Freitag, 28. November 2025

Rezension - The Duc Ngo: Neue asiatische Küche

Es wurde höchste Zeit, dass der Berliner Gastronom und Koch The Duc Ngo seine Gerichte vorstellt. Auf sein erstes Kochbuch "Neue asiatische Küche" habe ich mich richtig gefreut. Wie passend der Titel ist, wurde mir schnell klar, als ich Rezepte ausprobiert habe. Es ist eine eigenständige Küche, deren Grundlage die Länderküchen Asiens sind. Er kombiniert sie mit Zutaten, wie Tahin aus der arabischen Welt oder Guanciale aus Italien und schafft damit etwas Neues.

Eine weitere Rezension zu diesem Buch gibt es im Blog Magentratzerl - klick hier, direkt zum Beitrag.



The Duc Ngo ist ein Phänomen. Geboren in Hanoi, Vietnam, gehörte seine Familie jedoch zur chinesischen Minderheit. Seine Familie floh nach Hongkong und von dort nach Deutschland. So kam er als Kind nach Berlin, wo er aufwuchs. Nach dem Abitur, studierte er Japanologie und arbeitete in einem Sushi-Restaurant in Berlin. Er war immer bestrebt eine gastronomische Laufbahn einzuschlagen, machte aber nie eine Kochausbildung. 

Er war immer sehr vielfältig interessiert, arbeitete in sehr unterschiedlichen Restaurants und erweiterte somit seine fachliche Kompetenz. Seinen Verdienst investierte er in Restaurants und war bereits in jungen Jahren selbständiger Gastronom. Diese Vorgehensweise hat ihn zu einem erfolgreichen Multi-Gastronomen in Berlin und anderen Städten gemacht. Im Laufe seines Lebens hat er bereits 22 eröffnet und betreibt aktuell 14 verschiedene Restaurants. Gerichte aus acht davon werden in dem Buch vorgestellt.  Medial bekannt wurde er durch seine Teilnahmen an Kitchen-Impossible-Sendungen mit Tim Mälzer.

Zum Auftakt nimmt uns The Duc mit in seine kulinarische Welt und stellt seine Familie und sein Team vor, die ihn in den Restaurants unterstützen. Daran schließen sich grundsätzliche Tipps zum Kauf von Lebensmitteln und zur Zubereitung an. Dann geht es schon mit den Rezeptkapiteln los. Folgende Restaurants sind vertreten:
- Kuchi
- 893 Ryotei
- Moriki
- Golden Phoenix
- Burbank
- Madame Ngo
- Funky Fisch
- Ngo Kim Pak.

Zur Einstimmung wird das Restaurant mit einigen Fotos vorgestellt. Dazu erzählt The Duc die Geschichte des Restaurants aus seiner Perspektive. Zu rund zehn Gerichten aus jedem Restaurant gibt es Rezepte. Da die Konzepte sehr unterschiedlich sind, ist von einfachen bis zu ambitionierten Rezepten alles dabei. Es handelt sich um Restaurant-Rezepte, die auf haushaltsübliche Mengen heruntergebrochen wurden. Dadurch sind manche Zutaten in "krummen" Mengen angegeben. Man kann das aber für daheim gut angleichen. 

Die Rezepte sind klar strukturiert und gut beschrieben. Jedes Rezept hat ein eigenes Foto des fertigen Gerichts, das große Lust aufs Ausprobieren macht. Das war auch etwas mein Problem, ich hatte großes Interesse an vielen Rezepten und musste die Auswahl beenden. Ich werde aber in Zukunft gerne noch mehr ausprobieren.

Die Gerichte erfordern, wie bei der asiatischen Küche üblich, einiges an Spezial-Zutaten und Fisch bzw. Meeresfrüchte, die es nicht in jedem Supermarkt gibt. Zusätzlich werden auch Glutamat, Maggi oder sehr seltene Dinge, wie Yuzu-Pulver verwendet. Ich habe manches einfach weggelassen oder ersetzt. Das hat dem Geschmack nicht geschadet. 

Alles, was ich ausprobiert habe, hat sehr gut funktioniert. Bei manchen Rezepten war ich sogar überrascht, wie schnell das Ergebnis auf dem Tisch stand. Jedes Gericht war optisch sehr ansprechend und hat uns ausgezeichnet geschmeckt. Ich habe es an manchen Stellen so angepasst, dass ich es gut umsetzen kann. 

Den Grundrezepten ist ein eigenes Register gewidmet. Auf diese Grundrezepte wird immer wieder bei den Restaurant-Rezepten verwiesen. Meistens braucht man nur eine Teilmenge, dafür sind Angaben zur weiteren Verwendung und Haltbarkeit gemacht worden.

Abschließend zieht The Duc Ngo ein Resümee zu seinem gastronomischen Weg. Es ist interessant zu lesen, wie er denkt und handelt.

Zwei Rezeptregister erleichtern die Suche nach einem passenden Rezept. Eines listet die Rezepte nach den Restaurants auf und das zweite nach Kategorien, wie Salate, Suppen, Nudeln, Fisch, Schwein, etc.


Sake Aburi Tiradito - Link folgt
Geflämmter Lachs mit einer peruanischen Chilisauce











Nasu Goma-Ae - Link folgt
Frittierte Aubergine mit Sesamsauce




















Wok Fried Rice & Guanciale
Link folgt




















Sushi-Pizza - Link folgt
Frittierter Sushi-Reis mit Lachs und Tobiko




















Spicy Tofu & Wakame
Link folgt






















Fazit:
The Duc Ngo: Neue asiatische Küche ist ein Kochbuch, das längs überfällig war. Die Gerichte sind sehr interessant und nicht "an jeder Ecke" zu finden. Der Kochstil von The Duc ist eigenständig und macht Laune sich darauf einzulassen. Für Koch-Anfänger ist es nicht geeignet, man sollte bereits Koch-Erfahrung haben. Dafür bringt es für ambitionierte Hobbyköche viele neue Anregungen. Für die Zutaten sollte man die Möglichkeit haben in asiatischen Supermärkten und bei Fischhändlern einkaufen zu können.

Weitere Rezensionen zu Kochbüchern der asiatischen Länderküche sind hier zu finden.


Donnerstag, 27. November 2025

fine dining in München: Daniel Pietsch in der Max-Emanuel-Brauerei

Vor kurzem wurde ich gefragt, wo man gut bayerisch essen kann. Das ist eine gute Frage, da wir in München sehr viele bayerische Wirtshäuser in der Altstadt haben, die von Touristen gerne besucht werden. Da zieht es uns aber nicht hin. Vor ein paar Jahren hätte ich da keine richtig gute Antwort gehabt. 

Nun empfehle ich gerne die Max-Emanuel-Brauerei, die aufwändig und sehr gelungen renoviert wurde. Die Geschäftsleitung haben drei junge Münchner übernommen. Einer davon ist Daniel Pietsch, geborener Münchner, gelernter Koch und er war vorher Sous-Chef von Christoph Kunz im Restaurant Alois. Er kochte also auf 2-Sterne-Niveau und hat einen hohen Anspruch an gutes Essen.

Das kann man in der Max-Emanuel-Brauerei daran sehen, dass die Karte eher klein ist. Neben den traditionellen Klassikern gibt es auch moderne Gerichte, aber immer in sehr guter Qualität. Die Lieferanten, wie Poltinger oder Fischerei Schliersee beliefern auch die Sternegastronomie. Die Weinkarte ist ebenfalls sehr klein, führt aber gute Weingüter, vorwiegend aus Deutschland und Österreich. Der Service unter der Leitung von Barbara Englbrecht, die ebenfalls sehr erfolgreich in der Sternegastro gearbeitet hat, kümmert sich sehr charmant um die Gäste. Man kann sich dort also sehr wohlfühlen.

Die Max-Emanuel-Brauerei hat sich in der Nachbarschaft sehr gut etabliert. Das moderne Wirtshaus wird von vielen jungen Leuten gut angenommen - eine Reservierung empfiehlt sich. Im Sommer steht ein sehr schöner Biergarten zur Verfügung, in den man sogar die eigene Brotzeit mitnehmen kann.

Die Max-Emanuel-Brauerei steht auf der Liste unserer Lieblingsrestaurants in München. Wer die anderen auch noch entdecken möchte, klickt hier.

(Besuch vom 31.10.2025)

Besuch vom 1. Mai 2025

Besuch vom 1. Mai 2024

Besuch vom 5. Oktober 2023

Besuch vom 18. November 2022




Saiblingsmatjes von der Fischerei Schliersee
mit Hausfrauensauce, grünem Apfel, Essiggurke & Frisée

Carpaccio von hausgeräucherter Entenbrust
mit Yuzukraut, Radicchio & Entenjus-Mayo

Kross gebratenes Lachsforellenfilet
mit Tomaten-Safran-Essenz
sautiertem Mangold & abgebräunten Kartoffelgnocchi

Poltinger Rehschulter
zart geschmort in Portweinjus
dazu Schwarzwurzeln in Rahm und Kastanienspätzle

Ofenfrische Bauernente
knusprig gegrillt mit Apfelblaukraut, Kartoffelknödel & Natursauce

Affogato al Caffè


Mittwoch, 26. November 2025

Genussfestival Straubing 2025 - Küchenparty

Das Genussfestival in Straubing sollte genauso großartig zu Ende gehen, wie es angefangen hat. Die dritte und letzte Veranstaltung war die Küchenparty in den Räumen des Hotels Asam. So eine Küchenparty ist mehr, als eine kulinarische Veranstaltung. Sie ist auch so eine Art Klassentreffen, wo man sich freut, wenn man sich wieder einmal trifft und man neue Restaurants, neue Produzenten und neue genussaffine Menschen kennenlernen kann.

Nicht nur Köche haben ein Gericht angeboten, auch Bäcker, Milchbauern, Winzer, Metzger, Patissiere oder Tierhalter überzeugten mit ihrem kulinarischen Angebot. Es war eine große Auswahl, für jeden Geschmack war etwas dabei, auch Vegetarier kamen auf ihre Kosten. Das Schöne an so einer Küchenparty ist, dass man sich frei bewegen, die Stände nach Lust und Laune besuchen und mit den Köchen in Kontakt kommen kann.

Für die passenden Getränke sorgten die Winzer und die alkoholfreien Essenzen von Oxymiel. Die richtige Partystimmung kam sofort auf, als die Band Randy Club live spielte und gleich die ersten Gäste das Tanzbein schwungen.

Bericht zum Dinner mit Spitzenköchen am 7. November

Bericht zur Kochshow am 8. November



Rote Beete | Buttermilch | Meerrettich | Oona Schweizer Alpenkaviar
von Tobias Peyerl, Verve by Sven
"Yunico" Perlbach-Chicken Karaage | Yuzu-Mayonnaise | Edamame-Bohnen |
Safran-Awa-Pinienkern-Panko-Crunch | Kresse
von Christian Sturm-Willms, Yunico
präsentiert von Jannik Schrack

Brot von Christian Philipps, Bäckerei Philipps
Butter, Käse und Raclette von Markus Berl, Berl Biomilchhof
Weingut Topf aus der Wachau
Honig von Gäuboden, Honigmanufaktur

Ossobuco vom Hirschkalb | Kräftige Jus | Risotto Milanese | Kirschtomate
von Leo Mauerer, Wildfang
Waldpilzragout-Consommé | Karamellisierter Zwiebelchip | Moulouk
von Tobias Pecher, Port Viktoria
Wagyu Frankenhöhe
Gebackene Aubergine | Tahina | Marmor Petersilienpulver | Pinienkerne | Knoblauch-Mayo
von Kaan Erbatu

Risotto aus dem Parmesanlaib mit Riso Gallo Venere | Crème fraîche |
Maracuja | Traube | Hirschschinken
von Sebastian Völkl, Jedermann
Simone Beckenbauer, Markus Berl, Markus Meier und Team Weingut Meier
Belugalinsen | Boudin Noir | Spanferkelbauch | Alter Balsamico
Bobby Bräuer, ehemals Esszimmer

Salsiccia-Tramezzini | Pfirsich | Fenchel | Thymian
Hermann Retzer, Habe Dere
Lachs | Tomate | Koriander | Mojo Verde
Nicolas La Rocca, Edl.Eins
Butternut-Kürbis | Anabell-Kartoffel | Toggaraschi | Petersilie | Limette | Rauchmandel
Christoph Mezger, Flo & Co.

Surf & Turf-Spydersteak vom Duroc-Schwein | Garnele | Forellenkaviar
Markus Resch, Metzgerei Resch
Saibling | Miso | Avocado | Rettich | Soja
Daniel Klein
Steinpilz-Tortellini | Trüffel | Rote Bete | Kartoffelstroh
Enis Topalovic, Hotel Asam
alkoholfreie Getränkebegleitung von Oxymiel

Gebäck von Taya's Sweets
Pralinen von Simone Beckenbauer, eat in colours
Umeboshi Pflaume | Weisser Sesam | Schokolade | Miso


Dienstag, 25. November 2025

Genussfestival Straubing 2025 - Kochshow

Heuer hatte das Genussfestival in Straubing erstmals auch eine Kochshow im Programm. Das war eine informative und genussreiche Veranstaltung, bei der die Produzenten und Köche bzw. Patissiers gemeinsam je einen kleinen Gang zubereiteten.

So konnten die Gäste zusehen, wie das Gericht auf der Bühne gekocht wurde und dabei auch etwas über die Hauptzutat, wie den Fisch oder das Wagyu-Fleisch erfahren. Danach gab es eine kleine Kostprobe. Parallel konnte man bei den teilnehmenden Winzern auch den passenden Wein probieren.

Für den etwas größeren Hunger hatte Enis Topalovic, der Küchenchef des Hotels ASAM, noch ein Risotto und eine Suppe vorbereitet. So wurde die Kochshow gleich zu einem schönen Mittagessen.

Moderiert wurde die Kochshow von Susanne Smolej Wierl und Michael Schinharl.


Bericht zum Dinner mit Spitzenköchen am 7. November

Bericht zur Küchenparty am 8. November


Moderation: Susanne Smolej Wierl und Michael Schinharl



Nicolas La Rocca, Edl.Eins


Loup de Mer | Koriander | Tomate | Mojo Verde

Daniel Klein und Nicolas La Rocca


Armin Nürnberger von Wagyu Frankenhöhe und Daniel Klein

Unterschiedliche Stücke vom Wagyu

Rote Bete Risotto
Enis Topalovic


Sophie Mussotter

Birne | Kokos | Litschi

Sophie Mussotter und Simone Beckenbauer

Simone Beckenbauer, Eat in Colours

Bierpraline von der Mooser Liesl


Montag, 24. November 2025

Genussfestival Straubing 2025 - Dinner mit Spitzenköchen

Das Genussfestival Straubing fand heuer am 7. und 8. November zum zweiten Mal statt und hat sich bereits zu einem Spitzenevent in der Region etabliert. Hier kommen Spitzenköche, Winzer, Produzenten, Metzger, Bäcker, Konditoren und genussaffine Menschen zusammen, um ein kulinarisches Event zu zelebrieren. Den Rahmen bietet das Hotel Asam in Straubing und die Fäden zusammen, hält Michael Schinharl.

Er ist der Organisator des Festivals und bringt alle Akteue zusammen. Zusätzlich moderiert er noch die unterschiedlichen Programmpunkte und ist auch noch Protagonist des musikalischen Rahmenprogramms.

Den Auftakt machte wieder ein Galadinner, bei dem mehrere Spitzenköche und -patissiers einen Gang präsentieren. Dazu gab es eine passende Weinbegleitung mit Weinen der anwesenden Winzer. Alternativ hätte man sich auch für eine alkoholfreie Begleitung, aus Essenzen von Oxymiel, entscheiden können.

Zum Gelingen des Abends trugen auch die Musik-Künstler bei. Eine große Überraschung war natürlich Hans-Jürgen Buchner, der als Haindling eine sehr große Fangemeinde hat. Die Gäste konnten einen tollen Abend mit viel Genuss und Kultur genießen und sich schon auf die beiden Highlights am nächsten Tag freuen.

Bericht zur Kochshow am 8. November

Bericht zur Küchenparty am 8. November




Moderation: Susanne Smolej-Wierl und Michael Schinharl


Oona-Kaviar-Praline
Simone Beckenbauer, eat in colours

Brot: Bäckerei Philipps
Butter: Berl Biomilchhof


Lachs | Apfel | Rettich | Vanille
Nicolas La Rocca, Edl.Eins


Rinder-Tataki | Duftreis | Trüffel
Wagyu-Frankenhöhe
Enis Topalovic, Hotel Asam


Lugeder Ente | Umeboshi | Feigenblatt
Marcel von Winckelmann


Zander | Senf | Gurke | Rettich
Daniel Klein


Duett vom Duroc-Schwein | Geschmortes Schweinebackerl | Spider-Steak
Kartoffel-Mousseline| Wilder Brokkoli | Trüffel
Micha Ammon, Restaurant Jacob
Markus Resch, Metzgerei Resch

Paulaner Weißbier-Cocktail
Manuel Löhnert

Törtchen von der Weißen Lady
Käse: Innstolz
Valeria, Fesch & Tasty

Winterzauber-Torte
Valeria & Taisiya Patisserie


Musikalisches Rahmenprogramm:
Corinne Achermann und Michael Schinharl

Schirmherr: Lucki Maurer

Special Gueststar: "Haindling"