzufangen.

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