Freitag, 30. August 2013

Einwecken mit Franzi Schweiger und Oma

Wer mich nur ein bisserl kennt, der weiß, dass Einmachen einfach mein Thema ist. Egal, ob das Obst und Gemüse aus dem Bürogarten oder aus den Gärten von Freunden kommt, bei mir kommt es immer ins Glas und immer pikant.

Sicher könnt Ihr Euch meine große Freude vorstellen, als ich von "Deutschland - mein Garten" zu einem Einmach-Event mit Franzi Schweiger eingeladen wurde. Franzi und ihr Mann Andreas Schweiger haben sich in ihrem kleinen Restaurant Schweiger2 in die Herzen der Münchner gekocht. Auch die Gastro-Kritiker konnten sie überzeugen und seit 2009 wird ihre Arbeit mit einem Michelin-Stern gewürdigt.

Die Fahrt ging nach Rosenheim direkt in die Küche und in den Garten von Franzis Oma. Claudia von "Dinner um Acht" war so lieb und hat mich hingefahren. Bereits im Auto haben wir von nichts anderem gesprochen und waren schon leicht aufgeregt. Am Ort des Geschehens angekommen wurden wir von Franzis Mama und Franzis Oma so herzlich empfangen, als ob wir schon Jahre zur Familie gehören.

Kurz danach lernten wir noch Lisa und Rickie von "Blogschokolade und Butterpost" und Marie vom Pressebüro, die uns eingeladen hatte, kennen.

Andi und Franzi Schweiger sind Botschafter von Deutschland mein Garten. Mit dieser Verbraucherkampagne möchte die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse e.V. unser Bewusstsein wecken, dass hier in Deutschland wunderbares Obst und Gemüse angebaut wird. Es ist nicht notwendig aus allen Teilen der Welt solche Produkte einfliegen zu lassen. Bei Beachtung von Regionalität und, sehr wichtig, Saisonalität haben wir hohe Qualität und viel Abwechslung auf dem Teller.

Die bezaubernde Gastgeberin und ihr Mann sind bei dieser Aktion aus vollem Herzen dabei. Franzi ist es wichtig, dass wir vor der Haustüre schauen und im Winter keine Erdbeeren haben wollen. Sie, die im ländlichen Umfeld aufgewachsen ist, unterstützt liebend gerne regionale Bauern. Auf der Homepage von "Deutsches Obst und Gemüse" findet Ihr jede Menge Rezepte von Franzi und Andi. Dabei war es ihnen wichtig, dass die Rezepte kurz und knackig sind und schnell umzusetzen. Eben alltags-taugliche Rezepte, auch wenn es mal schnell gehen muss. Schaut mal rein, es gibt auch jede Menge Informationen und Tips zu den einzelnen Gemüse- und Obstsorten und einen hilfreichen Saisonkalender. Das gefällt mir so gut, dass Ihr den Link ab sofort auch auf meinen Reiter "Kulinarischer Kalender" finden werdet.

Daheim, in Omas riesigem Garten, wächst alles, was das Herz begehrt. Egal ob Kräuter, Salat, Tomaten, Gurken, Kohlsorten, Fenchel, Zwetschgen, Äpfel und noch viel mehr, überall spürt man die liebevolle Pflege, die hauptsächlich von Franzis Vater übernommen wird. Wer das probieren will, der kann das im Schweiger2 oder bestellt sich etwas aus dem Feinkostsortiment, wo es auch ein Blütensalz mit handgepflückten und getrockneten Blüten von Oma gibt.

Der perfekte Start fand natürlich gleich im Garten an. Er ist kein kleines Paradies, er ist ein riesengroßes Paradies und wir haben sichtlich gespürt, wie wohl sich Franzi dort fühlt und wie sehr sie den Garten und seine natürlichen Schätze liebt.

Zurück in Omas Küche, nach dem kleinen Rundgang im Garten, wurden die Gurken eingeweckt. Das war schon vorher mein Lieblingsrezept, da ich Gurken sehr liebe. Sie kamen nicht nur geschält, entkernt und mit einem würzigen Sud begossen ins Glas. Sie wurden mit Kräuter und Zwiebeln zu einem Kunstwerk gestaltet. Bei Claudia findet Ihr Franzis tolles und einfaches Rezept dafür.
Auf die Verarbeitung des riesigen Muskatkürbis war ich besonders gespannt, er sollte zu einem Kürbis-Aprikosen-Chutney werden. Das ist natürlich mein Thema :-) . Mich hat es gefreut, dass Franzi es anders macht als ich, da konnte ich wieder etwas lernen. Und besonders gefreut habe ich mich über das "elektrische Geraspel". Bis jetzt dachte ich immer, das würde man schmecken. Nein, es schmeckt köstlich und man spart sich viel Arbeit. Wenn die Kürbisse aus dem Bürogarten kommen, mache ich es auch mal so.
Die schönen Birnen kamen geviertelt mit Tahitivanille, Zimtstange und einem leichten Läuterzucker ins Weckglas. Danach wurden sie, wie alle Gläser an diesem Tag, im Backofen eingeweckt. Das geht schnell und ist unkompliziert. Beim fertigen Birnenkompott sieht man genau das, was Franzi meint: "Man weckt kleine Glücksmomente ein und kann sich jeden Tag über den Vorrat im Regal freuen."

Für die Zwetschgen hat sich Franzi ein witziges Marmeladen-Rezept ausgedacht. Sozusagen all-in, mixen, ins Glas, einwecken, fertig. Das genaue Rezept stelle ich Euch morgen vor. Es wird nach 2,5 Jahren Zeit, dass es auch mal eine Marmelade in den Blog schafft.

Die leeren Gläser waren gefüllt mit köstlichen Schätzen und unser Tag ging leider langsam zu Ende. Zum Abschluss mussten wir natürlich noch auf diesen wunderschönen Tag anstossen. Es hat soviel Spaß gemacht und ich habe das Zusammensein mit so vielen lieben Menschen sehr genossen.

Den Abschied hat uns Franzi noch mit ihrer neuesten Leidenschaft versüsst: Kuchen im Glas von Municakes. Der hat auch genauso geschmeckt, wie er aussieht: einfach köstlich. Besonders gespannt bin ich schon auf die glutenfreien Varianten. Damit würde ich so gerne Herrn bushcook eine Freude machen.

Garten und Kochen ist eine sehr alte und natürliche Kombination, die immer mehr zum Trend wird. In der Spitzengastronomie geht es schon lange nicht mehr darum, nur sehr edle Produkte wie exemplarisch Hummer oder Kaviar auf den Tisch zu bringen. Gemüse ist der neue Star, dazu gehört bestimmt das Bewusstsein, wir sollten weniger Fleisch essen, aber auch die unendliche Vielfalt. Mir fällt es schon länger auf, dass Köche auch ihre eigenen Gärten haben und dort für ihr Restaurant anbauen.

Endlich habe ich auch ein Buch gefunden, das solche Köche und ihre Gärten vorstellt. Der Garten von Franzis Oma wird dort ebenso porträtiert, wie die Gärten von Jean-Marie Dumain, Kolja Kleeberg, Johann Lafer, Lea Linster, Johanna Maier und noch einigen mehr.





Kommentare:

  1. Gemüse ist der neue Star! Damit ist alles gesagt.
    Wenn ich die Gläschen sehe, dann bekomme ich schon wieder Lust aufs Einmachen. Es war ein toller Tag!
    Und danke für den Hinweis auf dieses Kochbuch.

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    1. Bitte gerne, in dem Buch werden die Gärten vorgestellt. Es ist also kein Kochbuch im eigentlichen Sinn.

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