Montag, 7. Dezember 2015

Die Heiligen Drei Könige und das orientalische Fondue

Im Dezember werden wir überhäuft mit virtuellen Adventskalendern, einer ist darunter, den man auf keinen Fall verpassen darf. Wie jedes Jahr sammelt Zorra die Foodblogger um sich und organisiert den kulinarischen Adventskalender mit vielen schönen Türchen und Überraschungen. Es gibt nicht nur Inspirationen für die Weihnachtszeit zu entdecken, sondern auch noch viele tolle Preise zu gewinnen. Deshalb kann ich Euch nur empfehlen, die Türchen aufmerksam zu verfolgen, um die Fragen zum Gewinnspiel richtig zu beantworten.

Es ist mir eine große Freude, dass ich auch heuer wieder dabei bin und ein Türchen gestalten darf. Dafür habe ich mir etwas ganz besonderes ausgedacht und würde mich freuen, wenn Ihr dieses orientalische Fondue zu Weihnachten oder Silvester ausprobiert.


In unserer Familie wurde immer eine Krippe aufgestellt. Die Figuren hat mein Großvater geschnitzt und mein Vater hat als Kind im Herbst Moos dafür gesammelt und einen Hintergrund mit Himmel und Landschaft gemalt. Ich kann gar nicht sagen, wie viele Figuren da zum Einsatz kamen, es waren bestimmt um die 100 Stück. Die Figuren hatten verschiedene Größen, um die räumliche Perspektive darzustellen. Die wichtigsten Figuren wie Maria und Josef haben mit 30 cm Höhe eine stattliche Größe und standen ganz vorne. Die kleinsten Schafe am Horizont waren dagegen nur noch rund fünf cm hoch.

Mein Vater musste sein Elternhaus kurz vor Kriegsende als Jugendlicher verlassen, die Krippe hat er nie vergessen. Als die Einreise in den Ostblock wieder möglich war, machte er sich jedes Jahr einmal auf die Reise um meine Großmutter und meine Tanten zu besuchen. Stück für Stück schmuggelte er die Krippe über die Grenze. Jedes Jahr ein paar Figuren, immer gut versteckt und in Sorge vor der Entdeckung. Manchmal brach er den Figuren die Hände ab, damit sie wertlos erschienen und restaurierte sie daheim wieder liebevoll.

Die gesamte Krippe konnten wir aus Platzmangel nie aufstellen. Es gab noch eine kleine Krippe, die mit den Schafen aus der hintersten Reihe kombiniert werden konnte. Die stand jedes Jahr unter dem Weihnachtsbaum. Das ganze Jahr wurde immer abwechselnd eine der großen Figuren aufgestellt. Es war immer sehr überraschend für mich, welche Figur als nächstes kam. Meine Lieblingsfigur war immer der wunderbare Elefant, der die drei heiligen Könige aus dem Morgenland begleitete. Wahrscheinlich wurde damals schon meine Liebe für den Orient begründet und heute darf der Elefant das ganze Jahr bei mir im Wohnzimmer stehen.

Der geheimnisvolle Orient begleitet uns in der Weihnachtszeit auch bei den Plätzchen und den Gewürzen, bei den pikanten Genüssen hat er leider kaum Einzug gehalten. Das möchte ich heute ändern und eines der Lieblingsessen der Deutschen für den Heiligen Abend oder Silvester damit kombinieren. Bei uns wird es zum ersten Mal dieses orientalische Fondue geben und zur Feier des Tages kommt mein neuester Lieblings-Champagner ins Glas. Den habe ich vor kurzem bei einer Verkostung entdeckt und war sehr überrascht, wie gut mir die Champagner von Piper-Heidsick schmecken. Besonders begeistert war ich vom Excellence, weil der so richtig schön trocken ist. Das entspricht genau meinem Geschmack und macht ihn auch zu einem excellenten Speisebegleiter.


Ich hatte so genaue Vorstellungen über das Foto, damit ich Euch diesen Champagner zeigen kann. Kurz vor dem Essen, habe ich die Flasche und zwei Gläser in Garten aufgebaut, weil dort so ein schönes Licht war. Plötzlich kam Coco um die Ecke. Sie ist eine der Katzen unserer Nachbarn und meine Lieblingskatze und ich kenne sie ganz genau. Fast mit einem Hechtsprung bin ich zu meinem Aufbau und habe gerade noch die Flasche und die Gläser in die Hände bekommen, da war Coco auch schon da. Sie ist eine sehr elegante Katze, trotzdem habe ich ihr in diesem Moment nicht vertraut, aber wer könnte ihr schon böse sein, wenn ihr tiefschwarzes Fell in der Sonne glitzert? Ich kann jede ihrer Bewegungen gut einschätzen, weil ich sie seit ihrer Geburt kenne und ihre Mutter sie täglich zu uns, unter die Gartenbank gebracht hat. Sie mag uns irgendwie und schläft auch auf unserer Gartenbank unter der Plane. Ich glaube das ist ein kleiner Zufluchtsort für sie und damit komme ich zurück auf meine Weihnachtsgeschichte. Jeder hat das, eine kleine Erinnerung an Weihnachten in der Kinderzeit. Das ist für mich der Geist von Weihnachten, das Zusammensein mit den Liebsten und viel Ruhe. Den Kommerz und den Rummel bekomme ich nur mit, wenn ich von der Arbeit nach Hause fahre, weil ich in der Münchner Innenstadt arbeite. Schon seit bald 20 Jahren haben wir uns komplett verabschiedet vom Kommerz und Trubel und das tut uns sehr gut.

In diesem Sinne möchte ich Euch meine Idee für einen schönen und entspannten kulinarischen Abend vorstellen. Der große Vorteil liegt darin, dass man es gut vorbereiten kann. Ich habe die Mengen für vier Personen bemessen. Es lässt sich leider nicht so auf den Punkt bemessen, dass vier Personen davon satt werden und keine Reste bleiben. Das ist aber auch von Vorteil, weil man dann an den anderen Weihnachtsfeiertagen von den Resten leben kann. Die verzeihen das sehr gut, weil alles kalt gegessen wird. Wer das orientalische Fondue für acht Personen servieren möchte, dem empfehle ich folgende Gerichte zu verdoppeln (alles andere reicht in der einfachen Menge):
- Ducca-Zander
- Hähnchen-Schawarma
- Garnelen
- Paprika-Nuss-Paste
- Orangen-Karotten-Hummus
- Koriander-Joghurt

Die Spieße können in einem neutralen Öl, wie Raps- oder Sonnenblumenöl frittiert oder in Brühe sanft gegart werden. Alle Beilagen sind für Vegetarier geeignet. Veganer müssten nur auf den Koriander-Joghurt, den Pastinaken-Dip und das Auberginenmus verzichten. Bei den beiden Wots wäre es empfehlenswert, statt dem Butterschmalz ein neutrales Öl zu verwenden. Für Vegetarier und Veganer könnten als warme Komponente Falafel angeboten werden. Ich hatte diesmal Rapsöl im Fonduetopf und war damit sehr zufrieden.




Ducca-Zander

4 Portionen

1 TL Korianderkörner
1/2 EL weißen Sesam
1 TL Cumin
1 TL Schwarzkümmel
1 TL schwarzer Pfeffer
5 gr. Pistazien
1 TL Kokosraspeln
Meersalz
1/2 TL getrockneter Thymian
1/2 TL getrocknete Minze
300 g Zanderfilet ,(ohne Haut)

Koriander, weißen Sesam, Cumin, Schwarzkümmel, Pfeffer, Pistazien und Kokosraspeln in einer trockenen Pfanne rösten und etwas abkühlen lassen. Im Mörser zusammen mit 1/2 TL Salz, Thymian und Minze fein reiben. Die Mischung kann dunkel und trocken ein paar Wochen aufbewahrt werden.

Das Fischfilet auf Gräten kontrollieren und in Streifen schneiden. Die Streifen auf Holzspieße stecken und kurz vor dem Servieren leicht salzen. Für ca. zwei Minuten im heißen Öl garen und mit der Ducca-Gewürzmischung bestreuen.


Hähnchen-Schawarma

4 Portionen

400 gr. Hühnerbrust
1 EL Cumin
1 Zimtstange
2 Knoblauchzehen
1 rote Chilischote
4 Kapseln Kardamom
2 Nelken
3 Lorbeerblätter
2 Zwiebeln
1 Bio-Zitrone
1 Messerspitze Safran
1 TL Kurkuma
4 EL Olivenöl
Meersalz

Die Zimtstange in Stücke zerbrechen, die Kardamomkapseln aufbrechen und die Kerne auslösen. Zimt, Kardamom und Cumin in einer trockenen Pfanne rösten. Die Gewürze zusammen mit den Nelken und Lorbeerblättern gut mörsern. 

Die Zwiebeln schälen und fein reiben. Die Knoblauchzehen schälen und sehr fein würfeln. Die Chili längs halbieren und mit den Kernen in feine Streifen schneiden. Die Schale der Zitrone fein abreiben und den Saft auspressen.

Die gemörserten Gewürze mit Safran, Kurkuma, Zwiebel, Knoblauch, Chili, Zitronensaft und -schale und Olivenöl in einer Schale verrühren.

Die Hühnerbrust (ohne Haut) in Scheiben schneiden und in die Marinade geben. Abgedeckt über Nacht im Kühlschrank marinieren lassen. Am nächsten Tag das Fleisch auf einem Sieb abtropfen lassen und auf Holzspieße stecken. Abgedeckt in den Kühlschrank geben.

Vor dem Servieren das Fleisch mit Salz würzen und für ca. 5 Minuten im heißen Öl frittieren. Wenn die Spieße vorgegart sind, dann verkürzt das den Garprozess bei Tisch. Sie müssen dann nur noch für 3 bis 5 Minuten in das heiße Öl.


Garnelen

4 Portionen

16 Garnelen
Holzspieße
Meersalz

Die Garnelen schälen, entdarmen und auf Holzspieße stecken. Darauf achten, dass man kurz vor dem Schwanzende einsticht. Kurz vor dem Servieren salzen und bei Tisch zwei bis drei Minuten im heißen Öl frittieren.



Paprika-Nuss-Paste 

4 Portionen

1 rote Paprikaschote
20 gr. Walnüsse
20 gr. Mandeln
1 Knoblauchzehe
1 kleine Schalotte
eine Messerspitze Cumin
eine Messerspitze Räucherpaprika
1/2 EL Tomatenmark
1 TL Harissa
3 EL Olivenöl
1 TL Granatapfelsirup
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 Stiel glatte Petersilie

Die Paprika vierteln, Kerne und Samenstränge entfernen und mit der Hautseite nach oben auf ein Gitter legen. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen und dann die Paprika darin braten, bis die Haut schwarz wird und Blasen wirft. Dann herausnehmen und sofort ein nasses Küchentuch darauflegen. Die Paprika häuten und kleinere Stücke schneiden.

Die Mandeln in kochendem Wasser kurz blanchieren, etwas auskühlen lassen und dann die Haut abziehen. Die Mandeln zusammen mit den Walnüssen in einer Pfanne trocken rösten und abkühlen lassen. Ein paar Nüsse und Mandeln für die Deko zurückbehalten und diese grob hacken.

Knoblauch und Schalotte schälen und in feine Würfel schneiden. Beides zusammen in dem Olivenöl anschwitzen, dabei leicht salzen.

Nüsse und Cumin in der Moulinette fein mahlen. Dann Knoblauch- und Schalottenwürfel, Paprikastücke, Semmelbrösel, Paprikapulver, Tomatenmark, Harissa und den Granatapfelsirup zugeben und alles zu einer feinen Paste pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Der Dip kann bereits einen Tag vorher zubereitet und im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Die Petersilienblätter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Den Dip damit garnieren.


Quinoa mit Granatapfel

4 Portionen

150 ml Gemüsefond
120 gr. Quinoa
1/2  Granatapfel
1 kleine rote Chilischote
1 Mini-Gurke (ca. 200 g)
1 Höri Bulle oder eine kleine rote Zwiebel
25 gr. Petersilie
15 gr. Minze
10 gr. Koriander
4 EL Zitronensaft
1/2 EL Honig
2 EL Olivenöl
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
                                                                                    1 EL Granatapfelsirup

Gemüsefond aufkochen, 100 gr. Quinoa einstreuen und für 10 Minuten köcheln lassen. Dann den Topf vom Herd nehmen. Den Topf abdecken und den Quinoa 5 Minuten quellen lassen. Danach mit einer Gabel auflockern. Den restlichen Quinoa in einer Pfanne trocken rösten.

Vom Granatapfel den Deckel abschneiden und mit dem Messer die Schale einmal längs aufritzen. An dieser Stelle den Granatapfel aufbrechen und Stück für Stück die Haut entfernen und die Kerne auslösen.

Die Chili längs halbieren und die Kerne entfernen, dann in feine Streifen schneiden. Die Gurke ungeschält längs vierteln und die Kerne wegschneiden. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln.

Die Blätter von den Kräutern zupfen, beim Koriander einen Teil der Stiele mitverwenden, und fein schneiden.

Den Saft der Zitrone auspressen und mit Salz, Pfeffer, Honig und Olivenöl zu einem Dressing rühren.

Alle Zutaten können einen Tag vorher zubereitet werden. Alle Kräuter können gemeinsam aufbewahrt werden. In einem zweiten Gefäß können Gurke, Chili und Zwiebel gemischt werden. Der gegarte Quinoa kann im Topf bleiben, in dem später alles gemischt wird und der geröstete Quinoa wird alleine aufgehoben. Dann kann alles erst kurz vor dem Servieren gemischt und mit dem Granatapfelsirup beträufelt werden. Ein paar Granatapfelkerne für die Deko zurück behalten.


Grünkohl-Wot

4 Portionen

250 gr. Grünkohl (Wirsing, Spinat, Mangold)
1 Zwiebel
etwas Butterschmalz
Meersalz (evtl. Cumin, Kardamom, gemahlener Ingwer)
1 Peperoni
2 Knoblauchzehen
1,5 cm Ingwer

Für Wots werden in Äthiopien die Zwiebeln traditionell als Kulet zubereitet. Diese Arbeit kann man bereits ein paar Tage vorher machen und das Kulet im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, dann in einem Topf ohne Fett oder Wasser andünsten. Danach immer wieder kleine Schlückchen Wasser zugeben und unter ständigem Rühren andünsten. Die Zwiebel müssen zu einer dicken Paste werden. Dann etwas Butterschmalz zugeben (üblicherweise wird dafür die Gewürzbutter Nit'ir Kibe verwendet). Wer diesem typischen Geschmack näher kommen möchte, kann noch je eine Prise, Cumin, Kardamom und gemahlener Ingwer zugeben.

Die Zwiebel im Butterschmalz etwas anrösten und wieder mehrfach wenig Wasser zugeben und eindicken lassen. Jetzt ist das Kulet fertig und kann, je nach Gericht mit den Gewürzmischungen Berberé oder Erd abgeschmeckt werden. Für diesen Wot kann es ohne bleiben.

Den Grünkohl in Stücke schneiden und im kochenden Salzwasser garen. Beim Abgießen eine Tasse vom Kochwasser aufheben. Den Kohl auskühlen lassen und dann sehr fein schneiden.

Die Knoblauchzehe schälen und in sehr feine Würfel schneiden. Die Peperoni längs halbieren und mit den Kernen in sehr feine Streifen schneiden.

Den Ingwer schälen und mit etwas Salz in einem Mörser zerstampfen. Etwas vom Kohlwasser zugeben.

Das Zwiebel-Kulet mit Grünkohl, Ingwer, Knoblauch und Peperoni vermengen und mit Salz abschmecken. Bei Bedarf mit dem restlichen Wasser etwas verdünnen.


Kürbis-Wot
4 Personen

1/2 kleiner Hokkaido
3 cm Ingwer
1 Zwiebel
Butterschmalz
Meersalz 
Cumin
Kardamom

Für Wots werden in Äthiopien die Zwiebeln traditionell als Kulet zubereitet. Diese Arbeit kann man bereits ein paar Tage vorher machen und das Kulet im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zwiebel schälen und fein würfeln, dann in einem Topf ohne Fett oder Wasser andünsten. Danach immer wieder kleine Schlückchen Wasser zugeben und unter ständigem Rühren andünsten. Die Zwiebel müssen zu einer dicken Paste werden. Dann etwas Butterschmalz zugeben (üblicherweise wird dafür die Gewürzbutter Nit'ir Kibe verwendet). Wer diesem typischen Geschmack näher kommen möchte, kann noch je eine Prise, Cumin, Kardamom und gemahlener Ingwer zugeben.

Die Zwiebel im Butterschmalz etwas anrösten und wieder mehrfach wenig Wasser zugeben und eindicken lassen. Jetzt ist das Kulet fertig und kann, je nach Gericht mit den Gewürzmischungen Berberé oder Erd abgeschmeckt werden. Für diesen Wot kann es ohne bleiben.

Den Ingwer schälen und mit etwas Salz in einem Mörser zerstampfen. Etwas Wasser zugeben.

Cumin und Kardamom in einer trockenen Pfanne rösten und in einem Mörser fein mahlen.

Den Kürbis entkernen und das Fruchtfleisch in kleine Würfel schneiden. Das Zwiebel-Kulet in einem Topf erwärmen und die Kürbiswürfel zugeben und garen lassen. Sobald der Kürbis weich ist, den Ingwer zugeben und mit Salz, Cumin und Kardamom abschmecken.


Pastinaken-Koriander-Dip

4 Portionen

1 große Pastinake (ca. 250 gr.)
Meersalz
Zucker
1 Knoblauchzehe
1/4 Zitrone - Saft
100 gr. griechischer Joghurt
3 EL Olivenöl
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/4 Bund Koriander
Prise Korianderkörner

Die Pastinake schälen und grob würfeln, mit Salz und Zucker marinieren und ca. eine Stunde stehen lassen. Die Knoblauchzehe anschlagen und dazugeben. Das Olivenöl zugeben und mit geschlossenem Topfdeckel bei kleiner Hitze langsam weich dünsten.

In der Zwischenzeit die Korianderblätter mit den zarten Stielen abzupfen und sehr fein schneiden.

Ein paar Korianderkörner in einer trockenen Pfanne rösten und dann fein mahlen.

Die Knoblauchzehe herausfischen und schälen. Pastinake, Joghurt, Knoblauch und Zitronensaft in einen Standmixer geben und sehr fein pürieren. Die Korianderblätter einrühren und mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander abschmecken.


Baba Ghanoush – Auberginenmus

4 Portionen

1 große Aubergine, oder 2 kleine
100 gr. Joghurt
1 EL Tahini
2 Zehen Knoblauch
1 rote Chili
Meersalz 
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1/2 TL geräuchertes Paprikapulver edelsüß
1 EL Olivenöl
1/2 Grapefruit
4 Walnusshälften
2 Stiele Petersilie
1 Stiel Minze

Die Aubergine ringsum mit einer Gabel einstechen. Den Ofen auf 250 Grad vorheizen und die Aubergine ca. 40 Minuten darin backen. Die Haut muss verbrannt aussehen, dann heraus nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Aubergine längs halbieren und das Fruchtfleisch mit einem Löffel ausschaben.

Den Knoblauch schälen, fein würfeln und im Olivenöl anschwitzen. Die Chili längs halbieren und die Kerne auskratzen, dann in feine Streifen schneiden. Den Saft der Grapefruit auspressen.

Das Fruchtfleisch mit Joghurt, Knoblauch, Chili, Olivenöl und Grapefruitsaft sämig pürieren. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken.

Die Walnüsse hacken. Die Kräuter von den Stielen zupfen und in feine Streifen schneiden. Das Auberginenpüree damit garnieren.


Blumenkohl mit Rosen

4 Portionen

1 EL Rosenblütenblätter, etwas mehr für die Deko
1/2 TL Piment
1 halbe Zimtstange
1/2 TL Za'atar
1 Kardamom
2 EL Olivenöl
1 Blumenkohl

Die Zimtstange in Stücke brechen, die Kardamomkapsel aufbrechen und die Kerne entnehmen. Beides zusammen mit dem Piment in einer trockenen Pfanne rösten, etwas auskühlen lassen und in eine Gewürzmühle geben. Die Rosenblätter zugeben und alles fein mahlen.

Den Blumenkohl in feine Röschen zerteilen und in dem Olivenöl goldbraun rösten. Dabei immer wieder umrühren und darauf achten, dass nichts anbrennt. Den Blumenkohl in eine Schüssel geben und mit der Gewürzmischung vermischen.

Vor dem Servieren ein paar zusätzliche Rosenblätter für die Deko untermischen.


Orangen-Karotten-Hummus

4 Portionen

200 gr. Karotten
Meersalz
Zucker
1 Schalotte
1 Knoblauchzehen
2 ELOlivenöl
1 kleine Bio-Orange
1 TL Za'atar
1 TL Cumin
1 TL Tahini
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 EL getrocknete Kichererbsen
Rapsöl
Meersalz
                                                                                      Cayenne
                                                                                     1 Stiel Minze

Die Karotten schälen und in grobe Würfel schneiden, mit Salz und Zucker marinieren und für ungefähr eine Stunde stehen lassen. Die Schalotte schälen und in Streifen schneiden, zu den Karotten geben. Die Knoblauchzehe anschlagen und ebenfalls in das Gemüse geben. Alles mit dem Olivenöl vermengen und bei kleiner Hitze und geschlossenem Topfdeckel dünsten. Wenn das Gemüse gar ist, den Knoblauch heraus nehmen und die Schale entfernen.

Die Schale der Orange fein abreiben und den Saft auspressen. Den Cumin in einer Pfanne trocken rösten und anschließend fein mahlen.

Karotten, Zwiebeln, Knoblauch und Tahini mit dem Orangensaft in einen Standmixer geben und fein pürieren. Das Püree mit Cumin, Salz, Pfeffer und der abgeriebenen Orangenschale abschmecken. 

Die Kichererbsen über Nacht in kaltem Wasser einweichen. Am nächsten Tag abgießen und mit Küchenkrepp gut abtrocknen. Das Rapsöl ein bis zwei Zentimeter hoch in eine Pfanne geben und erhitzen. Die Kichererbsen darin unter Rühren goldgelb und knusprig braten. Herausheben und auf Küchenkrepp abtropfen lassen. Mit Salz und Cayenne würzen. 

Den Hummus mit den Kichererbsen und etwas fein in Streifen geschnittener Minze garnieren.


Chioggia-Gewürz-Salat

4 Portionen

2 Chioggia Beten
1 Knoblauchzehe
1 Schalotte
1/2 Zitrone
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
3 EL Olivenöl
2 Kapseln Kardamom
1/2 TL Cumin

Die Beten schälen und fein raspeln. Die Knoblauchzehe schälen und mit Salz zu einer feinen Paste reiben. Die Schalotte schälen und in feine Streifen schneiden. Bete, Knoblauch und Schalotte mischen.

Die Kardamom-Kapseln öffnen und die Samen herausnehmen. Kardamom mit dem Cumin in einer trocken Pfanne rösten und anschließend fein mahlen.

Saft der Zitrone auspressen und mit Salz, Pfeffer, Zucker, Kardamom und Cumin zu einer cremigen Vinaigrette rühren und mit dem Gemüse zu einem Salat vermengen.


Korianderjoghurt

4 Portionen

1 kleine Zwiebeln (ca. 50 gr.)
Meersalz
200 gr. griechischer Joghurt
4 Stiele Koriander
2 EL Olivenöl
1,5 EL Zitronensaft
Zucker
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
1 TL Schwarzkümmel

Die Zwiebel schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Mit etwas Salz bestreuen und für 15 Minuten ziehen lassen. Die Korianderblätter von den Stielen zupfen, dabei die zarten Stiele mitverwenden und fein schneiden.

Den Joghurt cremig rühren und mit den Zwiebeln und dem Saft, Koriander, einem EL Olivenöl, Zitronensaft und einer Prise Zucker vermischen. Abgedeckt für mindestens eine Stunde kalt stellen und durchziehen lassen.

Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken, mit Schwarzkümmel bestreuen und dem restlichen Olivenöl beträufeln.




Kommentare:

  1. Ein orientalisches Fondue!!! Was für eine geniale Idee. das werde ich dieses Jahr noch testen =)
    Seit ich vor ein paar Jahren von dir den Weihnachtspunsch übrigens getestet habe, koche ich (und meine ganze Familie) ihn jedes Jahr zur Adventszeit. Und alle sind hellauf begeistert davon.

    Liebe Grüße

    Deine sonst eher stille Mitleserin (aber das dafür seit Jahren ;)

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    1. Liebe Ekolabine,
      vielen Dank für Deinen lieben Kommentar. Ich hatte im "echten Leben" viel zu viel um die Ohren, deshalb kommt meine Antwort so spät. Es freut mich sehr, dass es Dir gefällt und noch viel mehr freut es mich, wenn ich eine treue Leserin kennenlerne.

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  2. Das ist toll <3 ich liebe solche Sachen mit zig Schüsselchen auf dem Tisch und dann noch orientalisch...
    Bis jetzt mein Lieblingstürchen ;-)

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    1. Vielen Dank für Dein liebes Kompliment.

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  3. Das sieht alles ganz wunderbar aus. Euch einen entspannten Advent!

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    1. Danke, liebe Petra und hoffentlich ein baldiges Wiedersehen.

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  4. Was für ein geniales Fondue... früher liebte ich Fondue, da ich jedoch seit vielen Jahren kein Fleisch mehr esse, hatte ich noch keine Alternative gefunden, Käsefondue ist mir zu mächtig. Die orientalische Variante klingt super lecker und bietet die Möglichkeit, dass jeder das essen kann, was er möchte. Vielen Dank für diese kulinarische Anregung. Adventsgrüße von Andrea

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    1. Liebe Andrea, vielen Dank. Ja, uns hat es besonders gut gefallen, dass es so abwechslungsreich und für jeden etwas dabei ist.

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  5. Mmmmmmh - eine wunderbare Fondue-Variante - ich liebe diese Art des geselligen Speisens.
    Vielen Dank für die vielen Rezepte.
    Liebe Grüße Birgit

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    1. Sehr gerne und viel Freude beim Ausprobieren.

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  6. Das ist eine großartige Idee! Sehr schön :)

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  7. Das schaut ja herzallerliebst aus (wie ich dir ja auch schon auf Instagram geschrieben habe ;-) )! Dieses Weihnachten und Silvester bin ich ja nicht zuhause... aber wenn ich wieder in Wien bin muss ich das glaube ich zumindest in Teilen nachkochen :-P

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    1. Liebe Franziska,
      ich wünsche Dir, dass Du die Gelegenheit hattest, schon etwas auszuprobieren. Vielen Dank für Deinen schönen Kommentar.

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  8. Ein tolles Fondue und eine rührende Geschichte. Danke liebe Dorothée für dieses wunderschöne Türchen. Ich wünsche dir einen guten Rutsch und viel Glück im Neuen Jahr und ich hoffe auf ein erneutes Wiedersehen!

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    1. Vielen Dank, liebe Zorra. Auf ein Wiedersehen in 2016 hoffe ich auch sehr.

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