Freitag, 10. Oktober 2014

Jakobsmuscheln mit Tintenfisch, Kartoffelpüree
und Wasabi, Orangenreduktion

Meeresfrüchte in Kombination mit Kartoffelpüree und Wasabi sind eine sehr feine Kombination. So ähnliche Gerichte habe ich schon öfter gekocht und jetzt, wo es so richtig Herbst wird, steigt meine Kartoffelpüree-Begeisterung täglich.

Als ich in dem Buch "Berlin: Das Sommerkochbuch - Die Stadt kocht" geblättert habe, um geeignete Rezepte für die Rezension zu finden, entdeckte ich dieses Gericht als erstes. Ich hatte gleich Lust darauf und bin einkaufen gegangen.

Das Rezept ist genau nach meinem Geschmack. Gut gefällt mir auch, dass es in vernünftige Arbeitsschritte zerlegt werden kann und so auch noch nach einem Arbeitstag schnell auf den Tisch kommt. Am besten fängt man gleich mit der Orangenreduktion an. Die reduziert sich ganz von alleine, während man die Kartoffeln kocht. Ich habe keinen Stampf daraus gemacht, wie das Originalrezept vorsieht, weil mir die feine Struktur eines Pürees dafür passender erschien.

Die Jakobsmuscheln und der Tintenfisch sind am Schluss schnell gebraten und das Püree lässt sich im Topf gut warmhalten. Zum Anrichten habe ich noch ein paar sehr kleine Blätter der Kapuzinerkresse aus dem Garten geholt.

Es hat viel Spaß gemacht, das Kochen und das Essen.




für 2 Personen

6 Jakobsmuscheln
6 Baby-Tintenfische
Butterschmalz
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle

Die Jakobsmuscheln leicht salzen und in einer Pfanne mit heißem Butterschmalz von beiden Seiten kurz braten. Die Baby-Tintenfische mit Salz und Pfeffer würzen und auf dem Kontaktgrill von beiden Seiten ca. 2 Minuten grillen. Anschließend zu den Jakobsmuscheln in die Pfanne geben und anschwenken.


Kartoffelpüree und Wasabi:
400 gr. mehlige Kartoffeln
4 MSP Wasabi
75 gr. Butter
150 ml Milch
Meersalz

Die Kartoffeln schälen, gar dämpfen und durch die Kartoffelpresse drücken. Die Kartoffelmasse anschließend durch ein Sieb streichen. Das Wasabipulver in der erwärmten Milch  auflösen und mit der Butter zum Kartoffelpüree geben. Vorsichtig verrühren und mit Salz abschmecken.


Orangenreduktion:
75 ml Orangensaft
150 ml trockenen Weißwein
5 ml Zitronensaft
½ TL Kreuzkümmel
Meersalz
Pfeffer

Den Weißwein zur Hälfte reduzieren, dann Orangensaft und Zitronensaft zugeben und erneut zur Hälfte reduzieren. Die Reduktion mit Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer abschmecken.




Der Teller ist aus der schönen Serie À LA PLAGE von ASA-Selection

Zu diesem feinen Gericht passt natürlich ein schöner Weißwein sehr gut. Wir haben uns dazu einen Fürstenberg von unseren Winzerfreunden Dalgaard & Jordan gegönnt. Das ist ein Mittelrhein-Riesling aus dem Oberdiebacher Fürstenberg, der mit seinen leichten Zitrusaromen und dem mineralischen Schiefer gut dazu passt.



Kommentare:

  1. Ein köstlich ausschauender Teller, sehr sehr schön angerichtet und fotografiert. Und die Zutaten sind ganz nach meinem Geschmack. Wenn jetzt noch eine frische Wasabi-Wurzel zur Hand wäre.....

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    1. Ja, liebe Sabine - daran scheitert es meistens :-).
      Ich habe mir in Wien ein Wasabipulver bei Kim gekauft. Da steht Wasabi drauf und es hat auch eine andere Farbe, als die anderen Pulver. Ob es echt ist, weiß ich nicht. Aber zumindest schmeckt es uns.

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  2. Das Gericht gab es heute als Vorspeise, allerdings ohne Tintenfisch. Ich habe 3 Teel. Wasabi ins Kartoffelpüree gemischt, da der Meerrettich Geschmack kaum zu bemerken war. Ob es am Wasabipulver oder an den Rieser Kartoffeln lag kann ich nicht sagen, jedenfalls hat uns allen das Gericht geschmeckt. Danke fürs posten.

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    1. Das freut mich sehr, dass Du es schon ausprobiert hast. Weshalb es so ist, weiß ich nicht, aber es ist einfach so, dass Wasabi (oder was immer im Pulver ist) seinen Geschmack nur entwickelt, wenn man es in Flüssigkeit löst. Ich habe es auch schon direkt an ein Püree gegeben und es hat nach nichts geschmeckt.

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    2. Ich habe das Wasabipulver in die Milch eingerührt. Da ich beim ersten aufschlagen des Pürees etwas zu wenig Flüssigkeit beigegeben hatte, konnte ich nachwürzen. Ich hatte noch Datteltomaten zu Ofentomaten gemacht und mit serviert

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