Montag, 18. Dezember 2017

Überbackene Kartoffeln mit Kürbistatar aus Vegetarische Winterküche von Paul Ivic

Meine Kochbuch-Rezensionen versuche ich sinnvoll in meinen Alltag zu integrieren, sonst würde ich es zeitlich gar nicht schaffen. Beim Blick auf den Hokkaido-Kürbis, der immer noch auf der Fensterbank wohnte, war klar, dass dieses Rezept aus dem zweiten Kochbuch von Paul Ivic, der vegetarischen Winterküche, ideal wäre.

An seiner vegetarischen Küche gefällt mir grundsätzlich die Raffinesse - leider sind einige Rezepte für uns nicht möglich, da mein Mann eine Gluten-Intoleranz hat. Die Verwendung von Teig und die zusätzliche Knusper-Komponente halte ich gerade für diese Küche für wichtig und interessant. Deshalb habe ich mich so über die überbackenen Kartoffeln mit Kürbistatar gefreut, da das Gericht unterschiedliche Konsistenzen hat und ohne Gluten auskommt.

Das Nachkochen ging mir leicht von der Hand und das Resultat hat uns sehr gut geschmeckt. Ich würde das jederzeit auch als Hauptgang für Gäste in einem Winter- oder Herbst-Menü servieren. Eine kleine, aber wesentliche, Änderung am Rezept gebe ich Euch gerne mit. Wie man auf dem Foto sieht, kippen die Kartoffeln auf die Seite. Da kann man leicht Abhilfe schaffen, indem man auf der Unterseite der Kartoffeln eine ganz dünne Scheibe abschneidet. Dann stehen sie schön gerade.

Meine Rezension könnt Ihr hier nachlesen.




für 4 Personen

Kartoffeln:
Walnußöl
4 große mehlige Kartoffeln
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
4 Zweige Zitronenthymian
4 Lorbeerblätter
8 dünne Scheiben Bergkäse
40 gr. Pinienkerne
1 Schale Kresse
Alufolie

Kürbistatar:
180 gr. Hokkaido Kürbis
2 unbehandelte Limetten
1 rote Zwiebel
50 ml Apfelsaft
2 EL Zucker
10 gr. Feine Kapern
1 Schuss milder Apfelbalsam
Meersalz
schwarzer Pfeffer aus der Mühle


Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Vier Stück Alufolie mit Walnussöl bestreichen und die beölte Fläche salzen. Die Kartoffeln aufsetzen, salzen und pfeffern und mit jeweils einem Zweig Zitronenthymian und einem Blatt Lorbeer fest in die Alufolie wickeln. 60 bis 90 Minuten im Ofen sehr weich garen.

In der Zwischenzeit den Kürbis entkernen und fein würfeln. Die Schale von einer Limette abreiben. Beide Limetten schälen und filetieren, die Filets dann in kleine Würfel schneiden. Den dabei entstehenden Saft auffangen.

Die Zwiebel schälen, fein würfeln und mit Limettensaft, Apfelsaft und Zucker in einen kleinen Topf aufkochen. Die Kürbiswürfel, Kapern, Limettenschale und -filets sowie den Essig zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen und ca. 2 - 4 Minuten kochen, dann von der Hitze nehmen und bis zum Servieren ziehen lassen.

Wenn die Kartoffeln weich sind, das stellt man am besten fest, wenn man mit einem Messer hinein sticht und es sich leicht wieder herausziehen lässt, aus dem Ofen nehmen. Die Temperatur auf 200 Grad erhöhen. Die Kartoffeln aus der Folie nehmen, halbieren und auf der Unterseite einen sehr dünne Scheibe abschneiden, damit sie Stand haben.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Kartoffelhälften mit der Schnittfläche nach oben darauf legen. Die Kartoffeln kräftig pfeffern, mit dem Käse belegen und im Ofen ca. fünf Minuten überbacken, bis der Käse geschmolzen ist. Währenddessen die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett rösten.

Überbackene Kartoffeln mit dem Kürbistatar und den Pinienkernen anrichten und mit Kresse bestreuen.



1 Kommentar:

  1. Mhh, das tönt super fein. Wir lieben Kürbis und Kartoffeln. Vielen Dank für die Inspiration!
    Liebe Grüsse aus der Schweiz

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