Samstag, 12. November 2016

Rezension: Mekong Food von Michael Langoth

Der Mekong ist einer der großen Ströme der Erde und durchzieht sechs südostasiatische Länder. In seinem Kochbuch "Mekong Food" stellt der Autor Michael Langoth die Region kulinarisch vor.


Michael Langoth ist Fotograf, Musiker und Koch. Seit über 30 Jahren betreibt er mit einem Partner das Studio Trizeps in Wien als eine Art kulinarisches Labor. Dort sucht er nach neuen Bildsprachen für die Fotografie von Essen. Er unternahm zwei fünfwöchige Reisen entlang des Mekongs. Seine beiden Töchter, die zu dieser Zeit eine Ausbildung in Fotografie, Foodstyling und Ernährungswissenschaft machten, begleiteten ihn.

Bereits beim schnellen Durchblättern begeistert das Buch mit sehr vielen großformatigen Fotos. Man bekommt einen guten Eindruck von "Land und Leute" und es macht Laune, mehr über die Region erfahren zu wollen. Michael Langoth wollte kein reines Rezept-Kochbuch machen. Er wollte uns wissen lassen, weshalb der Kochstil in dieser Region so ist, wie er ist. Der Mekong ist eine wichtige Lebensader und ermöglicht den Menschen, die an seinem Ufer leben, Fischfang und Landwirtschaft. Bevor die Rezepte vorgestellt werden, erfahren wir etwas über typische Lebensmittel, schwimmende Märkte und übliche Kochtechniken. Mir gefällt dabei sehr gut, dass die erläuternden Texte eher kurz gehalten sind und dafür viele Fotos und Grafiken die Informationen gut vermitteln.

Die Rezeptkapitel widmen sich jeweils einem speziellen Gericht. Dabei werden die einzelnen Bestandteile sorgfältig in Wort und Bild vorgestellt. Daran schließen sich die Rezept-Varianten an. Jedes Rezept wurde mit einem ganzseitigen Foto illustriert. Auf der gegenüber liegenden Seite stehen Zutatenliste und die Zubereitungsanweisung. Der Rezepttext ist sehr ausführlich und gut zu verstehen. Im Fokus der Rezeptkapitel stehen Nudelsuppen (Pho), Frühlingsrollen, Salat (Laap & Yam), Wok-Gerichte und Curry-Gerichte. Den Abschluss bilden Fotos zu "kulinarischen Meisterwerken". Ein alphabetisches Zutaten-Glossar und ein Rezept-Register ergänzen die Rezepte.

Viele Gerichte haben mich sehr angesprochen, sie auszuprobieren. Beim Lesen hatte ich auch den Eindruck, dass sie sehr authentisch sind. Dann viel meine Wahl auf frittierte Frühlingsrollen aus Reispapier. Ich verwende öfters Reispapier, da es glutenfrei ist. Meist stört mich die weiche Konsistenz, aber auf die Idee, sie zu frittieren, bin ich noch nicht gekommen. Ich bin mit dem Nachkochen sehr gut zurecht gekommen und es hat uns ausgezeichnet geschmeckt.


Cha Gio, frittierte Frühlingsrollen



















Fazit:
"Mekong Food" von Michael Langoth ist ein sehr schönes Koch-Lesebuch und -Bilderbuch. Es nimmt den Leser mit auf eine inspirierende Reise. Wer sich auf wenige und authentische asiatische Rezepte konzentrieren und ausprobieren möchte, wird sehr gut angeleitet.

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