Sonntag, 23. August 2015

Streetfood & Sambal: Javanische Bällchen
mit scharfer Tomatensauce

Es ist schon zu einer schönen Tradition geworden, dass Claudia von Dinner um Acht in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Buchmesse ein kulinarisches Blog-Event durchführt. Das Thema wird immer vom jeweiligen Gastland bestimmt und das ist in diesem Jahr Indonesien.

Claudia hat sich dazu etwas besonders ausgedacht und sucht indonesische Streetfood-Rezepte. Ehrlich gesagt, stehe ich mittlerweile mit diesem Streetfood-Gedöns etwas auf Kriegsfuß und habe lange gebraucht, bis ich die richtige Inspiration hatte. Zumindest wird im asiatischen Raum Streetfood noch in der ursprünglichen Idee gelebt. Schnelles, leckeres Essen auf der Straße, damit man tagsüber ohne großen Aufwand etwas in den Magen bekommt. Was bei uns daraus gemacht wird, ist eher, sagen wir mal: "seltsam"!

Die Javanischen Bällchen bestehen hauptsächlich aus Rinderhack und mehligen Kartoffeln. Gebunden wird das Ganze mit einem Eigelb. Und das ist das eigentlich geniale daran, es braucht kein Mehl und somit sind sie glutenfrei. Sie haben mir nicht nur geschmacklich, sondern auch ganz besonders wegen der Konsistenz gefallen. Außen sind sie leicht knusprig und innen ganz weich. Ich frittiere ja sehr gerne, besitze aber keine Fritteuse, weil ich diese Mengen an Fett, die man dafür braucht, ablehne. Ich frittiere immer schon wie die Asiaten in einem kleinen Topf oder in einem Wok. Dazu nehme ich bevorzugt Rapsöl. Frittieren für Gäste ist immer etwas nervig und deshalb habe ich vor Jahren schon Methoden entwickelt, wie man das vereinfachen kann. Die Bällchen eignen sich auch perfekt dazu. Ich habe sie am Vormittag gemacht und frittiert. Aber, ich habe sie nicht zu Ende frittiert, sondern so bei 2/3 der notwendigen Zeit wieder aus dem Öl geholt und abtropfen lassen. Dann muss ich sie, vor dem Servieren, nur noch kurz frittieren und sie kommen heiß und knusprig zu den Gästen.




Für 2 Personen als Hauptmahlzeit oder 4 Personen als Vorspeise
ergibt ca. 40 kleine Bällchen

Javanische Bällchen
250 gr. mehlig-kochende Kartoffeln
Meeralz
2 Schalotten
2 Knoblauchzehen
1 Daumen groß frischen Ingwer
250 gr. Rinderhack
1 Eigelb
1 TL Palmzucker
1 TL Kecap manis
1/2 TL Sambal Olek
1 TL gemahlener Koriander
1/2 TL gemahlene Muskatnuss
1/2 TL gemahlener Zimt
Meersalz
Rapsöl

50 gr. Kokosraspel
50 gr. Erdnusskerne

Scharfe Tomatensauce
175 gr. Tomaten
1 Knoblauchzehe
1 rote Thai-Chili
1 Stängel Koriander
Meersalz


Javanische Bällchen
Die Kartoffeln waschen, schälen und vierteln. Dann in Salzwasser dämpfen und, wenn sie weich sind, gut ausdämpfen und abkühlen lassen.

In der Zwischenzeit Schalotten, Knoblauch und Ingwer schälen und in sehr fein Würfel schneiden. Die kalten Kartoffeln durch die Presse drücken. Dann die Gewürze, das Hackfleisch und das Eigelb zugeben und mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig kneten. Den Palmzuckerblock bei Bedarf auf einer Reibe zerkleinern.

Den Teig in walnussgroße Bällchen formen. Das Rapsöl erhitzen und die Bällchen portionsweise knusprig frittieren. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen.

Parallel in einer beschichteten Pfanne die Erdnüsse und die Kokosraspeln bei kleiner Hitze goldbraun rösten.


Scharfe Tomatensauce
Die Unterseite der Tomaten über Kreuz einritzen. Die Tomaten in eine kleine Schüssel geben und mit kochendem Wasser überbrühen. Sobald sich die eingeritzte Haut leicht löst, die Tomaten herausnehmen und abkühlen lassen. Die Haut abziehen und die Tomaten in sehr feine Würfel schneiden.

Die Chilischote längs halbieren, die Kerne entfernen und dann in feine Würfel schneiden. Den Knoblauch schälen, mit der Breite des Messer anschlagen und dann grob hacken. Die Knoblauchstücke salzen und mit dem Messer zu einem Mus verreiben.

Die Korianderblätter von den Stielen zupfen, dabei die zarten Stiele an den Blättern mitnehmen. Alles fein hacken. Alle Zutaten vermengen und mit Salz abschmecken.


Die Javanischen Bällchen mit den gerösteten Nüssen und der Tomatensauce servieren.
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Das ist mein Beitrag zum Blog-Event Streetfood & Sambal

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1 Kommentar:

  1. (mal wieder) ein sehr schönes Rezept von dir!
    Bei dir findet man immer tolle Dinge. Es freut mich, dass du dir die Zeit nimmst, all das mit uns zu teilen.
    LG, Christina

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