Sonntag, 26. April 2015

Blumenkohlsalat mit Safran-Korinthen-Dressing
Zu Gast in Marokko von Rob und Sophia Palmer

Als ich das Buch "Zu Gast in Marokko" in den Händen hielt, wusste ich sofort, dass ich für meine Rezension so eine Art marokkanisches Menü kochen wollte. Eine einsame Vorspeise ist in der orientalischen Küche absolut ungewöhnlich, es kommen immer viele verschiedene Gerichte als Mezze auf den Tisch. Ich war trotzdem sehr zufrieden, da dieser Blumenkohlsalat herrlich geschmeckt hat. Da brauchte es nicht mehr.

Etwas skeptisch war ich Anfangs wegen der Korinthen, doch genau die geben einen geschmacklichen Kick, dass ich beim nächsten Mal noch mehr verwenden würde. Der Salat wird lauwarm serviert, wir haben die Reste auch kalt gegessen und das geht genauso. Wenn man die Blumenkohlröschen mit der Vinaigrette anmacht und das Topping aus Petersilie, Zwiebel und Mandel getrennt aufbewahrt, kann man ihn auch für Gäste gut vorbereiten.

Sehr glücklich bin ich über meine marokkanische Keramik, die ich mir in vielen Jahren angesammelt habe. Bei solchen Gerichten stelle ich sie immer besonders gerne auf den Tisch.




für 4 Personen als Vorspeise oder als große Portion auf einer Mezze-Tafel

500 gr. Blumenkohl in Röschen zerteilt
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Bund Petersilie
50 gr. Mandeln

Safran-Korinthen-Dressing:
1,5 TL Safranfäden
3 EL Olivenöl
2 EL Rot- oder Weißweinessig
2 EL Korinthen
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Den Backofen auf 190 Grad vorheizen. Den Blumenkohl in größere Röschen zerteilen und in eine passende Auflaufform legen. Die Röschen sollten nicht übereinander liegen. Das Öl über den Röschen verteilen und gut vermischen. Die Auflaufform für ca. 20 Minuten in den Ofen geben.

In der Zwischenzeit die Safranfäden in eine kleine Schüssel geben, etwas Salz zugeben und mit einem Löffelrücken etwas zerreiben. Einen EL kochendes Wasser zugeben und den Safran verrühren. Etwas abkühlen lassen, dann Essig und Olivenöl einrühren und die Korinthen darin einweichen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Die Petersilienblätter abzupfen und fein hacken. Die Mandeln bei Bedarf schälen, in einer trockenen Pfanne rösten und grob hacken. Alles in einer Schüssel mischen.

Der Blumenkohl sollte noch einen leichten Biss haben. Dann aus dem Ofen nehmen, die Vinaigrette durchrühren und über den Blumenkohl geben. Alles vermischen und auf eine Platte geben. Das vorbereitete Topping darauf geben und mit Olivenöl beträufeln. Sofort servieren.


Mischung beiseitestellen und vor der Verwendung erneut umrühren.




Zu der würzigen Süße der Vinaigrette mit dem Safran und den Korinthen habe ich diesmal ganz mutig zu einem Süßwein gegriffen. Die Weine von der österreichischen Winzerin Heidi Schröck kenne ich schon länger und besonders gut gefällt mir, dass die Weine nicht klebrig süß sind. Sie kontern immer noch mit etwas Säure. Ein ganz großer Fan bin ich auch von den aktuellen Etiketten, die nicht nur sehr attraktiv sind, sondern auch gleich Orientierung für das Foodpairing bieten. Die Abbildung der Honigmelone hat mir den Weg gewiesen und ich würde immer wieder die Beerenauslese zu diesem Gericht kombinieren. Das war ein echter Glücksgriff.




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