Freitag, 15. Januar 2016

Gourmet-Tage in Kühlungsborn an der Ostsee

Wenn mir vor einiger Zeit jemand gesagt hätte, ich verbringe einen kleinen Urlaub in Deutschland am Meer und das im November, dann hätte ich mich sehr darüber gewundert. Weder die Ostsee, noch November waren jemals in meinem Fokus. Trotzdem hat die Neugierde gesiegt, als wir die Gelegenheit bekamen, die Gourmet-Tage in Kühlungsborn zu besuchen. Dieses Festival fand 2015 bereits zum 14. Mal statt.


Wir wohnten direkt am Meer, im Schloss am Meer, dessen Name sehr treffend gewählt ist. Die frisch renovierte Jugendstil-Villa liegt direkt am Strand und gehört zu einem eleganten Villen-Ensemble rund um das Hotel Hansa-Haus.


Das Wetter war durchwachsen und der Wind blies uns ganz ordentlich um die Nase. Sobald die Sonne da war, erstrahlte alles in einem unglaublichen Licht, wie ich es sonst noch nirgendwo erlebt habe. Diese Kombination aus leerem Strand am Meer, lichtdurchfluteten Farben und schöner Architektur hat uns sehr begeistert und zu manchem Spaziergang eingeladen.


Das Frühstücksbuffet im Hansa-Haus lies keine Wünsche offen, sogar glutenfreies Brot wurde angeboten. Besonders gut gefallen hat mir die Karte mit den Eierspeisen, die frisch zubereitet werden. Das umfangreiche und hochwertige Frühstücksbuffet mit bis in die Mittagsstunden angeboten. Damit können auch Langschläfer vor dem Frühstück noch einen Strandspaziergang machen. Alleine der Meeresblick aus den großen Fenstern ist schon ein Grund lange beim Frühstück sitzen. Auch die Qualität von Brot, Gebäck, Wurst, Käse, Marmelade, Fisch, Obst und kleinen Speisen verführt zu einem ausgiebigen Frühstück.


Das Ostseebad Kühlungsborn ist durch den Zusammenschluss der Orte Brunshaupten (heute Kühlungsborn-Ost) und Arendsee (Kühlungsborn-West) 1938 entstanden. In seiner Mitte befindet sich eine große grüne Lunge, der Kühlungsborner Stadtwald. So verfügt es heute über zwei Stadtzentren, die durch die Ostseeallee verbunden sind. Dort reihen sich Hotels, Restaurants und Läden aneinander. Die meisten Veranstaltungen der Gourmet-Tage finden dort statt. Es gibt eine Buslinie, mit der man bequem von Ort zu Ort kommt oder man fährt mit den freundlichen Taxifahrern, die man bald alle kennt und so noch mehr vom Leben in Kühlungsborn erfährt. Der Westen ist ruhiger und lädt zum Ausspannen und Entschleunigen ein, also ideal für einen Genuss- und Wellness-Urlaub.



Kühlungsborn bietet das ganze Jahr ein abwechslungsreiches Programm für Urlauber an. Der November ist dem Thema Genuss gewidmet. Im Nachhinein betrachtet ist das für mich sehr stimmig, da zu Genuss auch die Muse gehört, ihn zu zelebrieren. Dafür bietet Kühlungsborn die optimalen Voraussetzungen. Der Ort ist noch "in Betrieb" und fühlte sich zu keinem Zeitpunkt ausgestorben an. Die Feriengäste belebten den Ort, ohne dass es voll, laut oder hektisch war.

Unter dem Motto "Kühlungsborn kocht" finden den ganzen November verschiedene kulinarische Veranstaltungen statt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Wochenenden. Während unseres Aufenthalts am letzten November-Wochenende von Freitag bis Sonntag konnten wir uns einen sehr guten Überblick über die vielfältigen Angebote der teilnehmenden Restaurants verschaffen.

Bei so einem Kulinarik-Festival möchte natürlich jeder Küchenchef zeigen, was er kann. Dafür sind die Themenabende der ideale Rahmen. Im Gasthaus des renommierten Spitzenkochs Tillmann Hahn traf sich die Chaine de Rôtisseur, um ein Menü rund um die Gans zu genießen.

(Link zum Detail-Bericht)










Fester Bestandteil des Programms sind die Workshops, die von jedem Restaurant angeboten werden. Die Themen sind weit gestreut, vom Umgang mit Stubenküken bis zum Ostseefisch. Man kann etwas lernen über Käse und Wein oder hausgemachte Pasta zubereiten. Wer sich mehr für Getränke interessiert, konnte eine z. B "Spirituose Reise durch Südamerika" machen. Ich entschied mich für einen Schokoladenkurs bei Sebastian Völz vom Restaurant NEUZEIT@gewagt.

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Bei unserem zweiten Themenabend im Restaurant Wolkenlos erlebten wir "Eat to the Beat" mit einem ausgezeichneten Menü von Küchenchef Oliver Schols untermalt von passender Musik mit Lightshow.

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Die vielen individuellen kulinarischen Veranstaltungen werden vom "Geniesser-Menü" eingerahmt. Was so unspektakulär klingt ist für mich eine sehr interessante Geschichte. Jedes Jahr werden vier Zutaten ausgewählt und jedes teilnehmende Restaurant bietet im gesamten Zeitraum ein 4-Gang-Menü an, bei dem diese vier Zutaten eingesetzt werden. Wir durften dieses Menü von Küchenchef Jens Hacker in Bülow's Steak Restaurant erleben.

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