Montag, 7. September 2015

Sushi-Quinoa-Bällchen mit Meerrettichdip
Sebastian Copien: Die vegane Kochschule

Dieses Gericht aus  "Die vegane Kochschule" von Sebastian Copien hat mich beim Durchblättern sofort angesprochen. Deshalb kam es gleich in die Rezept-Auswahl für meine Rezension. Mit Quinoa stehe ich etwas auf Kriegsfuß. Ich esse ihn nicht so gerne, habe aber immer einen im Vorrat, da er glutenfrei ist. Mir gefiel die Idee, den Quinoa mit Reis zu mischen und daraus Sushi mit Gemüse zu machen. Sehr neugierig war ich auch auf die Nori-Flocken und wie sie am Bällchen haften würden. Ich muss gleich zugeben, dass ich keine Nori-Flocken bekommen habe und deshalb einfach die normalen Nori-Blätter gekauft und gemahlen habe. Das hat prima funktioniert.

Um das Gericht glutenfrei zu gestalten, habe ich die Sojasauce mit Tamari ersetzt. Darin wird geriebener Meerrettich verrührt. Was für eine gute und konsequente Idee. Bei uns ist richtiger Wasabi kaum zu bekommen und so besteht der Wasabi zumeist aus Merrettich. Da kann man ihn ja gleich direkt verwenden. Ich habe eine eingefrorene Meerrettichwurzel aus dem Garten im Tiefkühler. So kann ich immer auf frischen Meerrettich zurückgreifen.

Dieses Rezept macht etwas Arbeit, aber es lohnt sich sehr. Die Marinade sorgt für einen excellenten Geschmack und das Gemüse für Frische. Übrige Gemüsewürfelchen habe ich einfach extra dazu serviert.




für 3 bis 4 Portionen

Sushi-Quinoa-Bällchen:
130 gr. Sushi-Klebreis
50 gr. hellen Quinoa
1/2 Avocado
1/2 rote Paprikaschote
1 Stück Gurke, ca. 10 cm lang
Meersalz
4 Nori-Blätter

Marinade:
1 Stück Ingwer, etwa fingerkuppengroß
4 EL Reisessig
1 EL Mirin
2 EL Rohrohrzucker
2 TL Salz
1 TL Kartoffelmehl

Meerrettichdip:
2 TL Reisessig
1 Stück Meerrettich, etwa fingerkuppengroß
5 EL Tamari

Den Quinoa in kaltem Wasser einweichen und dann weich kochen, auf einem Sieb abtropfen lassen. Den Reis mit 225 ml Wasser, mit geschlossenem Topfdeckel, einmal aufkochen lassen. Von der heißen Platte ziehen und rund 15 Minuten ziehen lassen. Quinoa und Reis offen bei 80 Grad Umluft in den Ofen geben und die einen Kochlöffel in die Türe klemmen. Reis und Qunioa sollen so ausdampfen, damit sie sehr trocken sind. Das ist notwendig, damit die Bällchen nicht zerbrechen.

Den Ingwer schälen und längs in zwei mm dünne Scheiben schneiden und mit Reisessig, Mirin, Rohrohrzucker, Salz und acht EL Wasser in einen Topf geben. Einmal aufkochen lassen und bei geringer Hitze köcheln lassen, bis die Flüssigkeit um die Hälfte reduziert ist. Die Kartoffelstärke in kaltem Wasser auflösen und in die heiße Flüssigkeit zur Bindung einrühren. Den Topf vom Herd nehmen und die Mischung ziehen lassen. Dann den Ingwer aus der Marinade nehmen und fein würfeln.

Sushireis und Quinoa mit der Marinade vermengen und etwas abkühlen lassen.

Die Paprikaschote in Segmente schneiden und Samen und Scheidewände entfernen. Die Avocado und die Gurke schälen. Avocado, Paprika und Gurke fein würfeln. Etwas Reis in die leicht befeuchtete Hand nehmen und zu einer flachen Scheibe drücken. Einige Gemüsewürfel in die Mitte geben und mit Salz würzen. Das geht am einfachsten mit einem Salzstreuer. Das Gemüse mit dem Reis umhüllen und ein festes Bällchen formen.

Die Nori-Bätter in grobe Stücke schneiden und in einer Moulinette zu Flocken mahlen. Die Nori-Flocken auf einen Teller geben und die Bällchen darin wälzen, bis sie komplett davon überzogen sind.

Den Meerrettich fein reiben und mit Tamari und Reisessig verrühren.

Die Bällchen mit dem Dip servieren. Sie können bereits einen Tag vorher zubereitet werden und müssen im Kühlschrank aufbewahrt werden.








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