Mittwoch, 28. August 2019

Pasta mit zarten Kürbisblättern aus Sizilien in meiner Küche von Cettina Vicenzino

Mit Nudelgerichten tue ich mich immer schwer, da ich sie in zwei Varianten kochen muss. Ich könnte natürlich auch glutenfreie Nudeln essen, aber mir gefällt die Konsistenz nicht. Als ich diese Nudelsauce mit Pancetta, Kürbisblättern und -blüten in dem aktuellen Kochbuch "Sizilien in meiner Küche" von Cettina Vicenzino sah, da wollte ich sie unbedingt probieren. Die Sauce hat so einen schönen Geschmack, da lohnte sich auch die Mühe, zuerst die glutenfreien Nudeln in der Pfanne zu schwenken, sie herauszufischen und im Rest der Sauce dann die normalen.

Meine Rezension ist hier nachzulesen.


Die Verwendung von Kürbisblüten in der Küche war mir bekannt, aber Kürbisblätter war neu für mich. Man verwendet dafür die zarten jungen Blätter an den Trieben und ich hatte reichlich davon. Heuer haben wir erstmals einen Muskatkürbis angepflanzt und der ist völlig durchgedreht und hat sich im gesamten Garten ausgebreitet. Da konnte er ruhig ein paar Blüten und Blätter abgeben.


Pancetta, der luftgetrocknete Bauchspeck und das Tomatenmark geben der Sauce einen starken und würzigen Geschmack. Trotzdem kommt das zarte Kürbisaroma von den Blättern und Blüten noch durch. Uns hat dazu ein schöner trockener Riesling aus dem Rheingau von unseren Freunden vom Weingut Dalgaard & Jordan gut gefallen.


für 2 Personen

Olivenöl
2 Knoblauchzehen
100 gr. Pancettascheiben
3 EL Tomatenmark
Pul Biber (Pepperoniflocken)
schwarzer Pfeffer aus der Mühle
Meersalz
4 Stiele Basilikum
grobes Meersalz
200 gr. Nudeln, bevorzugt kurze Sorten
eine große Handvoll zarte, junge Kürbisblätter
ca. 10 Kürbis- oder Zucchiniblüten
50 gr. junger Pecorino
3 EL geriebener Pecorino, gerne älter

Die Knoblauchzehen schälen und in feine Scheiben schneiden. Die Pancettascheiben aufeinander legen und zuerst in Streifen und dann in Würfel schneiden. Die Basilikumblätter von den Stängeln zupfen und grob zerreißen. Die Kürbisblätter grob zerreißen und von den Blüten auch nur die zarten gelben Blüten abreißen und etwas zerkleinern. Den jungen Pecorino in sehr feine Würfel schneiden und den alten Pecorino reiben. 500 ml heißes Wasser vorbereiten.

In einer weiten Pfanne 2 - 3 EL Olivenöl erhitzen und die Knoblauchscheiben und Pancettawürfel darin leicht anbraten. Das Tomatenmark dazugeben und ebenfalls leicht anrösten und mit dem heißen Wasser ablöschen. Die Sauce mit Pul Biber und Meersalz abschmecken und das Basilikum dazugeben. Alles für ca. 10 bis 15 Minuten einköcheln lassen.

Einen großen Topf mit Wasser aufsetzen und aufkochen lassen. Dann das grobe Meersalz einstreuen und die Pasta dazugeben. Die Nudeln etwas kürzer kochen, als es notwendig ist, da sie noch in der Pfanne mit der Sauce nachziehen werden. Kurz vor dem Kochende die Kürbisblätter und -blüten dazugeben und vorsichtig unterrühren. Die Pasta mit den Kürbiszutaten abgießen und etwas Kochwasser auffangen.

Die Pasta mit den Kürbiszutaten und dem jungen Pecorino in die Sauce geben und alles gut durchmischen und für ca. eine Minute zusammen köcheln lassen. Bei Bedarf mit Salz und Pul Biber abschmecken. Die Konsistenz des Gerichts sollte leicht flüssig sein. Falls notwendig, etwas von dem Kochwasser unterrühren.

Alles auf zwei Tellern anrichten, mit dem geriebenen Pecorino bestreuen und etwas Olivenöl beträufeln. Nach Vorliebe kann das Gericht auch noch mit etwas Basilikum und zerrissenen Blüten dekoriert werden.





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