Freitag, 30. November 2018

Ratafia der Rosenblätter aus dem Kochbuch des Prinzen Bagrat von Georgien 1818

In dem Kochbuch des Prinzen Bagrat von Georgien 1818 gibt es einen ausführlichen Rezeptteil mit sehr interessanten Getränken. Dabei wird ein Schnaps mit einem Aroma versetzt und danach noch ein zweites Mal gebrannt. Ich habe dazu im Internet recherchiert und bin auf Fotos von Brennblasen für den heimischen Bedarf gestoßen. Meist war auch noch ein Warnhinweis dabei, dass bei nicht sachgerechter Anwendung die Gefahr der Entstehung von Methylalkohol besteht. Ich kann mir gut vorstellen, dass es zur damaligen Zeit gang und gebe war, seinen Schnaps selbst zu brennen. Natürlich auch mit schwerwiegenden Folgen für die Gesundheit.

In Ermangelung einer eigenen Brennblase wollte ich lieber Abstand davon nehmen und entschied mich für einen Ratafia, der mit einem Likör vergleichbar ist. Mir hat der Ansatz mit Rosenblättern sehr gut gefallen. Leider hatte ich nur getrocknete Rosenblätter zur Verfügung, vermute aber stark, dass das Original mit frischen Blättern gemacht wird. Insofern war ich gezwungen, das Rezept stark anzupassen. Leider oxidieren die Rosenblätter stark und so gab es keine hübsche rosa Farbe, die ich mir erhofft hatte. Dies wäre bei frischen Blättern aber auch passiert.

Wer die Rezension zum Kochbuch nachlesen möchte, kann das mit diesem Link gerne tun.





200 gr. Zucker
200 ml Wasser
15 gr. getrocknete Rosen
1/2 Bio-Zitrone
500 ml Wodka

Das Wasser mit dem Zucker erhitzen, bis der Zucker geschmolzen ist. Die Schale der Zitrone mit dem Sparschäler dünn abschälen. Dann die Rosenblätter und die Zitronenschale dazugeben und einmal aufkochen lassen. Die Flüssigkeit abkühlen lassen und in ein großes Gefäß geben. Mit dem Wodka auffüllen.

Den Ansatz einen Monat stehen lassen, dann durch ein Sieb gießen und den fertigen Likör in Flaschen füllen.



Kommentare:

  1. Tolle Idee,
    leider sind meine Rosen im Garten schon verblüht. Aber die nächste Saison kommt bestimmt.
    Ich wünsche Dir einen schönen ersten Advent.

    Viele Grüße
    Silke

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    1. Liebe Silke,
      der Likör läuft wirklich nicht weg und zwischenzeitlich hat mir ein toller Koch einen Tipp gegeben, wie die Blätter rosa bleiben. Das probiere ich nächstes Jahr auch aus und werde berichten. Dir auch einen schönen ersten Advent

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  2. Wunderbar! Ich finde die Georgische Küche hat fantsitsche Rezepte und Interessant auch einige Extravaganzen oder vielleicht schon lange wunderbare Köstlichkeiten zubereitet. Ich habe hier gelernt mit Rosenblüten, die ich schon sehr lange verarbeitet, dass mein Rosen-Blüten-Likör sowohl mit getrockneten als auch mit frischen funktioniert. Die Farbe ist immer, bei Ansatz mit klarem Alkohol mit der Zeit Cognacfarben, auch bei ganz dunkelroten Rosen und Zusatz von Zitrone. Einen wunderschöne Adventszeit und ganz liebe Grüße Ingrid

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    1. Ja das stimmt. Ich habe einen Tipp von einem Koch bekommen, wie die Blüten die Farbe erhalten. Das probiere ich aber noch aus, bevor ich es vorstelle. Dir auch eine schöne Adventszeit, liebe Ingrid.

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